Kritiken von "videogrande"

Last Samurai

Abenteuer

Last Samurai

Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 09.12.2024
Wäre "Last Samurai" nicht so klischeebeladen und vorhersehbar, dann wäre er ein 5 Sterne Film. Er erzählt im Grunde von der tragischen Geschichte des Untergangs der Samurai. Dabei beruht er nicht auf wahren Ereignissen, wurde aber davon inspiriert. Die Story ist ein bisschen von "Der mit dem Wolf tanzt" abgekupfert, ohne dessen epische Breite zu erreichen. Es geht also um ungleiche, unfaire Gemetzel, um Völkerverständigung und um das Ende alteingesessener Traditionen und Rituale. Manchmal etwas aufdringlich dargestellt und oft mit zuviel Pathos. Dennoch ist das großartiges Kino. Toll besetzt, stark geschauspielert, bewegend. Der Irrsinn des Tötens kommt hier sehr gut zur Geltung. Nur eben weiß man, wer überlebt, obwohl das unglaubwürdig ist. Die typische Lovestory kommt, das Verbrüdern mit dem Feind auch. Alles nicht neu aber sehr gut und pompös inszeniert. Fazit: Ein starker Historienfilm mit Action und Gefühl, Drama und Spannung, dessen Verlauf erwartbar ist aber der dennoch großes Kino bietet.

ungeprüfte Kritik

T2 Trainspotting 2

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 04.12.2024
Die fragwürdige Modeerscheinung, Filme nach 20, 30 Jahren plötzlich fortzusetzen ging ja am Prinz aus Zamunda, Beetlejuice, den Ghostbusters und vielen anderen nicht vorbei. Als es nun auch den Kultfilm "Trainspotting" traf, dürfte dies eine Fangemeinde spaltende Angelegenheit gewesen sein. Jener Film wird gehasst oder geliebt und ob er eine Fortsetzung gebraucht hätte, kann man sehen, wie man möchte. Jedoch ist völlig überraschend etwas Würdiges entstanden. "T2" ist die konsequente und realistische Weiterentwicklung der Charaktere und deren Geschichte. Die Verwebungen zum Originalfilm sind gelungen und es wird nicht versucht, ihn zu übertreffen, zu kopieren oder unnötigen Fanservice einzubauen, sondern jede Erinnerung an vor 20 Jahren macht Sinn, macht Spaß und verbeugt sich. Es ist eine Freude die Typen wieder begleiten zu dürfen, die naturgemäß "ruhiger" geworden sind. Drama und Comedy sind wohldosiert. Nie kommt Langeweile auf und vor allem werden die Figuren nicht demontiert oder als alte Versager dargestellt. Dieses Drehbuch hat die richtige Essenz gefunden. Ich steh fast einsam da mit meiner Meinung aber ich will nicht immer nur dieselbe, aufgewärmte Soße sehen, sondern eine Entwicklung. Deswegen mein Fazit: Wenn mal eine späte Fortsetzung zu 100% geglückt ist, dann mit diesem Film. Klasse!

ungeprüfte Kritik

Star Wars - The Mandalorian - Staffel 3

Die komplette dritte Staffel
Science-Fiction, Serie

Star Wars - The Mandalorian - Staffel 3

Die komplette dritte Staffel
Science-Fiction, Serie
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 30.11.2024
Für mich der langsame Abstieg der Serie. Allein, dass man "The Book Of Boba Fett" gesehen haben muss, da drei Teile eigentlich reine Mando-Episoden sind, ist ebenso frech wie blöd - Für beide Serien. Einige Folgen in Staffel 3 sind atmosphärisch und auch gut, doch da sind diverse Füller drin, die völlig belanglos sind und sich künstlich ziehen, sowie auch so manche Ungereimtheiten. Wie z.B. Droide R5 D4, der als Sauerstoffdetektor herhalten muss, Din dann aber doch per Überdruck(?) unter seinem Helm selbst atmen kann und man somit den ganzen Handlungsstrang um R5 nicht gebraucht hätte. Auffällig auch der etwas platte Humor und das Bo Katan zur neuen Hauptfigur wird. Eine Disney-Krankheit, dass die Titelgeber fast aus ihren eigenen Serien verschwinden. Dazu gesellt sich dieser politische Zwang, s.g. "Diversity" mit einzubauen, was ja später mit "The Acolyte" noch seinen traurigen Höhepunkt erreichen wird. Die Krönung ist die Bar für Droiden! Darüber kann ich nur den Kopf schütteln, sowas gehört in "Spaceballs" aber nicht in die Welt von "Star Wars". Zum Abschluss macht mich sauer, dass es in einem Kinofilm weitergehen wird. Warum bleibt man nicht im Serienformat?  Fazit: Die einst gute Serie biegt irgendwie falsch ab. Dialoge und Stories drehen sich im Kreis, was auch durch Grogus Rückkehr symbolisiert wird.

