Kritiken von "videogrande"

Heretic

In seinem Spiel bist du nur eine Figur.
Horror, Thriller

Heretic

In seinem Spiel bist du nur eine Figur.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.03.2026
Endlich wieder ein sehr packender und dabei noch interessanter Film mit provokanten Thesen. Wer hätte gedacht, das Hugh Grant einen Psychpathen derart diabolisch und mit diebischer Freude am Spiel darstellen kann? Die Thesen, die er als Mr. Reed in den Raum stellt und die Vergleiche von Brettspielen und Plagiaten mit den Weltreligionen sind ein gefundenes Fressen für alle, die der Kirche und dem Glauben so rein gar nichts abgewinnen können. Hier wurde sscheinbar sehr gut recherchiert. Alle drei Darsteller spielen überzeugend und es macht sich eine beklemmende, hochspannende Atmosphäre breit, die auf den Zuschauer übergeht. Leider übertreibt man gegen Ende und es wird zu dick viel Unglaubwürdiges aufgetragen. Was da im Haus letztlich vorgeht kann man nur mit viel Toleranz akzeptieren. Der Spannungsaufbau wird durch immer absurder wirkende Twists etwas ausgehebelt. Aber eines steht trotzdem fest: Es ist unheimlich. Fazit: Intelligent gemachter, atmosphärischer Horrorfilm mit interessanter Thematik, der aber am Ende völlig unnötig die Klischeekiste öffnet und dadurch bös an Glaubwürdigkeit verliert.

ungeprüfte Kritik

Mickey 17

Zu sterben ist sein Alltag.
Science-Fiction

Mickey 17

Zu sterben ist sein Alltag.
Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 01.03.2026
"Mickey 17" schien eigentlich ein sehr vielverprechender Science Fiction Film. Der Regisseur hat sich einen guten Ruf erarbeitet, aber eben nicht im Mainstream. Dessen muss man sich bewusst sein. Der Film ist mehr eine parodistische Metapher. Schräg humorvoll, sehr makaber. Fast schon pervers, in nichtsexuellem Sinne. So weit erstmal ganz gut. Aber ich muss feststellen, dass, sobald Regisseur Bong Joon-ho mit Hollywood zusammenarbeitet, er sich scheinbar nicht wie in Korea entfalten darf. Nach recht kurzer Zeit wird der Film recht langatmig und seine 130 Minuten machen ihn nicht gerade zum Beispiel für Kurzweiligkeit. Auf diesen Film muss man sich vorbereiten und sich auf ihn unabgelenkt einlassen. Leider hatte ich die benötigte innere Ruhe nicht und war ziemlich schnell genervt. Zunächst von dem ewigen Voiceover, in denen "Mickey" mit uns, den Zuschauern spricht und alles erklärt. Die Erzählerstimme legt sich störend über den ganzen Film. Jedenfalls bis dahin, wo ich sah, denn ich habe abgebrochen, bin aber bereit, ihm eine 2. Chance zu geben. Der nächste anstrengende Faktor ist Mark Ruffalo der außerhalb seiner Rolle als Hulk/Bruce Banner eigentlich nichts leistet. Bereits in "Poor Things" ging mir seine Performance auf den Keks und hier spielt er sehr ähnlich. Toni Colette an seiner Seite macht es nicht besser, ihr Talent wird vergeudet mit einer undankbaren Rolle. Einzig Robert Pattinson, der besser niemals den Edward in "Twilight" gespielt hätte, weil das seinen Ruf zerstört hat, kann ich etwas abgewinnen. Fazit: Steif und sperrig. Der Film ist ganz zäh inszeniert und wirkt aufgesetzt. Er hat wie so oft einen guten Kern, fällt aber auf die Nerven. Und das ist schade, denn die Story ist durchaus gut und verdient/benötigt ein aufgeschlossenes Puplikum. - Mal sehen, ob ich beim 2. Mal meine Meinung ändere.

ungeprüfte Kritik

Wonder Woman 1984

Fantasy, Action

Wonder Woman 1984

Fantasy, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.02.2026
Gal Gadot als Wonderwoman ist immer noch eine Traumbesetzung. Leider kackt ihr 2. Solofilm gegenüber dem sehr gelungenen Erstling komplett ab. "WW 1984" ist zwar durchaus eine solide Comicverfilmung, wirkt aber über weite Strecken wie eine Persiflage. Gerade Pedro Pascal lässt seine Figur komplett überziehen und das 80er Ambiente wird nur in der Anfangszene verwurstet und wirkt wie ein klischeebeladenes "Best Of" jenes Jahrzehnts, welches sich danach verliert und kaum noch an die Eighties erinnert. Die Story ist auch nicht unbedingt beknackter, als bei manch anderen Comicverfilmungen aber gerade durch die "Wishmaster"-Reihe auch altbekannt. Alles wirkt irgendwie lächerlich und überdreht. Auch die Tricks sehen teilweise etwas cheesy aus. Die Rückkehr von Chris Pine ist ebenfalls hanebüchen. Und so hat der Film deutlichen Beigeschmack und steht tief im Schatten von Teil 1. Gegen Ende wirds kitschig, aber immerhin gibts ein Cameo zu sehen. Fazit: Ohne Gal Gadot hätte der Film weder Schauwert noch Daseinsberechtigung. Er hat Plotholes und ist komplett konstruiert. Als Fortsetzung ein Rohrkrepierer, der auch gewaltige Längen hat.

