Kritiken von "videogrande"

Jack the Giant Killer - Der Herrscher von Cornwall

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.07.2025
Fans von Ray Harryhausen werden im Nu bemerken, das hier nicht der Meister der Stopmotion selbst, sondern ein paar Nachahmer am Werke waren. Die Kreaturen in diesem Film sind doch deutlich grobschlächtiger und teils recht comichaft geformt, als die aus Sindbad-Filmen bekannten Figuren. Und aus ebendiesen hat man das Design regelrecht geklaut. Der gehörnte Riese vom Anfang hat mehr als nur Ähnlichkeit mit dem berühmten Zyklopen. Mit Torin Thatcher und Kervin Mathews hat man sogar erfahrene Genredarsteller dabei, die bereits in besagtem "Sindbad" und auch als Gulliver mitgewirkt haben. Nichts desto trotz ist der Film genau so charmant gemacht, wie die Konkurrenzfilme, nur eben einen Zacken billiger und kindischer. Zugrunde lag das Märchen von Jack und den Zauberbohnen, wobei die hier nicht vorkommen und von der Erzählung nicht viel übrig geblieben ist. Im Gegenteil, man mixt aus verschiedenen Geschichten etwas hinein. Fazit: Charmant, naiver Märchenfilm mit günstig erstellten Tricks. Etwas Abenteuer, Grusel, Albernheiten - Fertig ist der für große und kleine Kinder perfekte Nostalgietrip in die Zeit, als Filme noch phantasievoll und mit Liebe zum Detail umgesetzt wurden.

ungeprüfte Kritik

Hausu

Horror

Hausu

Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.07.2025
Jeder japanophile Filmfan sollte wohl mal "Hausu" gesehen haben, schon allein um ihn zu glauben. Beschreiben kann man das Geschehen nämlich nicht. Der Film war seiner Zeit definitiv voraus und möglicherweise ist die immer noch nicht gekommen. Die japanische Verrücktheit kommt hier voll zum Ausdruck. Der Film ist mehr ein Stück Popart, ein früher Live-Action-Anime, ein experimentelles, wildes Gewitter an recht einfachen Tricks, die bunt sind, gemalte Bilder zeigen, blitzen, blinken und nebenbei schon recht blutigen Horror zeigen, bei dem auch ein Hauch Erotik durch dezente Nacktheit über die Flimmerkiste weht. Ein Drogenrausch, ein Fiebertraum der verfilmt wurde. Dabei wirkt das Drehbuch wirr. Der Zuschauer muss sich viel zusammenreimen, weil oft in Metaphern erzählt wird und man letztlich zugeben muss, dass man nur das grobe Gerüst versteht aber nicht die Details. So ist der Film wirklich nur wegen seiner außergewöhnlichen Videoclipästhetik sehenswert, nicht aber als Horrorfilm, der er gar nicht ist. Eher ein sureales, dunkles Märchen im Comicstil mit ordentlich augenzwinkerndem Humor und dem Theater entliehener Inszenierung. Und natürlich steckt im Ganzen noch ein tieferer Sinn, bei dem u.a. das Atomtrauma Japans auch eine Rolle spielt. Starker Tobak also. Fazit: Ein Must See, dass dennoch schwer durchzustehen ist. Ein innovativer Experimentalfilm mit hohem Wiedererkennungswert, der ein verständnisvolles Puplikum benötigt. Nennt mich Kunstbanause, aber Meisterwerk kann ich es nicht nennen und die Gesamtwertung ergibt bei mir gute 3 Sterne.

