Kritiken von "videogrande" aus Albersdorf

The Rock

Fels der Entscheidung - Entscheidung auf Alcatraz
Action, Thriller

The Rock

Fels der Entscheidung - Entscheidung auf Alcatraz
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 26.10.2025
Wenn man einmal davon absieht, welch komplexe Unterwelt mit Tunnelsystemen, Schienenfahrzeugen, Hängeloren und merkwürdigen Zahnradöfen man uns hier unter der Gefängnisinsel Alcatraz andrehen will, nimmt sich "The Rock" mit Unsinn und Übertreibungen wirklich wohltuend zurück. Das ist ein perfekter Actionfilm der 90er Jahre, weil er auch hochkarätig besetzt ist. Findige Filmnerds sind gar der Meinung, dass es sich um einen "heimlichen" Bondfilm handelt, da man tatsächlich zeitliche Bezüge zu den Connery-Bonds herstellen kann und er ja schließlich einen ehemaligen britischen Agenten verkörpert. Ed Harris ist ohnehin ein ewig unterschätzter Mime, der hier einen Bösewicht darstellt, dessen Motivation man plausibel nachvollziehen kann. Die Action ist noch handgemacht und ohne CGI und Greenscreen entstanden. Alles in allem bietet der Film fast pausenlose Action und zurückhaltenden Humor. Ich wollte 4 Sterne geben und habe dann überlegt, warum ich einen verwehren sollte. Schließlich bin ich großartig unterhalten worden und kann den Film auch immer wieder sehen. Fazit: Bruckheimer Action, bevor sie zu patriotisch und albern wurde. "The Rock" ist zeitloses, großartig besetztes Popcornkino und macht enorm viel Spaß.

ungeprüfte Kritik

Back to Black

Ihre Stimme. Ihr Leben. Ihre Musik.
Musik

Back to Black

Ihre Stimme. Ihr Leben. Ihre Musik.
Musik
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 25.10.2025
Toll geschauspielert und bedingt interessant. Man hat auch die bekanntesten Songs untergebracht, die man nach diesem Film mit anderen Augen sieht. Sie sind persönlicher, als man ahnt. Amy Winehouses Geschichte ist tragisch, aber mal ehrlich, muss man das verfilmen? Es hätte eigentlich jeder Künstler ein Biopic verdient, denn so mancher Song ist natürlich aus persönlichen Erlebnissen heraus entstanden. Genau, wie viele "normale" Menschen ähnliche Leidenswege haben, für die sich nicht mal der Nachbar interessiert. Ich würde sagen, dies ist ein Special Interest Film für Leute wie mich, die Songs von Amy Winehouse mögen und durch den Film, etwas zugänglicher als durch eine Doku, von ihrem Leben erfahren möchten. Damals bekam man ihre Sucht praktisch live mit, merkwürdigerweise erinnere ich mich aber an keinen Blake, sondern an Pete Doherty, der mit ihr durch die Presse geisterte. Von dem jedoch kein Wort. Wann "passierte" er in ihrem Leben? Somit ist der Film reichlich unvollständig, fängt schon bei einem gewissen Bekanntheitsgrad ihrerseits an und hört noch vor ihrem Tod auf. Wenn eine Lebensgeschichte nicht ganz erzählt wird, warum verfilmt man sie dann? Und wie dicht bleibt man an der Wahrheit? Ich hab da so meine Zweifel. Es wirkt alles beschönt und verharmlost. Man kann die Leistung von Marisa Abela in der Rolle von Amy beklatschen, letztlich ist das aber eine nichtssagende Geschichte, die zwischen den Zeilen zumindest die Mitschuld der Presse hervorhebt. Fazit: Eindringlich gespielt doch ziemlich vorhersehbar, nicht nur, weil die Story wahr ist. Mir wurde zu viel weggelassen, das Amys Tragödie sicher noch vertieft und den Streifen gehaltvoller gemacht hätte.

