Für eine optimale Funktionalität und optische Darstellung aktivieren Sie bitte JavaScript.

Kritiken von "ahohmann" aus

135 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Noah
    Das Ende der Welt... ist erst der Anfang.
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 02.06.2015
    Ein dunkler, intimistischer Film, mit vielen recht persönlichen Interpretationen biblischer Andeutungen. Manchmal zitiert er fast Fantasyfilme wie etwa den Angriff der Ents auf Isengart im Herrn der Ringe. Und doch will er auch einen Weltuntergang vermitteln, und zwar einen ohne Hoffnung, von biblischen Dimensionen, zugleich zugespitzt auf das Schicksal einer einzigen Familie - der letzten und somit ersten aller Familien.

    Es gibt Anspielungen auf ökologische Themen, auf religiösen Dogmatismus, der aus Frömmigkeit über Menschenleben richtet, und einiges mehr. Der Film ist vielschichtiger, als man auf den ersten Blick sieht, und kann daher Erwartungen enttäuschen, die ihm vor allem die Eigenschaft eines "Fantasy"-Spektakels abverlangen.

    Die Spezialeffekte verschleiern manchmal, dass Aronofsky einer der wenigen Hollywood-Regisseure ist, die mit Stars und großen Budgets Autorenfilme herstellen... dürfen.
  • Das Gesetz der Ehre
    Wahrheit. Familie. Stolz. Was bist du bereit zu opfern?
    Krimi, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 30.05.2015
    Kein richtiger Krimi, eher ein Polizeifamilienfilm über mehrere miteinander verwandte Polizisten, die mehr oder minder im Sumpf stecken oder darüber ermitteln. Der Film wirkt authentisch, der Regisseur ist selbst Polizistensohn und war bemüht, die New Yorker Polizei so zu zeigen, wie sie ist, mit ihren Protokollen, ihrer Sprache, und dem, was sie umtreibt, aber auch die Gangmitglieder sind sehr echt - viele sind Laiendarsteller und tatsächlich Gangmitglieder in Washington Heights, am Nordrand von Manhattan.

    Ich fand den Film ziemlich ungleich, mit schwer erklärbaren Rhythmenwechseln und manchen Fährten, die nicht wirklich verfolgt werden, während man sich bei anderen vielleicht zu lange aufhält. Verstanden habe ich das erst anhand der mitglieferten, einstündigen Dokumentation über seine Entstehung - endlich mal ein Making-Of, das so spannend ist wie der Film selbst. Kaum zu glauben, wie der Regisseur das durchgestanden hat (und was für eine Nervensäge Ed Norton sein kann).
  • Drachenzähmen leicht gemacht 2
    Fantasy, Animation, Kids
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 16.05.2015
    Eine sehr gelungene Fortsetzung. Die Story entwickelt sich rasant, bunt und humorvoll und hält einige Moment ästhetischen Staunens bereit. Allein schon die Bewegungen und Gesichtsausdrücke der Figuren sind sehr gelungen in Vielfalt und Detailgrad. Zwar ist die Story eher auf den Teenager-Selbstfindungstrip gemünzt, stellt aber im Hintergrund auch die nicht uninteressante und gar politische Frage, woraus eigentlich jenseits althergebrachter Egonummern und Klischees das Zeug zur Führungskraft in Wirklichkeit besteht.

    Schade, dass manche weiteren Bewertungen hier so viele "Spoiler" enthalten. Hätte ich sie vor dem Filmschauen gelesen, wären einige Überraschungen verloren gegangen.
  • Godzilla
    Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 26.04.2015
    Ich verstehe nicht die hier überwiegend negativen Kritiken. Kann es sein, dass man etwas ganz bestimmtes von diesem Film erwartet hat und er etwas anderes liefert? Ich war positiv überrascht von einem Film, der deutlich größer ist, als die geringe Aufmerksamkeit in Deutschland suggerierte. Und ich fand ihn ziemlich... durchdacht. Godzilla erscheint hier in einer überraschenden Rolle, nicht mehr als primärer, antiker Erzfeind. Und der Film ist deutlich ernsthafter als die von tolpatschigen Helden geprägte 1998er Version von Roland Emmerich (der seiner amerikanischen Adoptivheimat aber auch einmal mehr in einer vom US-Publikum oft unbemerkt gebliebenen zweiten Schicht einen ironischen Spiegel hinhielt).

    Dass man Godzilla erst nach einer längeren Aufbauphase zu sehen bekommt, gehört zum Kodex des Godzilla-Genres, aber vielleicht ist das Publikum heute einfach ungeduldiger, videospielgeprägter und will Action! jetzt! sofort!

