Kritiken eines anonymen Filmfans

Weiße Wölfe

Wilder Westen und historische Wahrheit
Western

Weiße Wölfe

Wilder Westen und historische Wahrheit
Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 26.01.2012
Düster ist dieser Film, weitaus düsterer als alle vorangegangenen und viele der folgenden Filme - und vieles, was in einigen Vorgängern versäumt wurde, holte Debütant Petzold (seit seinem Kellerfilm "Das Kleid" zum Unterhaltungsfilmer "degradiert") nach. Bei der Winterwanderung der verbliebenen Dakota meint man die Kälte zu spüren (tatsächlich war der Rauhreif Kalk), die Kaskadeure (DDR-deutsch für Stuntmen) bekommen mit Stürzen über Telegrafenleitungen u.ä. ordentlich zu tun, die Musik von Karl-Ernst Sasse hämmert sich mit schnarrenden Posaunen und Tritonus hart ins Ohr. Hart geht auch die Dramaturgie mit den Figuren um: der ehemals standhafte Blake fällt um, der positive Sheriff wird mit einem einzigen Faustschlag zu Boden gestreckt und muss hilflos das Ende mit ansehen - und zum ersten Mal stirbt der Held eines DEFA-Indianerfilmes. Realistisch in der Konsequenz ist das Drehbuch zweifellos (die pessimistische Weltsicht sollte auch die folgenden Filme bestimmen), leider aber krankt es an einigen Längen und dramaturgischen Schwächen - das verhindert trotz guter Regie, Kamera, Musik und (ja, auch das ist wichtig) Geräusche, dass er zum Besten seines Sub-Genres wurde.
Ärgerlich, dass, obwohl der DVD ein Positiv guter Bildqualität vorlag, dies auf ein falsches Bildformat geschrumpft wurde, wodurch die das Filmbild komplett ausnutzende Bildgestaltung empfindliche Schäden erleidet.
Trotzdem ein empfehlenswerter, weil unterhaltsamer und aussagekräftiger Film.

Für die, die es interessiert, die wichtigsten Synchronsprecher:

Falke - Gojko Mitic - Karl Sturm
Catherine - Barbara Brylska - Annekathrin Bürger
Listiger Fuchs - Slobodan Dimitrijevic - Klaus Piontek
Starke Linkshand - Slobodan Velimirovic - Norbert Christian
Andy Sleek - Karl Zugowski - Kurt Kachlicki
David - Predag Milinkovic - Werner Ehrlicher
Jim - Milan Jablonski - Lothar Schellhorn
Stumpfmesser - Jochen Thomas - Werner Schulz-Wittan

ungeprüfte Kritik

Tecumseh

Der Übermacht unterlegen
Western, Deutscher Film

Tecumseh

Der Übermacht unterlegen
Western, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 26.01.2012
Der Untertitel täuscht: Bei diesem Film ist Titelheld Tecumseh nicht der Übermacht unterlegen, sondern der Redseligkeit von Drehbuchautor Rolf Römer, der in seinem Bestreben, den Indianer-Heros als intelligenten Strategen zu zeigen, mit seinen papierenen Dialogen sämtliche Kraft aus den gestählten Muskeln sog. Mag die Geschichte auch authentisch wiedergegeben sein - Geschichtsunterricht ist nicht das, was man von einem Gojko-Film erwartet. Die Musik von Günther Fischer (absolut in seinen üblichen Schemata) versucht eine krampfhafte Modernisierung und verliert sich in stetigen Wiederholungen der selben Themen. Jungregisseur Kratzert hatte eben die Schwierigkeit von Genre-Filmen unterschätzt und sich maßlos überhoben. Schade, denn die Figur Tecumsehs ist eine der interessantesten indianischer Historie und hätte einen wesentlich besseren Film verdient als dieses Monument der Langeweile.