ungeprüfte Kritik

Das Schwert der gelben Tigerin

Action, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 22.07.2025
Zu den bekanntesten im Wuxia Genre gehört dieser Film, der die Figur der weiblichen Kämpferin im Hong Kong Kino etabliert hat. Stilsicher und gewohnt naiv von den Shaw Brothers produziert. Immer wieder belustigend, wenn eine ganz offensichtliche Frau für einen Mann gehalten wird (was in Thailand manchmal umgekehrt ist, aber das gehört jetzt nicht hierher). Nicht erst seit "Mulan" ein beliebtes Motiv. Der Film ist schön gemacht, üppig ausgestattet und verknüpft im Grunde zwei Geschichten. Die Kampfeinlagen sind schön choreografiert, mit den seinerzeit üblichen Schnitten, die heutzutage etwas belustigend wirken können. Wie so oft entstehen aber oftmals Längen, diesmal auch durch Gesangseinlagen, die es zu überstehen gilt. Dafür entschädigt aber ein kurzweiliges Finale. Die Mischung aus Kampffilm mit Comedyeinschüben und für das Entstehungsjahr ordentlich Brutalität (Blut spritzt, Schwerter kommen auf der anderen Seite wieder raus und eine Hand geht flöten) war im europäischen Kino etwas Neues und Gewagtes. Heutzutage muss man eine gewisse Liebe für diese Schinken mitbringen, damit sie noch wirken. Immerhin hat Regisseur King Hu es diesmal nicht mit der Gesamtlaufzeit übertrieben, so dass "Das Schwert der gelben Tigerin" (ein blöder, rassistischer Titel) nur halb so lang ist, wie der bahnbrechende "Ein Hauch von Zen". Fazit: Ein Klassiker des Genres. Nicht immer kurzweilig aber mit Charme gemacht und sehenswert.

ungeprüfte Kritik

Downrange

Die Zielscheibe bist du!
18+ Spielfilm, Thriller

Downrange

Die Zielscheibe bist du!
18+ Spielfilm, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 22.07.2025
So einfach geht Spannung. Die Beschränkung auf nur einen Schauplatz und nur das Wesentliche, also keine Nebenhandlungen und verschnörkelte Charakterzeichnungen, hält diesen Mix aus Roadmovie und Backwood-Slasher über die komplette Laufzeit packend. Das Skript punktet durch genreuntypisch clevere Teenager, die mit Köpfchen agieren und sich etwas Brauchbares einfallen lassen, bei dem man nicht unbedingt immer mit dem Kopf schütteln muss. Das Duell zwischen dem unbekannten, unsichtbaren Angreifer aus dem Hinterhalt und den eiskalt erwischten Teenagern lebt von seiner aufs Grundlegende reduzierten Situation. Alles ist auf ein Minimum beschränkt und die Motivation des Todesschützen wird gar nicht erst zum Thema gemacht. Somit zeigt der Film den puren Überlebenskampf und das auf ultrabrutale Art und Weise, ziemlich ernsthaft ohne die üblichen Sprüche und Humoreinschübe. Fazit: Ein richtig fieser, kleiner, blutiger Splatterthriller. Kompromisslos, hart, ohne Umschweife. Durchgehend spannend und am Ende dann auch noch wirklich gemein.