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Detective Dee und der Dämonenkult

Detective Dee und der mörderische Dämonenkult.
Abenteuer, Fantasy

Detective Dee und der Dämonenkult

Detective Dee und der mörderische Dämonenkult.
Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 23.10.2025
Besser wirds nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Schlimmer gehts immer! Seit irgendeine Billigproduktionsfirma das Detective Dee Franchise übernommen hat, sind Luft und Qualität raus. Die Filme werden stetig schlechter, ähneln sich in Titel und Handlung inzwischen zum Verwechseln. Dieser ist noch schlechter als der Vorgänger und der bisherige Negativhöhepunkt in jeder Beziehung. Lachhafte Tricks wie aus einem 80er Jahre Musikvideo, Wackelkamera, Bildverfremdung und enervierend laute Musikuntermalung, die sämtliche Dialoge verschluckt, wie ich es noch nie erlebt habe. Der Ton wirkt komplett dumpf und unterdrückt, teilweise versteht man kein Wort, weil die Trommeln alles übertönen. Man baut hier überaus flachen Slapstickhumor ein und die männlichen Darsteller, allen voran ausgerechnet der des Dee, beherrschen nur einen einzigen Gesichtsausdruck. Eine absolut blasse, der Figur unwürdige Vorstellung. Das ist reinstes Low-Budget-Laientheater, bei dem man sehr schnell keine Lust mehr zum Zugucken hat und auch deshalb den Sinn der wirren, einfallslosen Handlung nicht versteht. Fazit: Die Megaenttäuschung! Der absolute Tiefpunkt. Eine billige TV Produktion ohne jeglichen Charme und jede Spannung. Technisch unausgereift, konfus und letztlich tödlich langweilig. Ich hab schon zweimal angekündigt, die Reihe abzuhaken aber immer hatte ich den berühmten Funken Hoffnung. Jetzt ist Schluss! Mit weiteren Dee-Filmen werde ich meine Zeit nicht mehr verschwenden, sondern lieber Tsui Harks grandiose Trilogie noch einmal sehen.

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Nosferatu - Der Untote

Horror, Fantasy

Nosferatu - Der Untote

Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 17.10.2025
Ein Remake ausgerechnet von "Nosferatu" zu machen ist eigentlich schon blasphemisch, denn der stellte seinerzeit ein meisterliches Unikat dar, weil er die illegale Verfilmung des Romans "Dracula" von Bram Stoker war. Und der wurde ja inzwischen unzählige Male verfilmt, so dass man den fast immer gleichen Grundaufbau (Harker/Hutter reist in die Karparten, Renfield/Knock dreht durch, Schiffsreise zur begehrten Frau usw.) schon bis zum Abwinken kennt. Das ist das Problem an diesem Film von Robert Eggers, der aber überraschend ein anerkennenswertes Werk geschaffen hat. Ich bin trotz der Bekanntheit begeistert, wie er Murnaus Film würdigt und sich vor ihm verbeugt. Genau so beeinhaltet er Stilelemente aus anderen Verfilmungen, interpretiert dennoch neu. Oft mutet das Bild als Hommage schwarzweiß an. Bei Dunkelheit ist immer noch genug zu erkennen. Die Atmosphäre ist einfach grandios, die Bildkompositionen atemberaubend. Man gibt der Geschichte mehr Tiefe, bleibt allerdings manchmal auch schwammig. Das hat Coppola seinerzeit besser gelöst. Bei aller Länge verspürte ich nie Langeweile, sondern war mitten drin und gefesselt. Ganz großes Erzählkino ohne viele Schockeffekte aber mit viel unheilvoller, beklemmender Atmosphäre. Die deutsche Synchro leistet sich so manche Schnitzer, denn da der Film in Deutschland spielt, sollte man nicht, nachdem man oft "Herr" sagt, plötzlich ein "Mister" fallen lassen. Genausowenig wie "Sir" und "Mylord" mit einbringen. Das ist schluderig! Aber immerhin werden die Eigennamen nicht in englischer Weise ausgesprochen. Hat es dieses Remake gebraucht? Nein! - aber es ist zumindest sehr gelungen. Fazit: Eine würdevolle, stilistisch großartige Neuverfilmung. Aber ehrlich gesagt, nachdem nun auch Luc Besson nochmal denselben Stoff verfilmen will: Nun reichts auch!

