Bewertung und Kritik von Filmfan "Gnislew" am 02.04.2026
Found Footage Filme gibt es gefühlt nur in zwei extremen. Entweder sind sie stinklangweilig oder irgendwie unterhaltsam. Do Not Enter gehört für mich ins zweite extrem, denn auch wenn der Anfang etwas albern wirkt, gelingt es dem Film während des Aufenthalts der Protagonisten im verlassen Haus für Gänsehaut und Schockmomente zu sorgen. Die Geistererscheinungen reichen dabei von sehr klassischem Geist bis zur monströsen Gestalt, was dem Film zusätzliche Variationen in der Art und Weise verleiht, wie er versucht die Zuschauer zu erschrecken und der Kniff mit den Social Media Videos als Antrieb für die Tour ins Geisterhaus passt natürlich perfekt ins unsere Zeit. Ein Blick über den Tellerrand des US-amerikanischen Found Footage Films hin zu dieser südamerikanischen Koproduktion ist somit lohnenswert. [Sneakfilm.de]
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gnislew" am 02.04.2026
Blood Star: Gnadenlose Jagd ist ein überraschend spannender und kompromisslos inszenierter Thriller in dem der Road Trip von Bobbie zu einer Horrorfahrt wirrt. Natürlich erschafft Lawrence Jacomelli mit seinem Debutfilm kein Meisterwerk und sein Film kommt auch ohne wirkliche Überraschungen im Handlungsablauf daher, aber er lebt von seiner gradlinigen und direkten Inszenierung, die den Figuren genug Raum gibt sich zu entwickeln und die Hauptfigur dabei ein ums andere Mal in Situation verwickelt die für Spannung sorgen. Wenn ein Regisseur mit einem solch soliden Debutfilm seine Karriere startet, freut man sich natürlich auf weitere Filme des gleichen Regisseurs und Blood Star: Gnadenlose Jagd ist so gut, dass man auf jeden Fall mehr von Jacomelli sehen möchte, in der Hoffnung, dass das solide Niveau seines Erstlingswerks dabei gehalten oder sogar überboten wird. [Sneakfilm.de]
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gnislew" am 02.04.2026
Wer dreht bitte 2022 noch Stummfilme? Und dann auch noch in schwarz-weiß? Mike Cheslik hat es gemacht und mit Hundreds of Beavers einen Überraschungshit erschaffen, der 2025 auch hierzulande eine größere Kinoauswertung erfahren hat. Zu recht! Hundreds of Beavers fühlt sich mit seinem Slapstickhumor wie ein Buster Keaton Film an. Seine liebevollen Effekte lassen das Herz jedes Filmfans aufgehen und die skurrile Story lässt einen immer wieder herzhaft lachen. Hundreds of Beavers ist ein Film, bei dem man in den ersten zehn Minuten mindestens schon dreimal „What the Fuck“ gesagt hat! Im positiven Sinne! Die Eröffnungsszene mit seiner aus dem Off vorgetragenen Gesangsnummer rund um jede Menge Cider macht klar welche Optik den Zuschauer erwartet und holt die Zuschauer perfekt ab. Die Mischung aus animierten Hintergründen und echten Darstellern funktioniert dabei perfekt und selbst in den wenigen Momenten wo das Mapping zwischen diesen beiden Welten nicht perfekt funktioniert und kleinere technische Schwächen zeigt, verliert der Film seinen Zauber nicht, was ja sonst bei diversen B-Movies schnell der Fall ist, wenn schlechte CGI-Effekte einen schlechten Film noch unerträglicher machen. Hundreds of Beavers bleibt auch in solchen Momenten toll! Das bizarre Setting, dass hier die namensgebenden Biber und andere Tiere nicht als Tiere oder animiert auftreten, sondern als Menschen in entsprechenden Kostümen passt dabei hervorragend. Es schreckt nicht ab, sondern zieht den Zuschauer weiter in den Film hinein und vermittelt dadurch noch mehr das Gefühl sich einen Keaton Klassiker anzuschauen und keinen Film aus dem 21. Jahrhundert. Ich habe mich schockverliebt in diesen Film mit all seinen Kleinen Details und würde mich freuen, wenn der Film noch viele Fans findet! [Sneakfilm.de]
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gnislew" am 02.04.2026
(Pri)Sons ist inhaltlich vielleicht nicht der anspruchsvollste Film ist, geht aber visuell in die Vollen geht. Runter gebrochen zeigt der Film den Kampf zwischen den Betreibern eines Kaufhauses für allerlei illegale Güter gegen blutrünstige Auftragskiller. Und ja, es ist wirklich so einfach den Film auf diesen einen Satz zu reduzieren. Aus dieser dünnen Story macht Esa Jussila allerdings ein Actionspektakel, welchem nicht umsonst von der FSK die FSK 18 Freigabe verweigert wurde und der Film so durch eine Juristenkommision geprüft wurde, die dem Film attestierte, das keine schwere Jugendgefährdung vorliegt. So konnte die Busch Media Group den Film Uncut auf den Markt bringen, wenn natürlich so immer