Kritiken von "videogrande" aus Albersdorf

Ghostbusters - Frozen Empire

Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 02.08.2025
Auf den vierten Teil der Ghostbusters hat keiner gewartet, denn mit "Legacy" wurde eine tolle, späte Fortsetzung mit Abschlusscharakter geschaffen, die jede Menge Nostalgie und Emotionen bereithielt. Sie war ein würdiger Abschied der Originalbesetzung, sowie eine Ehrung für den verstorbenen Harold Ramis. Tja, da scheißt Hollywood natürlich drauf, denn der Rubel muss rollen und somit hat man sich überlegt, dass man einen Nachklapp hinlegt und die neuen Geisterjäger die alte Feuerwache in New York wieder beziehen lässt. Ich sehe erst diesen Film als wirkliches Reboot an, als Wiederanfang. Jetzt beginnt also die neue Generation, die eigentlich viel zu jung ist (was man auch zum Thema macht), die Geisterjagd und ich finde, das macht sie gar nicht mal schlecht. Jedenfalls habe ich viel Schlimmeres erwartet. Die Urbesetzung bekommt diesmal erstaunlich viel zu tun, das geht schon weit über ein Cameo hinaus. Erneut gibt es zig Anspielungen auf die beiden Originalfilme. Jetzt heißt es nur, dass man einige Modernisierungen tolerieren muss. Ich finde die gut, denn so entwickelt sich das Franchise weiter und wiederholt sich nicht nur selbst. Der Film ist temporeich und unterhaltsam, kommt aber natürlich nicht gegen seine drei Vorgänger an. So schlecht, wie er geredet wird, ist "Frozen Empire" bei weitem nicht, auch wenn die Teenies nicht bei jedem ankommen und der Sideplot um die Geisterfreundschaft das Ganze gehörig ausbremst. Ich wurde trotzdem sehr gut unterhalten. Fazit: Unnötig und dadurch schon gehandycapt. Aber er geht würdevoll mit seiner Vergangenheit um und macht die alten Ghostbusters nicht lächerlich. Gönnen wir unseren Kindern und Enkeln Spaß mit ihren eigenen Geisterjägern, die natürlich kein Bill Murray und Dan Aycroyd mehr sind.

ungeprüfte Kritik

MaXXXine

Hollywood ist ein Killer.
Thriller, Horror, 18+ Spielfilm

MaXXXine

Hollywood ist ein Killer.
Thriller, Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 31.07.2025
Ich kann es gleich vorweg nehmen, "Maxxxine" kommt an die Wucht, Intensität und auch Abartigkeit der beiden Vorgänger nicht ganz heran. Er wirkt vergleichsweise harmlos und geradlinig. Das leicht Verrückte geht dem Film etwas ab...und ich vermisse das Krokodil. Optisch und musikalisch leistet der Film Hervorragendes. Man ist mitten drin, in den 80ern. Der Soundtrack packt die entsprechende Generation. Diesmal widmet man sich thematisch der Verrohtheit der Filmindustrie. Ich fühlte mich aber kaum an Klassiker des Genres erinnert, wie es noch vorher der Fall war, abgesehen davon, dass man die Originalkulissen der Universalstudios nutzen konnte und es hier und da etwas zu entdecken gibt. Das hätte man aber noch mehr ausschöpfen können.
Während "Pearl" im Grunde noch einzeln betrachtet werden konnte, ist dies eindeutig eine Fortsetzung, die mehrfach auf den Film "X" anspielt. Ein Mix aus Film Noir und typischem 80er Horror. Ich will auf keinen Fall sagen, das dies der schlechteste der Reihe ist. Er ist anders, da er nicht mehr auf der Farm, sondern in ganz L.A. spielt. Es gibt wieder einiges an Brutalität und dennoch bemerkt man, dass hier nicht so ambitioniert vorgegangen wurde. Mia Goth ist wieder mal eine Klasse für sich, das Drehbuch ist etwas schwächer und nicht ganz so überraschend, wie erwartet. Und trotzdem hätte ich Interesse, Maxine noch in weiteren Filmen zu sehen. Fazit: Ein runder Abschluss der Trilogie, bei dem man aber das Gefühl hat, er hätte auch im ersten Film schon erzählt werden können. Dann hätte man aber eine kritische und detailverliebte Auferstehung der 80er verpasst.

ungeprüfte Kritik

Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Machches Geheimnis wird Dich für immer verfolgen. Er hat dich wieder am Haken.
Horror, Thriller

Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Machches Geheimnis wird Dich für immer verfolgen. Er hat dich wieder am Haken.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 27.07.2025
Eine unvermeidliche Fortsetzung aufgrund des großen Erfolges. Dabei scheißt man schon gleich zu Beginn auf Kontinuität und das Ende des ersten Teiles. Jennifer Love Hewitt als Zugpferd musste wieder dabei sein. Wie, das kann man nur ahnen. Entweder es soll den vermeintlich dummen Zuschauern nicht auffallen oder es war eben nur ein Traum. Und los geht der 2. Teil, der etwas anders und doch nach Schema F inszeniert wurde. Hier gibts deutlich mehr Humor, der nicht immer zündet. Dafür soll auch Jack Black in einer frühen Rolle sorgen. Die Anzahl der Kills wurde erhöht und man kann sich streiten, ob die alle Sinn machen. Mit Jeffrey Combs als Hotelmanager hat man Fanfutter eingestreut, denn er ist eine Ikone unter Horrorfans und dürfte als Re-Animator vielen bekannt sein. Der Aufbau ist etwas anstrengend. Fast jeder Jumpscare endet im Grunde nicht tödlich, sondern wird durch Freunde, die von hinten auftauchen verursacht. Und das leider so oft, bis es nervt. Beim ersten Erscheinen einer gewissen Person ist klar, dass die nicht so ganz astrein ist, weil diese sich reichlich klischeehaft benimmt, also schlecht geschrieben wurde. Das Drehbuch ist spürbar nicht mehr von Kevin Williamson. Somit hält sich die Überraschung in Grenzen. Und wer gute Ohren hat, Stimmen heraushört und die Lösung des Preisrätsels kennt und dann die falsche Antwort hört, der weiß auch schon, wohin der Hase läuft. Man kann hier also leider, inklusive des erneut unlogischen Endes, viel erahnen aber nichts desto trotz wird der Zuschauer noch einigermaßen unterhalten. Und wenn man(n) ehrlich ist, dann guckt man eh nur wegen Jennifer und in diesem Fall auch wegen Brandy, die beide besonders reizvoll in Szene gesetzt wurden. Fazit: Ein etwas schnell geschossener, nicht ganz ernst gemeinter Nachklapp, der immer noch genug bietet, um Spaß zu machen.