ungeprüfte Kritik

Trap - No Way Out

30.000 Fans. 300 Cops. 1 Killer. Kein Entkommen.
Thriller, Krimi

Trap - No Way Out

30.000 Fans. 300 Cops. 1 Killer. Kein Entkommen.
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 21.07.2025
Morgen muss ich zum Arzt und eine Gehirnerschütterung behandeln lassen, die ich mir durch ständiges Schlagen mit der flachen Hand an die Stirn zugezogen habe. Also entweder Shyamalan wollte uns verarschen oder er hat das Ganze satirisch gemeint und ich habe es nicht verstanden. Das ist so ziemlich der dümmste Film, den ich in den letzten 20 Jahren gesehen habe. Wie auf einer Perlenkette reiht sich hier eine Unglaubwürdigkeit an die nächste. Selbstverständlich erzählt die Polizei einem TShirt Verkäufer, weshalb sie da ist. Jeder Angestellte kennt den Plan. Das Konzert ist so "laut", dass man sich problemlos miteinander unterhalten kann. Es herrscht kein Gedränge, man geht problemlos zwischen Gängen und Konzertsaal hin und her und findet sich immer wieder, trifft 2x auf dieselben Leute, kann in eine Lagebesprechung platzen, die eigentlich schon vor dem Einsatz hätte stattgefunden haben müssen. Und vor allem: Kein Teenie würde jemals ein paar Mal das Konzert seines Idols verlassen. Ganz zu schweigen, von dem was ansonsten ständig passiert und was ich anstandshalber nicht spoilere. Wie gesagt, die Hand schlug im Minutentakt an die Birne. Wenn man so eine -eigentlich gute- Idee hat, dann muss es doch möglich sein, etwas realistischer vorzugehen. Das ganze Verhalten der Leute, die bescheuerten Zufälle, das unglaubwürdige ständige Entkommen und viele unsinnige Konstruktionen (Stichwort Kuchen...woher wusste sie, das er zurückkommt?). Nee, das war alles reinster Stuss. Den 2. Stern gibts für Josh Hartnetts Leistung. Der Rest ist pure Enttäuschung. Es sei denn, man lacht sich drüber kaputt. Fazit: Vielleicht die Königin der unlogischsten und unglaubwürdigsten Filme überhaupt. Gewisse Spannung wird von absolutem Schwachsinn in einer nie geahnten Dichte regelrecht untergraben.

ungeprüfte Kritik

Godzilla x Kong - The New Empire

Das neue Imperium - Gemeinsam siegen oder alleine untergehen. Beuge dich deinem neuen König.
Action, Fantasy

Godzilla x Kong - The New Empire

Das neue Imperium - Gemeinsam siegen oder alleine untergehen. Beuge dich deinem neuen König.
Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 20.07.2025
Ich gehöre zu den Godzilla Fans, die die japanischen Originale als spaßige, originelle, trashig-kultige Monsterfilme ansehen, die auch ein paar ernsthafte Streifen hervorgebracht haben. Die US-Varianten sind eher streitbare Vertreter ihrer Zunft. Wobei ich den Vorfilm noch ganz amüsant fand. Die Reihe baut sich zu einem Monsterverse aus, wo ein Film auf dem anderen aufbaut, man aber immer mehr in Fantasy Gefilde abdriftet. Dieser Teil verlangt seinen Zuschauern einiges an Toleranz ab. Nicht, dass man ein cineastisches Meisterwerk erwarten würde, aber es gilt auch, reichlich Unlogik einfach mal zu schlucken. So hat man natürlich einen riesigen Stiftzahn und eine Armprothese für Riesenaffen mal eben einfach so auf Lager. Zum Glück befindet sich das ausgerechnet da, wo es gebraucht wird. In einem "Kai-aus-der-Kiste" Moment, schafft es der Tierarzt allein meilenweit zu laufen, das Teil an ein Fluggerät zu schrauben und zurückzufinden. Gefühlt in Minuten. Man traut seinem Puplikum wirklich kein logisches Denken mehr zu. Das mag im Geiste der alten Filme sein, aber heutzutage? Wir sehen einen fast reinen Animationsfilm, der immerhin die Monster klar und deutlich zeigt. Diese wurden komplett vermenschlicht, damit man der grunzend-gröhlenden Gesellschaft auch folgen kann. Und was man gar nicht versteht, das wird uns von den Menschen in ewigen Expositionen erklärt. Nur dazu sind sie da. Mir war das Ganze zu doof. Godzilla hat nur eine Nebenrolle und das Affentheater geht einem irgendwann auf den Keks. Sicherlich gibts tolle Schauwerte aber der Film schießt übers Ziel hinaus. Fazit: Gut getrickste, naive Monsterklopperei und Zerstörungsorgie, die schwer durchzustehen ist. Hat mit dem Charme der japanischen Originale nix mehr zu tun und hält uns für blöd.

