Kritiken eines anonymen Filmfans

Im Banne des Unheimlichen

Krimi, Deutscher Film

Im Banne des Unheimlichen

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Liest der Krimi-Kenner den Namen des Drehbuchautors, schlägt er vorsichtshalber die Hände über dem Kopf zusammen. Ladislas Fodor - Stammautor der Dr.Mabuse-Reihe und Garant für völlig absurde (aber bierernst gemeinte) Verwicklungen und dümmliche Dialoge. Aber - Überraschung - hier wurden ihm wohl die Zügel angelegt. "Im Banne des Unheimlichen" ist der letzte deutsche Wallace-Film, der noch einiges von den Qualitäten besitzt, welche die Reihe ins Kultlager katapultierten. Schmerzlich vermisst man Siegfried Schürenberg als Sir John (Hubsi von Meyerinck kann ihn nicht ersetzen), aber die Damenwelt ist auch ohne leichte Bekleidung ein Augenschmaus (frech - Siw Mattson; süß - Ilse Page) und ernsthafte Schauspieler wie der phantastische Wolfgang Kieling können ihren Rollen etwas abgewinnen, ohne sich unsterblich zu blamieren. Nein, das Niveau der früheren Filme erreicht dieser nicht, aber er ragt über das in jeder Hinsicht mittelmäßige der viel zu farbigen Ergüsse eindeutig hinaus.

ungeprüfte Kritik

Der Hund von Blackwood Castle

Krimi, Deutscher Film

Der Hund von Blackwood Castle

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Ein letzter Glanzpunkt in der langen Edgar-Wallace-Reihe. Natürlich ist von einer literarischen Vorlage des Zigarillorauchers nirgends eine Spur zu erkennen - aber das spielte schon lange keine Rolle mehr. Natürlich ist es nicht gerade die subtilste Idee, die frei erfundenen Figuren teilweise nach Filmstars zu benennen - Douglas Fairbanks, Dorothy McGuire und Humphey Connery (muss man das noch weiter kommentieren, zumal witzigerweise Heinz Drache den Schotten Connery tatsächlich schon einmal synchronisiert hatte) - aber der Humor beim bundesdeutschen Wallace war eh noch nie der feinsinnigste. Spielt auch keine Rolle, denn hier funktioniert ein letztes Mal das Spiel mit Nebel und Selbstironie - die Musik von Peter Thomas ist verrückt (das Hauptthema basiert von den Tonintervallen 2 & 5 - es war der 25. (!) Rialto-Wallace - und Janes Mutter hat das gleiche Thema wie die Schlange in Janes Bett - ein Schelm, wer Böses dabei denkt) und nie hatten Sir John und seine Sekretärin eine so wichtige Rolle. Hier gibt es kaum Rätsel, jeder betrügt jeden und der Zuschauer kann sich aus sicherer Entfernung darüber amüsieren. Wie erholsam, einen Farb-Wallace ohne Mädchenhandel und biederen Skandal zu sehen!

ungeprüfte Kritik

Der Frosch mit der Maske

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
1959 war die Welt noch in Ordnung: Der junge Taugenichts, eingeengt von seinem patriarchalischen Vater, gerät in die verführerischen Fänge eines Vamps und landet fast auf dem Schafott. Aber eben nur fast! Der Generationen-Konflikt wurde zur Zufriedenheit des Zuschauers gelöst, dank Blacky Fuchsberger triumphierte die Gerechtigkeit. Und das Ganze mit einem gerüttelt Maß an teutonischer Biederkeit, bei der Hunde natürlich deutsche Namen tragen, obwohl wir uns in London befinden. Mit dem Roman von Edgar Wallace hat der Film schon nicht allzuviel gemein, und der Begriff Edel-Trash ist hier vollkommen berechtigt. Theatralisch gerollte R's und schludrige Nachsynchronisation, holprige Kampfszenen und wilde Gestik - warum sieht man sich so ein Relikt überhaupt noch an. Weil's Spaß macht und man ja schließlich wissen muß, wo die wirklich guten Edgar-Wallace-Filme ihre Wurzeln hatten.

ungeprüfte Kritik

Das Rätsel der roten Orchidee

Krimi, Deutscher Film

Das Rätsel der roten Orchidee

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Von Grusel kann in dieser eher neckischen Gangstergeschichte keine Rede sein, ja nicht einmal von Rätselraterei, denn man erkennt den "Unbekannten" anfangs schon an der Stimme. Nun ja, nicht jeder Wallace-Film kann ein Meisterwerk sein. Für einen amüsanten Filmabend reicht's allemal (mal sollte allerdings einen gewissen Faible für unfreiwilligen Humor haben und sich über londoner Gauner mit bayrischem Akzent amüsieren können). Über ein großes Plus verfügt die DVD mit ihren Extras, die einen wunderbaren Einblick in die Hintergründe der Produktionen geben, weniger der Audio-Kommentar (Joachim Kramp hat sich mit seinem nachlässig recherchierten Buch zurecht Gegner geschaffen) als vielmehr das Interview und die Trailer.