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Love Hurts - Liebe tut weh

Mit deiner Vergangenheit kannst du nicht Schluss machen.
Action, Lovestory

Love Hurts - Liebe tut weh

Mit deiner Vergangenheit kannst du nicht Schluss machen.
Action, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.02.2026
"Love Hurts" ist in der Tat so eine Art "Nobody Light". Würde nicht auf dem Cover erwähnt, dass die Macher ihre Finger im Spiel haben, käme man unweigerlich schnell selbst auf die Idee, da gewisse Ähnlichkeiten vorhanden sind. Ein biederer Makler entpuppt sich als Einzelkämpfer. Nur leider ist es jetzt nicht mehr neu und irgendwie auch etwas zurückhaltend inszeniert. "Love Hurts" macht Spaß, aber nicht genug Spaß. Dem Streifen fehlt irgendwie das besondere etwas. Er plätschert etwas wirr vor sich hin und bietet recht wenige kultige Momente, obwohl das Drehbuch sich bemüht hat. Trotzdem hat der Film das Potenzial zum Kultfilm, weil er ein paar innovative Charaktere bietet, die teils skurril zu nennen sind. Was allerdings Sean Astin hier zu suchen hatte, erschließt sich mir nicht. Er spielt einen nichtssagenden Typen, dessen Anwesenheit irgendwie sinnlos ist. Für Ke Huy Quan ist das eine tolle Rolle, in der er entfernt an Jackie Chan erinnert. Seine Chemie mit Ariana DeBose mag zwar stimmen, aber als Lover gehen sie überhaupt nicht durch. Die Action ist ok, manchmal ahnt man aber die Drahtseile, an denen so mancher Stunt durchgeführt wurde. Fazit: Witzige und nicht alltägliche, dennoch unausgegorene Actioncomedy, die eher wie eine Fingerübung für einen größeren Film aussieht. Es mangelt an erinnerungswürdigen Momenten und man kocht auf Sparflamme, wenn auch mit den richtigen Zutaten.

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Never Let Go

Lass niemals los - Eine einzige Berührung genügt.
Thriller, Horror

Never Let Go

Lass niemals los - Eine einzige Berührung genügt.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.02.2026
Die interessante Grundidee der Story führt dazu, dass man den ganzen Film über wissen will, was denn nun wohl Sache ist. Ganz gekonnt spielt der Film mit den Erwartungen der Zuschauer und immer, wenn man gerade überzeugt ist, dass alles einen realen Hintergrund hat, könnte dieses oder jenes doch auf etwas Übernatürliches hinweisen. Halle Berry beweist Mut zur Hässlichkeit und spielt die bigotte, strenge Mutter mit Hang zur Schizophrenie fast schon hassenswert. Ihre beiden Jungs geben auch eine grandiose Vorstellung in dieser Horrortour, die ständig unheimliche Atmosphäre austrahlt und ein stetiges, subtiles Spannungslevel hochhält. Die Absurdität und Skurilität der ständig angebundenen Familie ist ungeheuer packend, verstörend und unheimlich. Der reale Horror, die Gehirnwäsche der beiden Kinder und deren Folgen, der fanatische, religiöse Wahn, wurden fesselnd inszeniert und bis zum Ende wird nie ganz geklärt, was sich im Kopf abspielte und was nicht. Fazit: Ein sehr atmosphärischer Gruselschocker, der zum Nachdenken anregt und eine Dauergänsehaut produziert. Über das inkonsequente Ende kann man aber streiten.

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Der Tiger

Wir ernten was wir säen.
Kriegsfilm, Deutscher Film

Der Tiger

Wir ernten was wir säen.
Kriegsfilm, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 03.02.2026
Das große Problem des Filmes ist, dass sein Hauptgenre eindeutig die Mystery-Ecke ist und wer sich auf einen Kriegsfilm freut, der dürfte leicht verwundert sein. Dennis Gansel ist ein authentisch ausgestatteter und mit hervorragenden Darstellern besetzter Film gelungen. Er hält sein Spannungslevel sehr hoch, nimmt den Zuschauer mit an Bord des klaustrophobischen Kastens und möchte natürlich an große Klassiker herankommen. Aber dann hätte man ihn besser ohne Hokuspokus gedreht, denn es gibt bereits sehr früh viele plumpe Anspielungen auf den Twist, der eigentlich niemanden überraschen dürfte. Nervig fand ich auch, dass man am Ende nochmal für die Streamer, die mit dem Handy beschäftigt waren, genau diese offensichtlichen Hinweise nochmal explizit auflistet. Man hält die Zuschauer also für blöd. Nebenbei ist der Film über weite Strecken sehr dunkel und das Ende ist einfach nen Tick zu apruppt, da man auf den Rest der Mannschaft nicht mehr eingeht, obwohl diese Charaktere das sehr verdient hätten. Ansonsten ist das aber ein atmosphärischer, unterhaltsamer Film. Fazit: Darsteller, Ausstattung und Story sorgen bis zu einem bestimmten Punkt für ein düsteres Kriegserlebnis. Die Wende ist allerdings vorhersehbar und macht vieles vom vorher gezeigtem kaputt.

