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Kritiken von "Coloniaexpress" aus

7 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Sie nannten ihn Jeeg Robot
    Science-Fiction, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Coloniaexpress" am 26.04.2017
    Nö, also wirklich, das war ja wohl nix! Auf dem Cover prangt ein FSK 16 Abzeichen, das ist doch wohl ein Witz, oder? So wie die ganze Superhelden-Story - das Filmchen hätte einen Sticker für „max. 16 Jahre“ verdient.

    Enzo ist ein gefühlskalter, debiler Hohlkopf, der durch einen wundersamen Unfall Superkräfte entwickelt, sich passenderweise in ein Mädchen auf dem geistigen Niveau einer 9jährigen verliebt und sein gutes Herzen entdeckt. Auf seltsamen Wegen mischt sich die Camorra ein und Enzo bekämpft einen irren Antagonisten. Zum Schluss springt er in Superman-Manier vom Hochhaus, obwohl er nicht fliegen kann und immer auf die Fresse fällt. That’s it.

    Ich weiß ja nicht, was den Maskenbildner geritten hat, dass eine komplett verbrannte Kopfhaut noch zahlreiche, wenn auch dünne Haare vorzuweisen hat, aber das ist nur ein weiterer von vielen Logikfehlern. Dümmer geht's nimmer. Story insgesamt: Dünn, dünner geht's nimmer. Mehr lässt sich zu Jeeg Robot eigentlich auch nicht sagen. Außer vielleicht noch zur Bildqualität: Auch die ist miserabel.

    Fazit: Der Film sollte nicht weiter beachtet werden. Das Beste war noch eine Szenenuntermalung mit einem Song von Gianna Nannini. Die alte Rock-Röhre reißt einen geradezu aus der Lethargie, in der man wenig später wieder versinkt!
  • Dritte Person
    Pass auf!
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Coloniaexpress" am 26.04.2017
    Ein Kritiker der Berliner Zeitung meinte, der Film "gibt mehr Rätsel auf, als er lösen kann". Nun, die etwas über zwei Stunden lange Erzählung gibt tatsächlich über lange Strecken Rätsel auf, doch wird zum Schluss hin klar, dass es letztlich um das große Thema Schuld geht. Die wesentlichen Fragen werden beantwortet, dennoch läßt der Schluss Raum für Spekulationen, es ist eben kein Hollywood-Mainstream. Filmkunst schon eher.

    Ich fand den Film zwar etwas anstrengnd,aber das darf eine gute Erzählung durchaus sein - wie ich es auch bei einem guten Buch mag. Wichtig ist alleine, dass es sich am Ende gelohnt hat, durchgehalten zu haben. Ja, es hat sich gelohnt! Nicht zuletzt dank der herausragenden schauspielerichen Leistung der Protagonisten - ohne Ausnahme. Langweilig war der Film nicht, verwirrend durchaus. Die drei Handlungstränge der Storyline werden erst zum Ende hin verknüpft, wodurch die Spannung aufrecht erhalten wird. Getragen wird "Dritte Person" von einer ausgezeichneten, passend ruhigen Musik. Ja, ich mag solche Filme, auch wenn sie nicht jedermanns Geschmack sind.

    Warum ein Stern Abzug? Ich bin mir nicht sicher... vielleicht fehlte mir etwas die Tiefe der Charaktere, vielleicht auch Emotionen. Etwas für mich nicht Greifbares fehlte. Dennoch meine Empfehlung.
  • The Boy Next Door
    Ihr Fehler. Seine Obsession.
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Coloniaexpress" am 21.04.2017
    Körperliche Schmerzen hat mir der zweifelhafte Genuss dieses Machwerkes bereitet. Während der Aufbau der Storyline (bis zur 28. Minute) noch logisch und nachvollziehbar ist, ist der Rest eine Aneinanderreihung von Beleidigungen an die Intelligenz des Zuschauers. Nicht nur was die Superhelden-Fähigkeiten des gerade mal 20jährigen Noah (Ryan Guzman) angeht, sondern vor allem die grenzdebile Unfähigkeit der restlichen Agierenden, insbesondere Kevins Mutter Claire (Jennifer Lopez) und Vicky (Kristin Chenoweth). Wo jeder andere Mensch mit einem höheren IQ als Speisestärke sich längst an Dritte (warum fällt mir als erstes die Polizei ein?) gewandt hätte, versucht Claire ihr eigenes Süppchen zu kochen und glaubt sogar noch alles im Griff zu haben, als jedem, wirklich jedem klar ist, dass ihr schon längst alles entglitten ist.
    Von einem "Erotik-Thriller" kann auch keine Rede sein. Der Film kommt so unerotisch rüber wie eine Anleitung zur Manipulation einer Dodge-Bremsanlage. Zugegebenermaßen sieht J.Lo auch mit ihren mittlerweile 48 Jahren noch wirklich lecker aus - toll, was die Maskenbildner zu leisten imstande sind, aber wenigstens muss die Dame für ihre sexy Figur noch selbst ackern, und diese Leistung will ich gerne anerkennen.
    Meine Empfehlung an Zuschauer, die es dennoch nicht lassen können: Vor dem Starten des Films einen ordentlichen Alk-Pegel ansaufen, dann fallen die Ungereimtheiten entweder nicht auf, oder sie sind einem völlig egal.
  • Toni Erdmann
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Coloniaexpress" am 21.03.2017
    Nein, ich bin keiner dieser "Möchtegern-supergescheiten-Kunstmenschen", statt dessen liebe ich es, mich von einem Film unterhalten zu lassen. Aber das nur am Rande.
    Nach Betrachtung des Trailers fühlte ich mich genötigt, den Film links liegen zu lassen. Allerdings machte die außerordentlich hohe Anzahl äußerst ambivalenter Zuschauerkritiken mich wieder neugierig, sodass ich mich dann doch auf TONI ERDMANN einließ. Eine Entscheidung, die ich keine Sekunde bereut habe. Obwohl der Film eigentlich nur so daher plätschert, waren die zweieinhalb Stunden Filmerlebnis nie langweilig und im Null-Komma-Nichts vorbei. So mancher 90-Minuten-Action-Streifen war gefühlt zwei- bis dreimal so lang.
    Dass mich TONI ERDMANN so fasziniert hat, liegt vielleicht aber auch an meiner Vorliebe für liebenswerte oder verschrobene Charaktere, vielleicht auch an meiner Freude an flachen Scherzen und ihren Konsequenzen oder an Filmen, die eher Charakterstudien denn reine Komödien sind. Hier kommt einfach alles Aufgezählte zusammen, und das in einer Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht.
    Wie auch immer, den Film wird man entweder lieben oder hassen - dazwischen bleibt praktisch kein Raum. Ich für meinen Teil kann die vielen Auszeichnungen, die TONI ERDMANN erhielt, sehr gut nachvollziehen.
  • Carla's Song
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Coloniaexpress" am 13.08.2016
    Wow!

