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Kritiken von "muhesse" aus

35 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Happy Burnout
    Er hatte nie einen Beruf... jetzt hat er eine Berufung.
    Komödie, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 06.09.2018
    Der Film ist ein einziges großes Ärgernis. Nicht nur wird dreistes Sozialschmarotzertum glorifiziert und dann auch noch mit ignorantesten linken Ideologieversatzstücken unterlegt („Die Welt gehört allen, und Eigentum an Grundstücken ist ein Verbrechen“ u. Ä.). Natürlich ist das böse kapitalistische System schuld an allen Miseren der Figuren, man darf sich ihm nicht unterwerfen, weil es einen kaputt macht. Stattdessen sollte man sich lieber von anderen aushalten lassen. Die Frage, die dabei offen bleibt, ist, wie das funktioniert, wenn es alle so machen.

    Zu diesem ideologischen Unsinn passt nahtlos die Unfähigkeit der Filmmacher, eine Geschichte mit einem Minimum an Plausibilität zu erzählen. Die Handlung könnte unsinniger nicht sein. Der Protagonist wird zur Verschleierung eines nicht näher erklärten Sozialbetrugs in die Psychatrie eingewiesen? Und das funktioniert? Dem Sozialparasiten im abgerissenen Hausbesetzerhabitus fliegen die Herzen der Frauen zu? Und dann hat er ungeahnte therapeutische Fähigkeiten, die zum idyllischen Finale führen, bei dem auf unerklärliche Weise plötzlich alle glücklich sind. Dass das immer wieder von minutenlangen Leerläufen unterbrochen wird, die die Einfallslosigkeit der Macher in aller Deutlichkeit zeigen, ist fast schon erholsam.

    Der Gipfel des Ärgernisses liegt aber darin, dass für ein solches Machwerk auch noch öffentliche Mittel in Form von Subventionen einer guten Handvoll Filmförderungsanstalten verschwendet worden sind.
  • Hell or High Water
    Gerechtigkeit ist kein Verbrechen.
    Krimi, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 28.11.2017
    Es hätte ein guter Film, ein moderner Western werden können - wenn nicht Regisseur und Autor geglaubt hätten, dem Zuschauer ihre naive, ignorante Sozialkritik aufdrängen zu müssen.

    Wenn es irgendwo wirtschaftlich schlecht läuft, muss dafür ein Bösewicht her, der die Sache verschuldet hat. In linken Kreisen gibt es dafür keinen besseren Kandidaten als "die Banken", die Kapitalisten par Excellence, das Böse schlechthin. Wenn man einen Kredit aufnimmt, um sich ein Haus oder anderes zu kaufen, das man sich eigentlich nicht leisten kann, und der Kreditgeber dann überraschenderweise und unverschämterweise erwartet, dass der Kredit zurückgezahlt wird, dann ist wer schuld an dem Dilemma? Natürlich die böse Bank! Unklar bleibt dabei allerdings, wie eine Bank in der Lage ist, Kunden zu zwingen, einen Kredit aufzunehmen, den sie nicht wollen. Wahrscheinlich durch eine Art "Gehirnwäsche", durch die der gesunde Menschenverstand, dem klar ist, dass man geliehendes Geld zurückzahlen muss, ausgeschaltet wird. Unter diesen Umständen ist es selbstverständlich gerechtfertigt, die Bank mit Waffengewalt auszurauben. Auf Menschenleben kann keine Rücksicht genommen werden, wenn es darum geht, die eigene, subjektive Vorstellung von „sozialer Gerechtigkeit“ durchzusetzen.

