Kritiken von "spiegelblicke" aus Krefeld

Vier minus drei

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart.
Drama, Deutscher Film

Vier minus drei

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart.
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
Für jene, die seit jeher von Clowns eher genervt denn bespaßt sind, stellt "Vier minus drei" gewiss eine besondere Herausforderung dar - dennoch verfehlt das Gesamtwerk seine melodramatische Wirkung nicht und weiß auch in vermeintlichen Nebensätzen zu überzeugen. Auf die Darstellung des Unfalls oder gar die komatösen Kinder im Krankenhaus wird gekonnt verzichtet, ohne das der Zuschauer das Gefühl hat, dei mögliche Wirkungsweise des Films zu verpassen. In einer beinahe durchgängig ruhigeren Erzählweise lässt sich das Ohnmachtsgefühl von Barbara, die wie eine Statistin daneben sitzt, wenn die Schwiegereltern die Beerdigungen planen, förmlich spüren. Momente, in denen Barbara sich immer wieder in Erinnerungen verliert und vom Verlustgefühl wie aus dem nichts überwältigt wird, überzeugen. Ein wenig ungeschickt in meinen Augen indes die diversen Zeitsprünge, die auch hinsichtlich der Frage, wie viel Zeit vergangen ist, unbeantwortet bleiben - mit dem filmischen Ausgang indes konnte ich für meinen Teil zu guter Letzt recht wenig anfangen. Für die einmalige Sichtung durchaus lohnenswert; eine handfeste Empfehlung meinerseits gibt es dennoch nur bedingt.

ungeprüfte Kritik

Karla

Die Würde des Kindes ist unantastbar. Nach einer wahren Geschichte.
Drama, Deutscher Film

Karla

Die Würde des Kindes ist unantastbar. Nach einer wahren Geschichte.
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026
"Karla" verzichtet auf plakative Großaufnahmen, detaillierte Berichte oder gar nur dem groben Umriss dessen, was der Protagonistin geschehen ist - ein Umstand, an den sich der ein oder andere erst einmal gewöhnen muss. Dennoch bleibt zum die Würde der Beteiligten aufrecht erhalten, während zudem leise betont bleibt, dass es nicht um schockierende Bilder, sondern um einen echten Menschen - vorliegend ein Kind - geht, welches von ihrem eigenen Vater sexuell missbraucht oder gar vergewaltigt wurde. Was genau geschehen ist, schildert Karla auch im Rahmen der Gerichtsverhandlung nicht. Dem Zuschauer als solchen wird es gewiss schwer gemacht, nicht die Geduld zu verlieren und sich stets daran zu erinnern, dass er ein traumatisiertes Kind vor sich hat, welches den Mut aufbrachte, selbst Anzeige zu erstatten. Leider wirkt "Karla" an vielen Stellen etwas zu hölzern, kommt man nicht umhin, sich zu fragen, was Karla erwartet hat, was passieren würde, wenn sie nicht einmal berichten möchte, was überhaupt geschehen ist. Der Umstand des Schweigens ist großer Dreh- und Angelpunkt der auf Tatsachen basierenden Geschichte; ein wenig zu unnahbar wirkt die Hauptdarstellerin, ein wenig zu absonderlich der Richter, der sich den Vorwurf der Befangenheit gefallen lassen muss. Im Grunde geht "Karla" unter die Haut, beherscht die Kunst der andersartigen Erzählweise, lässt jedoch insgesamt betrachtet etwas zu viel Gefühl vermissen, um vollständig zu überzeugen.

