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Kritiken von "6697mn" aus

155 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Alle Farben des Lebens
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 25.04.2017
    Die Familienkonflikte sind zwar gut geschauspielert und auch mit etwas Situationskomik und Dialogwitz versehen, die Anhäufung von "hippen" Problemen in einer einzigen Familie wirkt aber etwas beliebig und konstruiert - Oma und Gefährtin sind alternde feministische Lesben mit allem Drum und Dran, die Tochter hat sich einen "schlimmen" Fehltritt erlaubt und mit dem Bruder ihres Lovers geschlafen und hat einen schwarzen jüngeren Liebhaber, die Enkeltochter will sich zum Enkelsohn umwandeln lassen... Mehr Charaktertiefe und ein Problem weniger hätten genügt. So entwickelt man mit keinem der Charaktere Empathie und das Ende ist auf typisch amerikanische Weise Friede, Freude, Eierkuchen. Allein die Schauspielerinnen (Naomi Watts, Susan Sarandon, Elle Fanning) machen aus dem Film keinen Totalverlust. Drei Sterne für die Schauspielerei, höchstens einen für das Drehbuch.
  • Der unsichtbare Gast
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 06.04.2017
    Durchaus spannender, plausibler Thriller, der den Zuschauer mit akrobatischen Wendungen im Plot und wechselnden Blickwinkeln auf das Geschehene in Atem hält. Bis zuletzt soll unklar bleiben, wer Täter und Opfer ist, wieviele Täter es gibt und ob Unfall oder Mord im Vordergrund stehen (ohne zuviel verraten zu wollen). Das gelingt größtenteils durch die schauspielerische Leistung der Protagonisten, allen voran Mario Casas, dem man das Zwiespältige oder Undurchschaubare gut abnimmt. Die Kamera setzt zudem auch noch andere Charaktere (den Ingenieur und seine Frau, den hilfsbereiten Autofahrer, die Anwältin) in ein zwiespältiges Licht, so daß der Zuschauer sich auch über deren Absichten nicht im Klaren sein kann. Die Musik tut ein Übriges. Ein kleiner Wermutstropfen ist, daß sich für versierte Thriller-Fans die Wahrheit im letzten Drittel etwas zu früh erahnen läßt. Dennoch gute Unterhaltung.
  • Die sieben Glücksgötter
    Der Preis der Freiheit
    Thriller, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 01.03.2017
    Vielschichtiger Film, der sich deutlich von den jetzt so populären Flüchlingsdramen abhebt. Es geht nicht um das direkte Schicksal eines Opfers von Krieg und Gewalt, sondern um den traumatisierten jungen Mann, der ein Jahrzehnt später versucht, mit zwielichtigen Methoden und zweideutigen Absichten in London Fuss zu fassen. Die Hauptrolle wird von dem äusserst gutaussehenden Nik Xhelilaj hervorragend undurchsichtig und zweideutig gespielt, der Zuschauer schwankt zwischen Mitleid, Angezogensein, Abscheu und Furcht , genau wie die Charaktere, die mit ihm zu tun haben. Die verschiedenen Facetten seiner Persönlichkeit in ihrer Sprunghaftigkeit erzeugen eine beunruhigende Spannung, bleiben aber immer plausibel und erklärbar. Im letzten Drittel löst sich die Spannung und läuft auf das konsequent gewaltsame Ende zu. Sehenswerter Thriller mit aktueller Thematik.
  • Landmine Goes Click
    Don't. Fucking. Move!
    18+ Spielfilm, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 23.02.2017
    Die Ausgangssituation wirkt in der Tat etwas konstruiert, sobald klar wird, daß die Mine nicht zufällig da liegt, wo sie liegt. Aus der Grundsituation entwickelt sich dann aber ein recht spannendes Kammerspiel über die Abgründe menschlichen Verhaltens und Versagens und die Folgen. Selten ist ein Machtspielchen zwischen zwei Männern und dem Objekt Frau so gründlich beleuchtet worden und dann so grausam eskaliert. Die Regie/Kameraführung findet dazu wirkungsvolle Bilder, die gerade durch ihre Unschärfe umso eindringlicher unter die Haut gehen. Der Rachefeldzug im letzten Drittel des Films ist ebenso spannend inszeniert und wirkt durchaus glaubwürdig bis hin zum tragischen Ende (ohne zuviel verraten zu wollen). Die lahme Rechtfertigung eines der Protagonisten, daß er "manchmal zuviel trinke und dann schlimme Dinge tue" hätte ganz unterbleiben können, denn in einem Staat wie Georgien mit seinen antiquierten Rollenvorstellungen ist ohnehin klar, daß Männer die Macht über Frauen haben. Als Frau würde ich daher jetzt nicht unbedingt sofort einen Urlaub in Georgien planen wollen... Sehenswerter Film.
