Kritiken von "videogrande"

Nosferatu - Der Untote

Horror, Fantasy

Nosferatu - Der Untote

Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.10.2025
Ein Remake ausgerechnet von "Nosferatu" zu machen ist eigentlich schon blasphemisch, denn der stellte seinerzeit ein meisterliches Unikat dar, weil er die illegale Verfilmung des Romans "Dracula" von Bram Stoker war. Und der wurde ja inzwischen unzählige Male verfilmt, so dass man den fast immer gleichen Grundaufbau (Harker/Hutter reist in die Karparten, Renfield/Knock dreht durch, Schiffsreise zur begehrten Frau usw.) schon bis zum Abwinken kennt. Das ist das Problem an diesem Film von Robert Eggers, der aber überraschend ein anerkennenswertes Werk geschaffen hat. Ich bin trotz der Bekanntheit begeistert, wie er Murnaus Film würdigt und sich vor ihm verbeugt. Genau so beeinhaltet er Stilelemente aus anderen Verfilmungen, interpretiert dennoch neu. Oft mutet das Bild als Hommage schwarzweiß an. Bei Dunkelheit ist immer noch genug zu erkennen. Die Atmosphäre ist einfach grandios, die Bildkompositionen atemberaubend. Man gibt der Geschichte mehr Tiefe, bleibt allerdings manchmal auch schwammig. Das hat Coppola seinerzeit besser gelöst. Bei aller Länge verspürte ich nie Langeweile, sondern war mitten drin und gefesselt. Ganz großes Erzählkino ohne viele Schockeffekte aber mit viel unheilvoller, beklemmender Atmosphäre. Die deutsche Synchro leistet sich so manche Schnitzer, denn da der Film in Deutschland spielt, sollte man nicht, nachdem man oft "Herr" sagt, plötzlich ein "Mister" fallen lassen. Genausowenig wie "Sir" und "Mylord" mit einbringen. Das ist schluderig! Aber immerhin werden die Eigennamen nicht in englischer Weise ausgesprochen. Hat es dieses Remake gebraucht? Nein! - aber es ist zumindest sehr gelungen. Fazit: Eine würdevolle, stilistisch großartige Neuverfilmung. Aber ehrlich gesagt, nachdem nun auch Luc Besson nochmal denselben Stoff verfilmen will: Nun reichts auch!

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Spiders - Ihr Biss ist der Tod

Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 15.10.2025
Ein wahrer Horrorfilm für Leute, die schon von vornherein keine Spinnen mögen. Dazu gehöre ich und ich muss sagen, mir lief es eiskalt den Rücken runter, bei so mancher Szene. Habe ich mich gegruselt? Ja! Habe ich mich geekelt? Ja! Dann hat der Film ja wohl alles richtig gemacht. Naja, fast. Denn habe ich mein logisches Denken ausgeschaltet? Leider nein! Und das wäre wichtig gewesen. "Spiders" erfindet natürlich das Genre nicht neu und benutzt alle bekannten Klischees. Aber das wollen wir ja auch so. Er beginnt ganz famos und spannend. Bietet jede Menge Jumpsqares, die auch welche sind und sich nicht etwa als ins Bild springende Katze erweisen. Der Film baut eine echte Horroratmosphäre auf und man bekommt beim Zusehen Phantomkribbeln auf der Haut. Je mehr es sich zum Ende neigt, wird es aber immer absurder und die ohnehin schon etwas nervigen Charaktere kommen auf die unlogischsten Ideen und machen Dinge, die einem im Traum nicht einfallen würden. Zudem ist das Drehbuch nicht konsequent. Mal haben die Biester Angst vor Licht und später stehen sie angriffsbereit im Scheinwerferstrahl. Der Horror wird also durch etliche "Häh?-Momente" getrübt. Wer darüber hinwegsehen kann, den könnte höchstens das überzogene und endlos lang eingeleitete Ende stören, aber wer mir als Arachnophobiker erzählt, er hätte sich nicht gegruselt, der flunkert. Fazit: Atmosphärischer und sehr spannender Spinnenhorror, der zum Ende übertreibt und sich unnötig in die Länge zieht. Für den Halloween- oder Gruselabend dennoch perfekt. 3 Sterne Plus!

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Breathe

Ersticke oder kämpfe.
Thriller, Science-Fiction

Breathe

Ersticke oder kämpfe.
Thriller, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 14.10.2025
Puh! Das Teil gehört auf die Liste mit den 50 schlechtesten Filmen. Nicht nur, dass nur geschrien wird und man ständig eine Computerstimme mit Warnhinweisen vor Diesem und Jenem (Achtung, Eindringling, Warnung, Sauerstoffmangel, Lebensgefahr!) und Alarmtröten über sich ergehen lassen muss, man wird auch mit einem orangebraunem Farbfilter gequält, der sich permanent über das Bild legt. Es verschwinden Darsteller nach Kurzauftritten aus der Handlung, was vielleicht als Überraschung bezeichnet werden kann und Sam Worthington spult sein Programm so lustlos ab, dass man meinen könnte, er hätte wegen einer verlorenen Wette hier mitmachen müssen. Eine Handlung gibts gar nicht wirklich in dieser absoluten Low Budget Produktion, die aussieht, als hätte man statt CGI altmodische Mattepaintings benutzt und im Hinterhof gedreht. Zu guter Letzt fängt man sich an zu fragen, wie der Mumpitz wissenschaftlich und technisch zu erklären ist. Wie sollen die Atemgeräte funktionieren? Warum verschwendet man Energie für stylishe Maskenbeleuchtung? Wo sind Ausatemventile, ist da wirklich nur Sauerstoff, nicht etwa Atemluft drin? Was ersetzt die 21% in der Atmosphäre? Normalerweise denke ich über sowas nicht explizit nach, aber hier ist vieles so hanebüchen, dass man gar nicht anders kann, als die Ideen zu zerpflücken. Totaler Nonsens. Zudem fiebert man nicht mit. "Breathe" schafft es nie, die Atemnot eindringlich und authentisch zu schildern. Da guckt man eher teilnahmslos zu. Mich hat der Film komplett genervt und gelangweilt. Fazit: Möchtegern-Ökothriller mit schlecht aufgelegten Darstellern und undurchdachter, extrem langweiliger Story. Anstrengend und doof!