    Die Action kommt dann auch, in überaus epischer Art, die die Größe der Kreaturen gut in Szene setzt und in 3D gut zur Geltung kommt. Das die wichtigsten Schlachten in der Nacht stattfinden, mag den Film etwas düsterer machen, soll aber sicher die Dramaturgie hervorheben, und gehört irgendwie auch zum Genre (siehe andere Godzilla-Versionen, Pacific Rim usw.). Das Spiel mit den Schatten ermöglicht einfach mehr Spiel mit dem Licht, wie beim Caravaggio.

    Und endlich wird auch mal eine andere Stadt als New York zerlegt.
  • Transformers 4 - Ära des Untergangs
    Die Regeln haben sich geändert. Das ist kein Krieg. Das ist der Untergang.
    Action, Science-Fiction
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 26.04.2015
    Wer den dritten Teil mochte, wird auch den vierten Teil mögen - es sei denn, man ist da in der Zwischenzeit heraus gewachsen.
  • Jack Ryan - Shadow Recruit
    Action, Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 18.04.2015
    Die Mode des kompletten Neustarts bereits bekannter Figuren hat nun Tom Clancys Jack Ryan ergriffen. Chris Pine hat damit Erfahrung, hat er doch schon James T. Kirks filmische Neuauflage in unserer Galaxis verkörpert.

    Ein Polit/Finanz-Thriller klassischer Faktur - der übrigens an keinen der Clancy-Romane anlehnt. Die Story lebt mehr vom Charisma der Darsteller als von inhaltlicher Innovationskraft oder irgendwelchen Überraschungen. Dafür ist der Film handwerklich völlig in Ordnung, Kenneth Brannagh versteht sein Fach. Möglicherweise sind Fortsetzungen geplant, immerhin endet Jack Ryan in den Romanen irgendwann mit einem der härtesten Jobs der Welt, nämlich als US-Präsident.
  • X-Men - Zukunft ist Vergangenheit
    Fantasy, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 18.04.2015
    Technisch super, für Krach, Farbe und spektakuläre Effekte ist gesorgt, der Film macht Spaß.

    Aber - die Geschichte nimmt erst zäh ihren Lauf, um dann relativ dünn zu bleiben. Längere Dialogszenen sollen den Zuschauer zur Annahme verleiten, man würde ein bisschen Charakterpsychologie betreiben und der Effekthascherei auch etwas dramatische Tiefe entgegen setzen. Und es stapeln sich Logikfehler und Anachronismen als erzählerische Abkürzungen.

    Aber, wie gesagt: Rums und Freude bringt der Film frei Haus mit, nur das Popcorn muss man selbst besorgen. Ausgerechnet Wolverine ist in alldem der ruhende Pol.
  • 5 Days of War
    Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.
    Kriegsfilm
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 24.03.2015
    Der Film ist als moderner Kriegsjournalismusfilm nicht schlecht, recht spannend gemacht, und eine sinnvolle Erinnerung daran, dass der Krieg und sein Leid immer wieder relativ nahe von uns stattfinden können, auch wenn wir in Westeuropa uns für auf alle Ewigkeiten dagegen immun wähnen.

    Ich sehe allerdings zwei Schwächen:

    1. Die Journalistendarsteller sind allesamt sehr überzeugend - bis auf, leider, ausgerechnet Rupert Friend in der Hauptrolle. Den Draufgänger kann man ihm noch abnehmen, aber das unsägliche Leid, das er erlebt und gesehen haben soll, das kann sein Blick einfach nicht ausdrücken, diese Abgebrühtheit muss sich der Zuschauer selbst dazu denken.