die Gefahr einer möglichen Indizierung oder Beschlagnahmung besteht. Aber okay, wenn der Vertrieb schon vom brutalsten finnischen Film aller Zeiten und einem blutigen Schlachtfest spricht, dann ist dieses Risiko sicher wohl kalkuliert und es ist nunmal so, dass diese Behauptungen sich auch nicht als leere Werbeversprechen herausstellen. Der Film fängt zwar langsam an und für mein empfinden lässt er sich auch ein wenig zu lange Zeit um die Protagonisten einzuführen, aber sobald der Überlebenskampf beginnt, sieht man sich einem Non-Stop-Actionfeuerwerk gegenüber. Hier wird keine Rücksicht auf Verluste genommen. Da wird mit Stacheldraht besetzten Handschuhen auf wehrlose Gegner eingeprügelt oder in Nahaufnahme Augen ausgequetscht. Nichts für zartbesaitete und sicher selbst für den ein oder anderen Actionfilm zu viel. Auch ich brauche nicht unbedingt diesen hohen Gewaltgrad für einen guten Film, aber ein Film der sich zum Ziel gesetzt hat einen kompromisslosen Überlebenskampf zu zweigen, wird durch diese harte Gewaltdarstellung dann eben doch etwas besser. [Sneakfilm.de]
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gnislew" am 02.04.2026
Ein Blick auf das DVD-Cover offenbart bereits, dass dieser Film irgendwie anders ist. Das Cover spricht davon, dass dieser Film von Bucky Le Boef ist, der keine keine reale Figur, sondern die Rollenname der Hauptfigur dieser Zombiekomödie ist. Der Film erzählt dabei die Geschichte zweier Freunde, die gerne einen erfolgreichen Film drehen wollen. Gut, dass gerade ein Filmwettbewerb läuft, bei dem sie einen Film eingereichdn könnten. Blöd, dass die Beiden im Genre Horror so gar nicht zu Hause sind. Doch das Schicksal meint es auf ironische Art und Weise gut mit Bucky und seinem Freund, denn ein Stück Meteorit landet im heimischen Garten und verwandelt Buckys Vater in einen Zombie! Dem Film steht damit nichts mehr im Wege, außer vielleicht, dass Zombies von Natur aus nicht die besten Schauspieler sind.
Man merkt, die Story ist in Teilen nicht ganz neu. Zombies haben wir schon gesehen und Filme in denen Filme gedreht werden auch. Und doch ist All You Need is Blood eine erfrischende Abwechslung im Genre der Horrorkomödie. Dies liegt zu großen Teilen daran, dass Regisseur Roberts es schafft vieles humoristisch wirken zu lassen, dabei aber nicht den gewissen Ekelfaktor vergisst, den es braucht um einen Zombiefilm zu machen. Es gibt also reichlich Kunstblut zu erleben. Auch dreht der Film im Finale den Abstrusitätenfaktor im positiven Sinne auf Elf! Da passieren Dinge, die man so sicher vorher nicht erwartet, die allerdings perfekt in das Setting passen, für Schmunzler sorgen und gut unterhalten. All You Need is Blood ist aber mehr. Der Film erzählt darüber hinaus eine Liebesgeschichte und beleuchtet den verzweifelten Comebackversuch einer alternden Schauspielerin, toll besetzt mit Mena Suvari. Eine Genreperle, die hoffentlich auch außerhalb der Horrorblase ihr Publikum finden wird. [Sneakfilm.de]
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gnislew" am 02.04.2026
Muskelmann Daniel Stisen steht The Siege gut. Retten kann er den Actionfilm allerdings nicht, denn dazu bedürfte es neben einem eindrucksvollen Körper zumindest eine Story die etwas weniger löchrig ist und Actionszenen die abseits der Mann gegen Mann Kampfszenen auch gut aussehen würden. Beides fehlt dem Film und so bleibt ein Film übrig der nicht weh tut, allerdings auch in keinster Weise in Erinnerung bleiben wird. The Siege ist ein weiterer 08/15 Action B-Movie, wie viele andere. Schade, denn Stisen ist wirklich eine Erscheinung für sich, die eine gutem Film sicher seine Note aufdrücken kann. [Sneakfilm.de]
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gnislew" am 02.04.2026
Wie intensiv können 138 Minuten Kino sein? Mommy lotet diese Definition neu aus und dreht den Regler für dieses Gefühl auf Elf! Die nahezu bedingungslose Liebe von Die zu ihrem schwierigen Sohn Steve wird in jeder Einstellung, in jeder Sequenz, in jedem einzelnen Frame deutlich. Nicht zuletzt weil Regisseur Dolan die Sehgewohnheiten der Zuschauer ignoriert und nicht in 1.85:1 oder 2.35:1, sondern im 1:1 Format gedreht hat. Schwarze Balken prangen somit rechts und links des Geschehens auf dem Fernseher. Man hat das Gefühl, dass den Protagonisten der Raum zum atmen genommen wird. Die beklemmenden Verhältnisse der Hauptfiguren transportieren sich so ganz automatisch auf die Zuschauer. Zugleich haben diese verkleinerten Bildverhältnisse auch einen