ungeprüfte Kritik

How to Make a Killing

Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 12.09.2026
"How to make a killing" bleibt hinter seinen schwarzhumorigen Möglichkeiten zurück, punktet hierbei jedoch durch die dargebotene Ernsthaftigkeit, die vor dem Abrutsch in Klamauk bewahrt. Das Zusammenspiel eines Unfalls, guter Absicht, König Zufall und einer Prise Pech funktioniert meiner Empfindung nach insbesondere dadurch, dass sämtliche Beteiligte wie "Jedermanns" wirken, besonders gut und legen eine unaufgeregte Atmosphäre über das Geschehen. Sämtliche Darsteller wissen zu überzeugen, kleine Gags, die eigentlich schlichtweg blöd sind, funktionieren erstaunlicherweise und erschaffen einen gelungenen Film, der trotz der (zurückhaltend eingefangenen) blutigen Elemente durchgängig zu unterhalten versteht.

ungeprüfte Kritik

Savage Hunt

Blutige Jagd
Abenteuer, Thriller

Savage Hunt

Blutige Jagd
Abenteuer, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 12.09.2026
Die mittel- bis wahrlich schlechten Effekte mag man verzeihen, "Savage Hunt" versteht es fatalerweise jedoch aufs Derbste, völlig unlogische und schlichtweg dämliche Szenen aneinanderzureihen. Die typische Story ist naturgemäß nicht wirklich überraschend, muss sie aber eigentlich auch nicht sein, um in diesem Genre seine Fans zu finden. Dadurch jedoch, dass insbesondere Wildhüterin und die gesammelte Mannschaft um den Sheriff herum schlichtweg dämlich agiert, beginnt sich der Zuschauer über kurz oder lang in einem Tal des Fremdschämens zu winden. Nicht genug damit, dass der wiederholte Bärenangriff künstlich in die Länge gezogen wird, um so etwas wie Dramatik aufzubauen (was nicht funktioniert), vielmehr steht stets eine bewaffnete Person in mittelbarer Nähe und bekommt von dem wilden Geschrei des jeweilgen Opfers erst so spät etwas mit, dass jede Rettung vergeblich ist - sofern man denn auf die idee kommen würde, die Waffe auch zu benutzen. Szenen, in denen der Bär in die Stadt und nicht zuletzt direkt vor das Polizeigebäude läuft, ohne das sich hier ein Trupp versammeln und von den Schusswaffen Gebrauch machen würde, wirken genauso banal wie die allzu übliche Ein-Mann-Rettungsaktion. "Savage Hunt hätte sehr viel richtig machen können, schafft es aber lediglich gerade so, etwas wie eine Hintergrundgeschichte zu konstruieren. Wie allerdings aus einer handvoll Bauwagen und Arbeitern, die zwar irgendwas machen, aber keinerlei ernsthafte Baumaterialien nutzen, nach Monaten ein Spa-Hotel entstehen soll, bleibt das Geheimnis hinter dem Drehbuch. Immerhin: "Savage Hunt" lässt sich derzeit für lediglich 99 Cent auf prime schauen, so dass der Verlust verkraftbar bleibt.

ungeprüfte Kritik

Shell

Schönheit hat ihren Preis.
Thriller, Horror

Shell

Schönheit hat ihren Preis.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 12.09.2026
Die Wendung, die "Shell" nimmt, ist zweifelsohne besonders und mag überzogen, grotesk und hanebüchen wirken - das Finale wirkt, als wäre den Drehbuchautoren zu guter Letzt nochmals eingefallen, dass das Gesamtwerk eine Satire darstellen soll und somit ruhig überzogen agieren soll. Was dabei herausgekommen ist, irritierte auch mich, während der Film insgesamt dennoch seine gelungenen Momente hat. "Shell" ist durchaus spannend, verstörend und ehrlich, was den Umgang der Mitmenschen mit vermeintlichen Schönheitsmakeln oder gar bloß Hautkrankheiten anbelangt. Leider stolpert "Shell" über seine eigenen Ideen und dem somit entstandenen Problem, sich nicht für eine Richtung entscheiden zu können, so dass das Ganze trotz überzeugender Darstellerleistungen, nahezu konstanter Spannung wie auch dramaturgischer Finesse nicht völlig rund wirkt.