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Falling Down

Ein ganz normaler Tag. Das Abenteuer eines normalen Bürgers im Krieg mit der Alltagswelt.
Drama

Falling Down

Ein ganz normaler Tag. Das Abenteuer eines normalen Bürgers im Krieg mit der Alltagswelt.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.10.2025
Gehört zu meinen All Time Favourites und ist eine glänzende Abrechnung, nicht nur mit dem American way of life, sondern man erkennt eine Menge darin wieder. "Falling Down" ist ein sehr vielschichtiges Werk, das sowohl satirisch angehaucht ist, als auch die reinste Gesellschaftskritik darstellt. Zwar wird sehr episodenhaft und nicht immer glaubwürdig vorgegangen, aber das Ergebnis ist ein echter Kultfilm mit einem brilliantem Michael Douglas in einer Rolle, für die man gar nicht so genau weiß, ob man nun Sympathie empfinden soll. Bei allem Verständnis, dass man für Bills/D-Fenses eskalierenden Amoklauf hat, lässt er in einem tiefgründigem Gespräch durchblicken, was er vorhat. Das wird vielleicht sogar erst beim 2. Ansehen klar. Bei all der Tragik der Geschichte hat man extrem viel Wortwitz eingebaut und verpasst dem "System" eine ordentliche Abreibung, bei der jeder eigentlich nur zustimmend nicken kann. Fazit: Eine sehr populäre Gesellschaftkritik mit überragenden Darstellern, leicht konstruiertem Drehbuch aber jeder Menge Spaß, Kurzweil und Tiefgründigkeit. Klasse!

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Big Trouble in Little China

Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.10.2025
Das ist einer der Filme, deren Audiokommentar man sich mal anhören müsste, um zu erfahren, was sich der Regisseur, in diesem Falle John Carpenter, dabei gedacht hat. Inzwischen ist bekannt, dass er sich vom HongKong Kino der 70er/80er hat beeinflussen lassen. "Big Trouble..." punktet zunächst mal mit Kurt Russell, der hier zeigt, dass er auch mal den einfältigen Deppen spielen kann. Ansonsten haben wir hier das wahrscheinlich ungewöhnlichste Werk Carpenters vor uns, weil es eine Komödie ist, weil es ganz schön trashig zugeht und weil es in der Tat ziemlich abgehoben ist. Ich gebe zu, ich fand den Film damals blöd und ich kann eigentlich immer noch nicht glauben, dass er der Regisseur dieses Streifens ist. Teils ist das Script wirklich ein Schnellschuss mit konstruierten Zufällen, teils gibt es gar Plotholes und zum größten Teil spielt das ganze in Studiokulissen und wirkt billig. Mit den absolut atmosphärischen Horror- und SF-Filmen Carpenters ist das nicht zu vergleichen. Doch was ist es nun? Hier trifft Albernheit auf Hommage, Ideenreichtum auf Comedy, Action auf Fantasy, Chinesische Mythologie auf amerikanischen Stil. Kurzum: Das Ding ist auf seine Weise Kult. Fazit: Umstritten, gehasst und geliebt. Ein abgefahrenes Filmerlebnis, das man in wenigen Sätzen gar nicht beschreiben kann. Eins, dass man nicht ernst nehmen soll und das gerade nach Jahren noch Spaß macht.

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Spider Web

Once Upon a Time in Seoul
Drama

Spider Web

Once Upon a Time in Seoul
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.10.2025
Die Filmbeschreibung weckt in der Tat völlig falsche Erwartungen. Ein "irres Erzähltempo" ist nicht auszumachen. Wir haben hier einen Film, der sich scharf an der Grenze zum Autorenkino und Special Interest bewegt, da er eine ruhige und wenig spektakuläre Geschichte erzählt. Diese kommt gemächlich in Fahrt, wird aber immer witziger und teilt nach vielen Seiten hin aus. Die "Film im Film" Story hat man raffiniert verpackt, da alle Spielszenen schwarzweiß gehalten und somit sofort erkennbar sind. Bei mir stellten sich echte "Ed Wood Vibes" ein. Eine gewisse Ähnlichkeit zum Tim Burton Film ist nicht von der Hand zu weisen. Song kang-ho ist mal wieder derjenige, der den Film trägt und eine erstklassige Leistung an den Tag bringt. Ich konnte mich zurücklehnen und folgte der Ironie der Geschichte gern. Den eher subtilen Witz bezieht sie aus dem Vergleich zwischen Film und filmischer Realität. Einerseits dem Overacting bei den Spielszenen, andererseits dem ernsthaften Schauspiel, wenn es genau so dramatisch in der "Wirklichkeit" am Filmset zugeht. "Spiderweb" schafft es, mit solch banaler Story seinen Zuschauer zu fesseln und zu amüsieren. Dann hat er alles richtig gemacht, oder? Fazit: Leise, subtile Komödie und kleine Abrechnung mit der Filmbranche, vorgetragen von einer tollen Darstellerriege. Wieder ein schöner, wenn auch nicht für jeden geeigneter, Film aus Korea.

