Kritiken von "muhesse"

Barbie

Sie ist alles. Er ist nur Ken.
Komödie, Fantasy

Barbie

Sie ist alles. Er ist nur Ken.
Komödie, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 08.02.2024
Es wurde ja gewarnt vor der feministischen Unterlegung des Films. Man glaubt dann leicht: So schlimm wird es schon nicht sein, und vielleicht ist der Film ja doch ganz lustig. - Doch, so schlimm ist es, und lustig ist der Film nicht im geringsten. Er versammelt alle Klischees und Versatzstücke feministischer, "woker" und sonstiger linker Ideologie. Und er ist nicht nur davon durchzogen, sondern besteht im Grunde aus nichts anderem - wenn man von den länglichen Passagen mit völligem Leerlauf oder Dauerwerbung absieht. Die Geschichte, soweit man davon überhaupt sprechen will, ist so hanebüchen und überdies so billig umgesetzt, dass es von der Ideologie nicht ablenkt. Aber von der selbsterklärt hohen moralischen Warte der Filmmacher, die indes nur von erstaunlicher Verblendung zeugt, zählt ja nur die "Haltung"; alles, was einen auch nur halbwegs akzeptablen Film ausmachen würde, spielt dann natürlich keine Rolle. Margot Robbie, die für die Rolle sicherlich die Idealbesetzung ist, kann ihre darstellerischen Fähigkeiten nur gelegentlich aufblitzen lassen und einen solchen Film nicht retten.

Bemerkenswert ist, dass das Triefen des Films von Ideologie im Trailer kaum eine Rolle spielt. Wahrscheinlich hat man die abschreckende Wirkung geahnt. Insofern ist der Trailer eine recht hinterhältige Irreführung. Er reicht allerdings völlig für die Portion an schrillem Pink, die man sich von dem Film erwarten mag.

ungeprüfte Kritik

Der Pfau

Nach dem Bestseller von Isabel Bogdan.
Deutscher Film, Komödie, Krimi

Der Pfau

Nach dem Bestseller von Isabel Bogdan.
Deutscher Film, Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 17.11.2023
Das kommt dabei heraus, wenn Leute glauben von etwas erzählen zu müssen, von dem sie keine Ahnung haben. Es gibt kaum Handlung, die auch nur halbwegs realistisch, sonst irgendwie interessant oder gar witzig wäre. Es plätschern schlicht belanglose und oft unplausible Szenen oder Dialoge vor sich hin.

Aber das Wichtigste ist dabei natürlich, links-grüne Ideologie unters Volk zu bringen. Alle "woken" Fetische sind dabei: "Gender"-Sprech, Diversitätsquoten, Attacken auf "alte weiße Männer" (Achtung: Rassismus!), Bestreiten von "Cancel Culture" und plattestes Moralgefasel. Letztlich läuft es auf Satire hinaus, die aber keineswegs beabsichtigt und daher auch nicht witzig ist.

Wenn es an (Sach-) Verstand und Ideen fehlt, bleibt meist nicht viel anderes als Moralismus. Man könnte es aber auch einfach lassen, einen überflüssigen, ärgerlichen Film zu machen.

ungeprüfte Kritik

Die Nordsee von oben

Dokumentation
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 13.11.2022
Man sieht teilweise recht sehenswerte Bilder, aber der Kommentar, der immer wieder von der wünschenswerten schlichten Erläuterung des Gezeigten abweicht und in hohen moralischen Ton verfällt, Anklagen vorbringt und vor lauter Selbstgerechtigkeit gar nicht auf die Idee kommt, dass auch andere Einschätzungen ihre Berechtigung haben könnten, nervt ganz gewaltig.

ungeprüfte Kritik

Spencer

Drama

Spencer

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 29.09.2022
Man sieht das Portrait einer Frau, die mit der staatlichen Aufgabe, die sie durch ihre Heirat übernommen hat, völlig überfordert ist und die sie entweder nicht verstanden oder nicht akzeptiert hat. Sie hätte diese Funktion vor der Heirat kennen können, daher ist sie sicherlich nicht einfach ein Opfer ihrer „kalten“ Familie oder widriger Umstände. Das beleuchtet der Film aber nicht, daher ist er mir zu parteiisch zugunsten der Hauptfigut, auch wenn sich die Heiligenzeichnung in Grenzen hält.

