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Kritiken von "VideobusterRedaktion" aus

293 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Fantastic Four
    Fantasy, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 06.12.2005
    Superhelden? Oje. Männer, die sich in blaue Strumpfhosen quetschen und ihre Muckies unter ein rotes Cape hüllen, waren mir schon bei den „Wer ist stärker: Superman oder Spider-Man?“-Diskussionen der Fan-Boys auf dem Schulhof suspekt.
    Ausgerechnet ich bin dann an die „Fantastic Four“ geraten.
    Die ersten Minuten knabberte ich mich mäßig amüsiert mit Mikrowellen-Popcorn durch altbekannten Superhelden-Standard: Vier Wissenschaftler werden im All von einem kosmischen Sturm genetisch verändert und kehren mit Kräften zurück, die an die vier Elemente Wasser, Feuer, Wind und Erde erinnern. Selbstverständlich rauben die Fantastischen Vier jetzt nicht, wie die meisten Menschen das tun würden, die nächste Bank aus, um sich danach auf einer karibischen Insel einen ruhigen Lenz zu machen. Nein, sie tun lieber Gutes und geben dem Bösen, der – Überraschung! - nichts weniger als die Weltherrschaft anstrebt, kräftig auf die blecherne Mütze.
    Fade, fade, fade - bis „Dark Angel“-Star Jessica Alba als „Die Unsichtbare“ die neuen, chicen Superhelden-Uniformen auspackte: Zwischen dunkelblaue Kunstfaser und makellose Epidermis passt nicht einmal eine VISA-Card, sogar das sexy Stützkorsett von „Voyager“-Schönheit Seven of Nine wirkt im Vergleich dazu wie eine zweckentfremdete Zeltplane. Ohne Ablenkung von einem anspruchsvollen Plot, suchte ich in den folgenden Szenen nach Hinweisen, ob Jessica Alba unter dem Ganzkörperkondom eigentlich Unterwäsche trug. Mein Besetzungs-Tipp für die bereits beschlossene Fortsetzung Die drei drögen Jungs werden ersetzt durch Halle Berry als Catwoman, Jennifer Garner als Elektra und natürlich Borg-Drohne Seven of Nine. Das wären „Fantastic Four“ nach dem Geschmack eines Fan-Boys!
  • Die purpurnen Flüsse 2
    Die Engel der Apokalypse
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 06.12.2005
    Gedopte Ninja-Mönche jagen Jean Reno; Christopher Lee spielt den Oberfiesling mit gewohnt diabolischen Vampir-Lächeln; hinter einem geheimnisvollern religiösen Schatz verbirgt sich eine tödliche Waffe von Welt zerstörerischem Ausmaß; verfeindete Untergangs-Gruppierungen meucheln sich durchs malerische Frankreich: Was sich auf den flüchtigen Blick wie eine Indiana-Jones-Geschichte aus dem Nachlass von Edgar Wallace anhört, entpuppt sich bereits beim brachialen Schock-Auftakt als wilder Genre-Mix aus Action, Mystery-Thriller und Krimi. Die Jagd beginnt in einem Jesuiten-Kloster mit einem brutalen Ritualmord, den Raubein Jean Reno als Kommissar Niemans aufklären soll. Zu Mönchskillern und Jesus-Sekte gesellt sich eine drohende Apokalypse, die es mit Hilfe der Religionswissenschaftlerin Camille Natta abzuwehren gilt. Wie alle guten Verschwörungstheorien gönnt sich der Plot kratertiefe Logik-Löcher, was aber zwischen virtuosen Kampfszenen, fantasiereichem Gemetzel und sarkastischen Kommentaren nicht weiter unangenehm auffällt.
    Um „Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse“ zu verstehen, muss man den Vorläufer „Die purpurnen Flüsse“ nicht unbedingt gesehen haben. Die Hatz nach dem heiligen Buch mit den sieben Siegeln macht genug Spaß, dass die Vorgeschichte höchstens schmückendes Beiwerk ist: Feuerwerk-Action-Popcorn-Kino aus Frankreich. Für einen dritten Teil sollten sich die Produzenten jedoch nicht nur die besten Tricktechniker sondern auch ein paar gewissenhafte Drehbuschschreiber leisten.
  • Ocean's Twelve
    Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 06.12.2005
    Warnung: Dieser Film könnte schlecht für Ihre berufliche Karriere sein! Es ist nämlich äußerst wahrscheinlich, dass Sie sich bereits nach wenigen Filmminuten folgende bedeutungsvolle Frage stellen:
    Warum nur haben Sie nicht einen vernünftigen Beruf gelernt: beispielsweise den des Meisterdiebes?
    In „Oceans Twelve“, der Fortsetzung des Gauner-Komödien-Hits „Oceans Eleven“, sind die Bösen ausnahmslos gut gelaunt, sie sind perfekt gekleidet und sie haben in jeder Situation eine geniale, rettende Idee. Sie pendeln zwischen den schönsten Städten Europas und arbeiten ein einziges Mal im Jahr, allerdings nur, wenn Sie von einem neiderfüllten Konkurrenten heraus gefordert werden oder das Konto wegen einer unverhofften Rückzahlungsforderung ein kleine Unterdeckung von 180 Millionen Dollar aufzeigt. In einer solchen Notsituation rauben Sie auch schon ein Original Fabergé-Ei aus einem angeblich uneinnehmbaren Museum und verführen mit dem lässigen Zucken einer Augenbrauen zwischen Frühstück und Dinnerparty Catherine Zeta-Jones und Julia Roberts.
    Das Ganoven-Leben in dem Star besetzten „Oceans Twelve“ kann also fraglos neidisch machen - aber Vorsicht! - nur wenn Sie so rundum perfekt sind wie Hauptdarsteller George Clooney und Brad Pitt. Ansonsten sollten Sie mit dem Kündigungsschreiben bei Ihrem Chef besser vorsichtig sein. Bleiben Sie lieber beim Tagträumen und genießen Sie die auf Hochglanz polierte Gauner-Komödie aus der sicheren Distanz Ihres Fernsehsessels. Dann müssen Sie sich auch nicht wie Nachwuchsganove Matt Damon von der eigenen Mutter aus dem Gefängnis befreien lassen, was auch im elegantesten Outfit ziemlich uncool aussehen lässt. Oder nicht?
  • Charlie und die Schokoladenfabrik
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 06.12.2005
    Seit „Fluch der Karibik“ bin ich Johnny Depp-Fan. Und seit „Big Fish“ habe ich Tim Burton verziehen, dass er Unterhosen-Model Mark Wahlberg über den „Planet der Affen“ gehetzt hat. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an „Charlie und die Schokoladenfabrik“ – und sie wurden alle erfüllt: Dreamteam Johnny Depp und Tim Burton ist einfach ein Garant für skurrile, aberwitzige und intelligente Unterhaltung. Die Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs von Roald Dahl erzählt die Geschichte des Jungen Charlie, dessen abgebrannte Eltern sich gerade mal eine Kohlsuppe pro Tag und eine Tafel Schokolade pro Jahr leisten können. Letztere stammt von Willy Wonka, einem exzentrischen Schokoladen-Hersteller, den seit Jahren kein Mensch zu Gesicht bekommen hat. Wonka sucht nun einen Erben und lädt zur Auswahl eine Handvoll Kids in seine Fabrik, ein wahres Paradies für den überglücklichen Charlie und Anlass für eine hemmungslose Ausstattungsorgie in allerbester Burton-Art.
    Klar, „Charlie und die Schokoladenfabrik“ ist ein Kinderfilm, aber für filmische Süßigkeiten gibt es gottlob keine Altersbeschränkung nach oben, und auch Erwachsene werden ihren Spaß haben, wenn sich die Darsteller in Zuckerguss und Kakaobohnen wälzen. Die Details sind so liebevoll, dass ich Angst hatte, vom Zusehen allein bereits an Gewicht zuzunehmen, vielleicht lag das aber an meinem plötzlichen Heißhunger auf Chips mit Schoko-Überzug.