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Werewolves

Horror, Fantasy

Werewolves

Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 06.10.2025
Man möchte schon nach 5 Minuten wieder ausschalten, denn es gibt nicht nur die mir verhassten Linsenlichtreflexe, sondern das sind schon leuchtende Stör-Balken, die sich da aufs Bild legen. Was soll das? Ist der Kameramann unfähig oder hält man das für stylish? Der Film wirft uns mitten rein. Das Werwölfe existieren und es bereits vor der Geschichte dieses Filmes einen Zwischenfall gab, wird gleich mal in einem vorangeschobenen Text erklärt. Es heißt zwar "show, don't tell", aber so spart man sich einen ersten Teil. Im Grunde dämlich. Die Verwandlungen halte ich für gelungen. Da schaue man sich mal den CGI Rotz aus "Van Hellsing" an. Nur geht das alles viel zu schnell und schmerzlos. Normalerweise ist das eine Tortur, wie wir sie aus "American Werewolf" kennen. Aber wir befinden uns schließlich in einem Trashfilm und da spielt das kaum eine Rolle. Vor Beginn des Streifens wird vor Epilepsieanfällen wegen Stroboskoplichtern gewarnt. Ich kann mich dem anschließen. So eine unsinnige Blitzerei soll also von defekten Lampen ausgehen? Aha! Aber warum sind die überhaupt kaputt? Und zwar überall und den ganzen Film über? Macht keinen Sinn. Ich habe mich bemüht, den Film bis zum Ende zu schauen, aber als ich merkte, dass es eigentlich nur darum geht, Frank Grillo und Katrina Law mit gezogener Waffe an unfähigen Werwölfen vorbei durch Blitzlichter und Lichtstreifen ziehen zu sehen, habe ich mich meiner schwindenden Lebenszeit besonnen und Stop gedrückt. Fazit: Extreme Lensflares, ständige Stroboskopeffekte und eine hektische Kamera versauen das komplette Bild eines Filmes, der ohnehin nicht sehenswert gewesen wäre. Darüber legt sich ein aufdringlicher, leicht nerviger Soundtrack. Als hätten der Regisseur und sein komplettes Team absolut keine Ahnung vom Filmemachen. Ich bin entsetzt!

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Demolition Man

Ein eiskalter Bulle.
Action, Science-Fiction

Demolition Man

Ein eiskalter Bulle.
Action, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 03.10.2025
Wieder mal in Nostalgie schwelgen: "Demolition Man" ist mehr "Achtziger" als so mancher Actionkracher, der wirklich aus jenem Jahrzehnt stammt. Er ist im Grunde eine satirische Actionkomödie und funktioniert auch nur genau deswegen. Er ist nicht ernst gemeint, sondern nimmt sein eigenes Genre, seine Zeit und die damalige Konkurrenz Stallones durch Arnold Schwarzenegger aufs Korn. Inzwischen klassischer Kult sind die 3 Muscheln, die Werbesongs und das ganze, völlig überzogene, friedfertige Ambiente. Das kann als ernst gemeinter Film gar nicht funktionieren, da es reichlich unlogisch wäre, wie schnell die Menschheit sich verwandelt hätte. "Demolition Man" strotzt vor witzigen Ideen und Anspielungen durch Easteregggs. Dabei ist er aber immer noch ein guter SF-Actionfilm. Wesley Snipes nervt ein wenig in seiner hibbeligen Rolle, ansonsten kann man dem Film nichts vorwerfen. Er machte damals schon Spaß und ist nun, durch Nostalgieeffekt, noch lustiger und unterhaltsamer. Fazit: Ein Klassiker. Eine Action Comedy mit viel Witz, Tempo und natürlich vielen Ballereien. Ein echtes Guilty Pleasure...von dessen Zukunftsvisionen einiges sogar wahr geworden ist.

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Demon Pond

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 28.09.2025
Das gehört nun mal in die Kategorie "very, very special interest". Der ohnehin schon für skurile (aber auch einzigartige) Filme bekannte Takashi Miike hat hier ein Theaterstück inszeniert und abgefilmt. Zwar nicht stur und statisch von nur einem Punkt, sondern mit verschiedenen Schnitten und Perspektiven. Das verleiht dem Live-Mitschnitt zum Glück eine gewisse Dynamik. Was aber recht schade ist, ist die Tatsache, dass sich das karge, düstere, fast schwarzweiße, aufs Minimum reduzierte Bühnenbild nie ändert und der einzige Farbtupfer später rote Gewänder sein werden. Der deutsche Verleih hat sich entschieden, die Verfilmung nicht zu synchronisieren, was es zum einen schwerer macht, dem eher schwierigem Stoff aus fremdem Kulturkreis zu folgen, zum anderen aber auch alternativlos ist. Nur so kommt alles authentisch rüber für die aufgeschlossenen Zuschauer, die das interessiert. Trotz meiner Liebe zu asiatischen Filmen, auch abseits des Mainstream und teils auch von Werken Takashi Miikes, war meine Grenze nun doch erreicht. Es handelt sich nämlich weiß Gott nicht um ein kurzweiliges Vergnügen und erfordert schon eine Menge Geduld und vor allem ein wirklich zugängliches Puplikum. Daher ist eine Kritik fast gar nicht möglich. Es wird begeisterte Zuschauer geben und solche, die hier reinste Zeitverschwendung erkennen. Aufgrund fehlender Überraschungen oder aufwändiger Tricks und Kulissen habe ich nur Langeweile empfunden, erkenne aber Miikes Art an, wie er den Film gestaltet hat. Fazit: Ein Experiment, dass man wohl nur auf Arte zu sehen bekommen wird. Die Zielgruppe dürfte verschwindend gering sein und davon auch nur die Hälfte begeistert werden. Für uns Normalseher ist das schwer bis gar nicht durchzustehen.

