Kritiken von "Chimera"

The Lost Boys

Jeden Tag schlafen. Jede Nacht Party. Niemals älter werden. Es ist cool, Vampir zu sein.
Horror, Fantasy

The Lost Boys

Jeden Tag schlafen. Jede Nacht Party. Niemals älter werden. Es ist cool, Vampir zu sein.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chimera" am 19.08.2008
Schumachers "Lost Boys" wird gerne als Kultfilm gehandelt und tatsächlich ist es einer der ersten Vampirfilme, der sich vom klassischen Bild des Blutsaugers loslöst. Statt alter Schlösser und Distinguiertheit wurde die Location an einen hippen Küstenort inmitten der 80er verlegt und mit coolen Punks und Gothic-Musik garniert. Doch viel mehr wird dem Zuschauer letztlich nicht geboten. Die Story ist hauchdünn und vorhersehbar, wenn auch visuell ansprechend präsentiert, und kann dem Vampirmythos trotz neuzeitlichem Setting keine neuen Aspekte abgewinnen. Mit den bekannten Mythen wird zwar ein wenig gespielt und auch baut Schumacher reichlich Zitate aus der Medienwelt ein, jedoch ist das letztlich zu wenig um zu überzeugen. Der Cast ist abgesehen von wenigen Ausnahmen trotz der vielen Jungdarsteller recht gut. Vor allem Kiefer Sutherland dreht in der Rolle des Anführers der Gang richtig auf. Im negativen Sinne tun das leider auch Corey Feldman und Jamison Newlander, als die Frog-Brüder, deren paramilitärisches Getue so gnadenlos überzogen ist, dass sie einem damit bereits nach kurzer Zeit auf den Senkel gehen. Immerhin ist der Soundtrack sehr passend ausgewählt.

Fazit: Oberflächlich betrachtet mag "Lost Boys" innovativ erscheinen und ist dank der flotten Inszenierung auch recht kurzweilig, doch fehlt es trotz allem ein wenig an Tiefgang.

ungeprüfte Kritik

Point Blank

Krimi, Thriller

Point Blank

Krimi, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chimera" am 19.08.2008
Wem die Story bekannt vorkommt, der hat wahrscheinlich den Mel Gibson-Film "Payback - Zahltag" gesehen, welcher das Remake von John Boormans "Point Blank" ist. Abgesehen von der fast identischen Geschichte sind die beiden Filme jedoch grundverschieden. Boormas Original ist direkter, wortkarger und von der Atmosphäre nihilistischer als das so zynische wie ironische Remake. Ein weiterer Unterschied ist, das man Mel Gibsons Porter mit der Zeit zumindest als Mensch sieht, während der von Lee Marvin gespielte Walker in "Point Blank" kaum in der Lage ist das Publikum für sich zu gewinnen. Aber gerade diese Elemente machen das Original zu einem Klassiker seines Genres, da sie ihrer Zeit aufgund ihrer Kompromisslosigkeit weit voraus waren. Zudem ist Boormans Inszenierung sehr geschickt, da er den an sich simplen Plot mit Traumsequenzen, Erinnerungen und Montagen auf mehreren Zeitebenen sehr interessant gestaltet. Leider ist der Film für heutige Verhältnisse aber auch äußerst behäbig und blutarm inszeniert worden. Die wenigen Balgereien und Schießereien sind meistens recht unspektakulär in Szene gesetzt worden. Auch der Plottwist am Ende, dürfte den aufmerksamen Zuschauer nicht sonderlich überraschen.

Fazit: "Point Blank" ist ein Klassiker, der seine Berechtigung hat, heute jedoch ein wenig angestaubt wirkt. 3,5 Sterne

