Kritiken von "Chris123"

Kleine Dinge wie diese

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Claire Keegan.
Drama

Kleine Dinge wie diese

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Claire Keegan.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 26.01.2026
"Wenn du durch dieses Leben kommen willst, musst du manche Dinge ignorieren"

Überragender Cillian Murphy.
Da packt es einen schon gewaltig, wie ehrlich und glaubwürdig Cillian Murphy den braven, bescheidenen und fleißigen Vater von Fünf Mädchen gibt, und ein Leben lang die schweren, schmutzigen Kohlen hin und her schindet. Dabei kommt er in gebückter Haltung daher und schrubbt sich täglich die dreckigen Hände mit Seife und Wasser ab bevor er sich zu seiner Familie an den abendlichen Esstisch setzt. Dabei hat er immer ein freundliches Wort oder ein respektvolles nicken für die Menschen in seiner Umgebung übrig, gleich wie schlecht es im gerade geht.

Eines muss allen von euch klar sein: Dieser Film ist bei WEITEN nicht für jeden geeignet. Die Düsternis die, die meiste Zeit über den Film liegt ist schon sehr beklemmend, ja geradezu klaustrophobisch. Als der Kohlehändler Bill Furlong (Murphy) bei der Auslieferung einer Fuhre in ein örtliches Kloster bemerkt das dort junge, schwangere, alleinstehende Frauen und Mädchen zwangsweise eingewiesen und wie im einen Gefängnis oder Arbeitslager gequält und misshandelt werden fühlt er sich an seine eigene, ledige Mutter erinnert. In ihm tobt ein Kampf gegen die Vergangenheit und die Gegenwart.....wie soll er sich verhalten?

Fazit: Schwer verdauliche Kost die einen viel Geduld und Leidensfähigkeit abverlangt. Viele würden diesen Film als langweilig oder langatmig bezeichnen und von einer mangelhaften Inszenierung sprechen. Fakt ist aber das hier hohe Schauspielkunst und eine wahrhaft skandalöse Begebenheit im Bezug auf die katholische Kirche zu bestaunen gibt. Das ist bestimmt nicht jedermanns/Frau Sache. Wer aber die Mühe nicht scheut und emotionale, menschliche Darstellung zu schätzen weiß ist hier genau richtig. 4-5 Sterne. Super.

ungeprüfte Kritik

Die Rosenschlacht

Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt.
Komödie, Lovestory

Die Rosenschlacht

Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt.
Komödie, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 26.01.2026
" Sein Atem riecht wie eine Sardelle die auf Sauftour war und sein Lachen klingt wie das Röcheln eines krepierenden Köters"
- Ivy Rose zur Paartherapeutin -

Hier gefällt mir die Kritik von "Spiegelblicke" ganz gut. Ich bin ja schon immer ein großer Fan von Danny De Vitos´s "Rosenkrieg(1989)" mit den phantastischen Darstellern Kathleen Turner, Michael Douglas und eben Danny DeVito als erzählenden Scheidungsanwalt, ein Klassiker im schwarzen Komödien Bereich. Die Neuverfilmung, sofern man sie als solche sieht, wirkt aber nach immerhin 35 Jahren um einiges frischer und lebendiger.

Benedict Cumberbatch und Olivia Colman sind auf jeden Fall schauspielerisch als "Traumpaar" gut besetzt, die Story ist durchaus bekannt aber Innovativ im Bezug auf vertauschte Geschlechterrollen zwischen Mann und Frau. Die Harmonische Beziehung kommt erst schleichend in Schieflage und der entstehende Konflikt steigert sich gemächlich ins unerträgliche und führt beide in ihren Verhaltensweisen an die Grenzen des erträglichen. Schließlich eskalieren zum Ende hin die gewachsenen Egos des Ehepaares und münden in einer vergifteten Situation in der niemand mehr Grenzen oder ein an sich halten kennt.

