Kritiken von "spiegelblicke" aus Krefeld

The Ugly Stepsister

Wer schön sein will, muss leiden.
Horror, Drama

The Ugly Stepsister

Wer schön sein will, muss leiden.
Horror, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.12.2025
Völlig andere Herangehensweise an "Aschenputtel", ohne hierbei so hanebüchen albern zu werden, wie die Masse an horresker Umsetzungen einstiger Disney-Klassiker es hätte befürchten lassen. Die Story bleibt konstant spannend wie gewissermaßen nachvollziehbar, die bitterböse Note, die die Entscheidungen Richtung Schönheitsideal mit sich bringt, ist galant wie zugleich recht grausig in Szene gesetzt. Großer Pluspunkt meinerseits dafür, dass "The Ugly Stepsister" nicht auf groß-bebilderten Blutrausch setzt, sondern den Fokus auf Dramaturgie, Storytelling und Figurenzeichnung legt. In der Tat lässt sich mit der Protagonistin mitleiden, bringt man jedoch gleichermaßen Sympathien für die Stiefschwester auf. Anfang, Zwischenspiel wie auch Ausgang gehen durchaus unter die Haut - mir hat "The Ugly Stepsister" außerordentlich gut gefallen, wenngleich ich mich hinsichtlich einer gewissen Großaufnahme in der Scheune frage, ob dies eher ein Jux der Macher war oder tatsächlich erotisch gemeint sein sollte.

ungeprüfte Kritik

The Devil's Diner

Survive the Night
Horror, Thriller

The Devil's Diner

Survive the Night
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.12.2025
Im Grunde genommen ein sehr solides Drehbuch, eine gelungene Story mit überraschenden Wendungen und einem durch Perspektivwechsel gelungenen Spannungsaufbau - leider fällt es bisweilen schwer, die Protagonistin in "The Devils Dinner" so richtig ins Herz zu schließen und somit entsprechend mitzufiebern. Dadurch, dass Nancy eher unsympathisch, stetig biestig, herzlos und genervt wirkt, fällt es mir als Zuschauer nicht unbedingt leicht, regelrecht um sie zu bangen. Dennoch zog mich das Gesamtwerk durchaus in seinen Bann, lässt wohlwollend über ein paar Logiklöcher hinwegsehen und zu guter Letzt auch gerne beide Augen zudrücken, wenn das übliche "huch, xy müsste zwar längst tot sein, lebt aber doch noch" seinen Platz findet. Volle Punktzahl verdient sich "The Devil's Dinner" gewiss nicht, verfügt schlichtweg über mehr Potentail, als auf die Leinwand gebracht wurde - ein netter Film für zwischendurch ist hier jedoch allemale entstanden.

ungeprüfte Kritik

Die Rosenschlacht

Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt.
Komödie, Lovestory

Die Rosenschlacht

Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt.
Komödie, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 17.12.2025
Tatsächlich bin ich davon ausgegangen, dass "Die Rosenschlacht" ein Remake von "Der Rosenkrieg" sein würde - sehr sehr weit gedacht kann man dies auch nach der Sichtung bejahen, fehlt dem neuen Werk jedoch das gewisse Etwas. Es fällt insbesondere schwer, Sympathie zu Ivy aufrecht zu erhalten, so dass ab der ungefähren Filmhälfte kaum etwas von der eingangs vermittelten Liebesgeschichte übrig bleibt. Dies mag exakt die Absicht hinter "Die Rosenschlacht" gewesen sein, verliert sich das Werk jedoch zu oft in dem Versuch, gleichzeitig bissig wie auch schlicht unterhaltsam zu sein. Hier und dort wirkt eine Szene übertrieben, eine andere zu wenig auf den Punkt gebracht - insgesamt durchaus sehenswert, nicht zuletzt aufgrund des gelungenen bitterbösen Endes, retten die Szenen rund um die gemeinsamen Kinder an dem Gesamtwerk jedoch mehr, als den Hauptdarstellern lieb sein mag.