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Spiders - Ihr Biss ist der Tod

Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 15.10.2025
Ein wahrer Horrorfilm für Leute, die schon von vornherein keine Spinnen mögen. Dazu gehöre ich und ich muss sagen, mir lief es eiskalt den Rücken runter, bei so mancher Szene. Habe ich mich gegruselt? Ja! Habe ich mich geekelt? Ja! Dann hat der Film ja wohl alles richtig gemacht. Naja, fast. Denn habe ich mein logisches Denken ausgeschaltet? Leider nein! Und das wäre wichtig gewesen. "Spiders" erfindet natürlich das Genre nicht neu und benutzt alle bekannten Klischees. Aber das wollen wir ja auch so. Er beginnt ganz famos und spannend. Bietet jede Menge Jumpsqares, die auch welche sind und sich nicht etwa als ins Bild springende Katze erweisen. Der Film baut eine echte Horroratmosphäre auf und man bekommt beim Zusehen Phantomkribbeln auf der Haut. Je mehr es sich zum Ende neigt, wird es aber immer absurder und die ohnehin schon etwas nervigen Charaktere kommen auf die unlogischsten Ideen und machen Dinge, die einem im Traum nicht einfallen würden. Zudem ist das Drehbuch nicht konsequent. Mal haben die Biester Angst vor Licht und später stehen sie angriffsbereit im Scheinwerferstrahl. Der Horror wird also durch etliche "Häh?-Momente" getrübt. Wer darüber hinwegsehen kann, den könnte höchstens das überzogene und endlos lang eingeleitete Ende stören, aber wer mir als Arachnophobiker erzählt, er hätte sich nicht gegruselt, der flunkert. Fazit: Atmosphärischer und sehr spannender Spinnenhorror, der zum Ende übertreibt und sich unnötig in die Länge zieht. Für den Halloween- oder Gruselabend dennoch perfekt. 3 Sterne Plus!

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Breathe

Ersticke oder kämpfe.
Thriller, Science-Fiction

Breathe

Ersticke oder kämpfe.
Thriller, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 14.10.2025
Puh! Das Teil gehört auf die Liste mit den 50 schlechtesten Filmen. Nicht nur, dass nur geschrien wird und man ständig eine Computerstimme mit Warnhinweisen vor Diesem und Jenem (Achtung, Eindringling, Warnung, Sauerstoffmangel, Lebensgefahr!) und Alarmtröten über sich ergehen lassen muss, man wird auch mit einem orangebraunem Farbfilter gequält, der sich permanent über das Bild legt. Es verschwinden Darsteller nach Kurzauftritten aus der Handlung, was vielleicht als Überraschung bezeichnet werden kann und Sam Worthington spult sein Programm so lustlos ab, dass man meinen könnte, er hätte wegen einer verlorenen Wette hier mitmachen müssen. Eine Handlung gibts gar nicht wirklich in dieser absoluten Low Budget Produktion, die aussieht, als hätte man statt CGI altmodische Mattepaintings benutzt und im Hinterhof gedreht. Zu guter Letzt fängt man sich an zu fragen, wie der Mumpitz wissenschaftlich und technisch zu erklären ist. Wie sollen die Atemgeräte funktionieren? Warum verschwendet man Energie für stylishe Maskenbeleuchtung? Wo sind Ausatemventile, ist da wirklich nur Sauerstoff, nicht etwa Atemluft drin? Was ersetzt die 21% in der Atmosphäre? Normalerweise denke ich über sowas nicht explizit nach, aber hier ist vieles so hanebüchen, dass man gar nicht anders kann, als die Ideen zu zerpflücken. Totaler Nonsens. Zudem fiebert man nicht mit. "Breathe" schafft es nie, die Atemnot eindringlich und authentisch zu schildern. Da guckt man eher teilnahmslos zu. Mich hat der Film komplett genervt und gelangweilt. Fazit: Möchtegern-Ökothriller mit schlecht aufgelegten Darstellern und undurchdachter, extrem langweiliger Story. Anstrengend und doof!