Fazit: Im "schwarzen" Komödienfach ist der Film auf alle Fälle überdurchschnittlich gut gelungen. Der doch recht giftige Wortwitz und die deftigen Sprüche lassen die Anfänglich Harmonie des sich wirklich liebende Paares tatsächlich tragisch aber dennoch komisch rüberkommen. Aber keine Angst, mit einem Handfesten Drama bekommt man es hier nicht zu tun, die schwarz-humorige Rosenschlacht im "britischen Style" behält bis zum Schluss die Oberhand. 3-4 Sterne sehenswert(+).

" Ich glaube nicht das es ihnen gelingen wird ihre Probleme zu lösen "
- Ist ihnen erlaubt so etwas zu sagen? Sie sind immerhin unsere Therapeutin -

ungeprüfte Kritik

The Smashing Machine

Zwischen Triumph und Abgrund
Drama

The Smashing Machine

Zwischen Triumph und Abgrund
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 26.01.2026
"Hassen sie sich gegenseitig im Ring?" -Auf gar keinen Fall-

Mal sehen. Die Rezensionisten "Wernerbros" & "DVDPapst" haben beide recht, gut geschrieben.
Ich wollte den Film von Hause aus sehen und war sehr gespannt auf das hier gebotene. Mein erster Eindruck war schon mal schwierig, nicht wegen des Filmes sondern der "Sportart" Mixed-Martial-Arts. Ich habe ab und an mal ein Paar Minuten gesehen, das finde ich ganz schon verstörend. Zu rangeln und schlagen bis einer am Boden liegt und der andere sich drauf schmeißt und ihm die Birne weich klopft finde ich einfach mehr als übel. Seis drum, für den der es begreift und mag kann das ganze ja "unterhaltsam" sein.

Künstlerisch macht der Film schon was her. Der Doku-Still mit den durchweg guten Schauspielern darunter Dwayne Johnson und Emily Blunt kommt bei mir schon mal gut an. Vieles im Film erklärt das damals unterbezahlte Mixed-Martial-Arts Milieu hautnah und man taucht ein in die vielfältigen Charaktere der Sportler und ihrer Hoffnungen und Leiden. Aber was mich wirklich an der ganzen Verfilmung gestört hat war die nicht vorhandene Story. Sollte ein Film-Biografie nach wahrer Begebenheit nicht mehr zu bieten haben als das hier gezeigte? Ich meine: mancher einfacher Angestellter oder Arbeiter in Rente hat mehr über sein Leben zu erzählen als der Ringer Mark Kerr, und es liegt mir fern diesen Mann zu beleidigen.(...das währe ja im Zweifel sogar ungesund)

Fazit: Wirklich interessant gemach, aber meine Erwartungshaltungen waren höher. Hätte es da nicht interessantere Menschen im Kampfsportbereich gegeben die es verdient hätten in einer Filmischen Biografie verewigt zu werden? Schwamm drüber, schlecht ist das hier gezeigte trotzdem nicht, ich gebe mal 3 Sterne und sage annehmbar bis sehenswert. Für Fans der Sportart vielleicht sogar sehenswert+ in Richtung 4 Sterne.

ungeprüfte Kritik

Greenland 2

Migration - Das Ende der Welt war erst der Anfang.
Thriller, Action

Greenland 2

Migration - Das Ende der Welt war erst der Anfang.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 25.01.2026
“Es ist vollkommen gleich was passiert, Hauptsache wir bleiben zusammen“

Der 1.Teil aus dem Jahr 2020 hat mir gut gefallen und ich habe ihn mit 4 Sternen bewertet. Diese Fortsetzung wirkt allerdings Actiolastiger als die alte, eher dramatischere und menschlich düstere gedrehte Erstfassung. Auch Atmosphärisch und Spannungsmäßig fand ich den ersten Film stärker. Musste das automatisch zu einen schlechten Ergebnis führen?

Die Antwort fällt aus meiner Sicht positiver aus als ich gedacht hätte, im Kino war das ganze nämlich recht ansehnlich. Die Story ist einfach gehalten und nicht realistisch, wem das hier wichtig ist, ist schon mal raus. Die Schauspieler sind wieder, auch Gerald Butler, passabel und passend. Die Effekte und die musikalische Untermalung sind gediegen, Action gibt es im Überfluss. Dramatisch war das ganze tatsächlich auch wieder annehmbar und unterhaltsam wenn auch bei weiten nicht mehr so drastisch und gut wie im 1.Teil. Man muss wohl für diese Fortsetzung etwas mehr Fantasie und Offenheit mitbringen als das bei “Greenland 1" schon nötig war.