ungeprüfte Kritik

Mad Cats

Fear the Purr
Action

Mad Cats

Fear the Purr
Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 18.07.2025
Au Ha! Da hab ich mich aber wieder auf einen experimentellen Autorenfilm aus Japan eingelassen. Immerhin war er synchronisiert, so das ich wenigstens keinen O-Ton mit Untertitel über mich ergehen lassen musste. Der Film lässt sich schwer beschreiben: Zu Mensch gewordene Katzen (ein paar mehr oder minder nett anzusehende Damen, die sich einer tierischen Gestik bedienen) halten sich Geiseln, die sie nach Lust und Laune enthaupten. Ein vermisster Bruder wird gesucht, 3 scheinbar zufällig aufeinandertreffende Personen finden sich zusammen, um ihn zu befreien und werden in verschiedene Kämpfe verwickelt. Welcher direkte Sinn dahinter steckt, müsste ich nachlesen. Fragt sich, ob ich fündig würde. Im Groben geht es tatsächlich um eine metaphorisch dargestellte Bindung zwischen Mensch und Tier (Takas Bruder und seinem Findelkind Ayane). Tatsächlich gibt es Gutes an diesem Schwachsinn. Die Bildqualität ist super. Die Inszenierung ist für das Budget sehr hochwertig. Der ein oder andere Schmunzler wird entlockt. Es gibt Szenen, die kultig werden könnten, wie die Idee mit den auf alt getrimmten Rückprojektionen beim Autofahren. Dies ist ein gelungener Gag. Aber ansonsten hab ich nix verstanden und mich extrem gelangweilt. Vom erwarteten, leicht fetischbeladenem Guilty Pleasure Trashmovie mit Kultfaktor entdecke ich verschwindend wenig. Ich weiß im Grunde wirklich nicht, was das soll, außer das Katzen in aller Welt gewisse Bedeutung zukommt und sie gerade in Japan und Ost-Asien allgemein beliebt sind. Und das nicht nur auf dem Mittagstisch. Fazit: Schrott will ich es nicht nennen. "Sehr speziell" beschreibt es besser. Qualitativ hochwertiger, abgedrehter, sprunghafter, oberflächlicher und unverständlicher Unsinn, der eigentlich nur Lebenszeit kostet.

ungeprüfte Kritik

Armour of God - Chinese Zodiac

12 Ziele, 12 Gegner, 1 Jäger: Asian Hawk ist zurück!
Action, Abenteuer

Armour of God - Chinese Zodiac

12 Ziele, 12 Gegner, 1 Jäger: Asian Hawk ist zurück!
Action, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.07.2025
Eine späte und unerwartete Fortsetzung, die in manchen Medien als "nicht offiziell" bezeichnet wird. Klar, man kann den Film ohne Vorwissen als Einzelfilm sehen. Das konnte man mit beiden Vorgängern aber auch. Dies ist sicher ein dritter Teil. Es gibt sogar etliche, witzige Insider-Eastereggs für Kenner der Reihe. Zugeben muss man, dass er stilistisch nicht mehr dazu passt. Ein Schicksal vieler Filme, die sich nach Jahrzehnten anmaßen, einer inzwischen zu Kult herangereiften Reihe einen Nachschlag zu verpassen. Teil 3 beginnt mit einer spektakulären Eingangssequenz, die Bond nicht besser hinbekommen hätte. Es geht ohne Atempause weiter. Manchmal extrem comichaft (Stichwort Bienen), manchmal schlecht getrickst (Stichwort Baumstamm), immer komplett drüber aber immer typisch Jackie Chan, dabei temporeich, nie langweilig und sehr unterhaltsam, farblich etwas zu knackig, leicht übersteuert und nicht immer frei von Unschärfen. Von den drei Filmen, oder sogar von allen Jackie Filmen, ist dies der actionreichste und fast schon überfüllteste Film, den man sich als Fan wünschen kann. Wie immer hat man das Gefühl, dass er etwas zu lang ist, dabei sah ich nur die kürzere, internationale Fassung. Hier hat man wirklich ein Füllhorn an Ideen ausgeleert, auch wenn ich kurz "Uncharted Vibes" hatte. Sofern das Spiel aber nicht die Szene zeigte, war man hier erster und hat keineswegs abgekupfert. Fazit: Guiness Buch prämierte Leistung für die meisten selbstgemachten Stunts. Ein wahres Feuerwerk an actionreicher Comedy, leicht zu wild aber verdammt unterhaltsam!