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Falling Down

Ein ganz normaler Tag. Das Abenteuer eines normalen Bürgers im Krieg mit der Alltagswelt.
Drama

Falling Down

Ein ganz normaler Tag. Das Abenteuer eines normalen Bürgers im Krieg mit der Alltagswelt.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 10.10.2025
Gehört zu meinen All Time Favourites und ist eine glänzende Abrechnung, nicht nur mit dem American way of life, sondern man erkennt eine Menge darin wieder. "Falling Down" ist ein sehr vielschichtiges Werk, das sowohl satirisch angehaucht ist, als auch die reinste Gesellschaftskritik darstellt. Zwar wird sehr episodenhaft und nicht immer glaubwürdig vorgegangen, aber das Ergebnis ist ein echter Kultfilm mit einem brilliantem Michael Douglas in einer Rolle, für die man gar nicht so genau weiß, ob man nun Sympathie empfinden soll. Bei allem Verständnis, dass man für Bills/D-Fenses eskalierenden Amoklauf hat, lässt er in einem tiefgründigem Gespräch durchblicken, was er vorhat. Das wird vielleicht sogar erst beim 2. Ansehen klar. Bei all der Tragik der Geschichte hat man extrem viel Wortwitz eingebaut und verpasst dem "System" eine ordentliche Abreibung, bei der jeder eigentlich nur zustimmend nicken kann. Fazit: Eine sehr populäre Gesellschaftkritik mit überragenden Darstellern, leicht konstruiertem Drehbuch aber jeder Menge Spaß, Kurzweil und Tiefgründigkeit. Klasse!

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Big Trouble in Little China

Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 07.10.2025
Das ist einer der Filme, deren Audiokommentar man sich mal anhören müsste, um zu erfahren, was sich der Regisseur, in diesem Falle John Carpenter, dabei gedacht hat. Inzwischen ist bekannt, dass er sich vom HongKong Kino der 70er/80er hat beeinflussen lassen. "Big Trouble..." punktet zunächst mal mit Kurt Russell, der hier zeigt, dass er auch mal den einfältigen Deppen spielen kann. Ansonsten haben wir hier das wahrscheinlich ungewöhnlichste Werk Carpenters vor uns, weil es eine Komödie ist, weil es ganz schön trashig zugeht und weil es in der Tat ziemlich abgehoben ist. Ich gebe zu, ich fand den Film damals blöd und ich kann eigentlich immer noch nicht glauben, dass er der Regisseur dieses Streifens ist. Teils ist das Script wirklich ein Schnellschuss mit konstruierten Zufällen, teils gibt es gar Plotholes und zum größten Teil spielt das ganze in Studiokulissen und wirkt billig. Mit den absolut atmosphärischen Horror- und SF-Filmen Carpenters ist das nicht zu vergleichen. Doch was ist es nun? Hier trifft Albernheit auf Hommage, Ideenreichtum auf Comedy, Action auf Fantasy, Chinesische Mythologie auf amerikanischen Stil. Kurzum: Das Ding ist auf seine Weise Kult. Fazit: Umstritten, gehasst und geliebt. Ein abgefahrenes Filmerlebnis, das man in wenigen Sätzen gar nicht beschreiben kann. Eins, dass man nicht ernst nehmen soll und das gerade nach Jahren noch Spaß macht.