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Der Admiral 3 - Tödliche See

Abenteuer, Kriegsfilm

Der Admiral 3 - Tödliche See

Abenteuer, Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 15.01.2026
Negativ auffallend ist zunächst einmal die Bildqualität. Während Teil 1 und 2 die Bezeichnung "High Definition" wegen gestochener Schärfe verdient haben, ist das Bild hier deutlich schlechter. Es grieselt und das verursacht auch Unschärfe. Schwer zu verstehen, warum das immer wieder passiert. Wir haben jetzt den dritten Darsteller in der Rolle des in Korea hoch vereehrten Admirals Yu Sun-sin. Er macht seine Sache bedeutend besser, als sein Vorgänger, denn er hat Präsenz, ein starkes Auftreten und bekommt viel mehr Tiefe und auch persönliche Rachegelüste als Motiv für seinen Durchhaltewillen. Der Film allerdings ist trotzdem der schwächste der Trilogie, denn er ist langatmig und erzählt ja auch im Grunde nicht viel Neues, außer das diese Schlacht nun bei Nacht stattfindet. Das hätte seinen optischen Reiz gehabt, aber durch das ständige Grieseln wird dem Zuschauer auch das verdorben. Zudem ist das Kampfgetümmel erstmals wirr und unverständlich und wer sich bisher über viel zu schnelle Schiffe beschwert hat, der bekommt hier nun wirklich die volle Kelle Übertreibung, gepaart mit viel Pathos. Fazit: Der famose Teil 1 hätte gereicht. Von Teil zu Teil hat sich die (auch diesmal toll und aufwändig inszenierte) Story mehr abgedroschen und endet nun fast in Langeweile. Das schneegleiche Gegriesel verdirbt dabei den letzten Funken Spaß.

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Der Lorax

Der legendäre Waldmeister.
Kids, Animation, Fantasy

Der Lorax

Der legendäre Waldmeister.
Kids, Animation, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.01.2026
Es ist ein wenig schwer, als Erwachsener Kinderfilme zu bewerten, weil neue Generationen ja ganz andere Vorlieben haben. So kann ich ja zum Beispiel den Teletubbies oder Pokemon so rein gar überhaupt nichts abgewinnen. Trotzdem hab ich ein kindliches Gemüt und auch ein kleines, menschliches Stimmungsbarometer zu Hause, welches einzig und allein die Bettszene im Fluss belustigend fand und vor allem davon enttäuscht war, wie wenig der Lorax überhaupt in Erscheinung tritt. Es geht vielmehr um den Jungen Ashley, der aus seiner Matrix oder Trumanshow ausbricht und hinter die Kulissen schaut. Wer, wie wir, einen würdigen Nachfolger des Grinch erwartet hat, wird ziemlich enttäuscht. Die Story um Umweltzerstörung ist natürlich löblich, aber nicht wirklich kindgerecht umgesetzt. Sie wirkt düster und ist in Rückblenden erzählt, was die Kleinsten verwirrt. Die Pusteblumenwelt ist ein wenig strange und ich fürchte, dass der Film, mit seinen teilweise nervenden Musikeinlagen nicht ganz werkgetreu ist. Schwierig fand ich aber das ganze Szenario um den bösen Industrieonkel, der relativ brutale Bodyguards hat und der Focus auf eben dieser utopischen Stadt, den gierigen Bewohnern und nicht dem Lorax gewidmet ist. Dieser kommt auch relativ "schwach" rüber, lässt sich von einer dicken Dame wegschleudern und ist weder witzig, noch eine Identifikationsfigur für die Kids. Fazit: Enttäuschend vor allem für Fans des Grinch. "Der Lorax" erzählt eine zu düstere, großteils unlustige, ja fast langatmige Geschichte und bindet seine Hauptfigur kaum ein. Wertvolle Botschaft hin oder her.

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Der kleine Horrorladen

Komödie, Horror

Der kleine Horrorladen

Komödie, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.01.2026
Musicals sind nicht jedermanns Sache. Meine auch nicht. Für den "Little Shop Of Horrors" mache ich aber eine Ausnahme. Zum Einen ist die Musikrichtung (Blues, RocknRoll, Motown) zum größten Teil ein Volltreffer auf meinen Geschmack, zum Anderen sind brüllendkomische Szenen enthalten, die von famosen Gaststars dargeboten werden. Erwähnt sei hier beispielhaft nur Steve Martins Zahnarzt-Performance. Man darf im Zeitalter von CGI auch staunen, wie beweglich "Audrey II" als animatronische Puppe gestaltet wurde. Sie wirkt dadurch viel realer, als jeder Computer sie hätte erschaffen können. Die vielen Cameos namhafter Stars und die Umsetzung im Stile eines Bühnenstücks mit ersichtlichen Kulissen und gemalten Hintergründen machen wirklich Spaß und sind auf eine ähnliche Kultstufe zu stellen wie die "Rocky Horror Picture Show", freilich auf einem anderen Niveau. Mir wird hier etwas zu viel gesungen, aber der Humor machts wieder wett. Frank Oz hat eine schöne Musicalverfilmung geschaffen, die auf einem Originalfilm von Roger Corman beruht. Fazit: Die Creme de la Creme der typischen 80er Jahre Hollywood-Comedy gibt sich in dieser Hommage auf typische Broadwaystücke ein lustiges Stelldichein und hat einen Kultfilm erschaffen, den man liebt oder hasst.