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Santa Claus - Der Film

Die Legende wird lebendig in einem grandiosen Spielfilm!
Fantasy

Santa Claus - Der Film

Die Legende wird lebendig in einem grandiosen Spielfilm!
Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chimera" am 18.08.2008
"Santa Claus" will ein Familienfilm sein, krankt jedoch wegen seiner Unentschlossenheit an diesem Vorhaben. Die erste Hälfte präsentiert sich als waschechtes in wunderschönen Bildern festgehaltenes Märchen, welches liebevoll die Entstehung des Weihnachtsmannes sowie der gängigsten Klischees schildert und vor allem Kinder in seinen Bann schlagen wird. Atmospärisch kann dieser Teil insbesondere dank der großartigen Kulissen überzeugen. Allerdings hat man es mit den Gesangs- und Tanzeinlagen doch ein wenig übertrieben. Nach der guten ersten Hälfte erfährt die Handlung einen sehr erzwungenen Plottwist und wird in der Gegenwart fortgesetzt. Die Märchenelemente werden stark zurückgedrängt um Platz zu machen für eine Satire. Kinder werden dabei die Spitzen gegen die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes kaum verstehen, während die meisten Erwachsenen noch ob des plötzlich eingeschlagenen neuen Kurses irritiert sein dürften. Nur John Lithgow, der mal wieder herrlich aufdreht, kann überzeugen. Die selbst für damalige Verhältnisse schlecht getricksten und vor allem nicht enden wollenden Flugsequenzen mit dem Schlitten hätte man dafür gerne kürzen können. Dass der Film auch äußerst kitschig daherkommt, braucht wohl nicht extra erwähnt werden - aber in einem Film über den Weihnachtsmann ist ein wenig Kitsch wohl auch mal gestattet.

Fazit: "Santa Claus" besitzt eine tolle märchenhafte erste Hälfte, die nicht so wirklich zur satirischen zweiten Hälfte passen will, bzw. umgekehrt - je nach Vorliebe.

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2000 Maniacs

Horror, 18+ Spielfilm

2000 Maniacs

Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chimera" am 13.08.2008
Herschell Gordon Lewis gilt als Erfinder des Splatterfilms und wird deswegen von seinen Fans auch gern der 'Godfather of Gore' genannt. "2000 Maniacs" ist sein zweiter Ausflug in den blutigen Horrorfilm und bildet zusammen mit "Blood Feast" und "Color Me Blood Red" die inhaltlich nicht zusammenhängende 'Trilogie des Blutes'. Da Goreszenen Mitte der 60er noch nicht salonfähig waren, musste der ehemalige Pornofilmer mit einem Minibudget hantieren um seinen Backwood-Trash auf Zelluloid bannen zu können. Und selbst wenn sich die Story halbwegs interessant anhört, ist das Ergebnis schlichtweg grottig. Mal ganz abgesehen von gravierenden Schwächen in der Kameraführung, dem Schnitt oder der zwar passenden aber tierisch nervigen Musik ist "2000 Maniacs" auch noch tierisch langatmig inszeniert. Die meiste Zeit passiert einfach wenig bis gar nichts - außer dass der Zuschauer von übelsten Laiendarstellern genervt wird. Die Geschichte selber lässt natürlich kein Hinterwäldler-Klischee aus und bietet ansonsten unwitzigen Humor. Selbst die vier Morde kommen nach heutigen Maßstäben recht harmlos daher, was durch die schlecht gemachten und durchschaubaren Gore-Effekte nur noch unterstrichen wird.

Fazit: Maßlos überschätzter Kult-Trash, der nur eine Erwähnung wert ist, da er der Zweite seiner Art ist. Hardcore-Fans von Schundfilmen werden an den grenzdebilen Hinterwäldlern vielleicht gefallen finden.

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Leatherface - Kettensägenmassaker 3

The Saw Is Family - Die neue Dimension des Grauens.
18+ Spielfilm, Horror

Leatherface - Kettensägenmassaker 3

The Saw Is Family - Die neue Dimension des Grauens.
18+ Spielfilm, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chimera" am 12.08.2008
"Leatherface" stellt die zweite Fortsetzung der originalen "Texas Chainsaw Massacre"-Serie dar. Atmosphärisch ist "TCM 3" zwar nie so beklemmend wie das Original, dennoch ist immerhin noch ganz moderate Genrekost herausgekommen. Dabei bedient sich Jeff Burr einiger Elemente, die obligatorisch für das Slashergenre sind. Das bekommt dem Franchise jedoch ganz gut, zumal der dritte Teil so innerhalb der Serie eigenständiger wirkt, als der Zweite, welcher vielmehr wie ein Remake, denn eine Fortsetzung wirkte. Nichtsdestotrotz muss sich "TCM 3" den Vorwurf gefallen lassen, die Ereignisse des Vorgängers geflissentlich zu ignorieren. Story wie auch Inszenierung bieten leider nur gewohnte Genrekost, wenn auch spaßig präsentiert. Immerhin sind die blutigen Effekte von der KNB Effects Group sehr gelungen, auch wenn sich die entsprechenden Szenen in Grenzen halten. Darstellerisch offenbart der Film genretypisch keine großen Überraschungen. Selbst "Herr der Ringe"-Darsteller Viggo Mortensen (Streicher/Aragorn) spielt nur im Sparmodus.