Die einmalige Sichtung lohnt sich durchaus, obzwar ich von einem Spontankauf der DVD hingegen abraten würde.

ungeprüfte Kritik

Freelance

Komödie, Action

Freelance

Komödie, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 12.09.2026
"Freelance" hätte durchaus amüsant sein können, verliert sich meiner Empfindung nach jedoch etwas in seiner genregemixten Erzählweise, die zu selten konsequent bleibt. Für mich fühlte sich der Plot als "nichts halbes und nichts ganzes" an, punktet zwar mit gewisser Situationskomik, schießt aber in seinen actionreichen Szenen wie zu oft über das heldenhafte Ziel hinaus. Leider fühlt sich "Freelance" ab einem gewissen Zeitpunkt langatmig an, während die Telefonate des Helden mit seiner Familie zu konstruiert wirken, um etwas Dramatik in den Film hineinzupressen. Insgesamt zwar definitiv kein Totalreinfall - aber auch nichts, was mman unbedingt gesehen haben muss.

ungeprüfte Kritik

The End of Oak Street

Science-Fiction, Abenteuer

The End of Oak Street

Science-Fiction, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 05.09.2026
"The End of Oak Street" wird meines Erachtens nach völlig willkürlich von oberflächlichen Facebook-affinen-Kritken als "Das neue Jurrasic Park" deklariert - ein Vergleich, der sich bis auf wenige Szenen kaum halten lässt. Vielmehr erinnert das FSK12 (auch hierüber darf man streiten) Gesamtwerk an eine Mischung des ursprünglichen "Jumanji" und eine Idee von "Zurück in die Zukunft". Wirklich bahnbrechend anspannend wird es selten, die bedrohliche Lage kommt - der angestrebten Familientauglichkeit zum Danke - nur vereinzelt zur Geltung. Wer Dinos mag, kommt gewiss auf seine Kosten, muss mit der federhaften Optik jedoch leben können. Die einzelnen Darsteller überzeugen, will "The End of Oak Street" dennoch nur marginal überzeugen, da sich der Plot kaum ernsthaft für eine Richtung entscheiden kann. Zugegeben, es gibt eine Szene, mit der ich nie gerechnet hätte - dass die Macher zu guter Letzt diesbezüglich zurückruderten, raubt dem Werk rückblickend die Emotion und Dramatik, die es hätte haben können. Die finale Auflösung überrollt den Zuschauer mit einem gewaltigen Logikloch, schustert dann warum-auch-immer noch einen Blick in die Zukunft ein, der so plump konstruiert wirkt, dass ich sehr gemischtgefühlt aus dem Kinosaal gegangen bin.

Fürs einmalige Filmerlebnis ganz okay, nochmal ansehen würde ich mir das ganze allerdings erst im Free-TV.

ungeprüfte Kritik

Die Ältern

Nach dem Bestseller von Jan Weiler und dem Kinoerfolg 'Das Pubertier'.
Komödie, Deutscher Film

Die Ältern

Nach dem Bestseller von Jan Weiler und dem Kinoerfolg 'Das Pubertier'.
Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 01.09.2026
Tatsächlich deutlich besser und unterhaltsamer wie auch bisweilen tiefsinniger, als ich befürchtet hatte - "Die Ältern" befasst sich naturgemäß mit manchen Klischees, die allerdings nur dadurch zum Klischee werden, weil sie auf übliche Erfahrungswerte zurückgreifen können. Gewiss läuft auch bei dieser deutschen Dramödie manches zu glatt, zu versöhnlich, zu wenig schmerzhaft... im vorliegenden Fall jedoch empfand ich dies nicht als etwas negatives. Für den Zuschauer selbst liefert "Die Ältern" den ein oder anderen Moment der Selbsterkenntnis, welcher mal mehr, mal weniger humorvoll umgesetzt wird. Das Zusammenspiel der einzelnen Darsteller funktioniert vorliegend gut, die Atmosphäre ist zum Großteil locker-leicht, so dass man durchaus von einem fast reinen Unterhaltungsfilm sprechen darf. Für meinen Geschmack hätte so manch eine dramaturgische Szene etwas intensiver, melancholischer sein dürfen, während ich überdies mit dem recht offenen Ende hin nur bedingt etwas anfangen kann - dennoch hat mir "Die Ältern" insgesamt gut gefallen, so dass mit ein wenig Abstand einer wiederholten Sichtung auch nichts im Wege steht.