ungeprüfte Kritik

Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

Wenn du die Wahrheit begraben willst, grabe tief!
Horror, Thriller, 18+ Spielfilm

Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast

Wenn du die Wahrheit begraben willst, grabe tief!
Horror, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 27.07.2025
Wie sagt man neudeutsch? Sie war mein Crush! Jennifer Love Hewitt war der einzige Grund, um damals in diesen Film zu gehen. Und wenn man sich ansieht, wie die Kinoplakate ihrer beiden Filme (den neuen will ich nicht sehen, weil er mir mein Bild zerstören würde) gestaltet sind, dann war das auch Kalkül der Produzenten. Im Fahrwasser von Scream und vom selben Autor geschrieben kam dieser Teenie-Slasher auf die Leinwand und ich muss sagen, der ist für sein Genre wirklich gut und gehört eindeutig zu den wenigen wirklich sehenswerten Filmen dieser Art. Nicht umsonst hat er enormen Bekanntheitsgrad. Alles, was man so erwartet hat, wurde geliefert: Gut aussehende Darsteller, die danach sogar zum großen Teil Karriere machten, Spannung ohne Ende, blutige Kills. Ein echtes Guilty Pleasure des Horrorgenres, das sämtliche Klischees enthielt, wie das langsame Laufen des Killers, der trotzdem alle rennenden Opfer einholt. Das gehört einfach dazu. Fazit: Inzwischen ein Klassiker des Teenie-Horrors. Spannend inszeniert und sehr unterhaltsam.

ungeprüfte Kritik

Superstau

Alle wollen in den Süden... alle im Auto... alle zur gleichen Zeit...
Komödie, Deutscher Film

Superstau

Alle wollen in den Süden... alle im Auto... alle zur gleichen Zeit...
Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 25.07.2025
Eine Anekdote machte diesen eigentlich bekloppten Film Anfang der 90er zum Kultfilm in unserer Familie, weil es eine Person in unserem Dunstkreis gab, die haargenau "Der Commander" war. Man hat also oft über "Super Stau" geredet und ihn im Laufe der Jahre zu besserem verklärt, als er eigentlich ist. Er war zwar seinerzeit recht witzig, nervt aber heutzutage mit zunehmender Lauflänge doch etwas. Was man bescheinigen kann ist, dass die Eigenarten deutscher Autofahrer treffsicher aufs Korn genommen werden. Die Prolls und Spießer, die selbsternannten Ordnungshüter und viele weitere Charaktere bekommen ihr satirisches Fett weg. Eigentlich beschreibt die Stausituation das Bild unserer Gesellschaft und vor allem den Umgang mit des deutschen liebstem Kind, dem Auto. Deswegen wird der Film im Ausland wohl nicht verstanden, da er urdeutsche Verhaltensweisen und Eigenarten quer durch die Republik behandelt. Das ganze zwar nicht intelligent, sondern mit Flachhumor aber auch der ist ja irgendwie typisch für uns. Spaß macht der Film besonders heute betrachtet. Er hat praktisch ein Stück der 90er Jahre konserviert und lässt uns schmunzeln. Fazit: Flachhumor mit satirischem Anstrich. Eine charmante Zeitreise mit bekannten Gesichtern, Situationskomik und ein paar Längen, die nostalgische Gefühle weckt. Die DVD wartet mit tollen Extras auf aber die Bildqualität ist hundsmiserabel.

ungeprüfte Kritik

Jack the Giant Killer - Der Herrscher von Cornwall

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 25.07.2025
Fans von Ray Harryhausen werden im Nu bemerken, das hier nicht der Meister der Stopmotion selbst, sondern ein paar Nachahmer am Werke waren. Die Kreaturen in diesem Film sind doch deutlich grobschlächtiger und teils recht comichaft geformt, als die aus Sindbad-Filmen bekannten Figuren. Und aus ebendiesen hat man das Design regelrecht geklaut. Der gehörnte Riese vom Anfang hat mehr als nur Ähnlichkeit mit dem berühmten Zyklopen. Mit Torin Thatcher und Kervin Mathews hat man sogar erfahrene Genredarsteller dabei, die bereits in besagtem "Sindbad" und auch als Gulliver mitgewirkt haben. Nichts desto trotz ist der Film genau so charmant gemacht, wie die Konkurrenzfilme, nur eben einen Zacken billiger und kindischer. Zugrunde lag das Märchen von Jack und den Zauberbohnen, wobei die hier nicht vorkommen und von der Erzählung nicht viel übrig geblieben ist. Im Gegenteil, man mixt aus verschiedenen Geschichten etwas hinein. Fazit: Charmant, naiver Märchenfilm mit günstig erstellten Tricks. Etwas Abenteuer, Grusel, Albernheiten - Fertig ist der für große und kleine Kinder perfekte Nostalgietrip in die Zeit, als Filme noch phantasievoll und mit Liebe zum Detail umgesetzt wurden.