Fazit: Genrekost ohne große Überraschungen, die dennoch besser ist als so manche Fortsetzung eines Horrorfilms.

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Nemesis

Der beste Zukunftsthriller der Gegenwart.
Science-Fiction, 18+ Spielfilm, Action

Nemesis

Der beste Zukunftsthriller der Gegenwart.
Science-Fiction, 18+ Spielfilm, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chimera" am 12.08.2008
Albert Pyun, seines Zeichens vielbeschäftigter Billigfilmer, der meistens nur Schrott der untersten Schublade fabriziert, hat mit "Nemesis" wohl einen seiner besten Filme vorgelegt. Aber selbst so ein Statement ist kein Grund für Euphorieausbrüche. Dabei zeigt "Nemesis", was selbst im Trashfilmbereich mit etwas Kohle möglich ist: Gut choreographierte Stunts, reichlich blutige Shoot-Outs und voluminöse Explosionen - fertig ist der Actioncocktail. Damit das Ganze möglichst stilvoll rüberkommt, wurden noch reichlich Zeitlupeneffekte, Farbfilter und dergleichen Spielereien mehr integriert. Selbst die Dartsller-B-Riege macht einen ordentlichen Job. Leider steht dem ein völlig konfuses Drehbuch entgegen. Eine ausgefeilte Geschichte wird niemand ernsthaft erwartet haben - aber zumindest ein Mindestmaß an Logik und Konsistenz. Zudem wird der Zuschauer mit etlichen pseudo-philosophischen Dialogen über den Wert eines Menschen gelangweilt, die in einem Trashactioner so passend aufgehoben sind, wie ein Schneeball in der Hölle.

Fazit: Optisch und auch inszenatorisch gar nicht mal so übel. Nur das Skript ist völlig für den Lokus, so dass "Nemesis" ausschließlich für den Trashfan geeignet ist. 2,5 Sterne

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Bloody Marie

Eine Frau mit Biss - Sie zu ignorieren ist schwer. Sie zu kennen ist tödlich.
Horror, Fantasy

Bloody Marie

Eine Frau mit Biss - Sie zu ignorieren ist schwer. Sie zu kennen ist tödlich.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chimera" am 12.08.2008
John Landis hatte Anfang bis Mitte der 80er einige richtig kultige Filme (u.a. "Blues Brothers", "American Werewolf") gedreht. Mit "Bloody Marie" wollte er wohl an seinen Werwolf-Erfolg anknüpfen - nur hat das leider nicht so ganz geklappt. Die Story von "Bloody Marie" ist zwar größtenteils recht temporeich und bietet auch einige nette Ansätze (z.B. die Vampirisierung eines Mafia-Clans) ist jedoch meistens recht vorhersehbar. Dazu kommt, dass der Film ständig zwischen ernster Dramatik und teilw. klamaukhaften Humor hin- und herschwankt. Das muss per se nicht schlecht sein, jedoch bekommt Landis die Mischung nicht annähernd so gekonnt in den Griff, wie noch zu "American Werewolf"-Zeiten. Auch sind beiden Hauptdarsteller äußerst blass und die Chemie zwischen ihnen stimmt überhaupt nicht. Das ist umso tragischer, da sich einige ausgedehnte Szenen intensiv mit der Beziehung der Beiden beschäftigen. Dafür entschädigen die Nebendarsteller, allen voran Robert Loggia als cholerischer Mafiaboss. Apropos Nebendarsteller: Wer aufpasst, der entdeckt u.a. Tom Savini (SFX-Guru), Sam Raimi, Dario Argento (Regisseure) oder auch Frank Oz (Puppenanimateur) in einigen Kleinstrollen. Dazu gesellen sich noch einige Fernsehgeräte, in denen irgendwelche Horrorklassiker laufen, die ebenfalls zu Ratespielchen einladen. Die Spezialeffekte kommen ohne CGI aus, was man leider besonders den leuchtenden Vampiraugen ansieht. Allerdings gibt es auch einige tolle Masken und reichlich Kunstblut zu bestaunen.