positiven Effekt. Mommy fühlt sich mehr wie ein High-End produziertes Heimvideo an, als wie ein Arthouse-Film, wodurch man sich den Figuren emotional näher fühlt. Ein genialer Griff in die filmische Trickkiste, der Mommy aus der großen Masse der Filme herausstechen lässt und funktioniert. Tatsächlich habe ich selten mit Figuren so mitgefühlt wie hier, selten hat mich die Darstellung des alltäglichen Lebens mehr gepackt als hier und tatsächlich hat es Mommy geschafft mich emotionslosen Klotz dazu zu bringen kurz davor zu stehen Wasserfälle zu weinen. Ja, ich mag es, wenn Kino ganz groß ist, es krachen lässt. Ich mag es, wenn Kino mich zum lachen bringt. Manchmal ist ganz großes Kino aber eben nicht die Multimillionen Hollywoodproduktion, sondern ein im 1:1 gedrehten Familiendrama mit starken Darstellern und einem Regisseur der versteht wie er seine Vision wirkungsvoll einfängt! Danke Xavier Dolan für diesen Film! [Sneakfilm.de]
Bewertung und Kritik von Filmfan "Gnislew" am 01.04.2026
Griechische Mythologie einmal anders präsentiert! Die Geschichte von Jason und den Argonauten wurde ja schon vielfach erzählt, doch was wenn Jason nun ein alter Mann ist und dennoch nochmal auf ein Abenteuer muss um seine Heimat zu retten? Und was, wenn er dabei Hilfe von einer kleinen Maus, deren Adoptivvater in Form einer Katze und einer alten Möwe bekommt? Dann kommt ein zauberhafter Animationsfilm wie Die wilden Mäuse dabei heraus, der durch seine charmante Erzählweise die ganze Familie abholt! Zum Ende wirkt der Film zwar etwas gehetzt, doch niemals hektisch. Er führt das, für einen Familien- und Kinderfilm unvermeintliche, Happy End nur etwas zu schnell herbei. Und trotzdem steht man nach dem Abspann mit einem guten Gefühl auf. Mit dem Gefühl einen richtig schönen Film gesehen zu haben, der humorvoll mit der griechischen Mythologie umgeht, der zeigt, dass man nicht groß sein muss um ein Held zu sein und der Kindern (und vielleicht auch manchem Elternteil) mit auf den Weg gibt, dass es sich lohnt an die eigenen Träume zu glauben und diese nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn es manchmal Rückschläge auf dem Weg gibt, diese zu erreichen. [Sneakfilm.de]
Bewertung und Kritik von Filmfan "Lollydorf" am 01.04.2026
China-Klamauk-Film auf dem Niveau der alten China-Filme nun in der Jetztzeit angekommen. Statt fliegender Kämpfer nun animierte Verfolgungsjagden und animierte Löwen. Auch Jackie Chan bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Wenn man auf Logik und Realität absolut verzichten kann, wird man lustig unterhalten.
Bisher hat China Europa und die Welt mit billigen Warenschrott überschüttet, nun passiert dies mit vergleichbaren Action Filmen.
Diesen Film muss man nicht gesehen haben, deshalb bekommt er auch nur 2 Sterne von mir.
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 01.04.2026
Ein Film voller warmer Spätherbst-Farben. Diese Wärme empfindet auch Laura, die nach einem schweren Auto-Unfall zunächst Schutz bei einer mütterlichen Zufalls-Bekanntschaft findet. Nach und nach dringt sie in deren Familien-Interna ein und fungiert gleichzeitig - und zwar ungewollt - als Katalysator im Heilungs-Prozess dieser Famile nach einem Schicksalsschlag.
Der Film konzentriert sich nahezu ausschließlich auf die vier Haupt-Protagonisten, wunderbar gespielt von Paula Beer, Barbara Auer, Matthias Brandt und Enno Trebs.
Bewertung und Kritik von Filmfan "Sweettooth" am 01.04.2026
Hier wird durch die Beschreibung wieder viel zu viel verraten. Es passiert eigentlich die ersten 2/3 des Films nichts, was man nicht schon weiß. Da fällt für diesen Teil das Inhaltliche für den Unterhaltungswert weg. Dieser muss also allein durch die verblebenden kinematogrphischen Mittel erzeugt werden… Das Grundproblem der Story ist, dass in so einem totalitären Staat seine Vorstellungen schon viel früher verboten worden wären…
Das historische Ambiente ist ok und im letzten Drittel wird es dann auch etwas interessanter. Aber es werden schon einige recht haarsträubende Konstruktionen benötigt, um den Film zu seinem vorhersehbaren Ende zu bringen. 2,8 Sterne.
Bewertung und Kritik von Filmfan "Sweettooth" am 01.04.2026
Die “Story” ist für einen dritten Teil ja ganz ok. Was soll man da auch großartig machen? Die Effektszenen sind in der ersten Hälfte sehr dünn gestreut. Doc West lernt aber auch nicht dazu und macht immer die gleichen Fehler. In der 2ten Hälfte gibt’s dann zwar etwas mehr Body Horror, aber überzeugend ist das Ganze nicht. 2,8 Sterne.