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Bloody Marie

Eine Frau mit Biss - Sie zu ignorieren ist schwer. Sie zu kennen ist tödlich.
Horror, Fantasy

Bloody Marie

Eine Frau mit Biss - Sie zu ignorieren ist schwer. Sie zu kennen ist tödlich.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.01.2026
John Landis ist eigentlich ein Qualitätsgarant. Was er sich allerdings bei "Bloody Mary" gedacht hat, erschließt sich mir nicht. Der Film wirkt ungeheuer altbacken und hat mich tödlich gelangweilt. Anne Parillaud darf sich zwar komplett nackig ausziehen, hat aber die erotische Ausstrahlung eines Paares Hausschuhe. Ihr Vampirhintergrund wird überhaupt nicht erklärt, ausser ein paar neckischen Leuchtaugen macht sich ihr Dasein auch kaum bemerkbar. Im Mittelpunkt stehen hier vielmehr die Gangster, die zu Blutsaugern mutieren. Aber was passiert denn eigentlich? Der Film plätschert öde vor sich hin, lebt nur von den vielen Cameos, Filmzitaten und Eastereggs, hat überhaupt keine Highlights aber immerhin ziemlich innovative Makeupeffekte, die wirklich toll aussehen. Lediglich leisen Humor, der nicht immer zündet und blutige Beißattacken zu unpassender Filmmusik darf man bewundern. Letztlich wandelt er sich noch zu einer kitschigen Lovestory. Seine FSK 18 verdient der Film durch ziemlich viel Blut und einige Brüste. Fazit: Müder, eintöniger Vampirfilm, der viele Gaststars auftreten lässt und Anspielungen auf andere Filme beinhaltet, dabei aber seine eigene Story vernachlässigt, bei der sogar der Soundtrack unpassend wirkt.

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Evil Toons

Flotte Teens im Geisterhaus
Fantasy

Evil Toons

Flotte Teens im Geisterhaus
Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.01.2026
Es beginnt sogleich mit einem dreisten Abkupferungs-Diebstahl, denn wir sehen ein Buch, welches dem berühmten Necronomicon schon auffällig ähnelt. In Händen gehalten von David Carradine, der seinem Vater als B-Movie-Horror-Star wohl nachkommen wollte. Zu tun bekommt er hier nicht viel mehr, als im Hintergrund zu stehen. Natürlich ist so ein Film trash. Wer hätte es gedacht? Und somit gehts jetzt darum, ob er einer bierseligen Meute den gebührenden Spaß bereiten kann. Die Antwort ist: Jain! Denn was man nicht unbedingt ahnte ist, dass es sich um eine Sexklamotte handelt, die ein wenig in die Kerbe der "Sorority Girls in the Slime Ball Bowl-o-rama" schlägt, nur viel unterhaltsamer ist und mit Monique Gabrielle mit einer hochkarätigen Erotikdarstellerin und ehemaligen Emanuelle besetzt ist. Das Zeichentrickvieh allerdings hat nur sekundenlange Screentime und ist somit eine Mogelpackung. Die Mischung aus Bugs Bunny und Eis am Stiel ist skurril und dämlich. Sie punktet bei männlichen Zuschauern einzig und allein durch haufenweise nackte Tatsachen. Heutzutage wird man schief angeguckt, wenn man solch sexistische Filme schaut, ich sage nur: Das waren noch Zeiten. Fazit: Relativ gut inszeniertes, absurdes Filmchen mit viel nackter Haut, dem billigen Versuch bei Roger Rabbit Trittbrett zu fahren, weniger Blut als gedacht und grenzdebiler Schauspielerei. Trashherz, was willst du mehr?

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Nobody 2

Niemand ist unschlagbar. Niemand zerstört seinen Urlaub!
Action

Nobody 2

Niemand ist unschlagbar. Niemand zerstört seinen Urlaub!
Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 04.01.2026
Die Fortsetzung hatte ich herbeigesehnt...aber nicht unbedingt so. Teil 1 endete in Italien und es sah danach aus, dass Hutch dort erneut in Bedrängnis geraten würde. Doch statt man nahtlos weitermacht, arbeitet er wieder im Auftrage des Geheimdienstes, um seine Schulden (?) zu bezahlen? Und das ist nun reichlich hanebüchen, denn (ohne viel zu spoilern) die angeblichen Schulden sind im ersten Teil entstanden und sollen nun abgearbeitet werden. Das halte ich für großen Quatsch. Im weiteren Verlauf kommt es, wie es kommen muss und soll, denn wir erwarten ja nichts anderes. Es gibt reichlich auf die Glocke. Diesmal mit noch mehr Humor aber doch mit einigen Längen und keiner Steigerung. "NOBODY 2" hat nahezu denselben Storyaufbau wie der erste Teil, bis zum spaßigen Endkampf, wo Bruder und Grandpa wieder mitmischen dürfen. Gezündet hat das diesmal leider bei mir gar nicht, eben weil es manchmal schon ans Alberne grenzte, weil es sich teilweise hinzieht, weil ich was ganz anderes erwartet hatte und weil alles so gleich war, aber die Spannung und die gewisse Ernsthaftigkeit des ersten Filmes leider komplett raus waren. Zudem scheint ein weiteres Familienmitglied auch nicht unbeleckt zu sein. Doch dieser Einfall führt das bisher Gesehene ad absurdum. Wie dem auch sei, als unterhaltsames Guilty Pleasure ganz anständig aber kein Vergleich zum ersten Teil. Fazit: Im Grunde überflüssig, da der Film sich selbst kopiert und nichts Neues bringt aber eben noch Spaß macht. Einen 3. Teil brauche ich aber nicht und es gibt auch keine Postcreditscene, die darauf hindeutet.