  • Caracas, eine Liebe
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 23.01.2017
    Überzeugendes lateinamerikanisches Sozialdrama um einen Straßenjungen und einen Mann mittleren Alters mit all den Problematiken, die man erwartet: Unterschiede in Bildung/Werten/Lebensstandard und das daraus resultierende Konfliktpotential. Es geht aber nicht hauptsächlich um Sex oder ein Coming out, sondern eher um die Fragen, wer anständig oder moralisch vertretbar handelt und wer wen ausnutzt. Das Ende hält einige Überraschungen bereit.
  • Ferien
    Vivian Baumann will nur ihre Ruhe.
    Deutscher Film, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 20.01.2017
    Der Film über eine Staatsanwältin mit Burn-out, die sich auf auf einer Nordseeeinsel treiben läßt und nach Sinn sucht, ist gut gespielt und fängt vielversprechend an, verflacht aber zusehends in einer Art Aneinanderreihung von Szenen mit immer merkwürdigeren Charakteren, die mehr, leider aber oft auch weniger gelungen, den Zuschauer mit Situationskomik oder skurrilen Handlungsweisen zum Lachen bringen sollen. Zur Mitte hin gehen Handlung und Charakterentwicklung völlig verloren und der Zuschauer bekommt beliebig angerissene Problemstellungen vorgesetzt (von der Mutter verlassenes Kind, plötzlicher Todesfall, gestrandeter Wal usw.), die sich in keinster Weise zu einer interessanten Geschichte verbinden. Wenn dies eine Kritik an Zielstrebigkeit im allgemeinen und "zielstrebigen" Filmen (sprich: Filme mit einer plausiblen Geschichte) sein soll, sollte die Regisseurin vielleicht ein anderes Ziel als Filme machen anstreben. Dies hier langweilt nur. Zwei Sterne für die schauspielerische Leistung.
  • Maggies Plan
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 03.01.2017
    Extrem dialoglastige "Liebeskomödie" im Stil der frühen Woody-Allen-Filme, nur leider um einiges weniger brillant formuliert und streckenweise miserabel gespielt (Greta Gerwig, Ethan Hawke mit dem ewig gleichen Gesichtsausdruck). Das Ende ist ab etwa der dritten Szene voraussehbar. Die Charakter- und Handlungsentwicklung, die es ohnehin kaum gibt, wird nicht gezeigt, sondern durch einen Zeitsprung einfach vorgesetzt, wobei nie richtig deutlich wird, was in der Ehe eigentlich schief gelaufen ist, was nicht schon vorher klar war. Der "Twist", die (Vaterschaft des Kindes) ist so platt und schon so lange klar, wenn sie endlich thematisiert wird, daß sie niemanden überrascht. Julianne Moores angeblich dänischer Akzent ist weder komisch noch für das Plot nötig. Über die verwurschteten Kalauer über Männer/Frauen, Rollenverteilung, und narzißtische Männer kann seit den 80ern keiner mehr so richtig lachen. Wenigstens nicht, wenn die Dialoge so wenig spritzig sind. Reine, absolute Zeitverschwendung.
