Auf der Spur eines Serienkillers hat John Berlin keine Beweise. Kein Verdächtigen. Und kein Alibi.
Thriller, Krimi
Auf der Spur eines Serienkillers hat John Berlin keine Beweise. Kein Verdächtigen. Und kein Alibi.
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von
Filmfan "Chimera" am 09.09.2008"Jennifer 8" ist eindeutig Teil der von "Das Schweigen der Lämmer" losgetretenen Serienkiller-Welle. Dabei gehört dieser im Blindenmilieu angesiedelte Thriller eindeutig zu den besseren seiner Art. Abgesehen von der interessanten Prämisse kann der Film auch mit einer tollen Optik aufwarten, deren blasse Farben in Verbindung mit dem tristen Wetter ein wenig an die Atmosphäre von Finchers "Se7en" erinnern. Dazu gesellt sich ein wirklich brillanter Cast, wobei hier insbesondere John Malkovichs leider nur recht kurzer Auftritt als süffisant-arroganter Bulle einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Auf der anderen Seite schafft es Regisseur Robinson leider nicht ein Optimum aus der Story herauszuholen. Zum einen bremst die sehr ausufernd geratene Beziehungskiste zwischen John Berlin und seiner Zeugin den Film vor allem in der ersten Hälfte unnötig aus. Zum anderen wird auch kaum der Umstand genutzt, dass die ständig in Gefahr schwebende Helena blind ist: Die wenigen Szenen, in denen jemand bedrohlich um Helena herumschleicht, erreichen nie die Qualität oder den Spannungsgehalt, wie das in dieser Hinsicht nervenzerreißende Finale von "Das Schweigen der Lämmer". Zu guter Letzt kann der Showdown in "Jennifer 8" nicht ganz überzeugen: Zu abrupt und unverhofft wird dem Spuk ein Ende bereitet und man merkt dieser Szene deutlich an, dass das Studio Robinson in seinen Endschnitt hineingepfuscht hat.
Fazit: Trotz seiner Schwächen ist "Jennifer 8" ein sehenswerter Thriller geworden, der sich schon allein wegen der tollen Optik vom Durchschnitt abhebt. Leider wurde auch einiges an Potential verschenkt. 3,5 Sterne
ungeprüfte Kritik