Kritiken von "spiegelblicke" aus Krefeld

Der Teufel trägt Prada 2

Komödie, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
Auch ich wollte kurz nach Sichtung des Trailers unbedingt die Fortsetzung des wahnwitzigen "Der Teufel trägt Prada" sehen und war mit einer der ersten, die sich eine Kinokarte gesichert hatte.

Umso mehr enttäuschte mich das Filmerlebnis - langatmig, neu aufgewärmt und ein Riesentamtam um eine viel zu kleine Story. Die Wiederbegegnung mit den Hauptfiguren des Vorgängers ist natürlich ein ähnliches Vergnügen wie Miranda in ihrem Kampf mit der allzu angepassten "politisch korrekten" Sprache bewundern zu dürfen - leider scheint das Drehbuch jedoch um diese Ideen wahl- und ziellos herumgeschrieben worden zu sein. Wirklich unterhaltsam wie fesselnd sind fast ausschließlich die Szenen mit Meryl Streep, der Rest ist leider zu 95% vorhersehbar.

Für mich kein Film, den ich erneut ansehen möchte.

ungeprüfte Kritik

Extrawurst

Wer grillt hier wen?
Komödie, Deutscher Film

Extrawurst

Wer grillt hier wen?
Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
Zum Großteil durchaus amüsant, bösartig und treffsicher - leider stellenweise trotz der überzeugenden und miteinander funktionierenden Besetzung etwas zu künstlich in die Länge gezogen. Der Witz des ewigen Rückzugs zur Besprechung in kleiner Runde wird ähnlich überreizt wie das Finale, welches kein krönender Abschluss, sondern einfach nur peinlich ist.

Nichtsdestotrotz werde ich den Film, den ich seinerzeit im Kino sah, bei Gelegenheit nochmals zu Hause schauen - Einzug in das heimische Dvd-Regal erhält "Extrawurst" allerdings nicht.

ungeprüfte Kritik

Sorry, Baby

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
"Sorry, Baby" war nicht ganz das, was ich mir aufgrund der Handlungsbeschreibung sowie dem Trailer erhofft hatte - was nicht bedeuten soll, dass der Film allzu sehr enttäuscht. Statt auf große Gefühle, pompöse Zusammenbrüche und dramaturgische Offenbarungen zu setzen, agiert "Sorry, Baby" insgesamt zurückhaltend, leise und in sich gekehrt; quasi als Spiegelbild der Protagonistin.

Vieles, was war, bleibt Andeutung und somit der Interpretation des Zuschauers überlassen - mit einer gewissen Ratlosigkeit in mehreren Hinsichten über den Abspann hinaus wird man leben müssen.

"Sorry Baby" macht gewiss vieles richtig, wird jedoch jene, die thematisch nicht aus-welchen-Umständen-auch-immer näher dran an psychosomatischen Entwicklungsfeldern sind, schlichtweg kaum erreichen können.

Ein wenig mehr Erklärung oder Detailreichtum hätte dem Gesamtkonzept gewiss gut getan - was bleib, ist indes eine Sichtung, bei der man abschließend das Gefühl davonträgt, nichts halbes und nichts ganzes gesehen zu haben.

ungeprüfte Kritik

The Home - Forbidden Floor

Never Die Young
Thriller, Horror, 18+ Spielfilm

The Home - Forbidden Floor

Never Die Young
Thriller, Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
Perfider horresker Thriller, über den man gewissermaßen kaum ein Wort verlieren darf, um nicht den wesentlichen Knackpunkt vorwegzunehmen. Dass etwas im Altenheim nicht stimmt, ist dem Protagonisten wie auch dem Zuschauer gleichermaßen rasch klar - vorbildlich hier die falschen Fährten und Verdachtsmomente, die die Drehbuchautoren umzusetzen wussten. Darstellerische Leistungen überzeugen hier bis ins letzte Detail, was man von der dargebotenen Logik naturgemäß nur bedingt sagen kann. "Home - Forbidden Floor" setzt auf eine düstere, beklemmende Atmosphäre, verzichtet auf ausufernde Gewaltexzesse und punktet (für Genrefans) mit detailliert dargestellten Offenbarungen.