ungeprüfte Kritik

Armour of God 2 - Mission Adler - Der starke Arm der Götter

Abenteuer, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 17.07.2025
Meine Hoffnung, dass dieser 2. Teil besser als der Vorgänger sein könnte, war berechtigt. Das ist ein Jackie Chan Film, wie ich ihn mir vorstelle und der über die Jahre sicherlich für einige zum Kult herangereift ist. Merklich temporeicher, aufwändiger mit pausenlosem Humor viel mehr Einfällen, deutlich mehr Budget und auch mehr Action angereichert, als der maue erste Teil. Ok, er ist auch deutlich alberner, aber nicht auf übermäßig störende Weise. Die Drehorte geben mehr her und sind diesmal echt. Ich muss immer noch über Afrikaner in einer serbischen Burgruine lachen, die der Vorgängerfilm uns präsentiert hat. Zu diesem gibt es durch den Baron auch einen Anknüpfpunkt, insofern spürt man den Fortsetzungscharakter. Das ganze Treiben muss man nicht mögen, es ist schon speziell, wie die Spencer-Hill-Filme oder die Werke eines Louis de Funes. Hier ist es eben ein Jackie Chan Film mit überbordernder Albernheit aber handgemachter, wieselflinker Action. Fans bekommen, was sie erwarten. Gegen Ende zieht sich das Ganze zwar ein bisschen, aber durchweg gibt es pure Comedy-Action-Unterhaltung. Fazit: Kurzweilige Abenteuerkomödie in typischem Jackie Style. Bunt, abwechslungsreich und sehr unterhaltsam.

ungeprüfte Kritik

Armour of God - Der rechte Arm der Götter

Abenteuer, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 14.07.2025
Ich habe mir überlegt, ob ich den Film wirklich bewerten soll, denn damit kann ich mir nur Feinde machen. Ich habe diesen angeblichen Kultfilm erstmals mit hoher Erwartung gesehen und bin bitter enttäuscht. Zunächst mal, ist bereits die Einstiegssequenz ein Brüller, da dort ein afrikanischer Stamm ganz offensichtlich in einer europäischen Burgruine rumtobt und auch die Vegetation nichts mit Afrika zu tun hat. Das ist eine Lachnummer und zeugt vom niedrigen Budget. Der ganze Film wirkt überaus billig. Die Frisuren einiger Mönche wurden mit Spray zum Ergrauen gebracht, Theaterschminke sorgt für Falten...das wirkt wie Fasching aber nicht wie ernst zu nehmende Konkurrenz für Hollywood. Sie kennen bestimmt alte Historienfilme aus China, wo junge Darsteller mit aufgeklebten Bärten und weißen Perücken zu Greisen geschminkt wurden. Doch was dort gewissen Charme versprüht, wirkt hier albern und sureal. Die Ausstattung und Machart sind grauenhaft. Aber was macht einen Jackie Chan Film aus? Genau, die humorvollen Stunts. Er leistet hier einiges, das wirklich akrobatisch und anerkennenswert ist, aber selbst der vielgelobte Sprung auf den Heißluftballon ist unfreiwillig komisch, da er von einem Berg abspringt, sich dann aber plötzlich in luftigen Höhen befindet. Bei den Blues Brothers war sowas lustig, hier eher unpassend. Viel passiert im ersten Teil der "Armour of God"-Trilogie ehrlich gesagt nicht und zwischen  einigen Kloppereien wird viel Zeit für ermüdende, nichtssagende Szenen und Dialoge verschwendet. Fazit: Ich kann den Hype nicht nachvollziehen. Ein billiger, langweiliger und in großen Teilen unfreiwillig komischer Klamauk, der grundsätzlich als Trash bezeichnet werden kann. Ich habe Hoffnung, das eigentlich Teil 2 für den Titel "Kult" verantwortlich ist und bin gespannt.