ungeprüfte Kritik

Der rote Kreis

Es ist unmöglich, von diesem Film nicht gefesselt zu sein!
Krimi

Der rote Kreis

Es ist unmöglich, von diesem Film nicht gefesselt zu sein!
Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Schwarzer Humor prägt die Geschichte vom Verbrecher mit dem seltsamen Muttermal, dem er seinen Spitznamen verdankt. Zahllose Winkelzüge schlägt die Geschichte und - alle grundlegenden Fehler des ersten Versuches mit Wallace sind beim zweiten fast komplett ausgemerzt. Bravo! Jürgen Rolands Krimi-Juwel schrammt nur knapp an der Wertung "Meisterwerk" vorbei (es fehlt halt die charakteristische Musik von Peter Thomas oder Martin Böttcher). Allein schon zu erleben, daß Klausjürgen Wussow, bevor er zum drögen Schwarzwaldarzt wurde, tatsächlich Charme und Ironie besaß, ist die eineinhalb Stunden Laufzeit wert. So können Edgar-Wallace-Filme aussehen (wenn sie originalgetreu sind) - und das sollen sie auch.

ungeprüfte Kritik

Die Bande des Schreckens

Krimi, Deutscher Film

Die Bande des Schreckens

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Die "Galgenhand" ist unterwegs und löscht (fast) alle aus, die ihren Besitzer an den Galgen gebracht haben. Verständlich, daß die Produzenten diesen Roman als einen der ersten auswählten, um ihn zu verfilmen. Harald Reinl erwies sich als Experte für gepflegten Grusel mit selbst am Tage düsteren Bildern. Schade nur, daß man die ironischen Anspielungen am Rande heute kaum noch nachvollziehen kann. Was bleibt, ist ein exzellenter Krimi mit Horror-Einflüssen, der zum ersten Mal das Krimi-Traumpaar Fuchsberger/Dor präsentierte. Was beim "Roten Kreis" galt, gilt auch hier wieder: So sollten Edgar-Wallace-Filme, die sich ans Original halten, aussehen.

ungeprüfte Kritik

Der grüne Bogenschütze

Krimi, Deutscher Film

Der grüne Bogenschütze

Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Angeblich passierte gleich bei der Premiere des Filmes eine peinliche Panne: zwei Rollen wurden in verkehrter Reihenfolge gezeigt. Dem Publikum fiel's nicht auf, was viel aussagt über das wirre Chaos des Filmes. Den Grusel hat Jürgen Roland von vornherein draußen gelassen, die Ironie dominiert - zu sehr. Dem Fernsehen war dies wohl zuviel, denn zumindest die komische Schlußszene wurde jahrzehntelang geschnitten - dank der DVD kann man sie jetzt wieder besichtigen. Wenn man keine Antenne für schnurrige Krimis hat, sollte man die Finger vom "Bogenschützen" lassen, Wallace-Fans jedoch sollten auf diesen Film nicht verzichten, schon wegen der herrlich-grantigen Leistung von Gert Fröbe.

ungeprüfte Kritik

Das Gasthaus an der Themse

Die Rückkehr des Froschs.
Krimi, Deutscher Film

Das Gasthaus an der Themse

Die Rückkehr des Froschs.
Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
So unterschiedlich die Infos in den diversen Nachschlagewerken auch sind - in einem sind sie sich einig: daß dieser Film der erfolgreichste der Edgar-Wallace-Reihe und dieses auch zurecht war. Schnell vergißt man, daß die Themse eigentlich die Elbe ist, daß man niemals den Big Ben schlagen hört; allein schon die Schauspielerleistungen machen alles mehr als wett (cool: Jan Hendriks, voller Größe: Elisabeth Flickenschildt, knorrig: Heinz Engelmann), die avantgardistischen Elektro-Klänge von Martin Böttcher, nicht zuletzt das Drehbuch, das Wallaces mäßige Vorlage einfach über Bord wirft und einen völlig neuen Täter einführt. Wer sich nach diesem Film nicht für die deutschen Wallace-Streifen begeistern kann, dem wird sich diese Welt wohl nie erschließen. Natürlich in bester Bild- und Tonqualität.