    2. Die Darstellung des Kriegsgeschehens ist zu einseitig und propagandahaft: Arme aber tapfere Georgier gegen böse prorussische Killer. Der Präsident scheint bereit, jede Demütigung auf sich zu nehmen, wenn nur der Frieden wiederhergestellt wird. Der Film spart komplett aus, wie aggressiv er nur Tage und Stunden zuvor selbst in Ossetien gezündelt hatte. Gewalt- und Kriegsbereitschaft waren deutlich beidseitiger, als es der Film relativ plump glauben machen will. Ich will hier sicher nicht die Gegenseite verteidigen. Aber ein Blick in den entsprechenden Wikipedia-Artikel über den Krieg kann zur eigenen Bildung sinnvoll sein, um das Gefühl der Empörung, das einen bei diesem Film ergreift, gegen eine differenziertere Betrachtung zu tauschen.
  • Tyrannosaur
    Eine Liebesgeschichte.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 03.02.2015
    Großartige Darsteller: Peter Mullan, im echten Leben auch mal Straßengangmitglied und Türsteher, nimmt man den harten Knochen mit dem bohrenden Blick gern ab, und Olivia Colman ist eine echte Entdeckung - sie warf sich hier schutzlos in die Rolle und bestätigte wenig später ihr Talent in der herausragenden TV-Miniserie "Broadchurch". In diesem vielfach prämierten Vorstadtdrama gibt es kaum Hoffnung, keinen guten Ausweg, es geht wohl eher um Erlösung vom Bösen, das aber ständig verfügbar lauert, oder zuminst von der eigenen Verrohung, die man einfängt und die doch immer wieder ausbricht. Der frühe Rentner steht ohne Ausblick im letzten Drittel eines von Gewaltbereitschaft geprägten Lebens, scheint zu einem späten Versuch eines friedlicheren Lebens bereit, und trifft auf das Lächeln einer etwas naiv erscheinenden, gottestreuen Kleinbürgerin, hinter deren gütiger Fassade sich wiederum ein ganz anderes Drama abspielt. Auf eine gewisse Art erlösen sich beide tatsächlich vom Bösen, doch ist es dann wirklich besser? Man urteile selbst. Ein sehr ernster, intensiver und schonungsloser Film.
  • R.I.F.
    Ich werde dich finden!
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 13.09.2014
    Der Regisseur Franck Mancuso hat selbst eine Polizistenkarriere im Bereich der Schwerbrechensverfolgung hinter sich. Dadurch ist der Realismus der Dialoge und Interaktionen gesichert. Polizisten und Gendarmen haben in Frankreich ja sehr unterschiedliche Funktionsweisen - allein schon weil letztere Militärs und meistens eher in ländlichen Gebieten tätig sind - sodass der gegenseitige Respekt, der sich nach und nach aufbaut, anfänglich keineswegs selbstverständlich ist.

    Es ist eigentlich ein "kleiner" Film, jedoch mit überzeugenden Schauspielern, insbesondere auf Yvan Attal ist wie üblich Verlass. Zusätzlich zum ersten Spannungsbogen (das Verschwinden) gesellt sich ein zweiter (ein überraschender Verdacht) und baut, bei aller Entschleuning, eine gute erzählerische Dichte auf.
  • Saving Mr. Banks
    Das Ende des Buches ist der Anfang ihrer Geschichte.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 16.07.2014
    Emma Thompson, die traditionell in der Rolle der smarten, schnoddrig-ironischen Britin brilliert, ist hier die ideale Besetzung. Der Kontrast zwischen ihrem pädantischen Gehabe und der bauernschlau-großzügigen Schlichtheit von Walt Disney (Tom Hanks) hätte sicher ein bisschen feiner ausgedehnt und ein bisschen weniger karikiert werden können. Doch gibt die parallel erzählte, dramatische Kindheitsgeschichte der Hauptfigur der ganzen Geschichte eine gewisse Tiefe, die dann mit der Haupthandlung verschmilzt, wenn die Maske von P.L. Travers schließlich schmilzt und ihre Erlösung beginnt.

    Zugegeben - das Umfeld wirkt ein bisschen wie Pappmaché, und sogar die im australischen Busch verlorene Kleinstadt erscheint übernatürlich staubarm. Aber der Film besitzt auch die Klugheit, eine gefühlte Minute vor dem typischen Ende aufzuhören und damit zumindest auf der emotionalen Ebene auf manch Pappmaché zu verzichten.

    In einer Nebenrolle zu sehen: Ruth Wilson, die u.a. als Psychopathin in der erstaunlichen BBC-Serie "Luther" international bekannt wurde.
  • Now You See Me - Die Unfassbaren
    Thriller
    Bewertung und Kritik von Filmfan "ahohmann" am 08.06.2014
    Grandioses Spektakel! Hatte schon seit einiger Zeit nicht mehr so viel Spaß an einem Film.

    Die Story ist zwar hanebüchen, aber sie funktioniert und ist, wenn man sich darauf einlässt, erfreulich kreativ und robust geschrieben. Man weiß nie, was als nächstes passiert, und es werden viele falsche Fährten gelegt.

    Von der Erzählungsstruktur und der Verwendung der Musik her erinnert mich der Film an "Ocean's Eleven" und Fortsetzungen.