Ich persönlich kann dem Ausgang des Ganzen nur bedingt etwas abgewinnen; für eine einmalige Sichtung empfiehlt sich das Gesamtwerk jedoch durchaus.

ungeprüfte Kritik

Kindergarten Cop

Als Polizist kennt er keine Angst - bis er im Kindergarten untertaucht...
Komödie

Kindergarten Cop

Als Polizist kennt er keine Angst - bis er im Kindergarten untertaucht...
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 31.08.2026
Seinerzeit der absolute Knaller - lustig, schuldig, unterhaltsam und pflichtschuldigst ein wenig actionreich mit einer Prise Romantik. Schaut man sich das ganze heute erneut an, ohne in nostalgischer Stimmung zu sein, fühlt man als Zuschauer womöglich eher einen Deut Fremdscham und kann über das ein oder andere, was nicht lustig gemeint war, lachen.

Im Grunde genommen ein in die Jahre gekommener Klassiker, der zweifelsohne dennoch irgendwie Spaß macht.

ungeprüfte Kritik

All Inclusive - Willkommen im Luxus

Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
Durch die Beschreibung wie auch Trailer hatte ich mir durchaus einen amüsanten Filmnachmittag erhofft, wurde jedoch leider mit einer überdrehten, überalbernen Umsetzung konfrontiert. So unterhaltsam die Ausgangsidee auch gewesen sein mag, so wenig glaubhaft oder gar fesselnd bleibt das Gesamtwerk an sich. Wenn Kinder einem ausgebüchsten Kaninchen hinterherjagen ist dies genauso wenig spannend wie der gefühlt 500te Aufenthalt im Pool und die verpuffende Ermahnung des Familienvaters, rücksichtsvoll und leise zu sein. Eine wirklich handfeste Story, von der man gefesselt sein könnte, gibt es nicht - das Anwesen selbst ist das Interessanteste des Ganzen. Für erwachsene Zuschauer zu harmlos, zu albern, zu seicht - für jüngere hingegen vermutlich zu uninteressant.

ungeprüfte Kritik

Dann passiert das Leben

Drama, Deutscher Film

Dann passiert das Leben

Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
Dass Loriot gewiss weder der erste, noch der letzte gewesen ist, der sich über den Eintritt in das Rentenalter mit bissigen Wahrheiten lustig machte ohne die Ernsthaftigkeit der dahinter liegenden Tragik verstecken zu wollen, dürfte auf den jüngeren Zuschauern bekannt sein. "Dann passiert das Leben" setzt dem Ganzen noch eine besondere Note auf, in dem die Thematik der Fahreflucht zum Dreh- und Angelpunkt von Ritas und Toms weiterem Leben einzieht. Die eher unaufgeregte Umsetzung ist ähnlich Still wie die Beziehung des Paares - immer trostloser, einsamer, ruhiger und in sich selbst verloren wirkend plätschert "Dann passiert das Leben" ein wenig vor sich hin, ohne jedoch langatmig oder gar langweilig zu werden. Gewiss mag man als Zuschauer die Protagonistin allzu gerne einmal schütteln, sie vehement zu einer Aktion oder zumindest Reaktion auffordern.... doch die Ahnung, wenn nicht gar das Wissen, dass das Gezeigte allzu authentischer Natur ist, bleibt. Wer durch die Besetzung mit Anke Engelke auf ein vorrangig amüsantes Filmspektakel hofft, wird eines besseren belehrt - "Dann passiert das Leben" geht unter die Haut und verstört nicht zuletzt in vielerlei Facetten, ohne auf eine hollywoodreife Gefühlsexplosion zu setzen.

