'Crin-Blanc' ist der Leithengst einer Herde von wilden und freien Pferden, die in der einsamen Region der 'Camargue' lebt. Er wird eines Tages von einem Viehzüchter eingefangen, der das Tier zähmen und ihm damit auch die Freiheit nehmen will. Doch weder dem Züchter noch seinen Gehilfen gelingt es, den Willen des stolzen weißen Hengstes zu brechen. Er wird freigelassen und gleichzeitig für vogelfrei erklärt. Das ruft den Fischerjungen Folco (Alain Emery) auf den Plan. Er setzt sich als Ziel, Crin-Blancs Vertrauen zu gewinnen und ihn selbst zu zähmen. Tatsächlich gelingt es dem kleinen Jungen, sich mit dem Pferd anzufreunden, sehr zum Verdruss des Viehzüchters, der seine Hirten auf den Hengst ansetzt. Daraufhin flüchtet Folco mit Crin-Blanc. Am Ende des Films reiten die beiden Freunde ins Meer und verschwinden in den Wogen, auf der Suche nach einer besseren Welt, in der es nur Kinder und Pferde gibt...
Der Schwarz-Weiß-Kurzfilm 'Der weiße Hengst' (1953) von Regisseur Albert Lamorisse hat ein rasendes Tempo, Wildheit und eine so starke poetische Qualität, dass es weh tut. Es gibt atemberaubende Einstellungen von Pferden, Menschen und Gras. Es gibt die Szene eines Kampfes zwischen zwei Hengsten, die das Blut gefrieren lässt. Und da ist das Gefühl eines Jungen mit freiheitsliebendem Geist, dass mit dem unbezähmbaren Herzen und der Stärke eines mächtigen Pferds vermischt wird, zu einem emotionalen Freudentaumel angetrieben, der selten von einem Film ausgeht. Der Film erhielt 1953 den 'Prix Jean Vigo' und wurde im selben Jahr bei den Filmfestspielen von Cannes mit dem Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Ein Jahr später folgte eine Nominierung als bester Dokumentarfilm für den 'British Film Academy Award'.
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'Crin-Blanc' is the lead stallion of a herd of wild and free horses that live in the lonely region of the 'Camargue'. One day he is caught by a cattle breeder who wants to tame the animal and thus also take away its freedom. But neither the breeder nor his assistants succeed in breaking the will of the proud white stallion. He is released and at the same time declared outlawed. This calls the fisherman boy Folco (Alain Emery) to the scene. He sets himself the goal of winning Crin-Blanc's trust and taming him himself. In fact, the little boy manages to make friends with the horse, much to the chagrin of the cattle breeder, who sets his shepherds on the stallion. Folco then flees with Crin-Blanc. At the end of the film, the two friends ride into the sea and disappear into the waves, in search of a better world where there are only children and horses...
'The White Stallion' (1953 by director Albert Lamorisse) has a frenzied pace, wildness and such a strong poetic quality that it hurts. There are stunning shots of horses, people and grass. There is the scene of a fight between two stallions that makes the blood run cold. And there is the feeling of a boy with a freedom-loving spirit, mixed with the indomitable heart and strength of a mighty horse, driven to an emotional frenzy of joy that rarely comes from a movie. The film received the 'Prix Jean Vigo' in 1953 and was awarded the Short Film Prize at the Cannes Film Festival in the same year. A year later, she was nominated for the 'British Film Academy Award' as best documentary.
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