ungeprüfte Kritik

Hausu

Horror

Hausu

Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 24.07.2025
Jeder japanophile Filmfan sollte wohl mal "Hausu" gesehen haben, schon allein um ihn zu glauben. Beschreiben kann man das Geschehen nämlich nicht. Der Film war seiner Zeit definitiv voraus und möglicherweise ist die immer noch nicht gekommen. Die japanische Verrücktheit kommt hier voll zum Ausdruck. Der Film ist mehr ein Stück Popart, ein früher Live-Action-Anime, ein experimentelles, wildes Gewitter an recht einfachen Tricks, die bunt sind, gemalte Bilder zeigen, blitzen, blinken und nebenbei schon recht blutigen Horror zeigen, bei dem auch ein Hauch Erotik durch dezente Nacktheit über die Flimmerkiste weht. Ein Drogenrausch, ein Fiebertraum der verfilmt wurde. Dabei wirkt das Drehbuch wirr. Der Zuschauer muss sich viel zusammenreimen, weil oft in Metaphern erzählt wird und man letztlich zugeben muss, dass man nur das grobe Gerüst versteht aber nicht die Details. So ist der Film wirklich nur wegen seiner außergewöhnlichen Videoclipästhetik sehenswert, nicht aber als Horrorfilm, der er gar nicht ist. Eher ein sureales, dunkles Märchen im Comicstil mit ordentlich augenzwinkerndem Humor und dem Theater entliehener Inszenierung. Und natürlich steckt im Ganzen noch ein tieferer Sinn, bei dem u.a. das Atomtrauma Japans auch eine Rolle spielt. Starker Tobak also. Fazit: Ein Must See, dass dennoch schwer durchzustehen ist. Ein innovativer Experimentalfilm mit hohem Wiedererkennungswert, der ein verständnisvolles Puplikum benötigt. Nennt mich Kunstbanause, aber Meisterwerk kann ich es nicht nennen und die Gesamtwertung ergibt bei mir gute 3 Sterne.

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Das Schwert der gelben Tigerin

Action, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 22.07.2025
Zu den bekanntesten im Wuxia Genre gehört dieser Film, der die Figur der weiblichen Kämpferin im Hong Kong Kino etabliert hat. Stilsicher und gewohnt naiv von den Shaw Brothers produziert. Immer wieder belustigend, wenn eine ganz offensichtliche Frau für einen Mann gehalten wird (was in Thailand manchmal umgekehrt ist, aber das gehört jetzt nicht hierher). Nicht erst seit "Mulan" ein beliebtes Motiv. Der Film ist schön gemacht, üppig ausgestattet und verknüpft im Grunde zwei Geschichten. Die Kampfeinlagen sind schön choreografiert, mit den seinerzeit üblichen Schnitten, die heutzutage etwas belustigend wirken können. Wie so oft entstehen aber oftmals Längen, diesmal auch durch Gesangseinlagen, die es zu überstehen gilt. Dafür entschädigt aber ein kurzweiliges Finale. Die Mischung aus Kampffilm mit Comedyeinschüben und für das Entstehungsjahr ordentlich Brutalität (Blut spritzt, Schwerter kommen auf der anderen Seite wieder raus und eine Hand geht flöten) war im europäischen Kino etwas Neues und Gewagtes. Heutzutage muss man eine gewisse Liebe für diese Schinken mitbringen, damit sie noch wirken. Immerhin hat Regisseur King Hu es diesmal nicht mit der Gesamtlaufzeit übertrieben, so dass "Das Schwert der gelben Tigerin" (ein blöder, rassistischer Titel) nur halb so lang ist, wie der bahnbrechende "Ein Hauch von Zen". Fazit: Ein Klassiker des Genres. Nicht immer kurzweilig aber mit Charme gemacht und sehenswert.

ungeprüfte Kritik

Downrange

Die Zielscheibe bist du!
18+ Spielfilm, Thriller

Downrange

Die Zielscheibe bist du!
18+ Spielfilm, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 22.07.2025
So einfach geht Spannung. Die Beschränkung auf nur einen Schauplatz und nur das Wesentliche, also keine Nebenhandlungen und verschnörkelte Charakterzeichnungen, hält diesen Mix aus Roadmovie und Backwood-Slasher über die komplette Laufzeit packend. Das Skript punktet durch genreuntypisch clevere Teenager, die mit Köpfchen agieren und sich etwas Brauchbares einfallen lassen, bei dem man nicht unbedingt immer mit dem Kopf schütteln muss. Das Duell zwischen dem unbekannten, unsichtbaren Angreifer aus dem Hinterhalt und den eiskalt erwischten Teenagern lebt von seiner aufs Grundlegende reduzierten Situation. Alles ist auf ein Minimum beschränkt und die Motivation des Todesschützen wird gar nicht erst zum Thema gemacht. Somit zeigt der Film den puren Überlebenskampf und das auf ultrabrutale Art und Weise, ziemlich ernsthaft ohne die üblichen Sprüche und Humoreinschübe. Fazit: Ein richtig fieser, kleiner, blutiger Splatterthriller. Kompromisslos, hart, ohne Umschweife. Durchgehend spannend und am Ende dann auch noch wirklich gemein.