    Atemlos... tränenlos... ratlos... wütend...
    So lässt mich dieser Film zurück angesichts dessen, was Menschen Menschen antun können, was dieses 'großartigste Land der Welt', diese 'großartigste Demokratie von allen', diese Weltpolizei im Namen der Demokratie verbrochen hat. Und diese Geschichte, die vor dem Hintergrund der Iran-Contra-Affäre spielt, ist ja nur eine in einer langen Kette politischer Irrungen der USA, die bis heute anhält und ein Land ums andere ins Unglück stürzt. Dabei geht es nie um Demokratie, sondern nur immer um Macht und um Geld.

    Carla's Song spielt in den 1980er Jahren und beginnt in der schottischen Arbeiterstadt Glasgow, in der der Linienbusfahrer George wieder einmal sein soziales Herz zeigt und dabei das ausländisches Mädchen Carla mit ihrer rätselhaften Vergangenheit kennen lernt. Es stellt sich heraus, dass Carla aus dem sandinistischen Nicaragua stammt und noch immer heftig unter ihren traumatischen Kriegserlebnissen leidet. Geoge erkennt, dass er Carla nur helfen kann, wenn er sie wieder mit ihrer Familie und ihren alten Weggefährten konfrontiert und fliegt mit ihr, nicht zuletzt um selbst die Hintergründe zu erfahren, in ihre Heimat. Dort erlebt er hautnah das post-revolutionären sandinistischen Land.
    Carla's Song ist aber auch eine zarte Liebesgeschichte, die ans Herz geht und mit einem unerwarteten, wenn auch konsequenten Schluss aufwartet.

    Dieser Film war definitiv keine vertane Zeit!
  • Under the Skin
    Tödliche Verführung
    Science-Fiction, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Coloniaexpress" am 09.03.2015
    Ich möchte mich weitgehend der Kritik von @kh3jwdwt anschließen.

    Nun zu meinen eigenen Eindrücken:
    Professionelle Kritiken sprechen von einem experimentellen Meisterwerk in der Nähe von Odysee 2001 im Weltraum von Stanley Kubrik.. Nun, das Experiment hat mich nicht erreicht, ebensoweinig die hohe Kunst des Filmemachers. Meiner Ansicht nach hätte ein Kurzfilm über 15 Min Länge vollkommen ausgereicht, um die Geschichte zu erzählen. Der Film hat Längen, viele Längen, ach was sage ich, er besteht aus Längen. Insofern stimmt der Vergleich mit Stanley Kubrik, aber das war's auch schon. Die zahlreichen surrealen Szenen sagten mir ... nichts. Die vermeintlich kunstvoll eingewobenen grafischen Blenden empfand ich als beleidigend billig. Ich langweilte mich schier zu Tode. Immer wartete ich auf DIE erlösende Szene hinter der Geschichte, aber da war nichts. Vermutlich bin ich interlektuell nicht ganz auf der Höhe.

    Die Story mit dem Neurofibromatose-Kranken war mir zu schlicht, einzig die Szene mit der Lampe (der stille Mann) entlockte mir einen kurzen Lacher, für den ich dankbar war. Was bleibt, ist die schöne und wilde schottische Landschaft und die Erkenntnis, das Schottland für Aliens keine gesunde Gegend ist.

    So, ich geh' jetzt schlafen, der Film war zwar nicht anstrengend, doch sehr ermüdend...
  • The Broken Circle
    Drama, Musik
    Bewertung und Kritik von Filmfan "Coloniaexpress" am 17.12.2013
    Das Drama hat einen Namen: The Broken Circle

    Selten habe ich einen so ergreifenden Film gesehen, der trotz überaus trauriger Momente nicht in Rührsehligkeit abdriftet. Getragen wird der Film nicht nur von herausragenden Darstellern, sondern auch von ausgezeichneter Country-Musik, von den Schauspielern live vor Publikum dargeboten.

    Die Szenenschnitte sind eher ungewöhnlich, zu Anfang fast (ver)störend, da immer wieder unvermittelt zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her gewechselt wird. Erst gegen Ende erschließt sich dem Zuschauer die Logik der Schnittfolge, dann aber vollständig.

    Den Film empfehle ich deshalb nicht nur Freunden guter Blue Grass Music, sondern auch allen, die noch ein paar unbenutzte Taschentücher übrig haben. Besonders Eltern kleiner Kinder wird dieser Film sehr nahe gehen.