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Ballerina - From the World of John Wick

Action, Thriller, 18+ Spielfilm

Ballerina - From the World of John Wick

Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 02.01.2026
Wer die John Wick Reihe nicht kennt, ist ziemlich aufgeschmissen, denn da dürfte doch tatsächlich das Verständnis für so manche Details komplett flöten gehen. Die ganze s.g. "Lore" um das Continental Hotel, die Ruska Roma, Schuldmünzen, Figuren wie Winston und letztlich John Wick selbst, wird hier als bekannt vorausgesetzt, bzw. gar nicht ausreichend beleuchtet. Man könnte bei "Ballerina" von Johns kleiner Schwester sprechen, denn dieses Spin Of ist tatsächlich kleiner, weniger kultig und prinzipiell nahezu überflüssig. Das Wick-Universum wird nur gering erweitert und man fragt sich sogar, ob es zeitlich logisch angehen kann, dass der Kultkiller hier in die Story hineinpasst, die parallel zum 3. Teil der Reihe angesiedelt ist. Optisch und akustisch passt der Film perfekt dazu. Die Action ist gut und blutig und steigert sich zu einem furiosen Finale mit bildgewaltiger Flammenwerferaktivität. Fans bekommen, was sie wollen, aber irgendwie hat man immer das Gefühl, nur eine abgespeckte, sehr ähnliche Variante zu Gesicht zu bekommen. Fazit: Nette Zugabe für Fans, die wahrscheinlich ebenso fortgesetzt werden wird. Ana de Armas als weiblicher Wick ist keine Enttäuschung aber aus der Story ist langsam die Luft raus. Wem das egal ist, der bekommt immer noch ein gewaltiges Actiongewitter.

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Dark Nuns - Die Exorzistinnen

Im Schatten des Kreuzes erwacht das Böse.
Thriller, Horror

Dark Nuns - Die Exorzistinnen

Im Schatten des Kreuzes erwacht das Böse.
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.12.2025
Die Lust auf den Film wurde schon mal dadurch gedämpft, dass ich zufällig den englischen Titel entdeckt habe: "The Priests 2". Bei "Dark Nuns" handelt es sich um eine Fortsetzung, deren erster Teil hierzulande nicht erschienen ist. Warum bleibt wohl schleierhaft, aber sollte er noch langweiliger sein, dann kann ich es vielleicht verstehen. Es war zwar mal erfrischend, zwei Nonnen als Exorzistinnen zu erleben, aber leider bremst der Regisseur deren eigentlich starkes Schauspiel aus und lässt sie nicht gut interagieren. Der Film bedient sich nur an den üblichen Klischees und ist erschreckend belanglos und vorhersehbar. Man merkt ihm ohne Weiteres zum Glück nicht an, dass er ein 2. Teil ist, doch rettet ihn das nicht. Die ganze Zeit dachte ich, es müsse doch noch ein Twist kommen oder irgendetwas von Bedeutung. Doch nö, wir sehen erst lange nichts und dann den Damen bei ihrem dialogreichem Gespräch mit dem Dämon zu, der dem Besessenen, wie üblich, böse Schimpfworte in den Mund legt und leichte Verrenkungen machen lässt. Das hat man aber schon hundertfach besser und vor allem in bleibenden Bildern gesehen. "Dark Nuns" geht ein wenig auf die Komplikationen mit der katholischen Kirche ein und bringt auch mal die Zusammenarbeit mit buddhistischen Schamanen ins Spiel, was löblich und interessant ist. Aber spannend oder abwechslungsreich ist das kaum und von Horror findet sich im Grunde gar nichts. Fazit: Langweiliger Exorzismus von der Stange, der mehr auf Drama denn auf Grusel setzt und dem Genre so gut wie nichts Neues hinzufügt. Ganz knappe 3 Sterne, die er seiner Hauptdarstellerin verdankt, die ich in der Rolle sehr gut fand.

ungeprüfte Kritik

Der Admiral 2 - Die Schlacht des Drachen

Kriegsfilm, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.12.2025
"Der Admiral 2" ist ein Prequel, daher wäre es eigentlich verkraftbar, dass man den damaligen Hauptdarsteller, den begnadeten Choi Min-sik, gegen einen jüngeren ausgetauscht hat. Jedoch hat der so überhaupt keine Strahlkraft und geht in seinem eigenem Film regelrecht unter. Als westlicher Zuschauer hat man ohnehin so seine Schwierigkeiten mit Namen und Aussehen der Protagonisten, und hier wimmelt es nur so vor Admirälen, dass man lange Zeit nicht weiß, wer denn nun eigentlich Koreas großer Volksheld sein soll. Er wirkt wie ein Nebendarsteller und nicht wie eine Identifikationsfigur. Das hat der erste Teil deutlich besser gemacht und es ist sehr schade, das er hier gar nicht zur Geltung kommt und blass bleibt. Das wirkt sich auch auf die Dramaturgie aus, die nur spärlich vorhanden ist. Der Film beginnt zunächst träge, erklärt viel Historie und die ganzen Dialoge zur Taktik sind fast schon dabei, einen zu ermüden, da beginnt eine der famosesten Seeschlachten der Filmgeschichte, die eine satte Dreiviertelstunde beansprucht und noch dazu dem Zuschauer klar wird. Ja, die Schiffe sind recht schnell, das war auch bei Teil 1 ein Kritikpunkt, aber sei es drum: Die Schauwerte sind enorm, wir haben es mit opulentem Ausstattungskino zu tun. Natürlich gehts naturbedingt etwas pathetisch zu, aber der Film bekommt nun endlich sein Blockbuster-Prädikat. Fazit: Nicht ganz so imposant und dramatisch wir der Vorgänger, der ja im Grunde sehr, sehr ähnlich ist, und daher vielleicht Abnutzungserscheinungen auftreten. Als zweiter Teil einer Trilogie wirkt das Ganze dennoch wie aus einem Guss und ist wirklich großartig umgesetzt. Lediglich darstellerisch bin ich enttäuscht und dort fällt der Streifen auch deutlich spürbar ab.