ungeprüfte Kritik

Über den Fluss und in die Wälder

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Ernest Hemingway.
Drama, Lovestory

Über den Fluss und in die Wälder

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Ernest Hemingway.
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
"Über den Fluss und in die Wälder" wurde erst mit deutlicher Verzögerung hierzulande veröffentlicht - es verging sogar so viel Zeit, dass mir bis zur Sichtung die besondere Note der Dreharbeiten entfallen war: Liev Schreiber, der hier den depressiven und todranken Cantwell spielt, erfuhr wärhend des Entstehungsprozesses des Filmes, dass sein eigener Vater den Kampf gegen seien Krankheit aufgab und Sterbehilfe ersuchte. Der Zuschauer, der dies im Hinterkopf hat, bildet sich zumindest ein, die Melancholie, die den Film und insbesondere den Protagonisten umgibt, noch ein wenig mehr zu fühlen, so dass die gesamte Stimmung noch etwas düsterer wird. Eine Düsterniss, die die Contessa zwischenzeitlich immer wieder zu vertreiben scheint, so dass "Über den Fluss und in in die Wälder" nicht einfach ein rätselhafter, düsterer Abschied ist, sondern ebenfalls helle, hoffnungsvolle Momente in sich trägt. Dass streng genommen in dem Gesamtwerk nicht allzu viel passiert, muss man als Zuschauer verkraften; ich selbst empfand den Film tatsächlich manchesmal als schwerfällig bishin langatmig. Viele Fragen bleiben offen, waren vermutlich nie beabsichtigt, geklärt zu werden - erneut ein Film somit, der den Zuschauer über den Abspann hinaus beschäftigt, bedauerlicherweise jedoch etwas darstellt, bei dem die letzte Raffinesse fehlt.

ungeprüfte Kritik

Ready or Not 2

Alles oder nichts
Horror, Thriller

Ready or Not 2

Alles oder nichts
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
Im Kino leider mal wieder verpasst, habe ich mir kurzentschlossen direkt die DVD bestellt und wurde nicht enttäuscht. Nach einem etwas schwerfälligen Anfang vermochte "Ready or not 2" mich völlig in seinen Bann zu ziehen, wenngleich ich gestehen muss, dass mir diese ganze überirdisch-sektenartige Begründung etwas zu viel des Guten war. Pluspunkt sammelt auch hier die Besetzung (großartig: Elijah Wood als quasi-Testamentsvollstrecker), so dass "Ready or Not 2" auf lange Strecken unterhält wie auch (schwarzhumorig) amüsiert. Den Seitenhieb auf "Herr der Ringe" mag man sich einbilden, den ersten Teil des Filmes hingegen sollte man gesehen haben, um der Fortsetzung, die recht nahtlos anknüpft, folgen zu können. So viel Blut hier auch spritzt, so zurückhaltend ist "Ready or Not 2" überwiegend mit der Darstellung von Brutalität. Der Verzicht auf möglichst eklige Großaufnahmen kommt der Atsmosphäre zu Gute, die unterschiedlichen Charaktere, die sich in dem Gesamtwerk versammeln, tragen jeweils ihren Reiz inne - der Ausgang des Gesamtwerks lässt wie üblich Raum für eine Fortsetzung, die man sich jedoch nur sehr sehr bedingt wünschen dürfte. Für mich eine gelungene Ergänzung zum Vorgänger, die ich mir durchaus beizeiten erneut ansehen werde.