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River - The Timeloop Hotel

Komödie, Science-Fiction

River - The Timeloop Hotel

Komödie, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 28.09.2025
Man kann diesen Film als inoffizielle Fortsetzung von "Beyond The Infinite 2 Minutes" sehen, der vom selben Regisseur inszeniert wurde und auch eine Zeitschleifenthematik um 2 Minuten hatte. Dies ist praktisch eine gelungene Weiterentwicklung, auch bild- und storytechnisch. Man freut sich fast auf eine dritte Interpretation. Was "River..." von anderen Zeitschleifenfilmen unterscheidet, ist die Tatsache, dass alle Anwesenden in der Schleife gefangen sind. Das verleiht dem Film eine einzigartige Note. Das Independentfilmchen interessiert sich für die zwischenmenschlichen Beziehungen und den Alltag der Figuren. Um einen Ausweg zu finden, wird diskutiert und experimentiert. Dabei entstehen humorvolle Momente, bei denen einige der Bewohner und Angestellten durchdrehen und andere sich als clever erweisen. Trotz sehr kurzer Zeitschleife, und dadurch ständiger Wiederholung, werden immer wieder neue Aspekte gefunden, um den Film interessant zu halten. Letzlich ist er aberwitzig und absurd, macht aber Fans von Zeitreisen mit Sicherheit Spaß. Fazit: Ein amüsantes Low-Budget-Zeitreise-Kammerspiel, ein cleverer, kleiner, feiner Film, der das Subgenre bereichert und tatsächlich neue Ansätze findet.

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Supergirl

Ein Film erobert die Welt. Ein neuer Star ist geboren.
Fantasy

Supergirl

Ein Film erobert die Welt. Ein neuer Star ist geboren.
Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.09.2025
Ui! Ganz schön cheesy und trashig. Wer sich wundert, warum der Film seinerzeit floppte, der muss ihn sich nur ansehen. "Supergirl" ist eine cineastische Katastrophe. Im Grunde hätte ein Spinoff von "Superman" (mit Christopher Reeve, der hier nur auf einem Poster auftaucht), funktionieren müssen. Aber ein überaus dünnes Script mit extremer Unlogik und etlichen Plotholes macht aus dem Film eine Billigversion. Selbst der Director's Cut wirkt unfertig und lückenhaft. Supergirl hat beispielsweise aus dem Nichts ihren Comicdress an und ist sich bewusst, das Superman ihr Cousin ist. Doch wenn der schon auf der Erde ist, woher kommt Kara dann überhaupt? Krypton ist zerstört. Das eine einzige Stadt unter einer Art Schutzschild (Frischhaltefolie!) überlebt hat, muss man sich selbst zusammenreimen. Im Vergleich zu den Reeves Filmen ist hier ein wirrer Zusammenschnitt passiert, der jeden logischen und halbwegs vernünftigen Bezug verloren hat. Kara hat praktisch magische Kräfte, kann sich in ein brünettes Schulmädchen verwandeln. Sie kennt jegliche Hintergründe, ohne je auf der Erde gewesen zu sein. Mal abgesehen davon, dass Helen Slater die Optimalbesetzung ist und wirklich bezaubert, man ziemliche Starpower aufgeboten hat und Jimmy Olsen aus den Originalen auftaucht, gibt es eine Menge undurchdachten Kitsches. Der Streifen zieht sich in öde Längen. Hier hat man wirklich nicht gewusst, was man mit Supergirl anfangen soll und so blieb das ein Einzelstück ohne Fortsetzung. Im Directors Cut ändern sich ständig die Stimmen weil 2 Synchronisationen gemixt wurden. Als dritte kommt englischer O-ton hinzu Fazit: Ein schrecklich naiver, blöder Film. Albern, unpassend, klischeehaft, langweilig und total verkitscht. Einzig die Darsteller, insbesondere Helen Slater und Faye Dunaway, machen was aus dem Desaster.

ungeprüfte Kritik

Captain America 4 - Brave New World

Fantasy, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 16.09.2025
Naja, dafür das "Brave New World" komplett von seriösen Kritikern verrissen wurde, finde ich ihn doch deutlich besser als den vielgelobten "Thunderbolts", den ich versehentlich vor diesem Teil des MCU sah. "Captain America 4" kränkelt zwar an vielen Stellen und hat des öfteren Logiklöcher (Sam Wilson hat nicht die Superkräfte von Steve Rogers, steckt aber genau so viel ein), aber im Großen und Ganzen schließen sich hier ein paar Lücken zu anderen Filmen. Es ergibt sich also eine sinnvolle und erweiternde Story, die auf Eternals, Hulk und X-Men verweist. Fans werden hier ein paar bekannte Sachen vorfinden. Dieser Film ist ein wenig der Politthriller unter den Marvelfilmen und er unterhält doch recht gut. Allerdings wirkt der Red Hulk wie schnell reingepresst, damit er bloß mal vorkommt. Wie es so ist, Harrison Ford ist nicht William Hurt, dessen Platz er eingenommen hat und Sam Wilson ist nicht Steve Rogers. Man gewöhnt sich nach wie vor schwer an einen neuen Cap. An die Klasse der drei Vorgänger konnte dieser Streifen vielleicht auch nie herankommen. Reden wir über die Effekte. Die sind von schwankender Qualität und "Hit and Miss", bringen aber temporeiche Luftschlachten zuwege. Fazit: Alles in Allem ein durchschnittlich guter und bei weitem kein überragender Beitrag des MCU - Aber: Der Film unterhält, wird nicht langweilig und bietet Zusammenhänge zum Gesamtwerk. Somit verdient er seine 3 guten Sterne.

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Thunderbolts*

*The New Avengers
Fantasy, Action

Thunderbolts*

*The New Avengers
Fantasy, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 14.09.2025
Es scheint passiert zu sein, ich bin "entmarvelisiert". Nach etlichen Rohrkrepierern und diesen ganzen, inzwischen lästigen, Verknüpfungen zwischen den Filmen und TV Serien bin ich zunächst mal nicht richtig in den Film hineingekommen. Ich habe Erinnerungslücken, was Handlungsstränge und einzelne Personen angeht. Die "Thunderbolts" habe ich mit viel Hoffnung angesehen, denn die Konstellation klang interessant und das Internet war voll des Lobes. Aber das erste, was mir nach Ansicht einfiel war: Boah war das langweilig und generisch! Einen Charakter entsorgte man nach einem Kurzauftritt und die anderen durften dann mit viel unnötigem Expositiondialog dem Zuschauer erklären, wer vorher was gemacht hat oder welche Fähigkeit er/sie warum hat. Allesamt waren mir mehr oder weniger unsympathisch und bildeten keinen Draht zu mir. Die Handlung wird oft durch Visionen ausgebremst, die uns dann Kindheitstraumata und ähnliches als Rückblick zeigen, die mehr über die Antihelden erzählen sollen. Die "große Gefahr" des Films, der unbesiegbare Bösewicht, verursacht ähnliche Auswirkungen wie Thanos' Fingerschnippen und ist das wohl bisher mächtigste Wesen im MCU...und wird dann doch ganz schnell in nur diesem einen Film entmachtet. So vergeudet man Potenzial. Und am Ende is alles wieder gut. Keine Konsequenzen. Kam mir wie 100 Mal gesehen vor. Zwar gab es endlich und glücklicherweise kaum CGI Getöse, was man wirklich zugute halten muss, aber das Ganze war überflüssig, denn es brachte die allumfassende Geschichte nicht weiter und hat mich nicht berührt oder gefesselt. Fazit: Enttäuschend und mau. Ein langweiliges Kapitel im immer uninteressanter werdendem MCU.