    Für Fans von
    Tim Burtons Corpse of the Bride, Hexen hexen, Fluch der Karibik
  • Liebe lieber Indisch
    Komödie, Lovestory, Bollywood
    Bewertung und Kritik von Filmfan "VideobusterRedaktion" am 06.12.2005
    Bollywood sei total angesagt, habe ich mir von meiner Lebensgefährtin erklären lassen. Hübsche Menschen verlieben sich, singen und tanzen, trennen sich und kriegen sich wieder. Dann singen und tanzen sie erneut. Das mache Spaß, erklärte sie mir, während ich skeptisch das Cover von „Liebe lieber indisch“ hin- und her wand. Da konnte ich lesen, dass die Geschichte auf dem Klassiker „Stolz und Vorurteil“ basiert, in der eine ehrgeizige Mutter versucht, ihre Töchter unter die Haube zu bekommen. „Kick it like Beckham“-Regisseurin Gurinder Chadha muss an Menschen wie mich gedacht haben, als sie diese Liebesgeschichte mit Hindernissen in Szene setzte. Erzählt wird nämlich aus der Perspektive des britischen Schnösels William Darci, der mit Freunden erstmals Indien besucht und eigentlich keine Ahnung hat, was ihn dort erwartet. So ist er genauso überrascht wie der Zuschauer, wenn die vier heiratsfähigen Töchter schnell mal eine Tanzeinlage in der Fußgängerzone hinlegen und sich unter Blütenregen im Kreis drehen. Was uns zielorientierten Nordeuropäern ein klein wenig albern vorkommt, wirkt erstaunlicherweise nach wenigen Minuten völlig normal – und macht richtig Spaß! Was sicher auch daran liegt, dass die Hauptdarstellerin Aishwarya Rai, die ehemalige Miss World 1994, schlicht ein Fest für die Augen ist. Ein quietschbuntes Feelgood-Movie, das sogar Bollywood-Neulinge wie mich begeistern wird. Ideal für einen Kuschel-Abend zu zweit!


    Für Fans von:
    Bollywood-Filmen, Kick it like Beckham, Mansoon Wedding