ungeprüfte Kritik

Ulzana - Schicksal und Hoffnung

Western, Deutscher Film

Ulzana - Schicksal und Hoffnung

Western, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 26.01.2012
Seltsam - nach einem so spannenden und trotzdem historisch korrekten Auftakt mit "Apachen" fällt der zweite Teil plötzlich (wie man so schön sagt) hinten runter. Das darf man sogar etwas wörtlich nehmen - Gojko Mitics nacktes Hinterteil (aus der Ferne fotografiert) reicht nicht aus, um die folgenden 90 Minuten zu tragen. Allzu redselig kommt der Film daher, dünn gesät sind die Kampfszenen und viel zu schnell vorbei. Natürlich ist es schön, daß endlich mal die ungastlichen Wüstenreservationen so trostlos dargestellt werden, wie sie waren - aber der trockene Staub scheint auf den Film abgefärbt zu haben. Zu sehr haben sich die Autoren Mitic und Kolditz vom Vorwurf der Brutalität beeindrucken lassen. Schade, denn der Wüstenritt Ulzanas ist eine wirklich interessante Geschichte.
Hinzu kommt, dass hier für die DD nur ein Zwischenpositiv mit dumpfem, verrauschten Ton und stumpfen Farben zur Verfügung stand.

ungeprüfte Kritik

Spur des Falken

Goldgräber in den Black Hills - Brennende Zelte in den Schwarzen Bergen.
Deutscher Film, Western

Spur des Falken

Goldgräber in den Black Hills - Brennende Zelte in den Schwarzen Bergen.
Deutscher Film, Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 26.01.2012
"Eine gelungene Verbindung von Karl May und Karl Marx" nannte die gefürchtete Filmkritikerin Holland-Moritz den dritten Indianerfilm der DEFA. Wohlwollende Ironie (May war offiziell verpönt, aber beliebt, Marx offiziell geehrt, aber unbeliebt), die durchaus einen treffenden Kern hat - "Spur des Falken" war der erste Gojko-Film der DEFA, dem man das Attribut "professionell" verleihen kann. Natürlich knarzt er an einigen Ecken - die dünne Geräuschspur ist eher komisch, ebenso wie der Kriegstanz (in weiteren Filmen verzichtete man vernünftigerweise auf derlei Pseudo-Folklore), aber erstmals haben die Kampfszenen Tempo und die Kamera (enfant terrible Otto Hanisch) traut sich, das Geschehen zu kommentieren statt abzufilmen. Auch die Musik von Karl-Ernst Sasse (Wolfgang Meyer war ursprünglich für die Komposition engagiert, kam aber mit dem Medium Film nicht zurecht, weshalb er vom als DEFA-Dirigent erfahrenen Sasse abgelöst wurde - dieser war so fair und kollegial, die bereits komponierten Themen zu verwenden und eher seinen eigenen Beitrag unter den Scheffel zu stellen) verzichtet auf seltsames dramaturgisches Beiwerk wie Beatklänge (Söhne der großen Bärin) oder Jazz (Chingachgook) und lässt die Welt von Bernstein und Böttcher auch bei der DEFA aufleben. Unvergessen die schmissige Szene, in der Freddy Delmare mit Fiedel durch den Saloon springt; Hannjo Hasse ist ein verlässlicher Fiesling, Helmut Schreiber poltriges Original und die holde Weiblichkeit durch die Polin Barbara Brylska mehr als angenehm vertreten. Ungewohnt seinerzeit war die Besetzung des auf grobe Rauhbeine abonnierten Fred Ludwig ("Nackt unter Wölfen") als charakterschwacher Friedensrichter, während Rolf Hoppe als phlegmatischer Killer den Grundstein für seine Karriere legte. Spannung mit einem Beigeschmack von Trash, vielleicht noch nicht so professionell wie die letzten Winnetou-Filme, aber interessanter und charismatischer als diese.