ungeprüfte Kritik

Meg 2 - Die Tiefe

Zurück für einen Nachschlag.
Horror, Abenteuer

Meg 2 - Die Tiefe

Zurück für einen Nachschlag.
Horror, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 03.09.2025
Jetzt hat man aber richtig in die Trashkiste gegriffen und eine völlig unsinnige Fortsetzung geschaffen, die zu den Ereignissen aus Teil 1 gar nicht mehr passt. Um Statham's typische Schlägereien unterbringen zu können, macht man ihn vom Lebensretter mal eben zum Umweltaktivisten, der in einer Mission, die nichts mit dem späteren Film zu tun hat, austeilen darf. Der Einstieg könnte glatt aus den "Expendables" sein. Das Forschungsteam ist plötzlich ne Spezialeinheit. Merkwürdig. Wer von den Darstellern aus dem Vorfilm keine Zeit hatte, wurde unelegant rausgeschrieben und starb den Offscreen-Tod, der im Nebensatz erwähnt wird. Stattdessen taucht ein nie erwähnter Bruder auf. Wir befinden uns nicht mehr in einem Haifilm, sondern in einem völlig übertriebenem SF Effektgewitter mit absolut unrealistischen Ideen, die selbst ein Grundschüler nicht mehr glaubt. Hier heißt es, sehr tolerant zu sein. Vom Charme des Vorgängers ist nichts übrig und zack! sind wir in einer ganz kruden Mischung aus "Abyss" und "Deep Star Six". Das ist dämlich und vor allem ermüdend. Die Megs werden völlig vernachlässigt. Ach ja, die gabs ja auch noch. Ein ähnliches Schicksal teilt der Octopus. Der wird über weite Strecken auch vergessen. Selbst von mir und dann isser wieder da. "Meg 2" ist völlig überladen und dadurch auch noch viel zu lang. Lediglich das letzte Drittel gibt einen passablen Hai-Trash-Film ab, der sich dann plötzlich selbst nicht mehr ernst nimmt. Vom T-Rex über die Expendables zu Science Fiction endlich zu den Haien. Mehr Umweg geht nicht. Das war eindeutig zu viel des Guten. Fazit: Völlig überladene Fortsetzung, die komplett vom Weg abkam, sich erst zu ernst nimmt, absolut Unglaubwürdiges zeigt, um dann endlich die Kurve zum Funfilm zu kriegen. Deshalb trotzdem 3 überbewertete Sterne.

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Piranha 2 - Fliegende Killer

Schnell, gierig, grausam - tödlich!
Horror, Abenteuer

Piranha 2 - Fliegende Killer

Schnell, gierig, grausam - tödlich!
Horror, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 31.08.2025
Zumindest an den ulkigen Geräuschen der Piranhas erkennt man, dass es sich um eine Fortsetzung zu Joe Dantes Tierhorrorschocker handeln soll. James Cameron hat hier in seinem Debütfilm(?) nämlich einen ganz anderen Stil an den Tag gelegt. Mit teils albernen Humor und fast schon ein wenig 70er-Porno-Flair wollte er wohl witzig wirken. Deutlich verkalkuliert. Somit ist das Ergebnis umso trashiger geraten, da der erste Film noch völlig ernst zu nehmen war. "Fliegende Killer" ist deutlich blutiger, für seine Zeit schon eklig und hat echte Horrormomente zu bieten. Aber selbst die nur 94 Minuten wirken nahezu doppelt so lang, weil zu viel rumgeplänkelt wird. In einem kurzen Gespräch werden die Vorkommnisse aus Teil 1 nochmal des Zusammenhangs wegen erklärt, der eigentlich überhaupt nicht vorhanden ist, da hier andere Hintergründe für das Dasein der Viecher genannt werden. Man wollte mit mehr "Blood and Boobs" den Vorgänger übertreffen. Der jedoch lebte von seiner ernsten Darstellung und der daraus resultierenden Spannung. Hier gibt's nun doch ordentliche Längen und ich muss sagen, das ich das Ende dann auch bald herbeigesehnt habe, weil es doch recht einfallslos und eintönig zugeht. Fazit: Eine Trashgranate mit seinerzeit gewagten Bluteffekten aber wenig Handlung, die durch langatmiges Strecken auf Lauflänge gebracht wurde. Trotz einiger Momente eher spannungslos, vorhersehbar und langweilig.