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Trap - No Way Out

30.000 Fans. 300 Cops. 1 Killer. Kein Entkommen.
Thriller, Krimi

Trap - No Way Out

30.000 Fans. 300 Cops. 1 Killer. Kein Entkommen.
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 21.07.2025
Morgen muss ich zum Arzt und eine Gehirnerschütterung behandeln lassen, die ich mir durch ständiges Schlagen mit der flachen Hand an die Stirn zugezogen habe. Also entweder Shyamalan wollte uns verarschen oder er hat das Ganze satirisch gemeint und ich habe es nicht verstanden. Das ist so ziemlich der dümmste Film, den ich in den letzten 20 Jahren gesehen habe. Wie auf einer Perlenkette reiht sich hier eine Unglaubwürdigkeit an die nächste. Selbstverständlich erzählt die Polizei einem TShirt Verkäufer, weshalb sie da ist. Jeder Angestellte kennt den Plan. Das Konzert ist so "laut", dass man sich problemlos miteinander unterhalten kann. Es herrscht kein Gedränge, man geht problemlos zwischen Gängen und Konzertsaal hin und her und findet sich immer wieder, trifft 2x auf dieselben Leute, kann in eine Lagebesprechung platzen, die eigentlich schon vor dem Einsatz hätte stattgefunden haben müssen. Und vor allem: Kein Teenie würde jemals ein paar Mal das Konzert seines Idols verlassen. Ganz zu schweigen, von dem was ansonsten ständig passiert und was ich anstandshalber nicht spoilere. Wie gesagt, die Hand schlug im Minutentakt an die Birne. Wenn man so eine -eigentlich gute- Idee hat, dann muss es doch möglich sein, etwas realistischer vorzugehen. Das ganze Verhalten der Leute, die bescheuerten Zufälle, das unglaubwürdige ständige Entkommen und viele unsinnige Konstruktionen (Stichwort Kuchen...woher wusste sie, das er zurückkommt?). Nee, das war alles reinster Stuss. Den 2. Stern gibts für Josh Hartnetts Leistung. Der Rest ist pure Enttäuschung. Es sei denn, man lacht sich drüber kaputt. Fazit: Vielleicht die Königin der unlogischsten und unglaubwürdigsten Filme überhaupt. Gewisse Spannung wird von absolutem Schwachsinn in einer nie geahnten Dichte regelrecht untergraben.

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Godzilla x Kong - The New Empire

Das neue Imperium - Gemeinsam siegen oder alleine untergehen. Beuge dich deinem neuen König.
Action, Fantasy

Godzilla x Kong - The New Empire

Das neue Imperium - Gemeinsam siegen oder alleine untergehen. Beuge dich deinem neuen König.
Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 20.07.2025
Ich gehöre zu den Godzilla Fans, die die japanischen Originale als spaßige, originelle, trashig-kultige Monsterfilme ansehen, die auch ein paar ernsthafte Streifen hervorgebracht haben. Die US-Varianten sind eher streitbare Vertreter ihrer Zunft. Wobei ich den Vorfilm noch ganz amüsant fand. Die Reihe baut sich zu einem Monsterverse aus, wo ein Film auf dem anderen aufbaut, man aber immer mehr in Fantasy Gefilde abdriftet. Dieser Teil verlangt seinen Zuschauern einiges an Toleranz ab. Nicht, dass man ein cineastisches Meisterwerk erwarten würde, aber es gilt auch, reichlich Unlogik einfach mal zu schlucken. So hat man natürlich einen riesigen Stiftzahn und eine Armprothese für Riesenaffen mal eben einfach so auf Lager. Zum Glück befindet sich das ausgerechnet da, wo es gebraucht wird. In einem "Kai-aus-der-Kiste" Moment, schafft es der Tierarzt allein meilenweit zu laufen, das Teil an ein Fluggerät zu schrauben und zurückzufinden. Gefühlt in Minuten. Man traut seinem Puplikum wirklich kein logisches Denken mehr zu. Das mag im Geiste der alten Filme sein, aber heutzutage? Wir sehen einen fast reinen Animationsfilm, der immerhin die Monster klar und deutlich zeigt. Diese wurden komplett vermenschlicht, damit man der grunzend-gröhlenden Gesellschaft auch folgen kann. Und was man gar nicht versteht, das wird uns von den Menschen in ewigen Expositionen erklärt. Nur dazu sind sie da. Mir war das Ganze zu doof. Godzilla hat nur eine Nebenrolle und das Affentheater geht einem irgendwann auf den Keks. Sicherlich gibts tolle Schauwerte aber der Film schießt übers Ziel hinaus. Fazit: Gut getrickste, naive Monsterklopperei und Zerstörungsorgie, die schwer durchzustehen ist. Hat mit dem Charme der japanischen Originale nix mehr zu tun und hält uns für blöd.

ungeprüfte Kritik

Mad Cats

Fear the Purr
Action

Mad Cats

Fear the Purr
Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 18.07.2025
Au Ha! Da hab ich mich aber wieder auf einen experimentellen Autorenfilm aus Japan eingelassen. Immerhin war er synchronisiert, so das ich wenigstens keinen O-Ton mit Untertitel über mich ergehen lassen musste. Der Film lässt sich schwer beschreiben: Zu Mensch gewordene Katzen (ein paar mehr oder minder nett anzusehende Damen, die sich einer tierischen Gestik bedienen) halten sich Geiseln, die sie nach Lust und Laune enthaupten. Ein vermisster Bruder wird gesucht, 3 scheinbar zufällig aufeinandertreffende Personen finden sich zusammen, um ihn zu befreien und werden in verschiedene Kämpfe verwickelt. Welcher direkte Sinn dahinter steckt, müsste ich nachlesen. Fragt sich, ob ich fündig würde. Im Groben geht es tatsächlich um eine metaphorisch dargestellte Bindung zwischen Mensch und Tier (Takas Bruder und seinem Findelkind Ayane). Tatsächlich gibt es Gutes an diesem Schwachsinn. Die Bildqualität ist super. Die Inszenierung ist für das Budget sehr hochwertig. Der ein oder andere Schmunzler wird entlockt. Es gibt Szenen, die kultig werden könnten, wie die Idee mit den auf alt getrimmten Rückprojektionen beim Autofahren. Dies ist ein gelungener Gag. Aber ansonsten hab ich nix verstanden und mich extrem gelangweilt. Vom erwarteten, leicht fetischbeladenem Guilty Pleasure Trashmovie mit Kultfaktor entdecke ich verschwindend wenig. Ich weiß im Grunde wirklich nicht, was das soll, außer das Katzen in aller Welt gewisse Bedeutung zukommt und sie gerade in Japan und Ost-Asien allgemein beliebt sind. Und das nicht nur auf dem Mittagstisch. Fazit: Schrott will ich es nicht nennen. "Sehr speziell" beschreibt es besser. Qualitativ hochwertiger, abgedrehter, sprunghafter, oberflächlicher und unverständlicher Unsinn, der eigentlich nur Lebenszeit kostet.