Fazit: Erzählerisch und Logisch sehr bescheiden (...hanebüchen...) aber optisch vom feinsten und in Verbindung mit dem 1.Teil durchaus sehenswert. Vermutlich wird der Film bei denjenigen ankommen die den ersten Teil auch schon mochten und umgekehrt die nicht-Fans in ihrer Sichtweise bestärken. Ist ja auch in Ordnung. Vielleicht muss man das eine oder andere mit Augenzwinkern hinnehmen, aber im Genre-Durchschnitt betrachtet hat mich "Greenland 2" überrascht und doch ganz ordentlich unterhalten. Ich sag mal so um die 3 Sterne Wert und für Katastrophen-Film-Fans für einmal ansehen mindestens annehmbar bis sehenswert.

“ Wir haben nicht alles riskiert um hier zu sterben, ich will eine Chance auf einen Neuanfang “

ungeprüfte Kritik

Extrawurst

Wer grillt hier wen?
Komödie, Deutscher Film

Extrawurst

Wer grillt hier wen?
Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 24.01.2026
" Wo ist das Problem? " - Man merkt halt jetzt nicht so richtig das du ein Türke bist weil du dich nicht so verhältst -

Also gut, bevor wir so richtig Anfangen muss man mal die Grenzen des Films abstecken. Das hier gebotene ist Theaterstückmäßig gefilmt und deswegen zwangsweise sehr dialoglastig. Gelegentlich gibt es eine Slapstickeinlage oder eine kleine, harmlos-witzige Handgreiflichkeit. Am ehesten würde ich Filme wie: "Der Gott des Gemetzels", "Der Vorname" oder "Contra" als vergleich heranziehen und den Anspruch auf Action oder sonstiges Getöse auf 0 herabsetzen. Na, noch Interesse ?

" Es geht doch hier nur um einen Grill "

Wenn ja dann könntet ihr hier auf euere Kosten kommen. Die Schauspieler sind alle toll, Hape K. als kleiner möchte-gerne-König, der C.M. Herbst als Bio-linker-Zyniker, F. Yardim als Opfer/Täter/Deutsch-Ausländer?!, A. Knauer als Gerechtigkeits-Emanze und zu guter Letzt der ewig beleidigte F. Mücke als Erz-Konservativer-Erbsenzähler der alle nervt. Die Konflikte sind angerichtet und sehr breit gefächert, der Grill ist natürlich nur ein Vorwand für die viele anderen Streitigkeiten von denen für sich genommen keiner besonders Explosiv ist aber eben jeder im kleinen "dahin schwelt" um sich letztlich am eben diesen Grill zu entzünden. Das traurige Ergebnis: Allmählich fallen alle Hürden und jeder Quatscht ungehemmt drauf los, übelster Populismus gepaart mit Egomanie ersetzen Vernunft und Anstand, Freundschaft zählt nichts mehr.

Fazit: Reißt irgendwie keine Bäume aus macht aber trotzdem viel Spaß. Ich habe mich schon lange nicht mehr so sehr im Kino speziell im Komödienfach amüsiert. Sicher ist der Film insgesamt betrachtet recht oberflächlich macht aber doch viel mehr richtig als falsch. Für mich 4 Sterne wert.
sehenswert+.

"Der wird hier ganz normal behandelt, da gibt es keine Extrawurst !"

ungeprüfte Kritik

Weapons - Die Stunde des Verschwindens

Die harmlosesten Dinge können dir schaden.
Horror, Thriller

Weapons - Die Stunde des Verschwindens

Die harmlosesten Dinge können dir schaden.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 03.01.2026
" Wo zum Teufel sind unsere Kinder? Und warum sind alle ausgerechnet aus ihrer Klasse verschwunden? "

Was zum Kuckuck ist das den erfrischend-verrückt-tolles?! Den wollte ich ja unbedingt im Kino sehen, habe es aber leider nicht geschafft. Nun denn, dank Videobuster hat es jetzt doch geklappt. Man nehme einmal (gefühlt) Stephen King, John Carpenter, M. Night Shyamalan und Jordan Peele mischt das ganze grob ab und voila: "Weapons" ist kreiert.