ungeprüfte Kritik

Tödlicher Irrtum

Machtkampf um das schwarze Gold
Western, Deutscher Film

Tödlicher Irrtum

Machtkampf um das schwarze Gold
Western, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 26.01.2012
Dieser Western (einen Indianerfilm kann man ihn kaum noch nennen, da er vor allem unter Weißen spielt) zählt nicht zu den stärksten der DEFA (allerdings auch nicht zu den schwächsten) - und das zieht sich durch alle Kategorien. Autor Rolf Römer (der die Rolle des Halbbluts Howard für sich selbst schrieb, wogegen aber Regisseur Petzold votierte) machte als Schauspieler eine bessere Figur denn als Schreiber, zu zerrissen und szenenhaft ist die Abfolge - es fehlt der dramatische Bogen. Einige Schauspieler bieten, tapfer gegen Klischees anspielend, saubere Leistungen (Mueller-Stahl, Wolff), andere haben sich in den Schlingen des Klischees verfangen (Hoppe, Mitic, Bürger) - wobei ein besonderes Schmäckerchen geboten wird durch Rolf Ludwig, der seinen eigenen Ruf als Trunkenbold ausspielt und auf die Schippe nimmt (aber gerade diese Komik der Fahrigkeit nimmt seiner Figur auch wiederum notwendige Gefährlichkeit). Hinzu kommt, dass (aus Kostengründen oder wegen mangelnder Zeit - eigentlich hatte mit "Weiße Wölfe" die Indianerreihe abgeschlossen werden sollen und man schob "Tödlicher Irrtum" quasi in noch stehenden Kulissen des Vorgängers sowie auf der Felsenbühne Rathen auf die Schnelle nach) fast ausschließlich in der DDR gedreht wurde, was die landschaftliche Präsenz erheblich einschränkt.
Weniger erfreulich auch ist, dass (obwohl sich Icestorm diesmal an das originale Filmformat hielt) nur noch das abgenutzte Negativ zur Verfügung stand, weshalb die Farbqualität deutlich unter anderen Filmen wie "Osceola" oder "Die Söhne der großen Bärin" liegt.
Die 4-Punkt-Wertung also gerade so geschafft - vielleicht aus (N)Ostalgie, aber einiges Interessante hat dieser Film denn doch zu bieten. Und sei es nur ein herrlich verschrobener Gerry Wolff mit heiserer Stimme (wie er sie 30 Jahre später tatsächlich bekam).

ungeprüfte Kritik

Osceola

Die rechte Hand der Vergeltung.
Western

Osceola

Die rechte Hand der Vergeltung.
Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 26.01.2012
Straff geschrieben und flott inszeniert, hat der Film eigentlich nur das Manko, dass er etwas wenig "Gojko" bietet (dafür, dass er die Titelrolle spielt). Seltsamerweise, obwohl Walter Püschel das Drehbuch schrieb, hat die Handlung fast nichts mit seinen als Vorlage genannten Büchern zu tun (vielmehr hat die Flucht der Sklaven unübersehbare Ähnlichkeit mit Karl Mays "Die Sklavenkarawane" - nun, wenn geklaut wird, dann zumindest vom Besten).
Weniger erfreulich ist, dass die DVD nicht das originale Filmformat (Scope) bietet und deshalb auch am Vorspann herumgepfuscht wurde, außerdem wird die Schlussmusik vorzeitig ausgeblendet. Schade ...
Das ist aber kein Grund, diesen gut gemachten und "politisch korrekten" Indianerwestern zu übergehen, zumal die Farb- und Tonqualität merklich besser ist als bei manch anderem (weniger gut erhaltenen) Film der Reihe.
Für alle, die es interessiert, die wichtigten Synchronsprecher der nicht-deutschen Darsteller (da sie, im Gegensatz zu späteren DEFA-Veröffentlichungen von Icestorm, nicht genannt werden):

Osceola - Gojko Mitic - Gerhard Paul
Moore - Jurie Darie - Horst Schön
Robin - William Aniche - Lothar Schellhorn
Josua - Almamy Soumare - Holger Mahlich
Cilla - Kati Bus - Evelyn Opoczynski
Rhea - Pepa Nikolova - Gisela Büttner
Charlie Emathla - Daniel Michev - Günter Grabbert
Mikonopi - Stefan Peichev - Hans Hardt-Hardtloff
Black Panther - Boubacar Touré - Jürgen Kluckert