Fazit: "Bloody Marie" ist ein netter Vampirfilm, der jedoch zu unanausgegoren ist und dank seiner beiden Hauptdarsteller viel Boden verliert.

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Projekt Brainstorm

Science-Fiction, Thriller

Projekt Brainstorm

Science-Fiction, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chimera" am 08.08.2008
"Projekt Brainstorm" sollte die zweite und zugleich letzte Regiearbeit des ehemaligen Spezialeffektezauberers (u.a. "2001", "Blade Runner") Douglas Trumbull sein. Da während der Dreharbeiten Hauptdarstellerin Natalie Wood starb und Trumbull den Film mit einem Stand-In-Double zu Ende drehte, beschwörte er in Hollywood einen Skandal hervor, welcher das vorzeitige Karriereaus Trumbulls bedeutete. Das ist äußerst Schade, denn genau wie Trumbulls Erstling "Lautlos im Weltraum" erkennt man auch an "Brainstorm", dass dem Regisseur sehr an ernsthafter Sci-Fi gelegen ist. So greift "Brainstorm" ein heikles Thema auf - was geschieht nach dem Tod mit uns? Das Ganze wurde nicht nur sehr unterhaltsam sondern auch sehr spannend und faszinierend erzählt. Neben den tollen Darstellern können auch die schon ein wenig angestaubten Effekte überzeugen. Zwei Kritikpunkte, die dem Film die Höchstnote verwehren, sind jedoch die Tatsache, dass Trumbull versucht hat zuviel in den Film hinzupacken. Statt sich ausschließlich auf die komplexe Beziehung der Braces zu konzentrieren und die weiteren Möglichkeiten des Gedankenaufzeichners noch mehr auszuloten, versucht der Film auch noch ein Actionmovie zu sein. Sehr Schade ist zudem das schwache Ende, welches das Mysterium Tod in kitschigen Bildern aufdeckt.

Fazit: Mit einem nicht so überladenen Drehbuch und einem ausgefeilteren Ende hätte "Brainstorm" ein Klassiker des Genres werden können. So reicht es immerhin noch zur Oberklasse.

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Alarmstufe: Rot 2

Ihr Ziel: Das Pentagon. Ihr Preis: Eine Milliarde Dollar. Ihr Problem: Der Koch!
Action, 18+ Spielfilm

Alarmstufe: Rot 2

Ihr Ziel: Das Pentagon. Ihr Preis: Eine Milliarde Dollar. Ihr Problem: Der Koch!
Action, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chimera" am 07.08.2008
Nach dem Erfolg des ersten Teils hat man schnell den Action-Markt sondiert und festgestellt, dass eine Ein-Mann-Armee bisher noch nicht in einem Zug gegen Terorristen antreten durfte. Nachdem eine unverbrauchte Location gefunden war, hat man dann noch flugs ein Drehbuch zusammengeschustert. Naja, der Plot war für einen Action-Film eh noch nie so wichtig. Richtig blöd wird es erst, wenn das Skript, wie bei "Alarmstufe: Rot 2", von einem Logikloch zum nächsten hüpft. Mr. Seagal hat die Schauspielkunst zwar immer noch nicht erlernt, kann aber in seiner Rolle zumindest überzeugen. Das charismatische Gegnerduo aus dem Vorgänger wurde quasi reanimiert, allerdings ist Everett McGill erschreckend blass im Gegensatz zu Gary Busey aus dem ersten Teil. Und während Tommy Lee Jones völlig überdrehter Charakter einfach Spaß machte, so ist sein Pendant aus Teil 2 einfach nur nervig und wird in dieser Hinsicht nur noch von dem quasselnden und völlig überflüssigen farbigen Sidekick Seagals übertroffen. Gott sei dank treten die meisten dieser Schnitzer im Verlauf des Films immer mehr in den Hintergrund und man darf sich an herrlich handgemachter und vor allem vielseitiger Action erfreuen, welche in der ungeschnitten Fassung sogar recht derb ist. Einige Aktionen des Helden werden von bemüht markigen One-Linern begleitet, die aber meistens genauso fad sind, wie die misslungenen CGI-Effekte, die über den Film verteilt wurden.