ungeprüfte Kritik

Spider Web

Once Upon a Time in Seoul
Drama

Spider Web

Once Upon a Time in Seoul
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 07.10.2025
Die Filmbeschreibung weckt in der Tat völlig falsche Erwartungen. Ein "irres Erzähltempo" ist nicht auszumachen. Wir haben hier einen Film, der sich scharf an der Grenze zum Autorenkino und Special Interest bewegt, da er eine ruhige und wenig spektakuläre Geschichte erzählt. Diese kommt gemächlich in Fahrt, wird aber immer witziger und teilt nach vielen Seiten hin aus. Die "Film im Film" Story hat man raffiniert verpackt, da alle Spielszenen schwarzweiß gehalten und somit sofort erkennbar sind. Bei mir stellten sich echte "Ed Wood Vibes" ein. Eine gewisse Ähnlichkeit zum Tim Burton Film ist nicht von der Hand zu weisen. Song kang-ho ist mal wieder derjenige, der den Film trägt und eine erstklassige Leistung an den Tag bringt. Ich konnte mich zurücklehnen und folgte der Ironie der Geschichte gern. Den eher subtilen Witz bezieht sie aus dem Vergleich zwischen Film und filmischer Realität. Einerseits dem Overacting bei den Spielszenen, andererseits dem ernsthaften Schauspiel, wenn es genau so dramatisch in der "Wirklichkeit" am Filmset zugeht. "Spiderweb" schafft es, mit solch banaler Story seinen Zuschauer zu fesseln und zu amüsieren. Dann hat er alles richtig gemacht, oder? Fazit: Leise, subtile Komödie und kleine Abrechnung mit der Filmbranche, vorgetragen von einer tollen Darstellerriege. Wieder ein schöner, wenn auch nicht für jeden geeigneter, Film aus Korea.

ungeprüfte Kritik

Werewolves

Horror, Fantasy

Werewolves

Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 06.10.2025
Man möchte schon nach 5 Minuten wieder ausschalten, denn es gibt nicht nur die mir verhassten Linsenlichtreflexe, sondern das sind schon leuchtende Stör-Balken, die sich da aufs Bild legen. Was soll das? Ist der Kameramann unfähig oder hält man das für stylish? Der Film wirft uns mitten rein. Das Werwölfe existieren und es bereits vor der Geschichte dieses Filmes einen Zwischenfall gab, wird gleich mal in einem vorangeschobenen Text erklärt. Es heißt zwar "show, don't tell", aber so spart man sich einen ersten Teil. Im Grunde dämlich. Die Verwandlungen halte ich für gelungen. Da schaue man sich mal den CGI Rotz aus "Van Hellsing" an. Nur geht das alles viel zu schnell und schmerzlos. Normalerweise ist das eine Tortur, wie wir sie aus "American Werewolf" kennen. Aber wir befinden uns schließlich in einem Trashfilm und da spielt das kaum eine Rolle. Vor Beginn des Streifens wird vor Epilepsieanfällen wegen Stroboskoplichtern gewarnt. Ich kann mich dem anschließen. So eine unsinnige Blitzerei soll also von defekten Lampen ausgehen? Aha! Aber warum sind die überhaupt kaputt? Und zwar überall und den ganzen Film über? Macht keinen Sinn. Ich habe mich bemüht, den Film bis zum Ende zu schauen, aber als ich merkte, dass es eigentlich nur darum geht, Frank Grillo und Katrina Law mit gezogener Waffe an unfähigen Werwölfen vorbei durch Blitzlichter und Lichtstreifen ziehen zu sehen, habe ich mich meiner schwindenden Lebenszeit besonnen und Stop gedrückt. Fazit: Extreme Lensflares, ständige Stroboskopeffekte und eine hektische Kamera versauen das komplette Bild eines Filmes, der ohnehin nicht sehenswert gewesen wäre. Darüber legt sich ein aufdringlicher, leicht nerviger Soundtrack. Als hätten der Regisseur und sein komplettes Team absolut keine Ahnung vom Filmemachen. Ich bin entsetzt!