ungeprüfte Kritik

Project Silence

Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 13.12.2025
"Project Silence" hat mich insgesamt mitgerissen, mag man ein paar zu künstlich wirkende Effekte verzeihen und auch nicht weiter darüber nachdenken, wie jemand, der in die Tiefe stürzt, wenige Momente später wieder hoch oben Halt an einem über de Abgrund ragenden Fahrzeug findet - die Story an sich mag nicht allzu neu sein, funktioniert aber auf sehr weite Strecken erstaunlich gut. Nicht jede Verhaltensentscheidung diverser Filmfiguren ist nachvollziehbar, darf man aber nicht vergessen, dass der heimische Zuschauer stets abgebrühter beurteilt und entscheidet als steckte er selbst in betreffender Lage.

Die bedrohliche Atmosphäre überzeugt im Zusammenspiel mit der ein oder anderen emotionalen Szene - die politische Entscheidung wirkt leider allzu authentisch, so dass man "Project Silence" einfach mal auf sich wirken lassen darf.

Kein Meisterwerk, in meinen Augen jedoch durchaus gelungen.

ungeprüfte Kritik

Freakier Friday

Auf ein Neues!
Komödie, Fantasy

Freakier Friday

Auf ein Neues!
Komödie, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 13.12.2025
Gelungene Fortsetzung, welche keinesfalls zu albern geraten ist. Gewiss war der "Doppeltausch" auch für jene, die den Trailer nicht gesehen haben, vorhersehbar - dennoch tut dies dem Gesamtwerk keinerlei Abbruch. Ähnlich wie in der modernen Variante von "Jumanji" ist es schlichtweg bezaubernd wie mitreissend, das Leben im fremden Körper beobachten zu dürfen. Durch die grandiose Besetzung reißt "Freakier Friday" vermutlich auch deutlicher mit so das man die gewissen rosaroten Entwicklungen in wirklich jede Richtung auch verzeihen mag.

Mir hat das Gesamtwerk Spaß gemacht, sammelt "Freakier Friday" durch emotionale Momente weitere Pluspunkte, um nicht allzu banal daherzukommen.

Einer wiederholten Sichtung beider Teile steht für mich nichts entgegen.

ungeprüfte Kritik

Intrigo - Tod eines Autors

Nach der Romanreihe 'Intrigo' von Håkan Nesser.
Thriller, Krimi

Intrigo - Tod eines Autors

Nach der Romanreihe 'Intrigo' von Håkan Nesser.
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 13.12.2025
"Intrigo" bedient sich zweier Erzähleben, die beide für sich spannend zu verfolgen sind. Ab einem ungewissen Zeitpunkt mag der gewiefte Zuschauer gewiss erahnen, auf was das Ganze hinausläuft und ist dennoch etwas enttäuscht über den etwas merkwürdig konstruierten Ausgang, der großen Frage "warum das alles" und dem etwas plumpen Finale. Dadurch, dass der Zuschauer von Anfang an weiß, dass David seine eigene Geschichte erzählt statt tatsächlich einen fiktiven Roman vorzustellen, geht dem Gesamtwerk natürlich einer der überraschenden Effekte ab, die das Ganze als Buch gehabt hätte.

Der immerfort großartige Ben Kingsley wirkt wie weit hinter seinen Möglichkeiten gefangen gehalten, darf er in "Intrigo" aber auch nicht viel mehr tun, als sich von Küche zum Tisch und zurück zu bewegen. Im Zusammenspiel mit Benno Führmann entsteht zwar eine sehenswerte Dynamik, fehlt "Intrigo" nach wirklich durchgängig fesselnden 100 Minuten schlussendlich das letzte i-Tüpfelchen.

ungeprüfte Kritik

Stronger

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 13.12.2025
Gefühlvolle und zugleich schonungslose Umsetzung einer wahren Geschichte, die hier und dort gewiss ausgeschmückt wie auch zugunsten der FSK12 Freigabe beschönigt worden sein mag.