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Dick & Doof - Auf hoher See

Immer wenn er Hupen hörte - Abenteuer auf hoher See.
Komödie

Dick & Doof - Auf hoher See

Immer wenn er Hupen hörte - Abenteuer auf hoher See.
Komödie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 09.01.2012
Die Kritik wetterte seinerzeit, dass es sich eigentlich um zwei Kurzfilme handle, die nur lose miteinander verbunden sind. Das trifft durchaus zu. Aber es sind Kurzfilme von guter Qualität, die im Gegensatz zu anderen Langfilmen des Duos für beständige Unterhaltung sorgen. Die Stunde Laufzeit vergeht wie im Flug mit einem Trommelfeuer an guten Gags - was will man denn mehr?
Ausnahmsweise ist es sogar erfreulich, dass hier die ZDF-Synchronisation auf DVD gepresst wurde - so vernimmt man vertraute Stimmen für Stan & Ollie (die uralte Kinofassung war sehr ungewohnt und leider auch sehr schlecht besetzt).
Nicht minder unterhaltsam sind die Kurzfilme "Live Ghost" (Stan & Ollie in Höchstform) und "Why Girls Love Sailors" (als beide noch kein Paar, aber nicht weniger begabte Komiker waren). Empfehlenswert!

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Dick & Doof - Rache ist süß

Abenteuer im Spielzeugland - Böse Buben im Wunderland.
Komödie

Dick & Doof - Rache ist süß

Abenteuer im Spielzeugland - Böse Buben im Wunderland.
Komödie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 09.01.2012
Wie man sieht, trifft dieser Film nicht jeden Geschmack. Ja, man sollte nicht mit allzu hohen Erwartungen an ihn heran gehen. Es handelt sich eher um einen Märchenfilm, der mit Stan & Ollie ausgeschmückt wurde. Nähert man sich von dieser Seite, kann man dem trotz s/w bunten Treiben durchaus einiges abgewinnen. Immerhin haben die beiden einige schöne Auftritte, die ihre Charaktere nicht verfälschen (wie es später des öfteren geschah) und auch der an Scrooge erinnernde Schurke (zur Drehzeit 21!) ist sehenswert. Schön, dass sich auf dieser DVD die alte Synchronisation befindet (und nicht die sterile Katastrophe, die auf der Billig-DVD von Legend angeboten wird).

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Dick & Doof - In der Fremdenlegion

Komödie, Abenteuer, Kriegsfilm

Dick & Doof - In der Fremdenlegion

Komödie, Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 09.01.2012
DER beste vielleicht nicht, aber einer der besten auf jeden Fall. Was besonders bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, dass Stan & Ollie ihn für einen Konkurrenzproduzenten drehten (der ihnen allerdings freie Hand ließ) und aus Zeitdruck "nur" ein loses Remake des Kurzfilmes "Beau Hunks" schrieben - das allerdings buchstäblich um Längen besser geworden ist als die Vorlage. Eine Handlung, die sich gänzlich auf die beiden Komiker konzentriert (statt sie mit einer zuckrigen Liebesgeschichte zu unterbrechen), eine herrliche Rolle für ihren Gegenspieler James Finlayson, eine Gesangseinlage für Hardy - was will man denn mehr?
Die alte Kinosynchronisation - die hätte es sein dürfen. Leider befindet sich auf dieser DVD nur die miese ZDF-Fassung, obwohl die Kinofassung (vor langer langer Zeit) sogar einer der ersten Filme war, die auf Video erschienen. Das verhindert die Höchstwertung.

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Dick & Doof als Salontiroler

Komödie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 09.01.2012
Einer ihrer mäßigeren Filme - immer noch besser als die meisten ihrer Spätwerke, aber keineswegs auch nur annähernd so gut wie "Die Doppelgänger" oder "In der Fremdenlegion".
Vorsicht überdies bei dieser DVD - die Coverabbildung ist falsch: das ist nicht die Neuausgabe, auf der neben der ZDF-Synchronisation auch die alte Kinofassung enthalten ist, sondern man bekommt nur die Neusynchro mit der brüchigen Stimme von Walter Bluhm und dem unerträglichen musikalischen Gedudel von Amper & Strittmatter serviert.

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Dick & Doof - Spuk um Mitternacht

Komödie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 09.01.2012
Laurel und Hardy sprechen deutsch! Das macht die DVD zu einem absoluten Erlebnis, obwohl der Film nicht gerade das Gelbe vom Ei ist - statt den drögen "Laurel & Hardy Murder Case" in Fremdsprachen zu drehen, hätten Stan & Ollie sich lieber auf Meisterwerke besinnen sollen wie "Helpmates" oder "Hog Wild", aus denen man ohne Probleme ein längeres Werk hätte stricken können.
Aber umso unterhaltsamer ist es, die beiden radebrechen zu hören, was für mehr Komik sorgt als die eigentliche Handlung (die dem Film "Berth Marks" entnommenen Schlafwagenszene allerdings sorgt durchaus für Heiterkeit). Und man bekommt eine absolute Rarität zu sehen, nach der Cineasten seit Jahrzehnten (!) forschen. Wenn das kein Grund ist ...

