Kritiken von "Chris123"

Die Barbaren

Willkommen in der Bretagne
Drama, Komödie

Die Barbaren

Willkommen in der Bretagne
Drama, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 09.11.2025
„Wir müssen unsere regionale Identität verteidigen. Unsere bretonische Seele.“ - Du kommst aber aus dem Elsass -

Was für ein Pech, die bretonischen Kleinstadt 'Paimpont' freut sich gönnerhaft darauf ukrainische Kriegsflüchtlinge aufzunehmen. Da diese aber "vergriffen" sind schickt man ihnen zum Ausgleich stattdessen syrische Flüchtlinge.
Damit hängt der Ortsfrieden ganz schnell gehörig schief und die "bretonische Seele" reagiert äußerst allergisch....

Schon sehenswert was Julie Delphy da locker aus dem Ärmel geschüttelt hat. Schön bitter-böse wirft sie einen komödiantischen Blick auf die Gesellschaft und ihre Vorurteile und Macken. Das dabei nicht all zu sehr mit der moralischen Keule geschwungen wird und reichlich Platz für Kritik in alle Richtungen geboten wird ist typisch französisch unkorrekt und bespaßt speziell diejenigen von uns sie das Lachen noch lange nicht verlernt haben. Es mag ja sein das es schon jede Menge Komödien gibt die ähnlich gelagert sind wie diese hier, die meisten sind aber nicht annähernd so ungezwungen und gut gelungen.

Fazit: Eine witzige Culture-Clash-Komödie die ein ernsthaftes Thema locker aufgreift und intelligent an uns Zuschauer heranträgt ohne aufdringlich zu sein. Die dargestellten Charaktere sind glaubwürdig und gerade deshalb ungezwungen, witzig und authentisch. Meiner Meinung nach geht das ganze als Familien-Spielfilm durch der Vorurteile und fehlende Toleranz aushebelt und uns allen einen leichten, spielerischen Tritt in die richtige Richtung verpasst. Sehenswert und zwischen 3 und 4 Sterne wert.

" Hat der Typ drei Frauen ?! " - Nein, eine ist seine Tochter und die andere seine Schwester. -

ungeprüfte Kritik

Die Indianer von Cleveland

Alles geht daneben, aber es läuft super!
Komödie

Die Indianer von Cleveland

Alles geht daneben, aber es läuft super!
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 19.10.2025
"Gestatten Willi Mace Hayes... Spiele wie Mayes, renne wie Hayes."

Wow, "Die Indianer von Cleveland", lang ist es her. Über 35 Jahre.......... Autsch.
Ich kann mich noch erinnern als ich als ich damals als Kid den Film das erste mal auf VHS gesehen habe. Das war ein Spaß der besonderen Art. Die damaligen Top Schauspieler Tom Berenger, Charlie Sheen, Wesley Snipes und die wunderbare Reene Russo um nur einige zu nennen. Der Spaß ist so harmlos wie wirkungsvoll, fremdschämen oder ordinäres gab es da in Komödien viel, viel weniger als Heute, wirklich wahr.

"Looser aller Welt - vereinigt euch - "

Die Mischung aus "Chaos/Verlierer/Sport/Team/Filme" war da auch schon ein alter Hut, aber mit dermaßen viel bunten Schwung, Frische und Witz sticht das Werk bis Heute aus der Tumben Masse hervor. Auch die Musik und die spürbare nähe zu den einzelnen Charakteren ist immer noch sehr präsent, die wirklich coole Atmosphäre gepaart mit viel amerikanischen Enthusiasmus und die große Sympathie für ewige Verlierer die sich nach oben kämpfen ohne nach rechts und links zu schauen kommt hier noch sehr stark zum tragen. Der Zusammenhalt, die Kompromissbereitschaft und das gegenseitige Vertrauen spielten ein sehr große Roll. Das gut alte Amerika eben, wie es einmal wirklich war. (..?!...)

Fazit: Ein wahrer "Fun-Film" von (Vor)gestern. Ich freue mich wirklich sehr das es diesen Film jetzt bei Videobuster endlich gibt, ich habe viele Jahre immer mal wieder (...wie auch bei etlichen anderen 80iger Filmen...) darauf gehofft ihn eines Tages ausleihen zu können. Für Leute die gute alte 80/90iger Filme im Komödienfach stehen ein Highlight. Für junge Leute tauglich? Meiner Erfahrung nach leider eher nicht, aber ich gebe ohne zu zögern gleich mal 4 Sterne. Sehenswert+ ein großer Spaß, eigentlich wie ich meine, für fast jeden geeignet.

