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Kritiken von "carlchen" aus

11 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Das Orangenmädchen
    Wenn man wüsste, dass das Leben nur einen Moment dauert, würde man sich trotzdem dafür entscheiden?
    Lovestory, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "carlchen" am 11.03.2018
    Das Buch "Das Orangenmädchen" von Jostein Gaarder (Sofies Welt) schreit nicht gerade nach einer Verfilmung; besteht er doch im Kern aus dem Brief eines Vaters, den dessen 16 jähriger Sohn 11 Jahre nach dem Tod des Vaters erhält und kommentiert. In besagtem Brief erzählt der Vater seinem Sohn über seine große Liebe zu dem titelgebenden "Orangenmädchen", einer jungen Frau, die er mit einer großen Papiertüte voller Orangen in der Straßenbahn sieht. Jostein Gaarders Roman befasst sich mit dem Innenleben seiner Figuren. Ihm gelingt dadurch eine berührende und lesenswerte Reflexion über die Liebe. Die Handlung an sich ist überschaubar. Ein Film braucht aber eine Handlung um das Innenleben seiner Figuren sichtbar zu machen. Dieses Problem gehen die Filmemacher an, indem sie eine erweiterte Rahmenhandlung ergänzen. Georg liest den Brief seiner Vaters nicht in seinem Zimmer, sondern einer Reise auf einen Berg, auf dem er einen Kometen betrachten will. Der Film erreicht zu keinem Zeitpunkt die Intensität des Romans. Annie Dahr Nygaard als "Orangenmädchen" macht ihre Sache gut, alle anderen Schauspieler berühren nicht. Das macht den Liebesfilm fad. Leser des Buches können leicht enttäuscht sein, auf alle anderen dürfte der Film banal sein, trotz seiner überschaubaren Länge von 73 Minuten incl. Nachspann.
  • Mother!
    Horror, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "carlchen" am 05.03.2018
    Es wird über diesen Film kolpotiert, man liebt ihn, oder man hasst ihn. Nachdem ich ihn gesehen habe, kann ich das nachvollziehen. Der Film ist eine einzige Allegorie. Findet man keinen Zugang zu dieser, ist der Film konfus und handlungstechnisch nicht nachvollziehbar. Findet man den Zugang, wird der Film auf einmal hochinteressant. Beim Schauen drohte ich den Anschluss zu verlieren, woraufhin ich mir weitere Informationen aus dem Netz suchte und auf einmal hatte ich den Schlüssel zum Verständnis in der Hand (metaphorisch gesehen) und das Ganze machte Sinn.
    Im Fazit hasse ich weder den Film, noch liebe ich ihn, er bot aber knapp 2 Stunden interessante intellektuelle Herausforderung. Darüber hinaus sind die schauspielerischen Leistungen über jeden Zweifel erhaben.
  • Kong - Skull Island
    Abenteuer, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "carlchen" am 28.12.2017
    Optisch bietet der Film, was er verspricht: einiges. Die Handlung aber ist recht simpel: Eine Gruppe von Menschen will aus unterschiedlichen Gründen (Wirtschaftsinteressen, Abenteuerlust und Kompensation, weil mit dem Ende des Vietnamkriegs der Sinn des Lebens verloren ging, ...) auf auf eine bisher unerkundete Insel. Nach einer ersten Begegnung mit King Kong auf der Insel wollen dann alle wieder weg. Die Charaktere bleiben einem über den ganzen Film egal, da sie zu eindimensional gestaltet sind. Es ist bezeichnend, dass die einzige emotionale Szene im Abspann zu sehen ist. Fazit: Kann man sich einmal anschauen, ist schnell vergessen.