Das ganze ist selbstverständlich weder nach wahrer Begebenheit noch sonst irgendwie ernst zu nehmen, aber was da als Mystery Thriller stark beginnt und in 80iger Film-Atmosphäre leicht "Stranger Things-mäßig" wirkt baut sich im laufe der Handlung immer mehr zu einem Episoden Drama auf das aus mehreren Zeit-Personen-Linien auf ein Finale zusteuert das dann mit verschiedenen Horror-Thrill und Grusel Momenten verschmilzt. Krass, was? Klasse ist aber auch der leicht komödiantische und satirische Teil der den Genre-Mix immer am Rand begleitet und einen besonderen Touch verleiht. Auch die Musik und die tollen Schauspieler tun ihr übriges dazu. Besonders Amy Madigan in ihrer doch recht ekelhaften Rolle gefiel mir sehr gut, was wirklich seltsam war da man sie so noch nie gesehen hat. Respekt für ihrer Leistung.

Fazit: Für Horror und Mystery Fans ein besonderer Leckerbissen, vorausgesetzt man bringt etwas Geduld und Interesse für tolles Schauspiel mit. Die 2 Stunden Laufzeit, was manche als zu lang beklagen, haben mich gar erreicht sondern waren wie im Flug vorüber. Sollte das aber nicht der Fall sein: Finger weg vom diesen Film, es handelt sich bestimmt um keinen 08/15 Horror-Splatter im den es in jeder Minute schwer zur Sache geht. Für diejenigen die jetzt das Interesse noch nicht verloren haben ein 4 Sterne Grusel-Schmaus mit gut gesetzten Horror-Spitzen, sehenswert+.

ungeprüfte Kritik

Anaconda

Für diese Komödie stehst du Schlange.
Abenteuer, Komödie

Anaconda

Für diese Komödie stehst du Schlange.
Abenteuer, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 31.12.2025
" Tun wir es, machen wir ein Reboot von Anaconda!" - Ja genau, warte....was?! -

Ja, das Original(1997) ist schon mehr als streitbar, eigentlich tolle Schauspieler, brauchbare Story, der Rest? Aus heutiger Sicht würde ich sagen ein B-Filmklassiker der vor allem durch eine dilettantisch Umsetzung auffällt, allen voran die lächerlich aussehenden Schlange und das völlige fehlen von Spannung oder Atmosphäre. Vielleicht aber, so blöd es klingen mag, der Richtige Film z.B. an Sylvester um sich zu amüsieren und rum zu blödeln. Aber Vorsicht mit der Mischung Böllern, Anacondas und Alkohol.

" Das ist Anaconda! Und jetzt haben wir keine Schlange mehr für unseren Schlangenfilm!"

So, nun zu meinen Kinogang zwischen den Feiertagen zu dieser "Neu-Verfilmung". Die Schauspieler, allen voran natürlich Jack Black, Paul Rudd, Thandie Newton und Steve Zahn sind schon mal ein Gewinn, die Effekte sind, wie nicht anders erwartet um Welten besser. Positiv ist mir auch die Musik und die Kameraarbeit aufgefallen, toll. Das ganze als Komödie zu kreieren war selbstverständlich die richtige Entscheidung, zumal die seichte Story anders sowieso nicht all zu sehr zünden würde(...wie bewiesen wurde). Ein paar mal wurde es sogar richtig witzig und absurd, auch die restliche Spielzeit musste ich, ich war völlig nüchtern, doof vor mich hin grinsen. Tja bei manchen Filmen ist das so bei mir, aber wirklich eher selten. Doch ja, langweilig und stumpf ist anders als hier gezeigt.