"Stronger" zeigt die verschiedenen Facetten der Gefühlswelten auf, die die direkten Beteiligten eines Bombenattentats durchleben - und mitunter den innerlichen wie äußerlichen Zustand des eigentlich Betroffenen nahezu aus den Augen verlieren.

"Stronger" geht an vielen Stellen unglaublich nahe, lädt hier und dort jedoch zum Schmunzeln - lockere Wortwitze des Protagonisten vemitteln eine Leichtigkeit, die in der nächsten Szene vollständig in sich zusammenbricht. Dank der insgesamt äußerst überzeugenden Darstellerrleistungen vergehen die knapp zwei Stunden Spielfilmzeit wie im Fluge. Ein Film, der ähnlich nachwirkt wie überzeugt.

ungeprüfte Kritik

Ein Kind wie Jake

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 25.11.2025
Recht gelungener Film mit hervorragender, glaubwürdiger Besetzung, von denen wenig überraschend Jim Parsons am meisten zu bestechen versteht - die Rolle des ewigen Sheldon Cooper rückt hier völlig in Vergessenheit.

"Ein Kind wie Jake" wirft gewiss viele Fragen auf, macht jedoch nicht den nahezu zum Scheitern verurteilten Versuch, diese auch zu beantworten oder wertend vorzugehen. Eine kleine Note im Hinterkopf bleibt indes, dass die Frage, wie Homosexualität entsteht, im Film von Darstellern diskutiert wird, die selbst homosexuell sind - hier hätte ich mich Bonusmaterial zum Film gewünscht, um die Schauspieler selbst zu Wort kommen zu lassen.

Die filmische Atmosphäre ist durchaus gelungen, die Story zugkräftig, unterhaltsam wie auch dramatisch, ohne zu schwer auf der Seele zu lasten. Mir persönlich hat "Ein Kind wie Jake" insgesamt zugesagt; ein wenig Luft nach oben bleibt dennoch.

ungeprüfte Kritik

The Other

Thriller, Horror

The Other

Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.10.2025
"The Other" beginnt mit einem DVD-Menü, welches die Erwartungshaltung des Zuschauers recht niederdrückt. Auch die ersten Filmbilder sind nicht sonderlich vielversprechend, vermag sich dieser Eindruck jedoch schnell in Wohlgefallen aufzulösen. Die bemühte Kommunikation der frischen Adoptiveltern mag auch des´n Zuschauer etwas anstrengen, muss das Drehbuch sich überdies die Frage gefallen lassen, ob ein Kind, von dem niemand weiß, ob es aus gesundheitlichen oder psychischen Gründen heraus nicht spricht, tatsächlich zur Adoption freigegeben wird - insgesamt betrachtet vermag "The Other" jedoch zu überzeugen und die Spannung konstant zu halten. Hier und da mag man das zuschauerliche Auge ein wenig zudrücken müssen, bietet insbesondere das Finale eine Vielzahl von kaum glaubwürdigen Szenen (sofern man in diesem Genre überhaupt von Glaubwürdigkeit sprechen darf), punktet das Gesamtwerk hingegen durch seine eigene Finesse, den handfesten Grusel ohne möglichst blutrünstig-eklige Effekte und seiner soliden Besetzung (allem voran: die absolut großartige Lily D. Moore).