ungeprüfte Kritik

Therapie für Wikinger

Der letzte Wikinger
Komödie, Krimi

Therapie für Wikinger

Der letzte Wikinger
Komödie, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
Mads Mikkelsen in einer abermals neuen, ungewöhnlichen Rolle, die man ihm jedoch in jeder Sekunde des Films abnimmt. Die Themen Bankraub, Persönlichkeitsstörungen, Geschwisterzusammenhalt und Lebensträume in einen Film zu packen, der gleichzeitig spannend, traurig, ernsthaft, unterhaltsam, melodramatisch und dabei stets kurzweilig ist, ist gewiss nicht einfach - über den Großteil des Gesamtwerkes ist den Machern jedoch genau dies gelungen. Die gewählte Besetzung lässt hier über manche Schwächen, in denen das alles doch etwas zu konstruiert und ansatzweise albern wird, hinwegsehen - es fällt schwer "Therapie für Wikinger" zu beschreiben, ohne viel zu viel vorwegzunehmen oder gar nur die richtigen Worte zu finden. Tatsächlich hätte ich mir das Ganze vermutlich ohne Mads Mikkelsen nicht angeschaut und bin rückblickend betrachtet über die Sichtung froh, stellt das Gesamtwerk druch aus einen Film dar, der lange auf vielerlei Weise nachhallt.

ungeprüfte Kritik

Das Drama - Noch mal auf Anfang

Du bist herzlich eingeladen!
Drama, Lovestory

Das Drama - Noch mal auf Anfang

Du bist herzlich eingeladen!
Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 29.08.2026
Dass Spiele wie "Wahrheit oder Pflicht", "Ich hab noch nie" oder ähnliche Varianten davon oftmals zu Streit statt Spaß führen, zeigt auch "Das Drama" auf perfide Weise, geht es hier bei einem bis dato entspannten Abendessen um die große Beichte einer Tat, die man noch nie jemanden gebeichtet hat. Dass, was Emma offenbart, hält ihr Verlobter Charlie zunächst für einen makaberen Scherz - doch je mehr Emma erzählt, desto weniger weiß Charlie, was er von ihr und der bevorstehenden Hochzeit noch halten soll. "Das Drama - nochmal auf Anfang" zog mich als Zuschauer von der ersten Szene an in seinen Bann, wenngleich Charlies Art, in allem zuerst einmal etwas lustiges zu sehen, hier und dort ein wenig anstrengend ist. Emma indes wirkt tiefgründiger, facettenreicher, emotionaler und auch verletzlicher - naturgemäß wird nicht jeder Zuschauer einer Meinung sein, wie er auf Emmas "Geständnis" selbst reagiert hätte. Die Entscheidung der Drehbuchautoren, den Film nicht allzu ernst, sondern auch witzig zu gestalten, steht sich meiner Meinung nach des öfteren im Weg, dreht das Ganze insbesondere im Finale viel zu sehr auf, um zu guter Letzt doch wieder ans Herz zu gehen. Schade, denn eigentlich habe ich hier einen sehr sehr guten Film vorgefunden, der jedoch durch die hineingepressten Albernheiten ein wenig zu viel von seinem Charme und der eben doch notwendigen Ernsthaftigkeit verlor.

ungeprüfte Kritik

Roofman - Der Hochstapler

Basierend auf wahren Begebenheiten. Und falschen Entscheidungen.
Krimi, Drama

Roofman - Der Hochstapler

Basierend auf wahren Begebenheiten. Und falschen Entscheidungen.
Krimi, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 26.08.2026
Durchgängig spannender, dramaturgisch ausgefeilter und auch bisweilen ansatzweise romantischer Film.
Tatsächlich kann man als Zuschauer kaum glauben, dass sich die filmische Umsetzung stark an der Realität orientiert (bzgl. dem eigentlichen Rückzugsort in einer Zwischenwand drückt man gerne ein Auge zu). Die Spielzeit vergeht wie im Fluge, die Darsteller agieren allesamt überzeugend. Der Nebeneffekt, dass man mit dem eigentlich "Bösen" mitfiebert, macht nochmal einen ganz besonderen Charme des Gesamtwerks aus.

Mir persönlich hat "Roofman" besser gefallen als erwartet, so dass ich hier auch gerne eine Weiterempfehlung aussprechen kann.

ungeprüfte Kritik