    Das ist dann doch etwas einfach und billig und verdirbt die Freude an dem ansonsten schauspielerisch, atmospärisch und dramaturgisch ansprechenden Film.
  • American Ultra
    Kiffende Killermaschinen.
    Komödie, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 16.04.2016
    Der Film ist schnell beschrieben: Die Geschichte ist in jeder Hinsicht hanebüchener Schwachsinn, einfallslos und billig inszeniert und mit schwachen Schauspielerleistungen (mit Ausnahme von Kristen Stewart und John Leguizamo) umgesetzt - einfach ärgerlich.
  • Inside Job
    Der Film, der über $20.000.000.000.000 kostete.
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 03.01.2016
    Der Film ist ärgerlich, weil er überwiegend aus Demagogie besteht. Zwar werden einige der wesentlichen Ursachen der zurückliegenden Finanz- und Wirtschaftskrise und weitere Fehlentwicklungen und Missstände im Finanzsektor angesprochen, aber sie gehen unter in einem chaotischen Wust aus unbegründeten Behauptungen, Beschuldigungen und vor allem durch nichts belegten, verschwörungstheoretischen Spekulationen und Anschuldigungen. Jeder, der in irgendeinem Zusammenhang mit dem Finanzsektor Entscheidungen getroffen oder sich auch nur geäußert hat, ist aufgrund seiner Böswilligkeit, Bestechlichkeit und selbstverständlich unbegrenzter Gier verantwortlich für alle negativen Entwicklungen. So einfach ist die Welt dann doch nicht.

    Der Autor zimmert mithilfe großenteils fragwürdiger Kronzeugen, Interviewschnipseln, Andeutungen und Behauptungen eine Ideologie zurecht, die leichtfüßig in Gut und Böse einteilt. Zwar hat er sich erkennbar eingehend mit den Entwicklungen beschäftigt, jedoch aus den vordergründigen Erkenntnissen unbeeindruckt von ökonomischen Grundüberlegungen kurzschlüssig Folgerungen und vor allem Vorwürfe abgeleitet. Dem entspricht die unerträgliche inquisitorische und besserwisserische Pose der Darstellung.

    Ein hochkomplexes Thema wird nur dann klarer, wenn es systematisch und sachlich analysiert wird. Stattdessen wird hier in reißerischer, effekthascherischer Weise mittels pauschalisierender Vermutungen an den Pranger gestellt.
  • Zwischen Welten
    Deutscher Film, Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 19.07.2015
    Deutsches Deutsches Kino at its worst: Nervtötende Stilmittel wie unmotiviertes Starren in die Ferne, nichtssagende Quasi-Standbilder oder Einstellungen, in denen der Zuschauer erst einmal im Unklaren gelassen wird, was vor sich geht  soll das besonders künstlerisch sein?  und dazu völlig deplatzierte Gefühls- und Betroffenheitsduselei (die Regisseurin und Autorin sollte sich dann besser auf explizite Herz-Schmerz-Schmonzetten vom Lindenstraßen-Format, gern mit Multi-Kulti-Kolorit, konzentrieren!).

    Und vor allem das oft grotesk unplausible Verhalten der Figuren: Wenn die deutschen Soldaten in Afghanistan wirklich derart dilettantisch aufgetreten wären, hätte es ein Vielfaches der Todesfälle gegeben. Die Regisseurin scheint sich nicht zu der Einsicht durchgerungen zu haben, dass es sich um einen Krieg handelt. Sie schafft es tatsächlich, dass man einem großartigen Schauspieler wie Ronald Zehrfeld nicht weiter zusehen möchte.

    Die politischen und interkulturellen Probleme eines solchen Einsatzes und die damit zusammenhängenden militärischen Schwierigkeiten werden (recht einseitig) angedeutet, aber eben nicht ernsthaft reflektiert.

    Nicht zuletzt, weil es wünschenswert ist, dem deutschen Publikum den Einsatz der Soldaten in Afghanistan (und anderswo im Ausland) näherzubringen, ist der Film schlicht ärgerlich. Dass er wie üblich nur mit viel Geld von Unbeteiligten, d. h. aus öffentlichen Mitteln, zustande gekommen ist, macht die Sache nicht besser.
  • Transcendence
    Gestern war er nur ein Mensch. Schon bald erreicht die Evolution eine neue Stufe.
    Science-Fiction, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 25.03.2015
    Der Film streift zwar oberflächlich Fragen, die hochinteressant sind, macht es sich dann aber bei weitem zu einfach. Von der grundlegenden Beziehung zwischen physisch-biologischen Hirnaktivitäten und dem, was wir „Bewusstsein“ nennen, hat die Hirnforschung (zu schweigen von der Informationstechnik) bis heute keinen blassen Schimmer. Es ist völlig offen, ob Menschen jemals in der Lage sein werden, diese Beziehung zu verstehen, um sie dann technisch zu rekonstruieren. Sie zu kennen, ist aber Voraussetzung für eine Schaffung von Maschinen mit „Bewusstsein“ im Sinne von Reflexionsfähigkeit, autonomer Urteilsfähigkeit, Gefühlen – und folglich auch für die Möglichkeit, menschliches Bewusstsein „hochzuladen“.