ungeprüfte Kritik

Superman

Sieh nach oben.
Action, Fantasy

Superman

Sieh nach oben.
Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.12.2025
Der Teaser verursachte noch Gänsehaut, das Endergebnis ist etwas ernüchternd. Tja, vielleicht verhebt man sich an Superman auch einfach nur. Ich finde, dass seine Geschichte in 2 Reeves-Filmen perfekt erzählt wurde. Mit ausreichend Respekt vor der Figur und dem ausgewogenem Quäntchen Humor. Schließlich kommt Comic von Komik und gehört dazu. Was James Gunn hier betrieben hat, ist...zumindest schwierig zu beschreiben. Respekt? Eher nicht. Humor? Leider von der falschen und ununterbrochenen Sorte. Bereits in der ersten Szene darf Krypto, ohnehin eine umstrittene Figur, seine Albernheiten zum Besten geben. Und so wirkt der Film oft wie eine Persiflage, wie eine Satire von Mel Brooks. Kinder haben es leichter, den Film gut zu finden. Erwachsene müssen schon etwas toleranter sein. Es kommt mir vor, als wollte man etwas zu viel und dadurch wirkt die Story etwas holperig und unzusammenhängend. Superman, der Mann aus Stahl, ist hier extrem verwundbar. Eine Sache, die man gut oder schlecht finden kann, wie Vieles am Film. Die Effekte sind gemischter Qualität, das CGI Baby ist allerdings grottig zu nennen. Trotz alledem sprudelt im etwas überladenem Drehbuch viel Fantasie und letztlich ist das Endergebnis kurzweilig und deutlich innovativer als die letzten immer gleichen Comicverfilmungen der Konkurrenz. Anders ist er jedenfalls. Fazit: Zwiespältig. Die Düsternis des Snyderverse ist von Albernheiten verdrängt worden. Beide Arten von Superman-Verfilmungen werden ihre Fans finden. Einem kunterbunten Comic kommt James Gunn aber näher.

ungeprüfte Kritik

The Fantastic Four - First Steps

Willkommen in der Familie.
Action, Fantasy

The Fantastic Four - First Steps

Willkommen in der Familie.
Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.12.2025
Ich bin nicht mehr der richtige Ansprechpartner für Marvel-Filme. Sagen wir es mal so: Würde es nicht schon so um die 30 Filme und Serien im MCU geben, hätte ich "Fantastic 4" vielleicht ganz toll gefunden. Doch die Strahlkraft eines "Iron-" oder "Spiderman" wird nicht mehr erreicht. Die ersten Filme bis "Endgame" hatten noch Herz und Seele sowie interessante und abwechslungsreiche Stories. Jetzt ist alles nur noch 0-8-15. Jedes tödliche Drama findet doch noch eine gute bis kitschige Auflösung, jeder noch so übermächtige Bösewicht wird im Handumdrehen besiegt. Das wird auf Dauer langweilig. Meine Erwartungen, nämlich einen coolen Retrostyle Film mit witzigen Einfällen zu sehen, waren zu hoch. Ja, der Film gehört schon zu den besseren, aber es ist leider wirklich alles nur noch dasselbe und ich scheine satt zu sein. Ich kann auch nicht mehr akzeptieren, mit welchen abstrusen, unlogischen Mitteln man hier tätig werden will. Überall auf der Welt baut man ohne große Umstände Apparaturen auf, die ich nicht spoilern darf. Das ist selbst für das MCU zu hanebüchen und völlig hinkonstruiert. Aus der Story mit DEM Gegner hätte man 2 Filme machen können, aber man spurtet durch die Handlung, um möglichst schnell die Bedrohung zu besiegen. Was ist nun mein Fazit? Business as usual. Eine solide, gute Comicverfilmung aber im Endeffekt nur ein generisches, nahezu langweiliges, am Fließband entstandenes Puzzleteil eines nie enden wollenden Ganzen aus dem die Luft raus ist und das keinerlei Kreativität mehr besitzt.

ungeprüfte Kritik

1942 - Ostfront

Kriegsfilm, 18+ Spielfilm

1942 - Ostfront

Kriegsfilm, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 11.12.2025
Laut Beschreibung soll es sich um eine wichtige Schlacht an der Ostfront gehandelt haben, nur gelingt es dem Film nicht so wirklich, dem Zuschauer das klar zu machen. Das umkämpfte Örtchen ist ein kleines Holzhüttendorf mit einer ziemlich pompösen Kirchenruine. Die strategische Wichtigkeit ist mir nicht so ganz klar. Ansonsten ist der Film, gerade für einen russischen Kriegsfilm, erstaunlich unpathetisch und teilweise gegegnüber den Politoffizieren sogar recht kritisch. Er hat deutliche Attribute eines Antikriegsfilms, da er keine heldenhaften Übertreibungen schildert, sondern schon gewisse Ausweglosigkeit aufzeigt. Er bemüht die üblichen Klischees, macht den Feind aber nicht zu einer unfähigen Witzfigur, sondern ist um Gleichberechtigung bemüht. Allerdings zieht sich die Story und bleibt reichlich höhepunktslos, was letztlich doch zu Langeweile führt. Fazit: Solider (Anti-)Kriegsfilm um ein Kapitel aus dem Russlandfeldzug. Gut ausgestattet und kaum propagandistisch plätschert die Erzählung aber ohne bleibende Momente vor sich hin.