Fazit: Den Kinobesuch würde ich nicht jeden empfehlen aber ein ausleihen durchaus in Betracht ziehen . Das hier gebotene ist durchaus auch sehenswert für ausdrückliche Nicht-Horror-Filmfans und für einen lustigen Abend mit der Familie geeignet. Ich runde locker mal auf 3 Sterne+ auf weil ich auf solche Chaos-Filme stehe. Viel Spaß.

"Alles hat ein Ende, nur die Anaconda hat zwei"

ungeprüfte Kritik

The Running Man

Holt ihn euch - Millionen jagen. Einer rennt. Jeder sieht zu.
Action, Science-Fiction

The Running Man

Holt ihn euch - Millionen jagen. Einer rennt. Jeder sieht zu.
Action, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 29.11.2025
" Ich werde zurück kommen und den ganzen Laden abfackeln..........das ist ein Versprechen"

Ganz ehrlich, auf den Film habe ich mich schon lange gefreut und der Trailer war sehr vielversprechend. Witzig, satirisch, Action, gute Schauspieler, fetzige Stimmung, richtig, oder..? Richtig ist auf jeden Fall das Glen Powell und Josh Brolin ihre Sache gut gemacht haben.......jetzt wollte ich hier noch ein Paar gute Sachen über den Film hinschreiben, na ja, Hollywood übliche Kost eben und man sieht dem Film das viele Geld an das reingesteckt wurde, aber sonst eher Mau und ernüchternd.

Mir gefällt die alte "Schwarzenegger-Fassung" um Welten besser. Ich hab sie erst letzten Winter nach vielen Jahren wieder mal angesehen, einfach bärig. Aber hier stimmt einfach vieles nicht zusammen, von Dramatik oder Spannung kann nicht die Rede sein, ziemlich zäh und langweilig wirken die Figuren, allen voran die "Bösewichter" sind austauschbar und nichtssagend, hecheln sie ihren Opfern doch nur nach und sind eher lästiges Beiwerk ohne Konturen. Action und Thrill konnte ich ebenfalls nichts besonderes abgewinnen, das Drehbuch ist de facto trotz Stephen King´s "Handschrift" Heute Nebensache. Das einzig positive ist vielleicht noch die verhaltene Gesellschaftskritik die aber bei weiten nicht bissig-böse genug herüberkommt, schade.

Fazit: Für jüngere Zuschauer, die sich für 80iger/90iger Filme nicht interessieren wahrscheinlich mal ganz sehenswert, für alte Filmhasen wie uns eher ernüchternd. In Anbetracht der wertigen Ausstattung und des "Show-wertes" aber immerhin noch 3 Sterne wert, für mich eher so im Bereich "annehmbar". Ich habe etwas enttäuscht das Kino verlassen, eine Sichtung im Heimkino wäre für mich sicher ausreichend gewesen. Was soll´s, für einen launigen Abend reicht es allemal.

"Last sie laufen !
- Willkommen bei -The Running Man -"

ungeprüfte Kritik

Die Barbaren

Willkommen in der Bretagne
Drama, Komödie

Die Barbaren

Willkommen in der Bretagne
Drama, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 09.11.2025
„Wir müssen unsere regionale Identität verteidigen. Unsere bretonische Seele.“ - Du kommst aber aus dem Elsass -

Was für ein Pech, die bretonischen Kleinstadt 'Paimpont' freut sich gönnerhaft darauf ukrainische Kriegsflüchtlinge aufzunehmen. Da diese aber "vergriffen" sind schickt man ihnen zum Ausgleich stattdessen syrische Flüchtlinge.
Damit hängt der Ortsfrieden ganz schnell gehörig schief und die "bretonische Seele" reagiert äußerst allergisch....

Schon sehenswert was Julie Delphy da locker aus dem Ärmel geschüttelt hat. Schön bitter-böse wirft sie einen komödiantischen Blick auf die Gesellschaft und ihre Vorurteile und Macken. Das dabei nicht all zu sehr mit der moralischen Keule geschwungen wird und reichlich Platz für Kritik in alle Richtungen geboten wird ist typisch französisch unkorrekt und bespaßt speziell diejenigen von uns sie das Lachen noch lange nicht verlernt haben. Es mag ja sein das es schon jede Menge Komödien gibt die ähnlich gelagert sind wie diese hier, die meisten sind aber nicht annähernd so ungezwungen und gut gelungen.