    Der Film behauptet aber schlicht und einfach, das wäre möglich, ohne im Geringsten anzudeuten, wie es dazu gekommen sein sollte. Ausdrücke wie „neuronale Netze“ oder „Quantenprozessoren“ fallen zu lassen, auf präzedenzlose Rechenleistung zu verweisen oder immer wieder von „künstlicher Intelligenz“ zu faseln, hilft da nicht weiter.

    Ohne solche Überlegungen kann man natürlich die wildesten Spekulationen darüber anstellen, was eine solche Maschine alles kann. Auch das ist aber alles nur behauptet, also belanglos.

    Der Film stellt Ansprüche, die er nicht im Geringsten einlösen kann, und gibt damit nicht mehr als haltlose Phantasien von IT-Allmachts-Träumern wieder.
  • Olympus Has Fallen
    Die Welt in Gefahr
    Action, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 21.12.2014
    Ein unsägliches Machwerk! Die Rahmenhandlung ist völlig ohne Sinn und Verstand konstruiert, um die einfallslosen Gefechts- und Kampfszenen einzubetten. Ein fremdes Militärflugzeug kann unbehelligt ins Zentrum von Washington, DC fliegen? Der Beraterstab eines befreundeten ausländischen Ministerpräsidenten besteht größtenteils aus Terroristen? Der Secret Service, dessen einzige Aufgabe der persönliche Schutz des Präsidenten und seiner Umgebung ist, setzt den ersatzweise amtierenden Präsidenten ein und organisiert auch sonst das politische Geschehen in Washington? Man könnte so fortfahren. Am Handlungsverlauf stimmt im wörtlichen Sinn nichts. Die denkbar dümmlichen Dialoge setzen dem noch die Krone auf. Für wie blöd muss man das Publikum halten, um zu glauben, ihm einen derartigen Unsinn vorsetzen zu können?
  • The Counselor
    Jede Entscheidung hat ihren Preis - Du willst alles. Du riskierst alles. Du verlierst alles.
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 07.09.2014
    Die Geschichte als solche, nämlich dass ein offenbar recht zivilisierter Anwalt in das Drogengeschäft einsteigt und dann mit den Regeln dieser Welt leben muss, ist durchaus nicht uninteressant. Auch die Inszenierung in Form unvermittelt aneinander gereiht erscheinender Sequenzen, die aber doch weitgehend schlüssig zusammengefügt sind, hat ihren Reiz.

    Aber der Film leidet stark unter seinen entnervenden Schwächen: Vor allem sind die Dialoge holprig, aufgesetzt und über weite Strecken von einer unerträglichen effekthascherischen Wichtigtuerei. Es wurde wieder einmal versucht, einen besonders klugen Film zu machen. Mit dieser Ambition haben sich Autoren und Regisseur aber (ebenfalls wieder einmal) überhoben. Dass die Klugheit bloß oberflächlich vorgetäuscht ist, zeigt sich sehr schnell. Das hochtrabende, in gewollt gesetztem Ton vorgetragene (wohl philosophisch anmuten sollende) Gerede ist über weite Passagen schlicht ohne Sinn, sogar es "konstruiert" zu nennen, wäre zu viel gesagt.

    Zu beeindrucken versucht der Film auch mit originell gemeinten (weniger gezeigten als erzählten) Gewaltpassagen, die zwar zum kleineren Teil tatsächlich einfallsreich, aber überwiegend doch nur aufdringliche Effekthascherei sind.

    Zudem bleiben inhaltliche Fragen offen. Vor allem gegen Ende werden Entwicklungen schlicht behauptet, anstatt sie plausibel zu machen.

    Die großartigen Schauspieler tragen zwar den Film, können diese Schwächen aber nicht wettmachen. Man hat jeden einzelnen von ihnen schon besser aufgelegt gesehen, was wohl ebenfalls der Regie anzulasten ist.