Kristen Stewarts Spiel ist überzeugend; wie nahe es dem realen Vorbild kommt, ist schwer zu sagen. Leider langweilt der Film aber häufig mit dramaturgisch völlig überflüssigen Längen oder auch minutenlangen traumähnlichen Sequenzen. Generell wird kaum etwas erzählt. Gezeigt werden eher Stimmungen: Diana hat sich in der königlichen Familie und ihrem Geflecht aus Pflichten, Traditionen und Ritualen nicht wohlgefühlt. Das wusste man auch schon vorher. Interessant sind allerdings die Einblicke in den königlichen Alltag, obwohl auch hier die Nähe zum realen Vorbild offen ist.

ungeprüfte Kritik

Das Ende der Wahrheit

Deutscher Film, Krimi, Thriller

Das Ende der Wahrheit

Deutscher Film, Krimi, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 04.03.2022
Eine ohne Verstand, vor allem Sachverstand, zusammengeschusterte Geschichte, die vor allem auf Effekthascherei und Moralismus ausgerichtet ist, an der aber so gut wie nichts stimmig ist! Politik und Geheimdienste sind hier ein einziger Sumpf aus Korruption und Unfähigkeit, in dem der Held als einziger Aufrechter für das Gute kämpft. Das ist dann doch etwas zu billig. Auch überwiegend gute Schauspieler können unsinnige Szenen und vor allem den abstrusen Handlungsverlauf nicht retten.

ungeprüfte Kritik

Trigger Point

Action, Thriller

Trigger Point

Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 20.02.2022
Eine hanebüchene Geschichte - da hat ein Autor wieder einmal die eigene Konstruktion nicht ganz durchschaut und sich entsprechend verheddert. Neben einer Reihe von Unschlüssigkeiten machen teilweise amateurhafte Schauspielerleistungen, die wohl nicht zuletzt der angestrengt politisch korrekten Besetzung zur Last zu legen sind, den Film über weite Strecken zu einem Missvergnügen.

ungeprüfte Kritik

Red Secrets

Im Fadenkreuz Stalins
Drama, Thriller

Red Secrets

Im Fadenkreuz Stalins
Drama, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 20.02.2022
Der Film hat erhebliche handwerkliche Schwächen: mehrfache Leerläufe, teilweise über Minuten, Unschlüssigkeiten in Dialogen, inhaltliche Unklarheiten und gelegentlich überforderte Schauspieler.

Aber die erzählte Geschichte verdient alle Aufmerksamkeit. Der Völkermord Stalins an Millionen Unkrainern Anfang der 1930er Jahre durch eine willentlich herbeigeführte Hungersnot, der "Holomodor", eines der größten Menschheitsverbrechen des 20. Jahrhunderts (das darf man auch als Deutscher feststellen), wird auch heute noch selten erwähnt, vielleicht absichtlich verschwiegen, nicht nur von den Russen.

Daneben werden zwei zentrale Aspekte des politischen Journalismus ins Licht gerückt. Die Frage, wie weit sich ein fremder Berichterstatter in einer Diktatur dem herrschenden Regime anbiedern soll, um die Weltöffentlichkeit zumindest in gewissem Umfang informieren zu können, auch wenn das nicht frei und vollständig wahrheitsgemäß möglich ist, ist nicht weniger aktuell als die fatalen Folgen des heute wieder verbreiteten missionarischen Gesinnungsjournalismus. Wie der Moskauer Korrespondent der New York Times Stalins Verbrechen erst leugnete und dann rechtfertigte als notwendiges Opfer für die in seinen Augen ideale Gesellschaft, den Kommunismus, zeigt, wie Journalisten, die nicht informieren wollen, sondern ihre ideologische Position (ihre "Haltung") verbreiten wollen, zur Unterdrückung von Menschen für das vermeintlich Gute beitragen.

ungeprüfte Kritik

Operation Red Snake

Band of Sisters - Nach einer wahren Geschichte.
Kriegsfilm, Action

Operation Red Snake

Band of Sisters - Nach einer wahren Geschichte.
Kriegsfilm, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 31.01.2022
Es steht außer Frage, dass der Volksgruppe der Jesiden und dabei insbesondere den Frauen durch den IS großes Leid widerfahren ist (wie auch vielen anderen Frauen und Männern in den IS-Gebieten). Aber der Film ist einfach schlecht gemacht. Die Gefechtsszenen sind großenteils lächerlich, die Figuren verhalten sich amateurhaft bis grotesk; das Ganze ist in höchstem Maße unglaubwürdig. Umrahmt wird es von vielen überzogen sentimentalen oder schlicht albernen Szenen (über Minuten wird in einem blitzsauberen Swimming Pool mitten in der Wüste geplanscht).

Daneben hat die Sache im Kern nichts mit Feminismus zu tun oder gar mit Klimaschutz oder "Kampf gegen den Kapitalismus", wie allen Ernstes erklärt wird. Weshalb muss jemand, der einen Film mit politischen Bezügen macht, dem Publikum seine offensichtlich unausgegorenen politischen Grundüberzeugungen aufdrängen? So wird die ganze Rolle dieser Frauenkampfgruppe maßlos überzeichnet. Auch wenn der Film "auf realen Gegebenheiten beruht", hat diese Gruppe, anders als suggeriert wird, bei der Niederschlagung des IS keine nennenswerte Rolle gespielt (im Gegensatz etwa zu den kurdischen Kämpfern). Der Film taugt also weder als zeitgeschichtliches Zeugnis noch als Heldenepos.

ungeprüfte Kritik

Silent Night - Und morgen sind wir tot

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 28.01.2022
Dieser Film über einen Weihnachtsabend im Freundes- und Familienkreis, der sich nach und nach als Vorabend der Apokaplyse zeigt, ist nicht mehr als Wahlwerbung für die Grünen. Es wird nicht einmal davor zurückgeschreckt, das ganz ausdrücklich zu sagen.