Fazit: Eine witzige Culture-Clash-Komödie die ein ernsthaftes Thema locker aufgreift und intelligent an uns Zuschauer heranträgt ohne aufdringlich zu sein. Die dargestellten Charaktere sind glaubwürdig und gerade deshalb ungezwungen, witzig und authentisch. Meiner Meinung nach geht das ganze als Familien-Spielfilm durch der Vorurteile und fehlende Toleranz aushebelt und uns allen einen leichten, spielerischen Tritt in die richtige Richtung verpasst. Sehenswert und zwischen 3 und 4 Sterne wert.

" Hat der Typ drei Frauen ?! " - Nein, eine ist seine Tochter und die andere seine Schwester. -

ungeprüfte Kritik

Die Indianer von Cleveland

Alles geht daneben, aber es läuft super!
Komödie

Die Indianer von Cleveland

Alles geht daneben, aber es läuft super!
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 19.10.2025
"Gestatten Willi Mace Hayes... Spiele wie Mayes, renne wie Hayes."

Wow, "Die Indianer von Cleveland", lang ist es her. Über 35 Jahre.......... Autsch.
Ich kann mich noch erinnern als ich als ich damals als Kid den Film das erste mal auf VHS gesehen habe. Das war ein Spaß der besonderen Art. Die damaligen Top Schauspieler Tom Berenger, Charlie Sheen, Wesley Snipes und die wunderbare Reene Russo um nur einige zu nennen. Der Spaß ist so harmlos wie wirkungsvoll, fremdschämen oder ordinäres gab es da in Komödien viel, viel weniger als Heute, wirklich wahr.

"Looser aller Welt - vereinigt euch - "

Die Mischung aus "Chaos/Verlierer/Sport/Team/Filme" war da auch schon ein alter Hut, aber mit dermaßen viel bunten Schwung, Frische und Witz sticht das Werk bis Heute aus der Tumben Masse hervor. Auch die Musik und die spürbare nähe zu den einzelnen Charakteren ist immer noch sehr präsent, die wirklich coole Atmosphäre gepaart mit viel amerikanischen Enthusiasmus und die große Sympathie für ewige Verlierer die sich nach oben kämpfen ohne nach rechts und links zu schauen kommt hier noch sehr stark zum tragen. Der Zusammenhalt, die Kompromissbereitschaft und das gegenseitige Vertrauen spielten ein sehr große Roll. Das gut alte Amerika eben, wie es einmal wirklich war. (..?!...)

Fazit: Ein wahrer "Fun-Film" von (Vor)gestern. Ich freue mich wirklich sehr das es diesen Film jetzt bei Videobuster endlich gibt, ich habe viele Jahre immer mal wieder (...wie auch bei etlichen anderen 80iger Filmen...) darauf gehofft ihn eines Tages ausleihen zu können. Für Leute die gute alte 80/90iger Filme im Komödienfach stehen ein Highlight. Für junge Leute tauglich? Meiner Erfahrung nach leider eher nicht, aber ich gebe ohne zu zögern gleich mal 4 Sterne. Sehenswert+ ein großer Spaß, eigentlich wie ich meine, für fast jeden geeignet.

"Wer iss'n die Frau da unten?" - "Meine Frau!" - "Weiß sie das auch?"

ungeprüfte Kritik

Clown in a Cornfield

Bist du ein Freund von Frendo?
Thriller, Horror

Clown in a Cornfield

Bist du ein Freund von Frendo?
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 18.10.2025
" Lasst es euch von Frendo gesagt sein, jedermanns Lieblingsclown und Freund "

Hier geht, Gott sei Dank, weder "Pennywise" noch der "Joker" oder gar der absolute Mega-Trottel "Art" als Horror-Clown um, wobei die beiden erstgenannten wirklich Klasse sind. Nein hier treibt Clown "Frendo", das Maskottchen der Stadt "Kettle Springs", sein Unwesen der es auf die verdorbene Jugend abgesehen hat. Ein mörderischer Albtraum beginnt, aber was hilft es? Da Michael Myers momentan ruht und er ohnehin nicht überall sein kann (könnte) findet er hier großzügige Unterstützung.....gerade jetzt so kurz vor Halloween, quasi wenn das Hauptgeschäft anläuft.