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Shadow

Abenteuer, Kriegsfilm

Shadow

Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 30.08.2025
Es ist ein Stilmittel und es sieht gut aus. Trotzdem ist es schade, dass man dieses, einem Zack Snyder Film nicht unähnliche, schwarzweiß den ganzen Film stoisch durchhält. Es hätte so viel Farbenpracht in diesem Film liegen können. Abgesehen von diesem Kniff, über den man streiten kann, ist "Shadow" ein fantastisches, künstlerisch gestaltetes Historienepos mit einer wendungsreichen Geschichte voller Intrigen und vor allem hohem Wiedererkennungswert. Wie dereinst die "Fliegende Guillotine" ist auch hier eine ausgefallene Wunderwaffe im Einsatz, die spektakulär in Szene gesetzt wurde. Daran wird man sich erinnern. Es gibt einige innovative Einfälle zu sehen. Insbesondere beeindruckend ist der Umstand, dass man als Zuschauer wirklich nicht weiß, wer hier auf welcher Seite steht und wer eigentlich zu Gut oder Böse gehört. So dürfte die Sympathie des Zuschauers eigentlich dem gegnerischem General gehören. Oder nicht? Die nicht eindeutige Identifizierung der Charaktere verleiht dem Film seine Spannung und schickt uns auf völlig falsche Fährten, die absolut kurzweilig sind und nie Langeweile entstehen lassen. Die Optik und die ausgeklügelte Charakterzeichnung machen diesen Film, der mehr als Kunstwerk zu verstehen ist, zu einem echten Genuss. Ein "Kung Fu" oder "Wuxia" Film ist dies allerdings nicht. Solche Erwartungen führen logischerweise zu abwertenden Kritiken. "Shadow" orientiert sich an typischen, chinesischen Wandmalereien, die hier auch oft ins Bild gerückt werden. Er ist somit sureal angehaucht und eher dem Fantasy-Genre zugehörig. Fazit: Ein cineastisches Highlight aus China von Meisterregisseur Zhang Yimou opulent und mit ausgeprägtem Sinn für Dramatik inszeniert.

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Piranha

Die Mörderfische sind da! ...was übrig bleibt sind Knochen.
Horror, Abenteuer

Piranha

Die Mörderfische sind da! ...was übrig bleibt sind Knochen.
Horror, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 30.08.2025
Endlich gesehen! Das Original von Joe Dante. Produzentenlegende Roger Corman, King of Trash, hat sich hier an die Schwanzflosse von Steven Spielbergs Hai geklammert und ab ging die wilde, blutige und mit nackten Tatsachen garnierte Fahrt. Der Streifen ist herrlich altmodisch und sehr unterhaltsam. Auf tiefschürfende Dialoge wie im großen Vorbild wurde verzichtet. Es geht relativ temporeich zur Sache. Der Streifen hält sogar einen überraschenden Stop-Motion-Effekt parat, der dann merkwürdigerweise im Sande verläuft und nicht mehr gezeigt wird. Im Gegensatz zum letzten Remake hat das Vorkommen der blutgierigen, kleinen Fische hier einen etwas realistischeren Hintergrund, der auf allseits beliebten Verschwörungstheorien basiert. Das alles ist sehr "Seventies", wirkt wie eine Mischung aus "Freitag der 13." und eben jenem Hai, ist aber deutlich reißerischer und mit mehr Blut angerichtet. Es gibt etliche Luschen unter den Tierhorrorfilmen, aber Joe Dante hat fast das Beste rausgeholt. Fast, denn mit mehr Budget wäre vielleicht das merkwürdige Viech vom Beginn noch mal in Erscheinung getreten. Etwas verwirrend ist, dass der Film mal Piranha und mal Piranhas tituliert wird und so gern mit anderen, auch den beiden Remakes, verwechselt wird. Auch gibt es Fortsetzungen, die keine sind. Offizieller 2. Teil ist nur der Film "Fliegende Killer" von, man staune, James Cameron. Fazit: Inzwischen schon Kult und deshalb gibts auch nen Bonus-Stern. Schönster Tierhorrortrash der 70er Jahre, für alle, die das zu schätzen wissen.

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The Beekeeper

Wenn das Gesetz versagt, sorgt er für Gerechtigkeit.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm

The Beekeeper

Wenn das Gesetz versagt, sorgt er für Gerechtigkeit.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 27.08.2025
Naja, was soll man zu einem Jason Statham Film sagen? Er spielt immer wieder den gleichen, coolen, unbesiegbaren Kämpfer, der sich gegen Armeen alleine durchsetzen kann. Wer zusehen will, wie der nicht gerade für Ausdrucksstärke bekannte Mime seine Gegner reihenweise verhaut (und diese sich immer brav hinten anstellen, bis sie dran sind und nicht auf die Idee kommen, mal den Abzug zu betätigen), der bekommt, was er erwartet. Unerwartet ist allerdings, dass dieser sehr simple und reißerische Film mir komplett auf die Nerven gefallen ist. Wenn es für jedes Mal einen Schnaps gibt, wenn die Worte Beekeeper, Bienenzüchter oder andere des Wortstamms fallen, ist man nach 15 Minuten reif für das Sauerstoffzelt. Penetrant aufdringlich wird auf dem Bienenmist rumgeritten und Metaphern zum Thema zum Besten gegeben. Kein Spruch, ohne das possierliche Tierchen erwähnt zu haben. Die Story erinnert zudem stark an "The Equalizer", ohne je dessen Klasse zu erreichen und "Nobody", ohne je dessen Actioncomedy-Kultfaktor zu erreichen. The Beekeeper ist ein nerviger, hinkonstruierter Film mit staksigen Darstellern und übelsten Dialogen. Ja, die Actionszenen machen Spaß, aber die Dummheit der Gegner, die blöden Texte, unrealistische Kämpfe und die ganze Machart sind ärgerlich und wirken blöd, billig und können einem den Spaß am Streifen, der durchaus da ist, komplett vermiesen. Fazit: Ging mir gewaltig auf den Geist aber wird Statham Fans ohne Gehör eventuell abholen. 3 Sterne für die Action. Der Rest ist nur 2 wert.

ungeprüfte Kritik

Smile 2

Es wird dich niemals loslassen. Es ist das Letzte, was du siehst.
Horror, Thriller, 18+ Spielfilm