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Armour of God - Chinese Zodiac

12 Ziele, 12 Gegner, 1 Jäger: Asian Hawk ist zurück!
Action, Abenteuer

Armour of God - Chinese Zodiac

12 Ziele, 12 Gegner, 1 Jäger: Asian Hawk ist zurück!
Action, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 17.07.2025
Eine späte und unerwartete Fortsetzung, die in manchen Medien als "nicht offiziell" bezeichnet wird. Klar, man kann den Film ohne Vorwissen als Einzelfilm sehen. Das konnte man mit beiden Vorgängern aber auch. Dies ist sicher ein dritter Teil. Es gibt sogar etliche, witzige Insider-Eastereggs für Kenner der Reihe. Zugeben muss man, dass er stilistisch nicht mehr dazu passt. Ein Schicksal vieler Filme, die sich nach Jahrzehnten anmaßen, einer inzwischen zu Kult herangereiften Reihe einen Nachschlag zu verpassen. Teil 3 beginnt mit einer spektakulären Eingangssequenz, die Bond nicht besser hinbekommen hätte. Es geht ohne Atempause weiter. Manchmal extrem comichaft (Stichwort Bienen), manchmal schlecht getrickst (Stichwort Baumstamm), immer komplett drüber aber immer typisch Jackie Chan, dabei temporeich, nie langweilig und sehr unterhaltsam, farblich etwas zu knackig, leicht übersteuert und nicht immer frei von Unschärfen. Von den drei Filmen, oder sogar von allen Jackie Filmen, ist dies der actionreichste und fast schon überfüllteste Film, den man sich als Fan wünschen kann. Wie immer hat man das Gefühl, dass er etwas zu lang ist, dabei sah ich nur die kürzere, internationale Fassung. Hier hat man wirklich ein Füllhorn an Ideen ausgeleert, auch wenn ich kurz "Uncharted Vibes" hatte. Sofern das Spiel aber nicht die Szene zeigte, war man hier erster und hat keineswegs abgekupfert. Fazit: Guiness Buch prämierte Leistung für die meisten selbstgemachten Stunts. Ein wahres Feuerwerk an actionreicher Comedy, leicht zu wild aber verdammt unterhaltsam!

ungeprüfte Kritik

Armour of God 2 - Mission Adler - Der starke Arm der Götter

Abenteuer, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 17.07.2025
Meine Hoffnung, dass dieser 2. Teil besser als der Vorgänger sein könnte, war berechtigt. Das ist ein Jackie Chan Film, wie ich ihn mir vorstelle und der über die Jahre sicherlich für einige zum Kult herangereift ist. Merklich temporeicher, aufwändiger mit pausenlosem Humor viel mehr Einfällen, deutlich mehr Budget und auch mehr Action angereichert, als der maue erste Teil. Ok, er ist auch deutlich alberner, aber nicht auf übermäßig störende Weise. Die Drehorte geben mehr her und sind diesmal echt. Ich muss immer noch über Afrikaner in einer serbischen Burgruine lachen, die der Vorgängerfilm uns präsentiert hat. Zu diesem gibt es durch den Baron auch einen Anknüpfpunkt, insofern spürt man den Fortsetzungscharakter. Das ganze Treiben muss man nicht mögen, es ist schon speziell, wie die Spencer-Hill-Filme oder die Werke eines Louis de Funes. Hier ist es eben ein Jackie Chan Film mit überbordernder Albernheit aber handgemachter, wieselflinker Action. Fans bekommen, was sie erwarten. Gegen Ende zieht sich das Ganze zwar ein bisschen, aber durchweg gibt es pure Comedy-Action-Unterhaltung. Fazit: Kurzweilige Abenteuerkomödie in typischem Jackie Style. Bunt, abwechslungsreich und sehr unterhaltsam.

ungeprüfte Kritik

Armour of God - Der rechte Arm der Götter

Abenteuer, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 14.07.2025
Ich habe mir überlegt, ob ich den Film wirklich bewerten soll, denn damit kann ich mir nur Feinde machen. Ich habe diesen angeblichen Kultfilm erstmals mit hoher Erwartung gesehen und bin bitter enttäuscht. Zunächst mal, ist bereits die Einstiegssequenz ein Brüller, da dort ein afrikanischer Stamm ganz offensichtlich in einer europäischen Burgruine rumtobt und auch die Vegetation nichts mit Afrika zu tun hat. Das ist eine Lachnummer und zeugt vom niedrigen Budget. Der ganze Film wirkt überaus billig. Die Frisuren einiger Mönche wurden mit Spray zum Ergrauen gebracht, Theaterschminke sorgt für Falten...das wirkt wie Fasching aber nicht wie ernst zu nehmende Konkurrenz für Hollywood. Sie kennen bestimmt alte Historienfilme aus China, wo junge Darsteller mit aufgeklebten Bärten und weißen Perücken zu Greisen geschminkt wurden. Doch was dort gewissen Charme versprüht, wirkt hier albern und sureal. Die Ausstattung und Machart sind grauenhaft. Aber was macht einen Jackie Chan Film aus? Genau, die humorvollen Stunts. Er leistet hier einiges, das wirklich akrobatisch und anerkennenswert ist, aber selbst der vielgelobte Sprung auf den Heißluftballon ist unfreiwillig komisch, da er von einem Berg abspringt, sich dann aber plötzlich in luftigen Höhen befindet. Bei den Blues Brothers war sowas lustig, hier eher unpassend. Viel passiert im ersten Teil der "Armour of God"-Trilogie ehrlich gesagt nicht und zwischen  einigen Kloppereien wird viel Zeit für ermüdende, nichtssagende Szenen und Dialoge verschwendet. Fazit: Ich kann den Hype nicht nachvollziehen. Ein billiger, langweiliger und in großen Teilen unfreiwillig komischer Klamauk, der grundsätzlich als Trash bezeichnet werden kann. Ich habe Hoffnung, das eigentlich Teil 2 für den Titel "Kult" verantwortlich ist und bin gespannt.