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Dick & Doof - Wir sind vom schottischen Infanterie-Regiment

Die tapferen Schotten
Komödie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 09.01.2012
Es ist natürlich Unsinn anzukreiden, dass dieser Film "neu" synchronisiert wurde - die wahrhaft alte deutsche Fassung hat seit 1936 keiner mehr gesehen.
Tatsächlich befindet sich auf der DVD die Kinosynchronisation mit Horst Gentzen (Jerry-Lewis-Stimme) von 1966 und nicht die ZDF-Fassung, die ein Rezensent vielleicht meinte (in der Laurel zwar von seinem Stammsprecher gesprochen wurde, die aber ansonsten eine Katastrophe ist, zudem übrigens von 1975, also ist DAS die Neusynchronisation) - und das ist gut so, denn sie ist trotz der ungewohnten Stimme weitaus besser und atmosphärischer.
Der Film selbst hat leider Gottes einige Längen und einen unsäglichen jugendlichen "Helden" - kann man sich darüber hinweg retten, wird man mit einigen schönen Szenen belohnt, die aber eher einen tollen Kurzfilm abgegeben hätten. Nicht so großartig wie sein Ruf, aber durchaus unterhaltsam - weitaus mehr, als die späten Filme der DVD-Box von Centfox.

ungeprüfte Kritik

Die Flusspiraten vom Mississippi

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 07.05.2011
Ach wie gern hätten sich alle Filmproduzenten auf Karl-May-Stoffe gestürzt, als "Der Schatz im Silbersee" sich als Supererfolg erwiesen hatte. Ach, wie klagten sie, als sie feststellen mussten, dass Produzent sich die Exklusivrechte gesichert hatte. Also - Suche nach Ersatz. Was lag näher, als den zweiten deutschen Western-Schriftsteller von Format für den Film urbar zu machen. Was? Einiges (z.B. die Cooper-Romane, auf die zu spät und zu schlecht zurückgegriffen wurde)! Denn Gerstäckers Bücher sind Krimis im Westerngewand, haben keine starken Identifikationsfiguren und keinerlei Märchenflair - als Bücher bieten sie große Reize, sperren sich aber gegen eine massenwirksame Verfilmung. Krimiexperte Jürgen Roland zu engagieren, half auch nicht weiter - und so bleibt der erste (aber beileibe nicht letzte) Trittbrettfahrer nichts weiter als genau das. Hansjörg Felmy als schnarchiger Held, Muskelprotz Dan Vadis als lächerlicher Unterschurke und Brad Harris als unbewegliches Betonkinn - unfreiwillige Komik vorprogrammiert. Zumindest Harris zeigte Talent auf seinem eigentlichen Gebiet: Als Stunt director sorgte er für Kampfszenen, die weitaus professioneller ist, als man es aus dem Gros deutscher Filme gewohnt ist. Alles andere, sogar der verlässliche Horst Frank (natürlich) als Schurke (zumindest mit eigener Stimme), bleibt im Mittelmaß stecken - im unteren wohlgemerkt. Genau das richtige für einen Trash-Abend, ansonsten ohne Reiz.

ungeprüfte Kritik

Die Pagode zum fünften Schrecken

Von der Polizei gejagt - von Verbrechern gehetzt - ein Reporter auf brandheißer Fährte!
Krimi

Die Pagode zum fünften Schrecken

Von der Polizei gejagt - von Verbrechern gehetzt - ein Reporter auf brandheißer Fährte!
Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 17.04.2011
Angeblich soll dies ja ein Edgar-Wallace-Film sein - diesen Unsinn jedoch hat das zurecht stark kritisierte Filmbuch von Joachim Kramp aufgebracht. Von Wallace ist hier nichts zu bemerken, es sei denn in der darstellerischen Beteiligung von deutscher Seite. Und dass in der hemmungslos verstümmelten deutschen Fassung (die sich trotzdem noch in die Länge zieht) Filmmusikschnipsel aus "Die Gruft mit dem Rätselschloß" finden (die hier natürlich nicht hingehören).
Wie die anderen Filme (die sich zumindest tatsächlich auf Wallace beziehen) aus der Harry-Alan-Towers-Schmiede auch ist dieser keineswegs sehenswert.