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Persona - Die Macht hinter den Masken

Du kannst tun was du willst - niemand wird dich beschuldigen oder anklagen - die Maske schützt dich!
Thriller

Persona - Die Macht hinter den Masken

Du kannst tun was du willst - niemand wird dich beschuldigen oder anklagen - die Maske schützt dich!
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 29.11.2024
Ein Film voller Metaphern. Er ist so bedeutungsschwanger, dass einem schwindelig werden könnte, wenn man denn Lust hätte, für alles eine Interpretation zu finden. Weiterhin ist er seiner Zeit voraus gewesen, denn er kritisiert Internettrends und soziale Medien.
Das Ganze hätte nun interessant sein können, wäre er provokant wie "Battle Royale", an den man unweigerlich denken muss, oder spannend inszeniert. Jedoch ist "Persona" die reinste Schlaftablette, die mit immer gleichen Einstellungen von Masken nervt und von der man sich fragt, was das einschläfernde Szenario eigentlich soll. Anfänglich hat man den Eindruck, dies würde ein J-Horrorfilm werden, doch es ist...ja, was ist es eigentlich?...ein sureales Teenie-Mystery-Kriminaldrama mit extrem viel Expositionsgequatsche und unwirklich wirkender Story, in der die Charaktere merkwürdig agieren und Handlungsstränge keinen Sinn ergeben. Fazit: Wirkt fast wie ein verfilmtes Theaterstück, hat nen guten Willen, ist aber nur wirrer, langweiliger Mist, nach dem man sich ärgert, nicht vor Ende abgeschaltet zu haben.

ungeprüfte Kritik

No Way Up

Thriller, Abenteuer

No Way Up

Thriller, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 25.11.2024
Tja, jetzt kommt es ein bisschen drauf an, was der Zuschauer erwartet. Ein ernsthaftes Flugzeug-Drama oder Trash im Sinne von "Sharks on the plane" - Wer letzteres erwartet, wird dann hochgradig enttäuscht, denn "No way up" ist ernst gemeint und die Haie nur Beiwerk. Er ist ein Survivalthriller beinahe altmodischer Art und wirkte auf mich wie eine billige Version von "Poseidon Inferno", jenem Film, in dem Passagiere in einem umgedrehten Schiff ums Überleben kämpfen. Das war seinerzeit aufwändig und spektakulär mit viel Spannung und Schauwerten umgesetzt worden. Hier gibt es die, immerhin noch spannende, Low Budget Variante zu sehen, in die uns Colm Meaney als Hauptdarsteller locken soll. Wenn Sie allerdings erst nach 10 Minuten in den Raum kommen, dann haben Sie seinen Auftritt bereits verpasst. Der Streifen ist solide aber die Meinungen werden verständlicherweise auseinandergehen. Man kann sich an Klischees, Vorhersehbarkeit und schlechten Tricks stören. Man darf sich über typische Unlogik wundern, wie Wasser, das nicht durch die Ritzen dringt. Drückt man aber beide Augen zu, dann bekommt man ihn eben, den Flugzeugabsturz mit allem drum und dran und die lungernden Haie. Das Drehbuch hält sich nicht lange auf und legt schnell los. Einfallsreich ist es nicht vorgegangen aber für einen spannenden TV Abend, reicht das Ganze aus. Fazit: Kann man gucken, muss man nicht. Ein überraschungslos inszenierter Überlebenskampf, der sich eventuell zu ernst nimmt aber kurzweilig unterhält.