"Wer iss'n die Frau da unten?" - "Meine Frau!" - "Weiß sie das auch?"

ungeprüfte Kritik

Clown in a Cornfield

Bist du ein Freund von Frendo?
Thriller, Horror

Clown in a Cornfield

Bist du ein Freund von Frendo?
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 18.10.2025
" Lasst es euch von Frendo gesagt sein, jedermanns Lieblingsclown und Freund "

Hier geht, Gott sei Dank, weder "Pennywise" noch der "Joker" oder gar der absolute Mega-Trottel "Art" als Horror-Clown um, wobei die beiden erstgenannten wirklich Klasse sind. Nein hier treibt Clown "Frendo", das Maskottchen der Stadt "Kettle Springs", sein Unwesen der es auf die verdorbene Jugend abgesehen hat. Ein mörderischer Albtraum beginnt, aber was hilft es? Da Michael Myers momentan ruht und er ohnehin nicht überall sein kann (könnte) findet er hier großzügige Unterstützung.....gerade jetzt so kurz vor Halloween, quasi wenn das Hauptgeschäft anläuft.

Das tolle ist das es sich um keinen reinen Slasher-Film handelt, sondern auch reichlich Platz für Humor mit einen Tick satirischer Gesellschaftskritik bleibt.(....sicher nur Oberflächlich aber trotzdem angenehm in die "Handlung" gestreut.) Auch der so typische Genrebezogene Verlauf wird nicht ganz beibehalten sondern schlägt auch mal einen elegant-absurden Hacken der einen überrascht und amüsiert. Insgesamt können auch Schauspieler und Atmosphäre Punkten und runden das Packet gut ab. Und überhaupt, wer will da noch behaupten das Clowns infantil sind?

Fazit: Der "Clown im Kornfeld" entpuppt sich als Spaß-Splatter mit ganz viel Situationskomik, und man mag sich wundern, der auch einen parodistischen Blick auf die Gesellschaft wagt. Auch das Setting macht gut Wetter und teilweise entsteht sogar richtig Spannung die dann recht überraschend mit Situationskomik und viel schwarzen Humor vorgetragen wird. Der Film macht richtig gute Laune und sorgt für einen witzig/blutigen Abend den man am besten mit Freunden teilt. Für mich 4 Sterne Wert, sehenswert+ und durchaus ein kleiner Geheimtipp für Halloween oder Sylvester.

"...und vergesst nicht Kids, legt euch nicht mit Frendo an."

ungeprüfte Kritik

One Battle After Another

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 05.10.2025
"Ich wollte dich beschützen, und weiß das dass nicht möglich ist"

Paul Thomas Anderson, abseits des Mainstreams.
Da wird es kompliziert. -Sweetttooth- hat schon einmal einen Punkt bei der teils nervigen Musik, sonst kann ich seiner strengen Kritik nicht Folgen. Betrachtet man die durchaus genialen aber auch befremdlich wirkenden Regie-Arbeiten von Anderson wird aber schnell klar das es hier kein gewöhnliches Kino zu sehen gibt. Da gibt es Verstörend-komplexe aber Wegweisende Filme wie "There Will Be Blood" und "The Master” zu bestaunen aber auch durchaus sehr gefühlvolle und menschliche Werke wie "Magnolia" oder "Boogie Nights" zu bewundern. Also dürfte schon mal klar sein das "One Battle After Another" den Pfad der "Normalität" verabscheut und meidet, aus Prinzip.

Über die Schauspieler verliere ich nur ein Wort: Genial. Die Story ist wenig komplex aber die Art und Weise wie sie Vorgetragen wird sehr gehaltvoll und geradezu "Menschenentlarvend" in Bezug auf das Heutige Amerika und den Rest der Welt. Wenig Talentierte Stereotyp-Menschen mit harten Überzeugungen und relativ wenig Grips die Tumb ihre "Werte" leben ohne sich um andere großartig zu scheren. Sehr satirisch aber auch mit ernsthaften Momenten und Fanatismus angereichert verfolgen sie letzten Endes nur ein Ziel: Die eigene Fahne hoch haltend über den Rest der Gesellschaft trampelnd ("Trump-end") in die eigens errichtete Hölle zu marschieren bis es kein zurück mehr gibt. Sehe ich das zu komplex? Möglich, aber jeder kann sich ja seine eigen Meinung über das gesehene bilden und selbst interpretieren.