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Kara Ben Nemsi - Staffel 1

Die legendäre Karl-May-Serie
Abenteuer, Serie

Kara Ben Nemsi - Staffel 1

Die legendäre Karl-May-Serie
Abenteuer, Serie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 11.01.2011
Kult entsteht durch unermüdliche Wiederholung, Legenden durch Verklärung. So auch bei dieser seit Jahrzehnten nicht mehr gezeigten TV-Serie, von deren Qualität man sich jetzt endlich überzeugen kann. Wenn ein angesehener Theaterschauspieler ohne besondere Action-Fähigkeiten einen Superhelden spielt und sich beliebte Komiker als Araber tummeln, sollte man keinen Abenteuerfilm erwarten. Tatsächlich geht der Serie sowohl das mythische Flair der Kinofilme ebenso ab wie die breite Epik des großen Bruders Advents-Vierteiler (z.B. "Der Seewolf"). Autor und Regisseur Gräwert hat scheinbar ein Sakrileg begangen, indem er die Handlung dessen beraubte, was allgemein als Reiz der May-Bücher gilt: das bunte, spannende Abenteuer. Aber - und das ist die angenehme Überraschung - dahinter kommt ein zweiter Karl may zum Vorschein, nicht weniger reizvoll. Einer, der seinen Helden mit Witz und Intellekt agieren lässt, der auf ironische Weise einen kleinen Bramarbas (also quasi sich selbst) zum zweiten Helden macht und mit bitterem Spott seine teutonischen Peiniger in der orientalischen Justiz abbildet. Gräwerts Serie ist halb Parodie, halb seriöse Komödie, nah am Original und es immer etwas ironisierend. Wen kümmerts, daß die meisten pathetisch rezitierenden Orientalen eher nach "Derrick" aussehen als nach Karl May - "Derrick" ist ja (um den Bogen zu schlagen) Kult. Und ein Quentchen davon läßt sich auch bei "Kara Ben Nemsi Effendi" finden.

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Winnetou - Die Zeichentrickserie

Frei nach Karl May.
Animation, Serie, Western, Kids

Winnetou - Die Zeichentrickserie

Frei nach Karl May.
Animation, Serie, Western, Kids
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 11.01.2011
Von diesem Schrott ist jedem abzuraten, der sich für Karl May, Zeichentrickfilme oder Western interessiert - also jedem, der sich überhaupt dafür interessieren könnte (andere werden sowieso die Finger davon lassen - und das ist gut so). Schlechtes Buch, schlechte Synchronisation, schlechte Musik, miserable Animation - ab auf den Müll.

ungeprüfte Kritik

Das Vermächtnis des Inka

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 11.01.2011
Der im Ansatz ungewöhnlichste Karl-May-Film der 60er, der in der Ausführung gewöhnlichste. Auch wenn immerhin eine Menge originaler Motive verwendet wurden (die Winnetou-Filme ließen zu dieser Zeit schon sämtliche Bezüge vermissen), stellte der Autor sie in andere Zusammenhänge, die Mays Intentionen zuwider laufen. Die Erzählung ist eine eher heiter angehauchte, der Film legt es auf eine unangemessene Tragik an. Zu viele Anklänge an den Italo-Western gibt es (die brutale "Schlüssel"-Szene ist ein Schlag ins Gesicht), allem voran die Musik, die eigentlich für einen anderen Film komponiert wurde und ausgesprochen unoriginell ist. Und welcher Teufel ritt Marischka, aus dem Jungen Antonio eine Frau zu machen und diese in einer (natürlich tragischen) Liebesgeschichte mit Haukaropora zu verquicken? Zudem zeigt Walter Giller kaum komisches Talent, während Chris Howlands Don Parmesan absolut nichts mehr mit Mays Figur zu tun hat. Ein mittelprächtiger Abenteuerfilm, den sein selbst gewählter Anspruch weiter nach unten drückt.