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Detective Dee und der Pfad zur Hölle

Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 24.11.2024
Diesmal war ich vorgewarnt, dass es mit Dee eventuell nichts werden würde. Mein Erstkontakt fand durch die famose Trilogie von Tsui Hark statt, die hohe Standards in Sachen Story, Einfallsreichtum und Tricktechnik gesetzt hatte. Nichtmal ansatzweise ankratzen konnte das "Detective Dee und die Armee der Toten", der nicht zu Harks Reihe gehört und ein Low Budget Film im TV Format war. Hier ist es aber noch schlimmer. Schon wieder wurde der Hauptdarsteller ausgetauscht, was irgendwie vielsagend ist. Ich möchte behaupten, dass dies bisher der schlechteste Film um den Meisterdetektiv ist. Er ist sehr langweilig und uninspiriert. Wieder geht es um eine Geisterarmee und das Merkwürdige ist: Dieser Film ist vor dem Vorgänger entstanden, hierzulande aber später erschienen. Das Ende deutet eine Fortsetzung an. Hat man die Filme in falscher Reihenfolge veröffentlicht? "...der Pfad zur Hölle" jedenfalls ist alles andere als farbenfroh und auch billig ausgestattet. Die Choreographien wirken sehr konstruiert und theatralisch, ebenso die Gestiken der als humorvolle Sidekicks fungierenden Darsteller, die auch noch durch ihre überaus schrille, deutsche Synchro komplett auf die Nerven fallen. Das ist diese Art von asiatischem Humor, den man hierzulande nie verstehen wird. Das Schema der Filme (Dee klärt auf, dass nichts übernatürlich ist) hat sich nun abgedroschen.
Fazit: Langweilig, albern und ohne jegliche Höhepunkte. Für mich das blasse Ende von "Detective Dee" - Sehr schade

ungeprüfte Kritik

Strange But True

Dunkle Geheimnisse
Thriller

Strange But True

Dunkle Geheimnisse
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 19.11.2024
Am besten, man weiß nichts oder nur den Inhalt des Klappentextes über den Film, denn dann weiß er zu überraschen. Ruhig, schon reichlich an der Grenze zur Langweiligkeit breitet er die mysteriöse Geschichte über eine Schwangerschaft ohne Vater aus und legt dabei Fährten, von denen einige im Sande verlaufen. Mit zunehmender Laufzeit und viel Rätselraten offenbart sich dann das "dunkle Geheimnis" aus dem Untertitel. Und dann beginnt die Spannung. Man kann schon sagen, dass etwas mehr Tempo dem Film gut getan hätte aber zum Ende hin stimmt die Genrebezeichnung "Thriller" wieder, nachdem man sich schon in einem esoterischen Melodram wähnte. "Strange but true" ist ein kleiner, ruhiger, leicht verdaulicher Krimi mit echter Wendung und ohne viel Firlefanz. Action und Blut braucht man nicht erwarten. Die vielen Rückblenden nerven, setzen aber am Ende das Puzzle zusammen. Fazit: Auf gutem TV Niveau inszenierter Thriller der leise seinen Schrecken vorbereitet.

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Becky 2

She's Back!
Thriller, Action, 18+ Spielfilm

Becky 2

She's Back!
Thriller, Action, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 08.11.2024
"Becky" war ein Film, der aus einem Comedian einen Bösewicht gemacht hat und ein Funslasher war, der noch bedingt in der Realität verwurzelt war. Die junge Becky wurde zur verzweifelten Kämpferin, weil man ihre Familie getötet hat. Eine Fortsetzung dieses Rachethrillers hätten wir weder erwartet, noch gebraucht. Obwohl die Geschichte eines Schlüssels noch nicht auserzählt war. Trotzdem habe ich mich sehr auf diesen 2. Teil gefreut. Nach kurzer Zeit merkt man: Huch, man geht hier ganz anders vor. Die Wandlung von Becky von der sich selbst verteidigenden Göre zur rachsüchtigen, comicartigen Kampfamazone, die von vornherein auf Krawall gebürstet ist, nehme ich dem Streifen wirklich nicht ab. Hier gehts also rein um den blutigen Spaß und das mit reichlich Übertreibungen und fernab der Realität. Das macht zwar Spaß, passt aber nicht mehr zum Vorgänger. Vor allem ist die gewalttätige Runde uninspiriert, zum Ende völlig drüber und unglaublich schnell  vorbei. Viel zu sehen gibt es diesmal nicht und viel schlimmer: Das Rätsel des Schlüssels wird immer noch nicht geklärt. Fazit: Kommt an Teil 1 nicht heran und will mit Macht ein Franchise etablieren. Hier wird eigentlich nur ein dritter Teil vorbereitet, da "Becky 2" wie abgebrochen wirkt. Der Zuschauer hat seinen Spaß, wird aber durch eine sehr dünne, kurze Geschichte enttäuscht.