ungeprüfte Kritik

Dieses Gefühl, dass die Zeit, etwas zu tun, vorbei ist

Drama, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 01.09.2026
Leider recht schwerfällige Umsetzung einer vielversprechenden Ausgangsidee. Die 85 Minuten fühlen sich länger an, die Einordnung als Komödie ist für mich nicht nachvollziehbar. So packend sich die Beschreibung lesen mag, so rasch verlor ich bei der Sichtung das Interesse, viel zu sehr plätschert alles, was spannend hätte sein können, am Zuschauer vorbei. Schade.

ungeprüfte Kritik

Turbulence

Fear Takes Flight
Abenteuer, Thriller

Turbulence

Fear Takes Flight
Abenteuer, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
So viele mittelprächtige Kritiken "Turbulence" auch erhalten haben mag, so sehr hat mich das Thriller-Action-Drama in seinen kammerspielartigen Bann gezogen. Der Ort des Geschehens ist zweifellos außergewöhnlich und fasziniert somit (trotz mancher mittelmäßigen Effekte) bereits von alleine.

Dank der zwangsläufig begrenzten Anzahl an Darstellern mag die ein oder andere Entwicklung kaum überraschend sein können....dennoch hält "Turbulence" die (An-)Spannung konstant aufrecht, während ebenfalls die darstellerischen Leistungen überzeugen.

Wie so oft muss man das Ende zu nehmen wissen - insgesamt betrachtet hat mir "Turbulence" durchaus zugesagt, so dass einer wiederholten Sichtung nicht allzu viel entgegensteht.

ungeprüfte Kritik

Premium Rush

Fahr wie der Teufel.
Thriller, Action

Premium Rush

Fahr wie der Teufel.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
So banal die Story auch klingen mag, so sehr reißt "Premium Rush" den Zuschauer mit. Actionreiche Verfolgungsjagden mit Fahrrad sieht man gewiss selten, so daß die temporeichen Szenen umso mehr Spaß machen.

Dadurch, dass die Kuriere eigentlich nie wissen, was sie transportieren, wird die Spannung nochmal intensiver - auch der Zuschauer beginnt allzu gerne das Rätselraten und Mitfiebern.

Die gewählten Besetzung von "Premium Rush" tut ihr übriges dazu, dass die gesamte Spielzeit unterhaltsam, spannend und mitreißend bleibt. Die Auflösung des Ganzen mag zwar nicht jeden Cineasten überraschen, dennoch gibt es meinerseits keinerlei handfeste Kritik an dem Gesamtwerk.

"Premium Rush" ist zwar keiner der Filme, die ich mir auf ewig ins heimische Regal stellen würde - bei Gelegenheit würde ich mir das Ganze dennoch erneut ansehen.

ungeprüfte Kritik

The Hurricane Heist

Thriller, Action

The Hurricane Heist

Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
Klang vielversprechend, war aber insgesamt recht enttäuschend. Die eigentlich beklemmende Atmosphäre wollte nie so recht als sich heraus, Nähe zu den Haupt- oder Nebendarstellern ließ sich kaum aufbauen, insgesamt wirkte viel zu viel viel zu beliebig.

Kann man sich sparen, tatsächlich erinnert man sich kurze Zeit nach dem Anschauen nur noch marginal an das Ganze.

ungeprüfte Kritik