ungeprüfte Kritik

Sherlock Holmes Collection 1 - Der Hund von Baskerville

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Vielleicht ist das Auge dessen, der mit den wunderbaren s/w-Verfilmungen um den genialen Detektiv aufgewachsen ist, etwas getrübt - aber sie sind einfach die besten. Zum Teil weit vom Original entfernt, meist sogar in die (damalige) Gegenwart versetzt und mit fast allen Attributen eines Trash-Films ausgestattet, aber ihr Charme ist unschlagbar, besonders der von Nigel Bruce (weit entfernt vom Watson der Erzählungen) und Basil Rathbone (näher ist kaum ein Darsteller dem Original gekommen). "Der Hund von Baskerville" ist eine dieser herrlich irrealen Studio-Verfilmungen, nicht sonderlich gruselig, aber humorvoll und liebenswert, der einzige der Filme, der sich durch Originaltreue auszeichnet. Besonders diese DVD der vierteiligen Box ist zu empfehlen, denn sie besitzt ein ganz besonderes Extra: die DEFA-Synchronisation, die der (später produzierten!) ZDF-Fassung weit überlegen ist. "Der Hund von Baskerville" - Einstieg in eine Serie, die sich fast heimlich zum Kult gemausert hat.

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Sherlock Holmes Collection 1 - Die Abenteuer des Sherlock Holmes

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Auf diesen Holmes-Klassiker mussten deutsche Interessenten länger warten als auf alle anderen. Eine Schande! Als ich ihn vor 10 Jahren zum ersten Mal sah, war ich hellauf begeistert. Ohnehin ein großer Fan der Rathbone-Bruce-Reihe (egal ob Fox oder Universal) war für mich klar: dieser Streifen ist der beste. Harte Konkurrenz für Rathbone durch den charismatischen George Zucco (einen besseren Moriarty gab es nie!) und mit Ida Lupino sogar unerwartete Star-Besetzung. Wer sich über einige logische Löcher wundert, sollte sich den höchst interessanten Audio-Kommentar anschauen - der klärt einige Fragen. Recht gut geraten ist die deutsche Fassung, die ein ganz großes Plus aufweist: die vertrauten Sprecher von Rathbone (Niklaus) und Bruce (Köhn) wurden extra nach Hamburg geholt (die Synchronisation wurde erst nach der Wende produziert) - und das, obwohl Köhn bis dahin nur im DDR-Fernsehen zu hören gewesen war (entgegen allen Legenden wurden die 4 Filme dieser DVD-Box in einem Ritt synchronisiert, nur lag "Die Abenteuer" weitere 4 Jahre auf Eis). Obwohl die Verfilmung nicht nach einer Conan-Doyle-Erzählung entstand und auch wenig mit dem genannten Theaterstück zu tun hat, kommt sie doch dem eigenwilligen Flair des großen Kriminalautors näher als jede andere Verfilmung (inklusive derer mit Jeremy Brett). Selbst wenn man mit der Höchstwertung "5 Sterne" etwas wählerisch ist - dieser Film hat sie verdient. Vorausgesetzt, man hat ein Faible für gute, sympathische und nostalgische Unterhaltung.

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Sherlock Holmes Collection 3 - Die Perle der Borgia

Sherlock Holmes jagt den Teufel von Soho
Krimi

Sherlock Holmes Collection 3 - Die Perle der Borgia

Sherlock Holmes jagt den Teufel von Soho
Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Es bedarf einer gesonderten Erwähnung, daß dieser Streifen ausnahmsweise eher einer Geschichte ("Sechsmal Napoleon") zugrunde liegt als diese zugrunde zu richten. Außerdem auf der Habenseite: ein Schurke, der dem berüchtigten Prof. Moriarty das Wasser reichen kann (unorthodox: Miles Mander, unterstützt von Evelyn Ankers, der die Schurkin offenbar mehr liegt als das Mädel in Not, das sie so oft spielte) und überhaupt eine Darstellerriege, die wohl recht großen Spaß bei den Dreharbeiten hatte. Den damals ernst gemeinten "Horror" der letzten Szenen kann man heutzutage allerdings ohnehin nicht mehr ernst nehmen.Wie üblich ist die "deutsche Alternativfassung" zu empfehlen, die nicht nur (fast) ungekürzt ist, sondern im Gegensatz zu den grauenhaft hölzernen Dialogen der Erstfassung sprachlichen Schwung in die Sache bringt.

ungeprüfte Kritik

Sherlock Holmes Collection 1 - Die Geheimwaffe

Krimi
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 02.03.2009
Ein wenig unverständlich ist es schon, warum dieser Film in Vorwende-Zeiten nie ausgestrahlt wurde. Man hätte doch nur aus dem Bombenzielgerät (was für ein Wort) eine andere geniale Erfindung machen und die Szene mit dem Testflug schneiden müssen. Beides hätte dem Film sogar gut getan, in dem R.W. Neill zum ersten Mal den Regiestuhl übernahm und gleich einen Streifen ablieferte, der einiges an Humor und Spannung hat (auch wenn er mit späteren der Reihe nicht mithalten kann). Inspektor Lestrade durfte hier zum ersten Mal in voller Dussligkeit erscheinen und mit Lionel Atwill hatte Prof. Moriarty ein zumindest bekanntes und in Horrorkreisen geschätztes Gesicht.

ungeprüfte Kritik