ungeprüfte Kritik

Vivarium

Das Haus ihrer (Alp)Träume.
Horror, Fantasy

Vivarium

Das Haus ihrer (Alp)Träume.
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 05.11.2024
Ein sehr "weirder" Film, der eine Analyse verdient hätte. Erinnert sehr schnell an die "Truman Show", um dann mehr in Richtung "Cube" zu schwenken. Auch an "The Box" und an "The Room" fühlt man sich erinnert. Sprich: Die Idee ist zwar scheinbar gut und neu, aber es war schon genug Ähnliches da. Alle Genannten sind packender und schlüssiger, denn hier herrscht Unlogik, Generve und Verwirrung. Zuerst denkt man noch: "Was für beschissene Tricks!", dann aber passt das albtraumhafte Setting gut zur Story. Die ist reichlich surreal und verstörend aber nie wirklich fesselnd. Im Gegenteil, es passiert so lange relativ wenig Abwechslungsreiches, dass man sich langweilt und auf Aha-Effekte hofft. Die kommen zwar, überlassen aber alles der Deutung des Zuschauers. Der Film ist eine Metapher auf den Kreislauf und Erhalt des Lebens im Gewand eines Psycho-SF Thrillers. Das kann man gut und einzigartig finden, mir war vieles zu unlogisch, zu unwirklich, zu lahm, zu undurchdacht und das Ende konnte ich beim ersten Erscheinen des Kindes ahnen. Worum es aber wirklich ging, ob Aliens, virtuelle Realität oder Mindfuck eine Rolle spielen, das werd ich mir erlesen müssen. Fazit: Ziemlich abgefahrener aber in Gänze langweilender SF Thriller, der zwar wie ein Albtraum wirkt und damit erreicht, was er soll aber der nicht aufgeklärt wird und in Teilen sehr kryptisch und im Grunde sinnlos bleibt und mich deswegen enttäuscht. Da fehlte das Ausgeklügelte und etwas, das meinen Mund offen stehen lässt.

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Die Abenteuer des Werner Holt

Kriegsfilm, Deutscher Film

Die Abenteuer des Werner Holt

Kriegsfilm, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 30.10.2024
Der Film gehört zu denen, die zwar sehenswert sind, aber durch die man sich kein zweites Mal kämpft, weil sie doch recht zäh und einfach viel zu lang sind. Der Filmtitel ist etwas irreführend. Als "Abenteuer" würde ich das Wenigste in diesem Film bezeichnen. Ist Krieg ein Abenteuer? Man hätte das doch besser "Erlebnisse" genannt, denn es ist teilweise Schreckliches, was passiert. Das Ganze ist ein Antikriegsfilm, was aber erst am Ende eindeutig wird. Die Inszenierung, mit Rahmenhandlung und Rückblicken, ist etwas sprunghaft und holperig. Bis zur Hälfte der Laufzeit ist die Erzählung noch flüssig und interessant, dann verliert man den Überblick, wie aus den Luftwaffenhelfern Panzergrenadiere werden und welcher Zeitraum überhaupt beleuchtet wird. Anfänglich redet man bereits davon, dass die Russen schon im Anmarsch sind, dann kommen sie auch und doch hüpft der Film zum nächsten Handlungsstrang und der Krieg geht weiter. Das Ganze wirkt unstrukturiert, ohne klaren roten Faden und  entwickelt mit zunehmender Laufzeit ziemliche Längen. Eine straffere Erzählweise hätte hier gut getan. Bemerkenswert sind einige modern anmutende Kameraeinstellungen, wie Zooms auf Gesichter, ausgefallende Perspektiven und viel Bewegung. Fazit: Aufwändiger, mit scheinbar viel Originalgerät inszenierter, und unbedingt 1x sehenswerter Antikriegsfilm, der dennoch unsortiert wirkt, sich oft verläuft und auch wegen 2,5 Stunden Laufzeit, ins Langweilige abdriftet.