Smile 2

Es wird dich niemals loslassen. Es ist das Letzte, was du siehst.
Horror, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.08.2025
Eine absolut überflüssige Fortsetzung, die mit dem ersten Teil, den ich auch schon nicht sonderlich gut fand, nur lose durch die Einleitung mit diesem verknüpft ist. An den erinnere ich mich auch so schlecht, dass mir eventuell Manches abhanden gekommen ist. Ich dachte erst, ok, drei Sterne für durchschnittlichen Horror, der nur auf Schocks aus ist (genau wie Teil 1) kannste geben. Doch bei genauem Nachdenken bleibt nichts von dem Blödsinn haften. "Smile 2" ist ein einziger Mindfuck. Rein gar nichts ist, was es scheint. Und rein gar nichts ergibt einen Sinn. Man reiht hier Visionen und Träume aneinander, die allesamt mit völlig unnötigen Ekeleffekten unterlegt sind. Eine Story, der man folgt oder die einen fesselt, sucht man vergebens, ebenso wie Atmosphäre. Hier wird brachial auf die Pauke gehauen. Man bekommt eine Horrorshow zu sehen, die ständig auf der Stelle tritt und nichts erzählt und von der höchstens eine gute Darstellung aufkommenden Wahnsinns ausgeht. Aber selbst das hat Teil 1 besser hinbekommen. Der hat sogar eine Erklärung geboten, die man hier gar nicht bekommt. Wer sich gern erschreckt, kommt auf seine Kosten, da mit Jumpscares nicht gespart wird. Jedoch drischt sich das Konzept schnell ab, entpuppt sich immer nur als Einbildung und Langeweile macht sich breit. Fazit: Sinnlose Abfolge von Traumsequenzen der übertrieben brutalen Art. Oberflächlicher, blöder und unlogischer Schund. Bitte keine Fortsetzung mehr.

ungeprüfte Kritik

Slender Man

Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 14.08.2025
Das Muster ist bekannt. Ein bisschen "The Ring", ein bisschen "Candyman" und deren viele "Verwandte", die durch dreimaliges Klopfen oder Aussprechen des Namens erscheinen. Das hat man alles schon bis zum Abwinken gesehen. Im Falle von "Slender Man" ist man wohl auf einen Internet Hype angesprungen und hat versucht, eine Story rund um das mythische Wesen zu stricken. Das Ergebnis ist enttäuschend und ermüdend. Die Jung-Darsteller bleiben allesamt blass und schaffen es auch nicht, uns in Erinnerung zu bleiben. Zudem sind sie mehr "Kiddies" als "Teenies" und erreichen nie das Charisma einer Jenna Ortega, Jennifer Love Hewitt oder Neve Campbell, ganz zu schweigen von Jamie Lee Curtis. Sie könnten mir egaler nicht sein. Ich bin inzwischen wohl abgehärtet, denn kein Jumpsqare konnte mir ein Zucken des Augenlids entlocken. Es hat mich selbst verwundert, dass ich träge sitzenblieb, wenn man mir eigentlich mit lautem Knall einen Schrecken einjagen wollte. Schließlich ist die Titelfigur selbst alles andere als unheimlich, weil man sie kaum sieht. Viele Szenen spielen im Stockdunklen, was ich überhaupt nicht leiden kann. Während Filmmonster manchmal kultisch verehrt werden, bleibt der Slender Man ein gesichtsloses Nichts, von dem man nichtmal eine Actionfigur machen könnte. Er bekommt auch kaum Hintergrund oder besondere Fähigkeiten. Da bleibt gar nichts in Erinnerung, außer das Gefühl, das alles schon gesehen zu haben und gleich einzuschlafen. So einen lieblos hingeklatschten Mist, der zig andere Filme nur kopiert, habe ich nicht erwartet. Ich habe das Ende herbeigesehnt. Fazit: Absolut einfallslose Massenware ohne bleibende Momente mit abgedroschener Story.  Eine regelrechte Enttäuschung und ein purer, unglaublich öder Langweiler ohne Substanz.

ungeprüfte Kritik

Visitor from the Future

Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 13.08.2025
"Visitor from the future" ist, trotz englischen Titels, den der deutsche Verleih mal wieder bestimmt hat, ein französischer Film. Das kann ja sowohl als auch bedeuten. Er erinnert ein wenig an die Filme von Luc Besson. Immer mit einem Hauch Albernheit hinterlegt, wobei hier deutlich tiefer in die Klamaukkiste gegriffen wurde. Der französische Humor ist nicht immer meins. Da gibt es die absoluten Klassiker eines Louis deFunes, dem man alles verzeiht aber auch solche Albernheiten wie die Asterixfilme. Leider fällt dieser hier in letztere Kategorie. Es gibt strunzdumme Dialoge, fast jeder Satz ist ein Spruch. Anfänglich wollte ich noch folgen, dann wurde es immer undurchsichtiger und schließlich habe ich mich am Design gestört. Diese Mischung aus Steampunk und 80er Retrolook soll also die 550 (!) Jahre weit entfernte Zukunft sein. Man hat Röhrenmonitore aber Handgelenkshologramme. Man trägt Schutzbrillen auf der Stirn, setzt die aber nie auf. Ich gebe zu, ich war nicht ganz bei der Sache und etwas vorabmüde...aber ich war auch raus und der Film hat mich nicht mehr gekriegt, obwohl ich Zeitreisefilme liebe. Fazit: Alberne Zeitreisecomedy mit undurchdachter Ausstattung und viel Hektik in der Story...und Zombies. Muss man mögen, kann man mögen...ich war genervt.