Als wenn das nicht ärgerlich genug wäre - wenn ich einen Spielfilm sehe, möchte ich nicht mit politischer Propaganda belästigt werden -, wurde offenbar keinerlei Gedanke daran verschwendet, wie sich reale Personen in einer solchen Situation verhalten würden. Daneben gibt es viele erzählerische Schwächen wie unklare Anspielungen und abgewürgte Szenenübergänge. Die überwiegend guten Schauspieler können nur andeuten, was sie aus einer plausiblen Geschichte hätten machen können. So hat der Film, abgesehen von einigen wenigen Szenen, nicht einmal mäßigen Unterhaltungswert.

All das spielt aber natürlich keine Rolle, denn für links-grüne Missionare wie die Verantwortlichen dieses Films, die sich aufgrund ihrer höheren Moral für berufen halten, andere Leute zur vermeintlich richtigen Gesinnung zu erziehen, ist nur die politische Botschaft wichtig.

ungeprüfte Kritik

D-Day Assassins

Entfesselt die Hunde des Krieges! Basierend auf der wahren Geschichte von 'Das dreckige Dutzend'.
Kriegsfilm

D-Day Assassins

Entfesselt die Hunde des Krieges! Basierend auf der wahren Geschichte von 'Das dreckige Dutzend'.
Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 05.12.2021
Ein unsägliches Machwerk von unterbelichteten Amateuren - kaum zu glauben, dass man sich mit solch einem erbärmlichen Schund an die Öffentlichkeit wagt.

ungeprüfte Kritik

Molly's Game

Alles auf eine Karte - Nach einer spektakulären, wahren Geschichte.
Drama

Molly's Game

Alles auf eine Karte - Nach einer spektakulären, wahren Geschichte.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 01.08.2021
Der Film ist im Grunde nichts anderes als eine ständige Beweihräucherung der überambitionierten, so selbstverliebten wie selbstgerechten, überheblichen, besserwisserischen Hauptfigur, die sich für besonders schlau hält, aber nicht einmal die Grundlagen ihres Geschäfts beherrscht, nämlich nicht Risiken zu übernehmen, die sie in den Ruin treiben können. Selbst nachdem sie vor diesem nur durch großes Glück bewahrt wurde, macht sie jahrelang in derselben Weise weiter und führt die Risiken schließlich als Rechtfertigung dafür an, illegal zu handeln.

In dem Maße, wie sich der Film an das Buch der realen Hauptfigur anlehnt, das ihm zugrundeliegt, trifft diese Beschreibung auch die reale Person – deren Biographie uninteressant und schon gar nicht verfilmt worden wäre, wenn sie nicht durch Zufall auf einige Prominente gestoßen wäre.

Als wäre die entnervende Schönzeichnung der Figur nicht genug, ist die Verfilmung auch als solche minderwertig: Immer wieder sind Dialoge und Situationen fehlerhaft oder völlig unsinnig, effekthascherisch, beifallheischend, gewürzt mit billiger Küchenpsychologie. Symptomatisch ist der Gipfel des Unfugs, als Wall-Street-Beschäftigte pauschal als Kriminelle beschimpft werden, auf die zu spucken sei, und das auch noch einem Bundesrichter in einer Urteilsbegründung in den Mund gelegt wird.

ungeprüfte Kritik

Unhinged - Außer Kontrolle

Er kann jedem passieren.
Thriller, Action

Unhinged - Außer Kontrolle

Er kann jedem passieren.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 16.01.2021
Gewisse Spannung hat der Film allenfalls, bis man weiß, wie weit der Psychopath in seinem "Vergeltungs"-Feldzug für ein Hupen an der Ampel geht; das deutet sich aber schon in der Anfangsszene an. Der weitere Verlauf ist absehbar, der Schluss ist so erwartbar wie unrealistisch.

Ärgerlich ist der Film aber, weil er im Grunde nichts ist als ein durchgängig erhobener Zeigefinger: "Benehmt euch, Leute, sonst kann es euch so ergehen wie hier!" Vorspann, Schlussszene und auch der Originaltitel machen das in aller Klarheit deutlich. Dabei trägt der Psychopath natürlich selbst keine Verantwortung für sein Ausrasten, sondern ist nur ein Produkt der bösen, ach so ungerechten Gesellschaft. Wie kommen eigentlich Filmemacher immer wieder auf die anmaßende Idee, andere Leute erziehen zu wollen - und auch noch dazu berechtigt zu sein? Derartigen überheblichen Weltverbesserern zeigt man ihre Grenzen am besten dadurch auf, dass man sie und ihre Ergüsse ignoriert!

ungeprüfte Kritik