Fazit: Trotz seiner Mängel ein dank der zweiten Hälfte immer noch recht unterhaltsamer Actioner - vorausgesetzt, man schaltet sein Hirn auf Sparflamme.

ungeprüfte Kritik

Cool World

Fantasy

Cool World

Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chimera" am 06.08.2008
Mit "Cool World" wollte Ralph Bakshi wohl in gewisser Weise die Erwachsenenversion von "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" drehen. Das Ergebnis ist leider nicht ganz zu berauschend ausgefallen. Auf technischer Seite fällt unangenehm auf, dass die realen Figuren oftmals mehr schlecht als recht mit den Toons agieren oder die Comicwelt sehr offensichtlich in einem Studio nachgebaut wurde. Auch die Animationen können nicht immer überzeugen. Den Darstellern sieht man meistens nur allzu häufig an, dass sie nicht genau wissen, wie sie auf die Toons reagieren sollen. Über all das könnte man ja noch hinwegsehen, allerdings offenbart das Drehbuch einige entscheidende Schwächen. Die Handlung strotz vor Logiklöchern und ist so nicht immer ganz nachvollziehbar. Noch dazu ist sie bei weitem nicht so verrucht und verdorben, wie es ihr gut getan hätte. Auch scheint der Film besonders in der ersten Hälfte ständig auf der Stelle zu treten, da Holly mehrmals mit lasziv kreisenden Zeichentrickhüften vor Deebs herumtanzt um ihn ins Bett zu bekommen. Nach dem x-ten Versuch gelingt ihr das Gott sei dank auch und die dünne Story kann endlich voranschreiten. Um die Fehler im Skript zu verdecken wurden dafür ständig absurdeste und völlig überflüssige, weil nicht witzige, Cartooneinlagen im Hintergrund platziert. Dabei erreichen diese nie die Genialität des offensichtlichen Vorbilds Tex Avery, dem Erfinder von 'Bugs Bunny'. Einzig die z.T. grandiosen düsteren Hintergrund-Stills können wirklich überzeugen. Dazu gesellen sich dann doch noch vereinzelte Momente, die tatsächlich von Kreativität zeugen und einige starke Songs.

Fazit: Alles in allem nichts weiter als ein netter Versuch eines Real/Zeichentrick-Films, der trotz aller Ambitionen an zu vielen Mängeln leidet um vollends Spaß machen zu können. 2,5 Sterne

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Hocus Pocus

Drei zauberhafte Hexen
Komödie, Fantasy

Hocus Pocus

Drei zauberhafte Hexen
Komödie, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chimera" am 05.08.2008
"Hocus Pocus" ist auf der einen Seite ein bezaubernder Fantasy-Film aus dem Hause Disney, kann auf der anderen Seite jedoch nicht uneingeschränkt als Familienfilm empfohlen werden. Und das hat mehrere Gründe: Zum einen dürften den meisten Teenagern und Erwachsenen die sich wiederholenden Slapstickeinlagen und das Grimassenschneiden der drei Hexen schon nach kurzer Zeit auf die Nerven gehen. Obwohl man anmerken muss, dass insbesondere das Stargespann, welches die drei Hexen darstellt, einen ausgezeichneten Job macht und offensichtlich sehr viel Spaß beim Dreh hatte. Auch die uninteressante Teenie-Romanze dürfte nicht jedermans Sache sein. Als krassen Kontrast dazu gibt es einige sehr düstere und nicht unbedingt kindgerechte Szenen zu bewundern: So saugen die Hexen ihren kindlichen Opfern die Lebensenergie aus, ein wiedererweckter Zombie verliert seine Körperteile oder schneidet sich mit einem Messer seinen zugenähten Mund auf um wieder sprechen zu können. Auch wenn solche Szenen (oft) mit Humor inszeniert wurden, dürften Kinder unter 8 Jahren damit überfordert sein - genauso wie mit den zahlreichen sexuellen Anspielungen. Als geradezu grandios kann man getrost die zahlreichen schaurig schönen und märchenhaften Sets und Kostüme bezeichnen, die mit vielen Details ausgestattet wurden und durch die brillante Beleuchtung eine unglaublich dichte Atmosphäre heraufbeschwören. Selbst die beiden Gesangseinlagen im Film sind sehr gekonnt inszeniert und haben sogar Ohrwurmqualität.

Fazit: "Hocus Pocus" ist ein gelungener Halloween-Spaß mit grandioser Ausstattung, der aufrgund seiner Unentschiedenheit jedoch nicht für alle Altersklassen geeignet ist.

ungeprüfte Kritik