ungeprüfte Kritik

Avatar 2 - The Way of Water

Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 27.10.2024
Tricktechnisch brilliant und optisch herausragend. Den muss man im Kino sehen, wenn man die Pracht erleben will. Jedoch erzählt Teil 2 fast die gleiche Geschichte und klaut sich auch hier und da was zusammen. In Teil 1 musste Sully lernen, wie ein Na'Vi zu leben und wir als Zuschauer erlebten mit ihm das Kennenlernen der Flora und Fauna. Hier ist es nun die Wasserwelt, in der wir das Gleiche tun. Damals war der Film eine Metapher auf die Unterdrückung der Indianer. Jetzt sind ganz offensichtlich die Mauii dran. Die Welt ist wieder famos getrickst und wirkt real. Aber das Erstaunen von vor 14 Jahren kam nicht zurück. Avatar 2 löst nicht mehr dasselbe aus, im Grunde kommt diese Fortsetzung zu spät. Das Drehbuch enttäuscht mich mit krimineller Dämlichkeit. Sully will seinen Stamm schützen und verlässt ihn. Dafür bringt er die Wasserbewohner in Gefahr? Welcher Verantwortungslose würde das tun? Ein Menschenkind taucht aus dem Nichts auf, weil man es für ein Vater-Sohn-Drama benötigt
und ein Mischling wird vaterlos gezeugt und hat sowas wie "die Macht". Und dann haben wir diese "Der mit dem Wal spricht"- Nummer, die stark an Disney Kitsch erinnert. Fazit: Ein oppulentes Werk mit fantastischen Tricks aber enttäuschend dünner, dummer und sehr vorhersehbarer Geschichte. Also ein reines Optik-Spektakel mit außerdem viel zu langem Mittelteil. Lust auf Teil 3 macht das nicht.

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Nosferatu - Phantom der Nacht

Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" am 26.10.2024
Arthousefilme schaffen nicht immer den Spagat zwischen Langeweile und Meisterwerk. Dazwischen könnte gern etwas Kurzweiligkeit liegen. Aber es "soll" ja mehr Kunstwerk, als Film werden. So gibt es viele unnötige und unpassende Szenen. Das beginnt mit den zusammenhanglosen Mumien am Anfang, über einen Geige spielenden Jungen usw. Was mich viel mehr stört sind aber Unlogiken und Unachtsamkeiten. So reitet Harker ohne Gepäck 4 Wochen, in der Totalen ist das Schloss eine Ruine, von Nahem komplett intakt und an einem Gebäude findet sich noch der Hinweis, dass es denkmalgeschützt ist. Per Schiff von den Karpaten nach Wismar durch das Kaspische Meer? Erdkunde = 6. Die Location ist so eindeutig niederländisch, dass man nie glaubt, in Wismar zu sein. Das ist schluderig und deshalb für mich kein Meisterwerk, aber gewiss ein Stück imposanter, atmosphärischer deutscher Filmgeschichte. Ich kann mir keinen anderen als Klaus Kinski in der Rolle vorstellen. Er überträgt Max Schrecks Leistung auf den Tonfilm und bringt perfekt die melancholische Verzweiflung des Unsterblichen zum Ausdruck. Alle anderen agieren sureal, nicht wie Menschen, sondern von einem "Maler" (Regisseur) arrangiert. Das lässt den Filmfluss künstlich, nicht künstlerisch, und langweilig wirken, was gegen Ende immer schlimmer wird. Fazit: Da Orlok in diesem Remake nun Dracula heißt, hätte man sich nicht an Murnau versuchen müssen. Das Ergebnis ist zwar einzigartig aber erreicht nie die Bildsprache und Qualität des Originals.

ungeprüfte Kritik