"The Other" hat mich in vielerlei HInsicht überrascht, mitgerissen und im Großen und Ganzen überzeugt. Ein kleiner Minuspunkt für das etwas übertrieben-fragwürdige und zudem doch irgendwie offene Ende; eine Empfehlung meinerseits gibt es allerdings durchaus.

ungeprüfte Kritik

Die 12 Geschworenen

TV-Film, Krimi, Drama

Die 12 Geschworenen

TV-Film, Krimi, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.10.2025
Vollends überzeugender Film der späten 90er Jahre, der ohne viel Hollywoodtamtam zu packen, mitreissen und mitfiebern einläidt. Der Umstand, dass "Die 12 Geschworenen" den Zuschauer rund zwei Stunden an nahezu einem einzigen Schauplatz fesseln, fällt keineswegs negativ ins Gewicht. Im Gegenteil: die zunehmend auflgeladene Stimmung, Wut und Resignation zwischen den Beteiligten ist deutlich spürbar, mag man jedoch dem Gesamtwerk schlussendlich das recht abrupte Ende verzeihen müssen. Thematisch gleichartige Werke gab es nicht zuletzt in Form von "Juror No. 2", trägt "Die 12 Geschworenen" hingegen eine eigene Stimmung inne, die dem modernen Zuschauer womöglich wiederum zu unspektakulär daherkommen könnte. Filmfreunde jedoch, die sich nicht minder gern von Dialogen einfangen lassen, erleben ein packendes Gerichtsdrama ohne Drama, jedoch mit jeder Menge Zugkraft.

ungeprüfte Kritik

Voilà, Papa!

Der fast perfekte Schwiegersohn
Komödie

Voilà, Papa!

Der fast perfekte Schwiegersohn
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.10.2025
Französische Filme sind oftmals nicht meins; habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass Komödien, in denen Christian Clavier mitwirkt, mir durchaus zusagen. Zu "Voila, Papa" habe ich es leider nicht ins Kino geschafft, empfinde dies rückblickend betrachtet jedoch wenig dramatisch, wirkt das Gesamtwerk stellenweise etwas zu versucht-ulkig.
Die Story an sich trägt ähnliches Potential inne wie die Besetzung an sich - im Großen und Ganzen weiß die Komödie durchaus zu unterhalten, übertreibt nur an wenigen Stellen und sorgt trotz gewisser Vorhersehbarkeiten für wirkliche Unterhaltung. Dessen ungeachtet bleibt zu guter Letzt der Eindruck, dass es an irgendetwas fehlt, um an die Komik des ewigen Vergleichsfilme "Monsieur Claude und seine Töchter" heranzugereichen. Ein wenig Tiefgang hätte dem Werk gewiss gutgetan, hatte ich mir irgendwo mehr von dem ganzen erhofft, so dass hier die einmalige Sichtung durchaus ausreicht.

ungeprüfte Kritik

Des Teufels Bad

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.10.2025
Auch ich musste "Des Teufels Bad" mit Untertitel anschauen, da ich sonst manche Wörter schlichtweg nicht verstanden hätte -- dies trübte die düstere Atmopshäre und die Nachwirkung des melodramatischen Filmes meine Erfahrung jedoch recht geringfügig. Für kleine Andeutungen, die großes verbergen, muss der Zuschauer aufmerksam genug sein. Dass die Ehe zwischen Agnes und Wolf schlichtweg zum Scheitern verurteilt ist, liegt nicht nur an der enttäuschten Schwiegermutter, die täglich zu Besuch kommt und Agnes einzige Auflehnung darin besteht, umgeräumtes wieder an ihren Platz zu rücken. Isolation, unerfüllte Sehnsucht, Trauer, Verzweiflung und ein gewählter Lösungsweg aus der Misere, der geschichtlich dokumetiert ist.... all dies stellt gewiss keinen Unterhaltungsfilm für den Mainstream dar. "Des Teufels Bad" agiert zwischenmenschlich brutal, überzeugt in seiner Umsetzung insbesondere durch die sorgsam ausgewählte Besetzung, die nicht zuletzt durch die Ausstrahlung von Wolf, der stets zwischen Enttäuschung und Mitgefühl zu schwanken droht.

Für mich einer der intensivsten Filme mit Nachwirkung.

ungeprüfte Kritik