    Von Ridley Scott sollte - zumal nach seinem vorhergehenden unerträglich dümmlichen Machwerk "Prometheus" - demnächst Besseres kommen, wenn er sich nicht Fragen nach dem Verbleib seiner Fähigkeiten stellen lassen will.
  • Deutschland von oben - Der Kinofilm
    So haben Sie Deutschland noch nie erlebt!
    Dokumentation
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 22.06.2014
    Man sieht überwiegend attraktive, vereinzelt auch spektakuläre Bilder, wenn auch gelegentlich durch effekthascherische Zeitlupensequenzen verzerrt. Störend ist jedoch der immer wieder wichtigtuerische, dabei häufig schlicht dümmliche Kommentar, den man nicht abschalten kann, ohne auf Angaben zu den gezeigten Bildern zu verzichten.
  • Michael Kohlhaas
    Drama, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 03.06.2014
    Da wurde wieder einmal krampfhaft versucht, einen besonders künstlerischen Film zu machen. Das Ergebnis ist, dass der Film quälend langsam dahin plätschert und immer wieder mit nichtssagenden, affektierten Bildern nervt. Die rudimentäre Handlung hätte in 10 Minuten erzählt werden können. In dem knapp zweistündigen Film gibt es in der Summe keine 10 Minuten Dialog. Zudem ist die Geschichte nur entfernt an Kleists Erzählung angelehnt. Dieser Etikettenschwindel ist geradezu unverschämt (der Hinweis "frei nach..." ist keine Entschuldigung). Mads Mikkelsens gewohnt großartige Darstellung und einige ganz ansehnliche Landschaftsbilder können den Film bei weitem nicht retten.
  • Lincoln
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 23.01.2014
    Der Film wird überwiegend von dialogartigen Szenen getragen, hat zu großen Teilen Kammerspiel-Charakter. Das wäre sehr interessant, wenn die Dialoge plausibel und realistisch ("authentisch") inszeniert wären. Leider trieft die Inszenierung aber häufig - wie für Spielberg typisch - vor Effekthascherei und Rührseligkeit und ist zudem immer wieder unschlüssig.

    Dass es politischen Kuhhandel, der die Grenze zur Korruption auch überschreitet, schon vor 150 Jahren in den USA gab, ist wenig überraschend. Dass Spielberg dieses Spiel offenbar für das große politische Geschick Lincolns hält, zeigt sein mangelndes Verständnis für den Gegenstand. Dennoch vermittelt der Film einiges über die politischen Verhältnisse zur Zeit des Bürgerkriegs, und das macht es (je nach Interesse daran) am Ende doch wert, ihn zu sehen. Spielbergs ständige krampfhafte Versuche, raffiniert zu sein, lassen die zweieinhalb Stunden allerdings sehr lang werden, zumal Daniel Day-Lewis als einziger aus der mittelmäßigen Besetzung herausragt.
  • Prometheus
    Dunkle Zeichen - Die Suche nach unserem Ursprung könnte unser Ende sein.
    Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "muhesse" am 19.12.2013
    Was für ein Unsinn! Ein ohne jeglichen Sinn und Verstand zusammengeschustertes Drehbuch mit dümmlichen Dialogen und grotesk unsinnigem Verhalten der Figuren - es passt überhaupt nichts zusammen. Verschlimmert wird das noch von schwachen Schauspielerleistungen (abgesehen von Michael Fassbender). Selbst die sonst großartige Charlize Theron kann aus ihrer eindimensionalen und völlig unsinnigen Rolle nichts machen. Noomi Rapace zeigt wieder einmal, dass sie weit überschätzt wird. Der weitaus größte Teil des Budgets ist offenbar in die Ausstattung und vor allem die digitalen Filmeffekte geflossen - die aber nur die undurchdachten Weltraum-Phantasien der 1980er-Jahre fortführen; für eine schlüssige Geschichte, fähige Schauspieler und auch nur minimalen dramaturgischen Aufwand war daher wohl kein Geld mehr übrig. Das einzig Spannende an dem Film ist die Frage, was Ridley Scott dazu gebracht hat, ein solches Machwerk abzuliefern - oder vielleicht nur seinen Namen dafür herzugeben.