  • Left Behind 2
    Vanished: Next Generation
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "carlchen" am 17.09.2017
    Eine neue Verfilmung der Buchreihe "Finale" der evangelikalen Autoren Jerry B. Jenkins und Tim LaHaye. Diesemal bedient man sich aus der Spin-Off Buchreihe, bei der die Enzeit aus jugendlicher Perspektive gezeigt wird. Nachdem dem ersten beiden Verfilmungen qualitativ unterirdisch waren, konnte es eigentlich nur besser werden. Das ist es auch geworden. Trotzdem handelt es sich um einen billigen Film, der nichts enthält, was man nicht in danderen dystopischen Flimen schon einmal besser gesehen hat. Die Entrückung wird durch zwei zusammenstoßende Autos und vielen Kleiderhaufen gezeigt und ist nach zehn Minuten abgehandelt. Danach ist es ein Road-Movie um eine Gruppe Jugendlicher, die auf der Suche nach einem Vater ist und dabei einer sektenähnlichen Gemeinschaft in die Hände fällt, der ein psychopathischer Guru mit Gottkomplex vorsteht. Das alles ist so harmlos dargestellt, dass kein Kind Albträume bekommt. Das geringe Budget wird dadurch kaschiert, dass man wenige Specialeffects einsetzt und auf nennenswerte Schauwerte verzichtet. Insegesamt wirkt das ganz wie "The Walking Dead" ohne Zombies, Blut, Action und interessanten Figuren, gepaart mit ein wenig Teenie-Romatik a`la "Die Bestimmung". Fans der "Finale"- Bücher kommen an dem Film nicht vorbei (und können sich dann aufregen), alle anderen können sich die Leihgebühren sparen.
  • Nymph
    Mysteriös. Verführerisch. Tödlich.
    Fantasy, Horror, 18+ Spielfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "carlchen" am 13.07.2017
    "Nymph" ist ein C-Picture, dass sich diesem Umstand bewusst ist, aber trotzdem nie wirklich überzeugen kann. Franco Nero ist der einzig bekannte Schauspieler, der wie ein Statist agiert, auch wenn er eine zentrale Stelle im Film einnimmt. Die Nymphe ist solide getrickst, hat aber wenig Screentime und wenige Actionszenen. Deswegen fällt das CGI nicht negativ auf. Man hat in realen Kulissen gedreht, das hebt sich wohltuend von CGI-Filmmonstern ab. Die Story ist ausgelutscht. Bikinimädchen fahren mit zwei Männern entgegen guter Ratschläge auf eine Insel mit altem Militärstützpunkt und werden dort nacheinander niedergemetzelt. Der Goregehalt ist gering, die nackten Tatsachen mit dem Vorspann erledigt.
  • Hauptsache Liebe
    Eine Reise ins Glück.
    Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "carlchen" am 13.07.2017
    Hauptsache Liebe kann in erster Linie mit Katie McGrath punkten. Wer mit ihr nichts anfangen kann, oder sie nicht kennt, kann den Film getrost links liegen lassen. Es handelt sich um eine "RomCom" mit mehr Romantic als Comedy. Nicht immer ist klar, warum die Figuren so handeln, wie sie es tun. Die Chemie zwischen den Darstellern kann man bestenfalls als "professionell" bezeichnen. Die deutsche Synchronisation wirkt billig.
  • Die Sex-Wette
    The Winner Takes It All
    Komödie, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "carlchen" am 11.04.2017
    Ein Film mit einer witzigen Ausgangsidee und einem Cast, den man aus anderen Zusammenhängen und für sie bedeutenderen Rollen kennt. Die Grundidee einer Frau, die von einer Weltreise zurückkehrt auf der sie ausgiebig die Männwerwelt wegen des Betruges ihres geschiedenen Mannes hat stellvertretend leiden lassen und nun auf einen findigen Scheidungsanwalt trifft, der bevorzugt mit seinen Mandantinnen schläft ist vielleicht nicht besondere innovativ, hätte aber als Ausgangslage für eine bissige Komödie getaugt. Die titelgebenden Wetten zwischen den beiden sind anfangs auch ganz nett, die Idee und komödiantisches Potential werden drehbuchtechnisch nicht ausgereizt. Mena Suvari spielt sexy souverän, aber unterfordert. Ein großes Ärgernis ist die deutsche Synchronisation. Keiner der Darsteller hat seine bekannten Synchronsprecher und die eingestzten leisten recht emotionslose oder wahlweise übertriebene Arbeit ab. Man kann sich diesen Film anschauen, muss man aber nicht.
  • Left Behind
    Finale - Die letzten Tage der Erde.