ungeprüfte Kritik

Influencer

Trau niemandem, dem du folgst.
Thriller

Influencer

Trau niemandem, dem du folgst.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 13.07.2025
Das dürfte der Film sein, der am längsten läuft, bevor er mal den Titel einblendet. Man könnte fast schon denken, er wäre vorzeitig zu Ende. Mit diesem Kniff fängt der Film aber erst an, wir haben praktisch an eine falsche Hauptdarstellerin geglaubt. Allein das finde ich schon sehr gut überlegt. Ich persönlich bin ein Gegner oder besser skeptischer Betrachter von Social Media und hatte dem Film gar nicht mal so viel zugetraut. Dachte, das wäre ein Kiddiefilm mit typischer Jugendsprache und "Wuhuhu"-Gejohle, bei dem ich doch nicht so recht mitkomme oder nicht mit ihm grün werde. Doch gerade für Leute wie mich, mit gewisser Abscheu vor "Farcebuch" und Konsorten ist "Influencer" ein wahrer Horrorfilm, der mich aufgrund seiner tatsächlichen, technischen Möglichkeiten ängstigt und verunsichert. Könnte bei ganz Zartbesaiteten gar Paranoia auslösen, wie einst Filme wie "Unternehmen Capricorn". Manchmal hätte man etwas tiefer auf die Auswirkungen des Identitätsklaus eingehen können, gerade am Ende hätte mich interessiert, wie man der Polizei das erklärt...Nun denn, mich hat der Film trotzdem gepackt und auch aufgrund der Location gekriegt. Ebenso hat mich Cassandra Naut fasziniert, die zwar auch aufgrund ihrer Hypertrichose im Gesicht einen auffälligen Wiedererkennungswert hat, aber auch eine bemerkenswert charismatische Darstellung geboten hat. Fazit: Eine Überraschung! Ein einfacher aber sehr spannender Thriller der Ängste vor der immer weiter voranschreitenden Computertechnik schürt, ohne in Sci-Fi-Bereiche abzugleiten und der zum Nachdenken anregt.

ungeprüfte Kritik

Das verborgene Gesicht

Es gibt Türen, die sollte man nicht öffnen.
Thriller

Das verborgene Gesicht

Es gibt Türen, die sollte man nicht öffnen.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 12.07.2025
Zunächst denkt man eine ganze Weile: "Wie bescheuert kann denn eine Inhaltsangabe sein, wenn sie den Clou des Filmes, die "überraschende" Wendung vorwegnimmt und verrät!", denn es scheint darauf hinauszulaufen, dass der Zuschauer an einen Spuk denken soll, der sich dann ganz am Ende erst offenbahrt. Das passiert aber knapp bei der Hälfte. So wird der halbe Film durch die Filmbeschreibung gespoilert und jeglicher Überraschung beraubt. Das ist reichlich doof. Es wird dann zum Glück doch noch ein ganz passabler Thriller mit einigen guten Ansätzen daraus. Ich denke, er wird Paare beim Ansehen spalten, denn ich hatte keinerlei Mitleid mit Belén, während meine Frau sie sehr bedauert hat. Warum, das werden Sie je nach Geschlecht bemerken und anders emotional reagieren. Eigentlich fing der Film schon mit einem enormen Logikschnitzer an, so dass ich ihm nicht mehr viel zugetraut habe. Denn wie kommt das Auto von Adrián vor die Wohnung von Fabiana? Der müsste eigentlich irgendwo entfernt vor einer Kneipe stehen. Danach entfaltet sich aber eine wirklich interessante Story, der man zwar auch hier und da mal was verzeihen muss, die aber (zur Hälfte, wenn man den Text gelesen hat ;-)) spannend und innovativ ist und Wiedererkennungswert hat. Fazit: Wenn man absolut nichts über den Film weiß, funktioniert er am besten.

ungeprüfte Kritik

The Great Arms Robbery

Undercover unter Waffenhändlern
Action, Krimi

The Great Arms Robbery

Undercover unter Waffenhändlern
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 12.07.2025
Das Label "Happy" hat sich zur Aufgabe gemacht, ganz offensichtlich mit Absicht als Trashfilme konzipierte, chinesische Streifen auf den deutschen Markt zu schmeißen. Eigentlich löblich. Doch hätten es einige wirkliche Meisterwerke ("Red Cliff" ist immer noch nur gekürzt zu sehen) aus dem Land des Lächelns eher verdient, hier endlich mal gezeigt zu werden. So erreicht uns nur noch unterer Durchschnitt bis Schrott, was man am besten am Niedergang der Detective Dee Reihe erkennen kann. Was als Kritik hier also manchmal ziemlich voreingenommen klingt, dass es nämlich "chinesische Billigfilme" sind, stimmt in diesem Fall. Dessen sind sich die Macher aber bewusst. Man lockt mit geflunkerten Bildern und Texten auf der Verpackung. Undercover ist hier keiner, Palmen gibts nicht und so sexy wie dargestellt präsentieren sich die Frauen dann auch nicht. Ok, das rote Kleidchen ist schon ein Eyecatcher und tatsächlich das Beste am Streifen, denn der eigentliche Film gestaltet sich verschwurbelt. „The Great Arms Robbery“ will nämlich lange Zeit nicht damit herausrücken, wer hier wie mit wem zusammenarbeitet, wer hier wen warum kennt und vor allem, wer hier was warum macht. Das erklären immer wieder Rückblenden, die aber eher von einer straighten Handlung ablenken. Diese besteht dann eigentlich nur aus banalen Ballereien und irgendwelche Überraschungen hätten sich eben ergeben, wenn man nicht rückgeblendet hätte. So bleibt das ein Film unter vielen, den man spätestens morgen wieder vergessen hat. Fazit: Nicht der erwartete Trash, sondern ein solider aber müder und erschreckend substanzloser Ballerfilm auf TV Niveau. Nicht der ganzen Rede wert.