ungeprüfte Kritik

Demolition Man

Ein eiskalter Bulle.
Action, Science-Fiction

Demolition Man

Ein eiskalter Bulle.
Action, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 03.10.2025
Wieder mal in Nostalgie schwelgen: "Demolition Man" ist mehr "Achtziger" als so mancher Actionkracher, der wirklich aus jenem Jahrzehnt stammt. Er ist im Grunde eine satirische Actionkomödie und funktioniert auch nur genau deswegen. Er ist nicht ernst gemeint, sondern nimmt sein eigenes Genre, seine Zeit und die damalige Konkurrenz Stallones durch Arnold Schwarzenegger aufs Korn. Inzwischen klassischer Kult sind die 3 Muscheln, die Werbesongs und das ganze, völlig überzogene, friedfertige Ambiente. Das kann als ernst gemeinter Film gar nicht funktionieren, da es reichlich unlogisch wäre, wie schnell die Menschheit sich verwandelt hätte. "Demolition Man" strotzt vor witzigen Ideen und Anspielungen durch Easteregggs. Dabei ist er aber immer noch ein guter SF-Actionfilm. Wesley Snipes nervt ein wenig in seiner hibbeligen Rolle, ansonsten kann man dem Film nichts vorwerfen. Er machte damals schon Spaß und ist nun, durch Nostalgieeffekt, noch lustiger und unterhaltsamer. Fazit: Ein Klassiker. Eine Action Comedy mit viel Witz, Tempo und natürlich vielen Ballereien. Ein echtes Guilty Pleasure...von dessen Zukunftsvisionen einiges sogar wahr geworden ist.

ungeprüfte Kritik

Demon Pond

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 28.09.2025
Das gehört nun mal in die Kategorie "very, very special interest". Der ohnehin schon für skurile (aber auch einzigartige) Filme bekannte Takashi Miike hat hier ein Theaterstück inszeniert und abgefilmt. Zwar nicht stur und statisch von nur einem Punkt, sondern mit verschiedenen Schnitten und Perspektiven. Das verleiht dem Live-Mitschnitt zum Glück eine gewisse Dynamik. Was aber recht schade ist, ist die Tatsache, dass sich das karge, düstere, fast schwarzweiße, aufs Minimum reduzierte Bühnenbild nie ändert und der einzige Farbtupfer später rote Gewänder sein werden. Der deutsche Verleih hat sich entschieden, die Verfilmung nicht zu synchronisieren, was es zum einen schwerer macht, dem eher schwierigem Stoff aus fremdem Kulturkreis zu folgen, zum anderen aber auch alternativlos ist. Nur so kommt alles authentisch rüber für die aufgeschlossenen Zuschauer, die das interessiert. Trotz meiner Liebe zu asiatischen Filmen, auch abseits des Mainstream und teils auch von Werken Takashi Miikes, war meine Grenze nun doch erreicht. Es handelt sich nämlich weiß Gott nicht um ein kurzweiliges Vergnügen und erfordert schon eine Menge Geduld und vor allem ein wirklich zugängliches Puplikum. Daher ist eine Kritik fast gar nicht möglich. Es wird begeisterte Zuschauer geben und solche, die hier reinste Zeitverschwendung erkennen. Aufgrund fehlender Überraschungen oder aufwändiger Tricks und Kulissen habe ich nur Langeweile empfunden, erkenne aber Miikes Art an, wie er den Film gestaltet hat. Fazit: Ein Experiment, dass man wohl nur auf Arte zu sehen bekommen wird. Die Zielgruppe dürfte verschwindend gering sein und davon auch nur die Hälfte begeistert werden. Für uns Normalseher ist das schwer bis gar nicht durchzustehen.

ungeprüfte Kritik