Kritiken von "DrEmmett"

James Bond 007 - Der Hauch des Todes

Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "DrEmmett" am 30.01.2023
Timothy Dalton ist, gemessen an der Buch-Figur, die Ian Fleming einmal erdacht hatte, der beste James Bond. Nachdem sich die Reihe teilweise ziemlich weit von den ursprünglichen Agentenabenteuern entfernt hatte, nahm Dalton die Bücher als erster Darsteller wirklich ernst und versuchte, Bond als echten Menschen darzustellen. Ohne ihn gleichzeitig zu einem depressiven Verlierer zu machen. Daltons Bond war zwar wesentlich menschlicher, aber eben nicht minder Profi. Er schleift nicht alles ins Bett, was einen Rock hat, was ebenfalls der Romanfigur viel eher entspricht, der sogar mal einen Korb bekam. Leider war (und ist) das Publikum so sehr an den Cartoon-Bond gewöhnt, dass das bei vielen nicht so gut ankam. Dabei gelingt dem Film der Spagat zwischen ernsterer Kalter-Krieg-Atmosphäre und überlebensgroßen Abenteuern doch ziemlich perfekt.

ungeprüfte Kritik

James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben

Krimi, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "DrEmmett" am 30.01.2023
Der schlechteste Bondfilm aller Zeiten. Schon allein aus dem Grund, weil dieser traurige alte Mann, dem man da zuschauen muss, nicht James Bond ist, auch wenn er es behauptet. Der echte James Bond hatte im Beruf eine juvenile Spitzbübigkeit und Technikbegeisterung an den Tag gelegt, war aber trotzdem ein reifer und gesetzter Mann. Bei Craig ist es genau umgekehrt: Im Beruf so begeistert wie jemand kurz vor der Rente, immer irgendwie müde, immer depri und angepisst, als Mann dagegen so unreif wie ein Neunjähriger. Gleich zu Beginn lässt er sich von seinem Stiefbruder verarschen und setzt seine Lady einfach in irgendeinen Zug, und das ist schon so dermaßen out-of-character, dass es weh tut. Sogar Roger Moore war in seinen albernsten Zeit wesentlich reifer und gesetzter als dieses bockige Kleinkind, das Craig da verkörpert. Und der echte Bond war auch im reiferen Alter ein absoluter Profi und der Beste seines Fachs, und auch davon ist Craigs Großvater-Agent meilenweit entfernt. Dieser "Bond" lässt sich von jedem hergelaufenen Gauner verarschen, sogar von Leuten, die er seit frühester Kindheit kennt, er ist so dilettantisch und unterbelichtet, dass er am Ende ins Gras beißt. Austin Powers oder Johnnie English hätten diese Mission besser erfüllt als diese buchstäbliche Doppelnull. Das einzig gute an diesem Machwerk ist, dass diese buchstäblich traurige Ära damit endlich vorbei ist.

ungeprüfte Kritik

The Box

Du bist das Experiment.
Thriller, Fantasy

The Box

Du bist das Experiment.
Thriller, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "DrEmmett" am 14.01.2023
Ich fand den Film besser als gewöhnlich, aber auch nicht ganz gelungen, insofern wären es eher 3,5 Sterne, die ich aber zugunsten des Films aufrunde. Die Handlung basiert auf einer Kurzgeschichte des genialen Autors Richard Matheson, die von Richard Kelly (Donnie Darko) weitergesponnen wird. Und wie das fast immer so ist bei sehr guten Grundideen steckt der Teufel dann im Detail der weiteren Handlung. Die Mischung aus SF und Mystery geht nicht hundertprozentig auf. Trotzdem fand ich das Ende ganz rund und befriedigend. Die 70er-Jahre-Atmosphäre ist auch sehr gelungen.

ungeprüfte Kritik

Planet der Affen

Science-Fiction, Abenteuer

Planet der Affen

Science-Fiction, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "DrEmmett" am 25.12.2022
Der Film hat einen schlechteren Ruf, als er verdient. Die Effekte und das Produktionsdesign sind überdurchschnittlich gut. Wenn man sich beispielsweise die Weltraumszenen zu Beginn ansieht und mit anderen Filmen aus der Zeit vergleicht, kommt der Film sehr gut weg. Auch die Masken sind phantastisch und brauchen sich nicht hinter der Klassiker-Reihe aus den 70ern zu verstecken. Ebenso die schauspielerischen Leistungen überzeugen. Allen voran der phänomenale Tim Roth, der einen der unterschätztesten Bösewichte der 00er gibt. Während Mark Wahlberg und Estelle Warren leider nicht das Niveau der früheren Apes-Filme erreichen. Wahlberg ist nicht schlecht, aber er ist irgendwie immer dieser große, unbedarfte Junge. Ein Charlton Heston hatte da nun mal wesentlich mehr Charisma. Die Story ist tatsächlich näher am Roman als die 1968er Verfilmung und hat den Mut, eigene Wege zu gehen. Gegen Ende vielleicht etwas zu konstruiert, trotzdem hätte ich gern eine Fortsetzung gesehen.

ungeprüfte Kritik