ungeprüfte Kritik

Puppet Master 7 - Retro Puppet Master

The Beginning - Die bösen Puppen lassen tanzen.
Horror, Fantasy

Puppet Master 7 - Retro Puppet Master

The Beginning - Die bösen Puppen lassen tanzen.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 10.12.2025
Wenn man überhaupt von "sehenswert" sprechen mag, dann sei gesagt, das diese "Empfehlung" sich nur an Freunde des reinen und wahrhaftigen Trash richtet: Nur die ersten drei waren bislang ok. Videobuster hat ja leider nicht das komplette und ungekürzte Ouevre im Programm, weswegen ich hier kurz sagen kann, dass die Teile 4 und 5 blutleere, furchtbar trashige, TV Produktionen sind, die sich schon wieder im Bodega Bay Hotel abspielen (gähn) und zum ersten Mal storytechnisch zusammen gehören, also fast einen Gesamtfilm bilden, dessen Aufbau (Rick wird zum neuen Puppetmaster) bereits im 6. Teil völlig ignoriert und fallen gelassen wird. Jener üble Film passt weder logisch noch stilistisch in die Reihe, während nun "Retro Puppetmaster" ein Pre-Prequel ist, also noch weiter in die Vergangenheit reist, in der die uns bekannten Puppen noch gar nicht existieren, wohl aber deren Vorgänger. Spätestens jetzt herrscht ein völliges Durcheinander voller Widersprüche zum bisher Erzähltem. Nichts passt mehr zusammen. Jedoch ist dieser Film wieder "gut". Er ist mit Aufwand inszeniert und hat ein komplexeres Drehbuch, was den Film etwas interessanter macht. Auf Spannung, Blut und Gore muss man allerdings traurigerweise verzichten. Fazit: Ärgerlich, wenn man der eigenen Kontinuität gar nicht folgt. Das Puplikum vermisst zudem die eigentlichen Hauptdarsteller, aber diese Vorgeschichte ist bislang die stilvollste und etwas weniger trashige Verfilmung der Reihe.

ungeprüfte Kritik

The Menu

Die Speisekarte - Sorgfältig vorbereitet. Brillant ausgeführt.
Thriller, Drama

The Menu

Die Speisekarte - Sorgfältig vorbereitet. Brillant ausgeführt.
Thriller, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 07.12.2025
Ein wieder mal grandioser Ralph Fiennes in einem sehr skurilem und außergewöhnlichem Film. Er ist eine Mischung aus Agatha Christie Motiven und der Art von Filmen, wo mehrere Menschen auf engem Raum zusammentreffen, bzw. dorthin gelockt werden, um etwas zu erleiden. Das ganze ist mit viel schwarzem, aber sehr subtilem, fast unauffälligem Humor gewürzt. Eine Komödie kann man "The Menu" deshalb nicht nennen, eher eine schwarze Satire und treffsichere Gesellschaftskritik. Und die ist sehr anspruchsvoll zubereitet, so dass mancher Zuschauer sich langweilt und nicht bis zum Ende durchhält. Ja, Geduld wird benötigt, denn es wird mit gebührender Ruhe und Langsamkeit der ganze Zusammenhang aufgedröselt. Die Story ist nicht wirklich in der Realität verwurzelt, sondern eher überzogen. Der Dekadenz der reichen Gesellschaft und deren vernichtendem Verhalten wird hier ein Spiegel vorgehalten. Einzig das Ende war genau so erwartbar und ist überraschend unspektakulär und enttäuschend. Fazit: Anspruchsvolle, intelligente, ruhige Schauersatire, die irgendwie an die Dr. Phibes- und Escape Room Filme erinnert. Eine One Man Show von Ralph Fiennes, der hier extreme Ähnlichkeit mit Bela Lugosi hat, der diese Rolle wohl in den 30er Jahren übernommen hätte.

ungeprüfte Kritik

Boy Kills World

Action, Thriller, 18+ Spielfilm

Boy Kills World

Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.12.2025
Also manche Filme machen es einem echt nicht leicht. Fangen wir mal an, gewisse Ähnlichkeiten zu beschreiben: Ich hoffte auf sowas wie "Shoot 'em up" mit Clive Owen oder "Ready or not" mit Samara Weaving, bekam aber fast sowas wie eine wilde Mangaverfilmung. Ja, "Boy Kills World" hat ein paar gagreiche Guilty Pleasure Momente, strengt aber den Zuschauer extrem an durch absolute Hektik und vor allem schrille Synchronisation. Allen voran die ständige Erzählerstimme aus dem Off, die die Gedanken des eigentlich taubstummen Protagonisten widergibt. Der erweist sich durch diesen Kniff als ziemlich enervierendes Plappermaul. Es wird also pausenlos kommentiert und palabert. Der Film ist angesiedelt in einer dystopischen aber nie ernst zu nehmenden Zukunft. Man muss schon so einige abstruse Filme, wie "Machete" oder "Ey Mann, wo is mein Auto" gewohnt sein, um den hier zu mögen. Und ich sage gleich: Ich mag den trotzdem nicht. Er möchte mit Macht, mit viel Action und cooler Musik ein Kultfilm sein, verleitet mich aber eher zum Abschalten. Zudem bin ich kein Freund von CGI Blut, das hier in Strömen reinpixelt. Es gibt ein paar lustige Sprüche und den ein oder anderen gelungenen Einfall. Am besten fand ich, dass man den legendären "Screaming Wilhelm" untergebracht hat. Das freut Filmfreaks. Ich kann das Gesamtpaket aber nicht gut finden oder war einfach nicht bereit für dieses skurile Filmchen, das in sinn- und endlosem, abartigem Gemetzel mündet. Man sieht hier auch, wie er die Kritiker spaltet. Ich fands schrecklich. Fazit: Experimentell, überzogen, brutal aber sehr nervig. Wird seine Fans finden, weil er sich natürlich hervorhebt aber etwas weniger Hektik und Albernheit hätte dem Film auch meine Zuneigung verschafft. So ist das trashiger Käse, der mir ordentlich auf den Keks gefallen ist.