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Ghostbusters - Frozen Empire

Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.08.2025
Auf den vierten Teil der Ghostbusters hat keiner gewartet, denn mit "Legacy" wurde eine tolle, späte Fortsetzung mit Abschlusscharakter geschaffen, die jede Menge Nostalgie und Emotionen bereithielt. Sie war ein würdiger Abschied der Originalbesetzung, sowie eine Ehrung für den verstorbenen Harold Ramis. Tja, da scheißt Hollywood natürlich drauf, denn der Rubel muss rollen und somit hat man sich überlegt, dass man einen Nachklapp hinlegt und die neuen Geisterjäger die alte Feuerwache in New York wieder beziehen lässt. Ich sehe erst diesen Film als wirkliches Reboot an, als Wiederanfang. Jetzt beginnt also die neue Generation, die eigentlich viel zu jung ist (was man auch zum Thema macht), die Geisterjagd und ich finde, das macht sie gar nicht mal schlecht. Jedenfalls habe ich viel Schlimmeres erwartet. Die Urbesetzung bekommt diesmal erstaunlich viel zu tun, das geht schon weit über ein Cameo hinaus. Erneut gibt es zig Anspielungen auf die beiden Originalfilme. Jetzt heißt es nur, dass man einige Modernisierungen tolerieren muss. Ich finde die gut, denn so entwickelt sich das Franchise weiter und wiederholt sich nicht nur selbst. Der Film ist temporeich und unterhaltsam, kommt aber natürlich nicht gegen seine drei Vorgänger an. So schlecht, wie er geredet wird, ist "Frozen Empire" bei weitem nicht, auch wenn die Teenies nicht bei jedem ankommen und der Sideplot um die Geisterfreundschaft das Ganze gehörig ausbremst. Ich wurde trotzdem sehr gut unterhalten. Fazit: Unnötig und dadurch schon gehandycapt. Aber er geht würdevoll mit seiner Vergangenheit um und macht die alten Ghostbusters nicht lächerlich. Gönnen wir unseren Kindern und Enkeln Spaß mit ihren eigenen Geisterjägern, die natürlich kein Bill Murray und Dan Aycroyd mehr sind.

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MaXXXine

Hollywood ist ein Killer.
Thriller, Horror, 18+ Spielfilm

MaXXXine

Hollywood ist ein Killer.
Thriller, Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 31.07.2025
Ich kann es gleich vorweg nehmen, "Maxxxine" kommt an die Wucht, Intensität und auch Abartigkeit der beiden Vorgänger nicht ganz heran. Er wirkt vergleichsweise harmlos und geradlinig. Das leicht Verrückte geht dem Film etwas ab...und ich vermisse das Krokodil. Optisch und musikalisch leistet der Film Hervorragendes. Man ist mitten drin, in den 80ern. Der Soundtrack packt die entsprechende Generation. Diesmal widmet man sich thematisch der Verrohtheit der Filmindustrie. Ich fühlte mich aber kaum an Klassiker des Genres erinnert, wie es noch vorher der Fall war, abgesehen davon, dass man die Originalkulissen der Universalstudios nutzen konnte und es hier und da etwas zu entdecken gibt. Das hätte man aber noch mehr ausschöpfen können.
Während "Pearl" im Grunde noch einzeln betrachtet werden konnte, ist dies eindeutig eine Fortsetzung, die mehrfach auf den Film "X" anspielt. Ein Mix aus Film Noir und typischem 80er Horror. Ich will auf keinen Fall sagen, das dies der schlechteste der Reihe ist. Er ist anders, da er nicht mehr auf der Farm, sondern in ganz L.A. spielt. Es gibt wieder einiges an Brutalität und dennoch bemerkt man, dass hier nicht so ambitioniert vorgegangen wurde. Mia Goth ist wieder mal eine Klasse für sich, das Drehbuch ist etwas schwächer und nicht ganz so überraschend, wie erwartet. Und trotzdem hätte ich Interesse, Maxine noch in weiteren Filmen zu sehen. Fazit: Ein runder Abschluss der Trilogie, bei dem man aber das Gefühl hat, er hätte auch im ersten Film schon erzählt werden können. Dann hätte man aber eine kritische und detailverliebte Auferstehung der 80er verpasst.

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Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Machches Geheimnis wird Dich für immer verfolgen. Er hat dich wieder am Haken.
Horror, Thriller

Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Machches Geheimnis wird Dich für immer verfolgen. Er hat dich wieder am Haken.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 27.07.2025
Eine unvermeidliche Fortsetzung aufgrund des großen Erfolges. Dabei scheißt man schon gleich zu Beginn auf Kontinuität und das Ende des ersten Teiles. Jennifer Love Hewitt als Zugpferd musste wieder dabei sein. Wie, das kann man nur ahnen. Entweder es soll den vermeintlich dummen Zuschauern nicht auffallen oder es war eben nur ein Traum. Und los geht der 2. Teil, der etwas anders und doch nach Schema F inszeniert wurde. Hier gibts deutlich mehr Humor, der nicht immer zündet. Dafür soll auch Jack Black in einer frühen Rolle sorgen. Die Anzahl der Kills wurde erhöht und man kann sich streiten, ob die alle Sinn machen. Mit Jeffrey Combs als Hotelmanager hat man Fanfutter eingestreut, denn er ist eine Ikone unter Horrorfans und dürfte als Re-Animator vielen bekannt sein. Der Aufbau ist etwas anstrengend. Fast jeder Jumpscare endet im Grunde nicht tödlich, sondern wird durch Freunde, die von hinten auftauchen verursacht. Und das leider so oft, bis es nervt. Beim ersten Erscheinen einer gewissen Person ist klar, dass die nicht so ganz astrein ist, weil diese sich reichlich klischeehaft benimmt, also schlecht geschrieben wurde. Das Drehbuch ist spürbar nicht mehr von Kevin Williamson. Somit hält sich die Überraschung in Grenzen. Und wer gute Ohren hat, Stimmen heraushört und die Lösung des Preisrätsels kennt und dann die falsche Antwort hört, der weiß auch schon, wohin der Hase läuft. Man kann hier also leider, inklusive des erneut unlogischen Endes, viel erahnen aber nichts desto trotz wird der Zuschauer noch einigermaßen unterhalten. Und wenn man(n) ehrlich ist, dann guckt man eh nur wegen Jennifer und in diesem Fall auch wegen Brandy, die beide besonders reizvoll in Szene gesetzt wurden. Fazit: Ein etwas schnell geschossener, nicht ganz ernst gemeinter Nachklapp, der immer noch genug bietet, um Spaß zu machen.

ungeprüfte Kritik