Die Würde des Kindes ist unantastbar. Nach einer wahren Geschichte.
Drama, Deutscher Film
Die Würde des Kindes ist unantastbar. Nach einer wahren Geschichte.
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von
Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 19.09.2026"Karla" verzichtet auf plakative Großaufnahmen, detaillierte Berichte oder gar nur dem groben Umriss dessen, was der Protagonistin geschehen ist - ein Umstand, an den sich der ein oder andere erst einmal gewöhnen muss. Dennoch bleibt zum die Würde der Beteiligten aufrecht erhalten, während zudem leise betont bleibt, dass es nicht um schockierende Bilder, sondern um einen echten Menschen - vorliegend ein Kind - geht, welches von ihrem eigenen Vater sexuell missbraucht oder gar vergewaltigt wurde. Was genau geschehen ist, schildert Karla auch im Rahmen der Gerichtsverhandlung nicht. Dem Zuschauer als solchen wird es gewiss schwer gemacht, nicht die Geduld zu verlieren und sich stets daran zu erinnern, dass er ein traumatisiertes Kind vor sich hat, welches den Mut aufbrachte, selbst Anzeige zu erstatten. Leider wirkt "Karla" an vielen Stellen etwas zu hölzern, kommt man nicht umhin, sich zu fragen, was Karla erwartet hat, was passieren würde, wenn sie nicht einmal berichten möchte, was überhaupt geschehen ist. Der Umstand des Schweigens ist großer Dreh- und Angelpunkt der auf Tatsachen basierenden Geschichte; ein wenig zu unnahbar wirkt die Hauptdarstellerin, ein wenig zu absonderlich der Richter, der sich den Vorwurf der Befangenheit gefallen lassen muss. Im Grunde geht "Karla" unter die Haut, beherscht die Kunst der andersartigen Erzählweise, lässt jedoch insgesamt betrachtet etwas zu viel Gefühl vermissen, um vollständig zu überzeugen.
ungeprüfte Kritik