ungeprüfte Kritik

The Legend - Der Arm der Götter schlägt zurück

Abenteuer, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 07.07.2025
Der Abschluss der "Professor Jack Trilogie" ist eine herbe Enttäuschung. Nachdem der 2. Teil "Kung Fu Yoga" ein echter Gute-Laune-Film mit der typischen, humorvollen Jackie Chan Action war, ist dieser Film nun fast als düster und langatmig zu bezeichnen. Er ist viel zu ernst. Wie schon im ersten Film wechseln sich Gegenwart und Vergangenheit ab, allerdings mit deutlich weniger Szenen aus der Jetztzeit. Der ganze historische Teil zieht sich mit immer gleichen Schwertkampfeinlagen in ermüdende Länge, ohne das es die Story weiterbringt. Bis kurz vor dem Finale tritt der Film regelrecht auf der Stelle und ist totlangweilig. Der eigentliche Clou, nämlich die CGI Verjüngung von Mr. Chan, ist zwar gelungen aber völlig sinnlos, da er nicht den jungen Professor, sondern einen anderen Charakter darstellt, der auch von einem Schauspieler hätte gespielt werden können. Der echte Jackie Chan tritt so wenig  in Erscheinung, dass er regelrecht zum Nebendarsteller degradiert wurde. Bis kurz vor Ende müssen wir auf die eigentliche Schatzsuche und etwas Humor warten, bis das Vehikel schließlich noch in Kitsch absäuft. Fazit: Was ist da bloß passiert? Ein absoluter Langweiler mit konfuser Handlung, die irgendwie gar nichts zur Sache beiträgt. Enttäuschend und einschläfernd.

ungeprüfte Kritik

The Prey

Die Menschenjagd - You Can Run But You Can't Hide
Action, Thriller

The Prey

Die Menschenjagd - You Can Run But You Can't Hide
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 05.07.2025
"The Prey" ist ein schlichter, reißerischer Film, der aber über die gesamte Laufzeit gut unterhält und überraschend "westlich" und packend inszeniert wurde. Er bleibt meistens sehr glaubwürdig und bodenständig, ohne irgendwelche absurden Actionsequenzen, höchstens mit merkwürdigen Halluzinationsszenen, deren Hintergrund nie so richtig erklärt wird. Die eigentliche Motivation der Jagdgesellschaft bleibt etwas schwammig, ist aber bei dieser Art Film auch nicht relevant. Der kambodschanische (!) Streifen lässt keine Langeweile aufkommen und hält immer ein gewisses Spannungslevel. Dabei kann ich mir den Wahrheitsgehalt der Geschichte auch noch sehr gut vorstellen. Sowas gibts bestimmt irgendwo. Menschenjagden gab es schon oft im Kino, aber hier bleibt man immer im Bereich des Realistischen, sprich: Es gibt keinerlei Humor oder übertriebene Szenen, die das Puplikum zum Johlen bringen sollen. Fazit: Neigt schon fast zum vierten Stern. Ein solider, spannender Actionthriller, den man sich durchaus mal ansehen kann, ohne das im Nachhinein zu bereuen.

ungeprüfte Kritik

Kung Fu Yoga

Der goldene Arm der Götter
Abenteuer, Komödie

Kung Fu Yoga

Der goldene Arm der Götter
Abenteuer, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 27.06.2025
Nur durch Zufall, oder wenn man ein knallharter Jackie Fan ist, erfährt man, dass "Kung Fu Yoga" der zweite Teil einer Trilogie ist. "Der Mythos" macht den Anfang und "The Legend" bildet den 3. Teil. Demzufolge hätte der Titel "Der Mann" besser gepasst. Das Cover und der dämliche Titel lassen nicht auf Zusammenhänge zu den anderen Filmen schließen. Im Gegenteil, man ahnt schon, dass es albern werden könnte. Der Anfang haut den Zuschauer schon mal negativ um: Hier gibt es übelste Computeranimationen, doch ist diese Sequenz tatsächlich als Animation gedacht. Man hätte sie jedoch per Zeichentrick animieren sollen, um die Zuschauer besser abzuholen und nicht gleich am Anfang zu vergraulen. Leider ruckelt es hier und später noch öfter im Film. Dies ist scheinbar ein Problem chinesischer Filme beim deutschen Release. Das ist sehr, sehr störend, ärgerlich und verdirbt viel. Der weitere Ablauf entschädigt aber mit viel Dynamik, typischem Jackie Chan Humor, extrem farbenprächtigen, fast comicartigen, Aufnahmen und einer abwechslungsreichen Schatzsuche alá Indiana Jones, zu dem auch eine Hommage eingebaut wurde. Der Film hebt sich deutlich vom Vorgänger ab, in vielen Augen negativ, doch mich hat er glänzend amüsiert und er ist viel geradliniger und unterhaltsamer. Darum bekommt er auch einen Stern mehr. Dies ist eine überdrehte Komödie mit absolut nicht ernst zu nehmenden Szenen, die mich wirklich oft zum Schmunzeln gebracht hat.
Fazit: Ein kunterbuntes Feelgood-Movie aus China, das turbulent und kurzweilig bleibt und zum Schluss noch mal zeigt: Leute, wir haben nur einen Film gemacht, der uns Spaß bereitet hat. Habt ihr ihn doch einfach auch.