    Thriller, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "carlchen" am 22.03.2015
    Bei Left Behind handelt es sich um eine Verfilmung der gleichnamigen Romanreihe von Jerry B. Jenkins und Tim Lahaye, die auf deutsch unter dem TItel Finale veröffentlicht wurde. Es ist eine Romanreihe, die die Offenbarung des Johannes in Romanform durchspielt. Der Film ist mit Nicholas Cage promiment aber nicht gut besetzt. Es ist gewagt von den Machern einer Reihe mit über 2000 Buchseiten nur die ersten 46 zu verfilmen. Der Film endet mit der Landung des Flugzeuges., nachdem weltweit Menschen entrückt sind, d. h. Menschen von eben auf jetzt spurlos ins Gottesreich verchwinden. Die Konsequenzen sind weltweite Katastrophen, da auf einmal führerlose Fahrzeuge irgendwo hineinkrachen. Auf dieses Katastrophenszenario beschränkt sich der Film. Dabei sind die Special Effects unterirdisch, die Dialoge dämlich und hölzern. Fans der Romane werden sich einen Blick nicht verkneifen können, alle anderen können getrost einen Bogen um den Film machen
  • Dario Argentos Dracula
    18+ Spielfilm, Horror, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "carlchen" am 06.01.2015
    Um sich mit diesem Film gut zu unterhalten, muss man mit folgender Erwartung herangehen: man sieht eine absolute Trash-Gurke. Mag man Dracula (ohne Purist zu sein) und kann sich mit trashigen Ideen amüsieren, dann kann man (muss aber nicht) einen Blick riskieren. Die digitalen Effekte wirken wie aus einem zwanzig Jahre alten Computerspiel geklaut. Thomas Kretschmann wirkt weniger bedrohlich als stoisch (daran ändert auch seine Synchro durch Udo Schnek nichts). Ein paar trashige Ideen gibt es auch: Dracula (um nicht gleich aufzufliegen) beißt nicht in den Hals, sondern in die Kniekehle (was Dario Argento die Möglicheit gibt, mal wider seine Tochter Asia nackt zu präsentieren), Dracula tritt als Fliegenschwarm, Wolf und Gottesanbeterin/Riesengrashüpfer auf, ach ja und Rutger Hauer ist als Van Helsing immer in Eile ... sagt er zumindest immer.
  • Der Abenteurer
    Der Fluch des Midas
    Fantasy, Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "carlchen" am 26.08.2014
    Dieser Film macht einiges richtig und vieles falsch. Die Ausstattung überzeugt. Die Nebenrollen sind mit Sam Neill (Jurassic Park), Michael Sheen (Underworld, Masters of Sex) und Lena Heady (Waterland, Game of Thrones, Ioan Gruffud (Amazing Graze) gut besetzt. Die Story ist mit der Suche nach einem historischen Artefakt 08/15. Dabei birgt die Idee eines labyrinthartigen Hotels ein ineressantes Setting. Dummerweise wird das ganze absolut spannungsarm, ohne wirkliche Höhepunkte inszeniert. Die Hauptdarsteller wirken blass und sind einem während des gesamten Films egal. Der Film ist eindeutig als Serie angelegt. Ist einem aber auch egal.
  • Wuthering Heights
    Emily Brontës Sturmhöhe
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "carlchen" am 29.07.2013
    Der Anspruch der Regisseurin scheint das Animalische, das Triebhafte als Antriebsmotor des Menschen herausarbeiten zu wollen. Zu diesem Zweck werden die Protagonisten in Szenen gezeigt, die sich durch animalisches Handeln (z. B. leckt Cathrine Heahcliffs Wunden aus) und wenig Sprache auszeichenen. Darüber hinaus ist das Quälen von Tieren (süßer Hund wird von Heathcliffe am Zaun aufgehängt, er tötet eine Ziege mit Kehlenschnitt) ein das Animalische unterstreichende Motiv. Die Protagonisten bleiben dabei grundunsympathisch. In keiner Szene ist eine Anziehung zwischen den beiden nachvollziehbar.
    Die Aussatattung ist gelungen, die schauspielerischen Leistungen sind nicht schlecht, auch die Landschaftsaufnahmen sind toll. Gegen Kopfschmerzen hilft der Film dank Handkamera aber nicht. Wer nicht gerade diesen artifiziellen Ansatz interessant findet, kann auf diese langatmige Verfilmung verzichten.