ungeprüfte Kritik

OSS 117 - Heiße Hölle Bangkok

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 11.01.2011
Andre Hunebelle - ein Profi des Abenteuerfilmes. Robert Hossein - ein charismatischer Schurke mit Zwischentönen. Eine phantasievolle Musik von Michel Magne ("Angelique") und durchaus schmissige Action-Szenen. Trotzdem dümpelt der damals noch ernst gemeinte Auftritt von OSS 117 im Mittelmaß dahin. Es ist zudem etwas gewöhnungsbedürftig, Sindbad als James Bond (der natürlich eindeutig das Vorbild war) im Taschenformat zu erleben. Immerhin weitaus sehenswerter als das Gros der Bond-Imitate.

ungeprüfte Kritik

OSS 117 - Pulverfaß Bahia

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 11.01.2011
Andre Hunebelle - ein Profi des Abenteuerfilmes. Mylene Demongeot und Raymond Pellegrin - Darsteller, die ebenso für Qualität bürgen. Eine phantasievolle Musik von Michel Magne ("Angelique") und durchaus schmissige Action-Szenen. Trotzdem dümpelt der dritte Auftritt von OSS 117 (eigentlich der vierte, wenn man die Verfilmung aus den 50ern mitrechnet) im Mittelmaß dahin, was zum einen am extrem farblosen Hauptdarsteller Stafford aus Österreich liegt (immerhin mit der gleichen Synchronstimme wie beim Vorgänger Matthews: Holger Hagen) und zum anderen daran, dass alles naturgemäß mehrere Nummern kleiner ist als bei 007, der natürlich eindeutig das Vorbild war. Immerhin weitaus sehenswerter als das Gros der Bond-Imitate.

ungeprüfte Kritik

Die letzten Zwei vom Rio Bravo

Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 07.01.2011
Kein großer Italo-Western, noch nicht einmal ein echter, wenn man die Grundregeln anlegt, die vor allem der parallel produzierte "Für eine Handvoll Dollar" festgelegt hat. Ein schnarchiger Heldendarsteller, der schon damals kein Star war und heute (den Deutschen) vor allem als verunglückter "Old Firehand" in Erinnerung ist. Das Drehbuch verkitscht und mit schwammiger Figurenzeichnung - allenfalls die Kamera kann schöne Bilder bieten und auch die Musik von Ennio Morricone ist schon weitaus innovativer als im Vorläufer "Drei gegen Sacramento". Womit der Film wirklich punkten kann, ist Schurkendarsteller Horst Frank (hier leider wie so oft mit fremder Synchronstimme, auch wenn Helmo Kindermann, der ihn mehrfach synchronisierte, einen guten Job macht), den das Titellied prompt auch zur zentralen Figur macht. Er lohnt die Entleihe, auch wenn er das Ende des Filmes nicht erlebt. Schade ...

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Jules Verne - Box 2

Stadt aus Stahl - Die Reise zum Planet des Grauens - Reise ins Zentrum der Zeit
Science-Fiction, Fantasy, Abenteuer

Jules Verne - Box 2

Stadt aus Stahl - Die Reise zum Planet des Grauens - Reise ins Zentrum der Zeit
Science-Fiction, Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 26.07.2010
Die Tschechen haben ein gutes Händchen für Jules Verne - vielleicht, weil ihnen der eigenwillig schrullige Humor des Franzosen liegt, vielleicht, weil sie nicht versuchen, ihn dramaturgisch zu verbessern. Unter den zahllosen Verne-Verfilmungen tummeln sich eine Menge derer, die nur noch den Namen des Autors verwenden - wenige vertrauen auf die visionäre Kraft des Originals. Diese Verfilmung des Roman "Die 500 Millionen der Begum" tut es - und zurecht. Wie in "Erfindung des Verderbens" (genial verfilmt vom Tschechen Karel Zeman) entwickelte er die Horrorvision einer Bombe, wie sie leider nur 100 Jahre später Wirklichkeit wurde. Unschwer lassen sich die Parallelen des Eisprojektils zur bakteriologischen Kriegsführung ziehen (nur 15 Jahre zuvor wurde John Sturges für einen ähnlichen Plot in "Satan Bug" als absurd verlacht). Ludvik Raza widersteht einer Verwässerung der Geschichte durch eine Liebesgeschichte (der Held ist bereits verheiratet und weiht seine Frau nicht in sein Vorhaben ein) und zeigt statt dessen düstere Bilder, die sich ins Hirn einbrennen - Tod, Hilflosigkeit, aber auch (ach wäre die Wirklichkeit doch auch so) überirdische Gerechtigkeit: der amoralische Geschäftsmann geht an seiner eigenen Maßlosigkeit zugrunde.
Jedem Verehrer von Jules Vernes Visionen, aber auch Liebhabern guter, weil origineller Science-Fiction sei dieser Film (der glücklicherweise in originaler Kinosynchronisation vorliegt) ans Herz gelegt.
Über die ebenfalls zur Box gehörenden amerikanischen Machwerke sei nur der Mantel des Schweigens gebreitet ...