ungeprüfte Kritik

Jakob's Wife

Meine Frau, der Vampir.
Fantasy, Horror

Jakob's Wife

Meine Frau, der Vampir.
Fantasy, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 27.06.2025
"Genre Geheimtipp!" steht auf dem Cover und "schräg spaßiges Blutvergießen" - Kann ich nicht unbedingt so stehen lassen, denn wer den Film nicht guckt, der verpasst nur eine etwas bessere Fernsehproduktion, die man sich mal ansehen kann aber die ratzfatz auch wieder vergessen ist. Die Goreeffekte können sich zwar tatsächlich sehen lassen, doch man benötigt ja auch noch eine Story, die jetzt entweder atmosphärisch, lustig, gruselig oder von allem etwas ist. "Jakob's Wife" ist aber eher ein Beziehungsdrama mit sehr leisem Witz, der hier und da gut platziert ist. Über weite Strecken langweilt der Streifen und ist natürlich eine Metapher auf die Gewöhnung des Ehealltags mit Seitenhieben auf die Kirche.  Alles jedoch irgendwie unausgegoren. Hier und da ein paar Schmunzler, dann wieder ein satter Effekt, der früher mal FSK 18 verdient hätte, und ein lobenswertes Zusammenspiel von Genreikone Barabara Crampton und Larry Fessenden. Ein typischer "Kann-man-mal-gucken-Film", dessen Potenzial mal wieder gar nicht genutzt wurde. Es mangelt doch arg an Tempo, Humor und...ja, woran hats jelegen? Es fehlt dem Film einfach was! Fazit: Vampirfans können gerne einen Blick riskieren, doch sie werden nicht die erwartete Horrorcomedy zu Gesicht bekommen und den Film mit Sicherheit kein 2. Mal gucken.

ungeprüfte Kritik

Rückkehr nach Ithaka

Jedes Leben ist eine Odyssee.
Abenteuer, Drama

Rückkehr nach Ithaka

Jedes Leben ist eine Odyssee.
Abenteuer, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 25.06.2025
Mein Vater hat mir schon als Kind die Abenteuer von Odysseus vorgelesen und somit kannte ich den Film ziemlich detailiert praktisch schon im Vorwege. Scheinbar hat man sich eng an die Vorlage gehalten. Warum sollte man sich den Film dennoch ansehen? Zunächst mal wegen Ralph Fiennes, den man in dieser Titelrolle nun wirklich nicht vermutet und der wirklich exzellent schauspielert. Desweiteren wegen der differenzierten Erzählweise. Niemand hat je die Heldentaten in Frage gestellt. Und wenn Penelope ihren Mann fragt, ob er im Krieg vergewaltigt und Kinder ermordet hat und dieser mit vielsagendem Blick einfach nur schweigt, dann hat das Interpretationspotenzial. Somit ist dies keine pathetische Verfilmung des Endes der Odyssee, sondern das Drama einer zerrissenen Familie, die von Schuldgefühlen geplagt wird. Keine Action findet hier statt, keine übersinnlichen Göttererscheinungen treten in Erscheinung. Der Heimkehrer ist ein von Schmerz getriebener Mensch mit posttraumatischem Syndrom. Fazit: Die klassische Erzählung werkgetreu aber kritisch als großes Schauspielkino erzählt.

ungeprüfte Kritik

Der Mythos

Träume brauchen einen Helden, um sie zum Leben zu erwecken.
Abenteuer, Fantasy

Der Mythos

Träume brauchen einen Helden, um sie zum Leben zu erwecken.
Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 23.06.2025
Jackie Chan Filme sind ja mittlerweile ein eigenes Genre. Der quirlige Mime ist bekannt für seine durchchoreografierten Stunts, die er zumeist mit Humor garniert, der manchmal schon ans Alberne grenzt.Dieses Markenzeichen kommt natürlich auch in diesem History-Abenteuer-Fantasy-Mix vor und ist auch gleich das Beste am Film. Aber im Grunde nur einmal: Die Szene mit dem Fließband hat mich köstlich amüsiert und bleibt in Erinnerung. Mehr aber leider nicht, denn das Drehbuch ist durch und durch konfus. Das eine hat mit dem anderen kaum zu tun. Da gehts um die Konkubine eines Chinesischen Kaisers in den Vergangenheitsszenen, die sich immer wieder mit der Gegenwart abwechseln, dann wieder um ein Grab in Indien und um einen Stein der die Schwerkraft aufhebt, was einem Konzern, der an Antigravitation forscht, zugute kommt. Dann um eine Pille die unsterblich macht, die Terrakottaarmee am Rande, Reinkarnation und dann doch nicht und einen fliegenden Tempel in einer Höhle, die dann grundlos einstürzt. Das ist erstmal zu viel des Guten und zum Anderen so verschwurbelt, dass man es wirklich kaum begreift. Das Ganze ist teils schön getrickst und gefilmt, Schauwerte gibts auch durch die Drehorte. Dennoch kam dabei nur langatmiges Mittelmaß heraus, in dem ein verwirrendes und nicht immer logisches Durcheinander herrscht und wo sich recht wenig Comedyaction mit blutigem Ernst abwechselt. Fazit: Verworrener Abenteuerfilm mit Hang zu Übersinnlichem, der überfüllt und trotzdem zäh ist und nicht wirklich zu zünden vermag.

ungeprüfte Kritik