ungeprüfte Kritik

Influencer

Trau niemandem, dem du folgst.
Thriller

Influencer

Trau niemandem, dem du folgst.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 13.07.2025
Das dürfte der Film sein, der am längsten läuft, bevor er mal den Titel einblendet. Man könnte fast schon denken, er wäre vorzeitig zu Ende. Mit diesem Kniff fängt der Film aber erst an, wir haben praktisch an eine falsche Hauptdarstellerin geglaubt. Allein das finde ich schon sehr gut überlegt. Ich persönlich bin ein Gegner oder besser skeptischer Betrachter von Social Media und hatte dem Film gar nicht mal so viel zugetraut. Dachte, das wäre ein Kiddiefilm mit typischer Jugendsprache und "Wuhuhu"-Gejohle, bei dem ich doch nicht so recht mitkomme oder nicht mit ihm grün werde. Doch gerade für Leute wie mich, mit gewisser Abscheu vor "Farcebuch" und Konsorten ist "Influencer" ein wahrer Horrorfilm, der mich aufgrund seiner tatsächlichen, technischen Möglichkeiten ängstigt und verunsichert. Könnte bei ganz Zartbesaiteten gar Paranoia auslösen, wie einst Filme wie "Unternehmen Capricorn". Manchmal hätte man etwas tiefer auf die Auswirkungen des Identitätsklaus eingehen können, gerade am Ende hätte mich interessiert, wie man der Polizei das erklärt...Nun denn, mich hat der Film trotzdem gepackt und auch aufgrund der Location gekriegt. Ebenso hat mich Cassandra Naut fasziniert, die zwar auch aufgrund ihrer Hypertrichose im Gesicht einen auffälligen Wiedererkennungswert hat, aber auch eine bemerkenswert charismatische Darstellung geboten hat. Fazit: Eine Überraschung! Ein einfacher aber sehr spannender Thriller der Ängste vor der immer weiter voranschreitenden Computertechnik schürt, ohne in Sci-Fi-Bereiche abzugleiten und der zum Nachdenken anregt.

ungeprüfte Kritik

Das verborgene Gesicht

Es gibt Türen, die sollte man nicht öffnen.
Thriller

Das verborgene Gesicht

Es gibt Türen, die sollte man nicht öffnen.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 12.07.2025
Zunächst denkt man eine ganze Weile: "Wie bescheuert kann denn eine Inhaltsangabe sein, wenn sie den Clou des Filmes, die "überraschende" Wendung vorwegnimmt und verrät!", denn es scheint darauf hinauszulaufen, dass der Zuschauer an einen Spuk denken soll, der sich dann ganz am Ende erst offenbahrt. Das passiert aber knapp bei der Hälfte. So wird der halbe Film durch die Filmbeschreibung gespoilert und jeglicher Überraschung beraubt. Das ist reichlich doof. Es wird dann zum Glück doch noch ein ganz passabler Thriller mit einigen guten Ansätzen daraus. Ich denke, er wird Paare beim Ansehen spalten, denn ich hatte keinerlei Mitleid mit Belén, während meine Frau sie sehr bedauert hat. Warum, das werden Sie je nach Geschlecht bemerken und anders emotional reagieren. Eigentlich fing der Film schon mit einem enormen Logikschnitzer an, so dass ich ihm nicht mehr viel zugetraut habe. Denn wie kommt das Auto von Adrián vor die Wohnung von Fabiana? Der müsste eigentlich irgendwo entfernt vor einer Kneipe stehen. Danach entfaltet sich aber eine wirklich interessante Story, der man zwar auch hier und da mal was verzeihen muss, die aber (zur Hälfte, wenn man den Text gelesen hat ;-)) spannend und innovativ ist und Wiedererkennungswert hat. Fazit: Wenn man absolut nichts über den Film weiß, funktioniert er am besten.

ungeprüfte Kritik