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Little Britain

Serie, Komödie

Little Britain

Serie, Komödie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 03.07.2010
Mit Sicherheit das Widerlichste, was je aus dem sonst so comedy-sicheren Großbritannien kam. An manchen Sketchen hätte Goebbles sicher seine Freude gehabt - sie hätten seine Argumentation zur "Volksgesundheit" absolut unterstrichen. Hier wird nicht mit Tabuüberschreitungen oder schlechtem Geschmack Geschäft gemacht, denn was die beiden Machwerker (ich weigere mich, sie "Komiker" zu nennen) anbieten, geht über beides weit hinaus. Nicht einmal Pointen bringen sie, denn sie wiederholen in den wiederkehrenden Figuren (oder vielmehr Masken) auch immer wieder die selben Gags (oder vielmehr Plattitüden). Jeder, der über diesen geistigen Abfall lacht, sollte dringend über sein eigenes Menschenbild nachdenken.
Minuspunkte würde vergeben, wäre das hier möglich.

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Die verzauberte Marie

Nach einem Märchen von Jewgeni Schwarz.
Kids, Fantasy

Die verzauberte Marie

Nach einem Märchen von Jewgeni Schwarz.
Kids, Fantasy
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 06.03.2010
Ein perfekter Märchenfilm, wie es nur wenige gibt. Wie schade, dass der große Jewgeni Schwarz die Umsetzung seines Theaterstückes "Zar Wasserwirbler" nicht mehr erleben konnte - er wäre stolz auf Rou gewesen. Spannung, Komik, Poesie, großartige Schauspielerleistungen (bis in die deutsche Synchronisation), eine farbenprächtige Musik - wer sich bei diesem Film langweilt, ist wohl schon zu sehr durch amerikanische Knallerei und sogenannte coole Sprüche verdorben. Alle jedoch, die sich den Zauber der Märchenwelt nicht nehmen lassen, werden diesen Klassiker lieben und ihn nie vergessen.

ungeprüfte Kritik

Feuer, Wasser und Posaunen

Nach einem russischen Volksmärchen
Fantasy

Feuer, Wasser und Posaunen

Nach einem russischen Volksmärchen
Fantasy
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 06.03.2010
Der beste Film eines der besten Märchenfilm-Regisseure, die es jemals gab - ein Meisterwerk, ohne Frage. Und ein Fest für Freunde des großen russischen Komikers Georgi Milljar, der hier gleich in zwei Rollen zu sehen ist: als Gerippe Unsterblich (eine verwandte Rolle spielte er bereits 23 Jahre zuvor) und als Hexe Baba Jaga (die er sogar zweimal vorher schon verkörperte). Aber auch die anderen Darsteller können sich sehen lassen, besonders der junge Hauptdarsteller sei hervorgehoben, der überzeugend den von den "Posaunen des Ruhms" überheblich gemachten Wassja spielt. Witzige Dialoge, wunderbare Tricks, prunkvolle Musik, farbenprächtige Ausstattung - Herz, was willst du mehr. Die wie so oft brillante DEFA-Synchronisation rettet den Film ohne Verluste ins Deutsche. Nicht nur für die Weihnachtszeit geeignet, aber in dieser auf jeden Fall ein absolutes Muß!

ungeprüfte Kritik