ungeprüfte Kritik

Puppet Master 3

Die Rache des André Toulon
Horror, Fantasy

Puppet Master 3

Die Rache des André Toulon
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 27.11.2025
Diesmal haben wir ein Prequel, also eine Vorgeschichte. Allein das sehr trashig dargestellte Berlin Anno 1941 ist schon spaßig anzusehen. Da hat man einiges an Utensilien zusammengetragen. Obwohl ich nicht so sehr ein Prequel-Fan bin, war die Entscheidung wohl goldrichtig, denn der Film bietet viel mehr Abwechslung als seine beiden Vorgänger. Es ist also tatsächlich bislang eine Steigerung festzustellen. Für Bondfans gibt es ein Wiedersehen mit "General Gogol", der sich hier mal so richtig mit ein paar barbusigen Damen vergnügen darf. Auch das Blutlevel wurde ordentlich erhöht. Natürlich ist dies reinster Trash. So gibts auch Schludrigkeiten wie sichtbare Fäden und einen toten Leutnant Stein, der post mortem unter zuckenden Augenlidern leidet. Das ist natürlich alles nur spaßig, wenn man dem Mumpitz was abgewinnen kann. Alle anderen (siehe auch die unterschiedlichen Meinungen hier) werden die Muppetshow des Grauens sowieso albern finden. Fazit: Bislang bester Teil des Franchise, da man mehr Budget zur Verfügung hatte und den Puppen auch ein wenig Hintergrund gibt.

ungeprüfte Kritik

Star Abyss

Monsterangriff im All
Action, Science-Fiction

Star Abyss

Monsterangriff im All
Action, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 26.11.2025
Noch während der Cast in chinesisischen Lettern über den Bildschirm scrollt, erklärt uns ein Erzähler, was passiert ist und wirft uns sofort in die Story, ohne das diese irgendwie aufgebaut wurde. Sie räubert bei so manchem Klassiker und verheimlicht das nicht einmal. So ist ganz offen von einem Stargate und einer Enterprise die Rede. Texteinblendungen, die augenscheinlich nicht unwichtig sind, werden leider nicht übersetzt. Da tappt man dann im Dunkeln, sowie man überhaupt schwerlich begreift, was man da zu sehen bekommt. Sinn machts eigentlich nicht. Wir haben hier Manga-Ästhetik, alles sieht wie gelackt und comichaft aus. Die Darsteller agieren lust- und emotionslos, so wie der ganze Film wie eine runtergekurbelte Auftragsarbeit wirkt. Der Streifen ist überbelichtet und daher besteht der Verdacht, dass dies ein TV Film ist. Dafür sprechen auch die wirklich nicht gelungenen Special Effects. Ohne jederlei Atmosphäre und mit einem sterilen Look kommt überhaupt keine Stimmung beim Zuschauer auf, dem der ganze Budenzauber völlig egal ist und, wenn das Teil mal auf Tele 5 läuft, wahrscheinlich schnell umschaltet. Fazit: Schwer bis zum Ende durchzuhalten. Eine üble Gurke mit Laiendarstellern, schlechten Tricks und Plotholes, die aussieht wie eine Folge Star Trek aus den 90ern.

ungeprüfte Kritik

Mission Impossible 8 - The Final Reckoning

Unser Leben ist die Summe unserer Entscheidungen.
Action, Krimi

Mission Impossible 8 - The Final Reckoning

Unser Leben ist die Summe unserer Entscheidungen.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.11.2025
Ich bin der Meinung, dass die gesamte Geschichte, die sich ja über 2 Filme zieht und dieser hier zudem der längste des Franchise ist, viel zu lang und unübersichtlich ist. "Death Reckoning" habe ich schon nur knapp verstanden, weil die Figurenkonstellation recht wirr und komplex war. Jetzt setzt man einen drauf, indem man alle 8 Filme miteinander in Verbindung bringt. Nach gut 2 Stunden habe ich mir gesagt, dass es doch deutlich an Action und Humor fehlt, den der Vorgänger noch geboten hat. Nur stimmt das gar nicht, aber diese Art der Action könnte jetzt eigentlich nur noch Iron Man überleben. Sicher sind die Stunts mal wieder oberste Güteklasse. Auch die finale Auseinandersetzung sucht ihresgleichen. Dennoch sind die Zufälle und was man sonst aufgetischt bekommt (Stichwort U-Boot) schon recht unglaubwürdig und gehen in ihrer Menge mittlerweile auf den Geist. Alle sind zur rechten Zeit am rechten Ort und wenn er mitten in der Arktis liegt. Tode werden mit Klebeband und mitgebrachten Druckausgleichbehältern verhindert. Das ist schon sehr hinkonstruierter, starker Tobak, den man akzeptieren muss, um einen ansonsten erstklassigen Action-Blockbuster auch genießen zu können. Wirkliche Spannung mag nicht aufkommen, da es, ähnlich wie in einer Comicverfilmung, keine tragischen Konsequenzen und immer haarsträubende Auswege gibt. Fazit: Eindeutig zu lang, viel Expositionsgerede, reichlich Hanebüchenes und er schwächelt im Vergleich zum Vorgänger, der deutlich unterhaltsamer ist. - Dennoch feinste, handgemachte Action, die immer noch zum Besten gehört, was Hollywood zu bieten hat.

ungeprüfte Kritik