Das tolle ist das es sich um keinen reinen Slasher-Film handelt, sondern auch reichlich Platz für Humor mit einen Tick satirischer Gesellschaftskritik bleibt.(....sicher nur Oberflächlich aber trotzdem angenehm in die "Handlung" gestreut.) Auch der so typische Genrebezogene Verlauf wird nicht ganz beibehalten sondern schlägt auch mal einen elegant-absurden Hacken der einen überrascht und amüsiert. Insgesamt können auch Schauspieler und Atmosphäre Punkten und runden das Packet gut ab. Und überhaupt, wer will da noch behaupten das Clowns infantil sind?

Fazit: Der "Clown im Kornfeld" entpuppt sich als Spaß-Splatter mit ganz viel Situationskomik, und man mag sich wundern, der auch einen parodistischen Blick auf die Gesellschaft wagt. Auch das Setting macht gut Wetter und teilweise entsteht sogar richtig Spannung die dann recht überraschend mit Situationskomik und viel schwarzen Humor vorgetragen wird. Der Film macht richtig gute Laune und sorgt für einen witzig/blutigen Abend den man am besten mit Freunden teilt. Für mich 4 Sterne Wert, sehenswert+ und durchaus ein kleiner Geheimtipp für Halloween oder Sylvester.

"...und vergesst nicht Kids, legt euch nicht mit Frendo an."

ungeprüfte Kritik

One Battle After Another

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 05.10.2025
"Ich wollte dich beschützen, und weiß das dass nicht möglich ist"

Paul Thomas Anderson, abseits des Mainstreams.
Da wird es kompliziert. -Sweetttooth- hat schon einmal einen Punkt bei der teils nervigen Musik, sonst kann ich seiner strengen Kritik nicht Folgen. Betrachtet man die durchaus genialen aber auch befremdlich wirkenden Regie-Arbeiten von Anderson wird aber schnell klar das es hier kein gewöhnliches Kino zu sehen gibt. Da gibt es Verstörend-komplexe aber Wegweisende Filme wie "There Will Be Blood" und "The Master” zu bestaunen aber auch durchaus sehr gefühlvolle und menschliche Werke wie "Magnolia" oder "Boogie Nights" zu bewundern. Also dürfte schon mal klar sein das "One Battle After Another" den Pfad der "Normalität" verabscheut und meidet, aus Prinzip.

Über die Schauspieler verliere ich nur ein Wort: Genial. Die Story ist wenig komplex aber die Art und Weise wie sie Vorgetragen wird sehr gehaltvoll und geradezu "Menschenentlarvend" in Bezug auf das Heutige Amerika und den Rest der Welt. Wenig Talentierte Stereotyp-Menschen mit harten Überzeugungen und relativ wenig Grips die Tumb ihre "Werte" leben ohne sich um andere großartig zu scheren. Sehr satirisch aber auch mit ernsthaften Momenten und Fanatismus angereichert verfolgen sie letzten Endes nur ein Ziel: Die eigene Fahne hoch haltend über den Rest der Gesellschaft trampelnd ("Trump-end") in die eigens errichtete Hölle zu marschieren bis es kein zurück mehr gibt. Sehe ich das zu komplex? Möglich, aber jeder kann sich ja seine eigen Meinung über das gesehene bilden und selbst interpretieren.

Fazit: Für wahre Cineasten ein "Must See", unter uns hier mit Sicherheit Umstritten. Für mich aber trotzdem ein 5 Sterne Kracher der stilistische und komische Szenen mit humorvoller Darstellung von ernsthaften Themen grandios vereint. Toll.

ungeprüfte Kritik