  • Der Aufenthalt
    Kriegsfilm, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 17.11.2016
    Immer noch sehenswerter und spannender DEFA-Film von Frank Beyer ("Spur der Steine") über einen jungen deutschen Kriegsgefangenen, der kurz nach dem Krieg in polnischer Gefangenschaft des Mordes an einem Kind beschuldigt wird, aber seine Unschuld beteuert. Von polnischer Seite schlägt ihm Hass entgegen, aber das ist nichts verglichen mit dem, was er erlebt, als er in eine Zelle mit anderen deutschen Kriegsgefangenen verlegt wird, wo vom Nazi-General zum SS-Sturmführer zum Gaswagenfahrer bis hin zum Reichsbahndisponenten usw. alles vertreten ist. Nicht nur bestehen die alten Hierarchien und Rivalitäten weiter, Rechtfertigungen, Zurückweisung jeglicher Schuld, Befehlshörigkeit und Antisemitsmus sind ebenso an der Tagesornung. Als Einzelverhöre eine Angst- und Verratsstimmung erzeugen, eskaliert die Situation. Der Film wirft das ganze Spektrum an Fragen auf, die mit persönlicher Verantwortung Deutscher angesichts der Naziverbrechen zu tun haben und gibt keine einfachen Antworten. Sehr gut geeignet, um Diskussionen über das Thema anzuregen, und auch filmisch auf der Höhe der Zeit (80er). Unbedingt anschauen.
  • Gleißendes Glück
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 03.11.2016
    Vorweg: Die schauspielerischen Leistungen von Martina Gedeck und Ulrich Tukur sind herausragend und deswegen schaut man sich den Film gerne zu Ende an. Die Geschichte selbst, und damit auch das Plot, überzeugt jedoch nicht. Kommt schon das Thema Glaubensverlust als existentielles Trauma relativ angestaubt daher, gilt das erst recht, wenn es um Martyrium zum Zweck der Erlösung und naives Gottvertrauen bis hin zur Selbstgefährdung geht. Das Handeln der Frauenfigur mutet daher unmotiviert oder antiquiert, um nicht zu sagen dumm, an, und daran kann auch Martina Gedeck nichts ändern. Auch die Reformierung des sex- und pornosüchtigen Gehirnforschers will nicht so richtig überzeugen. So einfach sollen jahrelange Muster gebrochen werden können? Eher ist es doch so, dass das Muster überhaupt nicht gebrochen wurde, denn die Frau ist weiterhin ein Objekt und Opfer von Voyeurismus . Die Chancen dieser Beziehung als "gleissendes Glück" kann wohl hoffentlich höchstens als Ironie gemeint sein. Kann man anschauen, um mitreden zu können, ist aber beileibe kein Muß.
  • Hasret - Sehnsucht
    Istanbul. Stadt der Geister, Träume und verzehrenden Liebe.
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 18.10.2016
    Persönliches Portrait der Stadt, das gegen Ende stark ins Esoterische abdriftet. Mangels interessanter Interviews und Persönlichkeiten nicht sonderlich erhellend. Es nervt der zunehmend weinerliche Ton des Regisseurs. Am interessantesten noch einige abgelichtete alte Fotografien aus dem Istanbul Anfang des 20. Jahrhunderts. Dafür würde jedoch ein guter Bildband genügen. Kann man sich sparen.
  • My Big Fat Greek Wedding 2
    Menschen ändern sich. Griechen nicht.
    Komödie, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 06.09.2016
    Flaue und nicht besonders lustige "Komödie" mit einer Menge alten Kalauern und permanent auf Lacher ausgerichtete übertriebene Gesichtsmimik der Hauptdarsteller. Dümmliche Dialoge. Völlig unterentwickelte, an den Haaren herbeigezogene Handlung, die schon nach zehn Minuten langweilt und zum ebenfalls nach zehn Minuten voraussehbaren Ende führt. Aufgesetzter Läuterungs- und Romantikschmalz. Kann man sich wirklich sparen.
  • The Dressmaker
    Die Schneiderin - Rache ist wieder in Mode.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "6697mn" am 30.05.2016
    Doch, weniger als drei Sterne geht auch. Auch Kate Winslet bleibt bei diesem zusammengewürfelten Plot ohne Hand und Fuß deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück, und wer sie aus anderen Filmen kennt (zuletzt "Steve Jobs", wo sie mit ihrer Nebenrolle den Film erst interessant machte), wird sehr enttäuscht sein. Dieser Film bietet gar nichts und ein paar schön geschneiderte Kostüme können die Inhaltslosigkeit nicht kaschieren. Gähn!