Fazit: Für wahre Cineasten ein "Must See", unter uns hier mit Sicherheit Umstritten. Für mich aber trotzdem ein 5 Sterne Kracher der stilistische und komische Szenen mit humorvoller Darstellung von ernsthaften Themen grandios vereint. Toll.

ungeprüfte Kritik

Bridget Jones 4 - Verrückt nach ihm

Neues Jahrzehnt. Neues Tagebuch. Sie beginnt ein neues Kapitel. So wie sie ist.
Komödie, Lovestory

Bridget Jones 4 - Verrückt nach ihm

Neues Jahrzehnt. Neues Tagebuch. Sie beginnt ein neues Kapitel. So wie sie ist.
Komödie, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 27.09.2025
" Also das nenne ich mal einen Imagewechsel.......denn - Bridget Jones, es wird Zeit wieder zu Leben! - "

-Wernerbros - hat wieder mal vollkommen recht. Der immerhin 4. Teil der Bridget Jones Reihe hat es auch wieder voll drauf. Richtig ist auch das der Klamauk etwas der Ernsthaftigkeit Platz eingeräumt hat und ein Tick Dramatik Einzug gehalten hat.
Hat das dem Ergebnis geschadet? Nein, eben gar nicht, zum Gegenteil. Ich fühlte mich an den Charme des ersten Teils erinnert.

Bridget ist zwar Witwe und 25 Jahre älter als zum Beginn der Filmreihe, am ihren chaotischen Lebensstil hat sich aber wenig geändert. Sie stolpert durch ihr Leben und versucht für ihre Kinder alles nur Bestmögliche zu tun, kommt dabei aber sichtlich selbst zu kurz bis...........ja bis der deutlich jüngere Roxster McDuff Avancen in ihr Leben tritt. Und damit ist aber nur ein kleiner Teil der Story umrissen der viel weiträumiger ist als es bisher der Fall war.

Hugh Grant macht sein "Ding" wieder perfekt, Renée Zellweger gewohnt charismatisch und chaotisch/sympathisch, Emma Thompson und Chiwetel Ejiofor passen Klasse ins Cast und Colin Firth treibt einen mit seinen Kurzauftritten eine kleine Delle der Trauer in den Magen, Aber keine Sorge, die Mischung aus Komödie, romantisches und dramatisches wechseln sich gekonnt ab und bespaßen einen richtig gut. Ah ja, und für kleine fremdschäm-Momente ist auch wieder gesorgt......

Fazit: Eine, wie schon jemand geschrieben hat, sehr positive Überraschung die ich auch nicht so erwartet hätte. Die fast 2 Stunden "Bridget" die einen vorkommen wie 90 Minuten sprechen für sich. Mindestens sehenswert für jeden der romantische Komödien mag und für Fans der Reihe sogar mit einen + in Richtung 4 Sterne Wert. Sehr schön anzuschauen und empfehlenswert kurzweilig.

ungeprüfte Kritik

Conjuring 4 - Das letzte Kapitel

Der Fall, der alles beendet. Nach den wahren Fallakten von Ed und Lorraine Warren.
Horror

Conjuring 4 - Das letzte Kapitel

Der Fall, der alles beendet. Nach den wahren Fallakten von Ed und Lorraine Warren.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 13.09.2025
"Das Ding in ihren Haus ist ein Dämon, es war der allererste den wir je begegnet sind.....

Die "Conjuring" Filmreihe fand ich von Anfang an nicht verkehrt, besonders die beiden ersten Teile waren sogar richtig gut.
Auch der dritte Teil war meiner Meinung nach mehr als sehenswert, wie sieht es also mit dieser immerhin vierten Fortsetzung aus? Und als erste Bemerkung erlaube ich mir zu sagen: Wird Zeit Schluss zu machen, warum? Weil man dann aufhören sollte wenn man es so lange geschafft hat im grünen Beriech zu bleiben. Richtig verstanden, auch dieser Teil ist durchaus gelungen.

......wir waren jung, wir hatten Angst, und wir sind weggelaufen.....

Der gespielte dokumentarische Stil, so albern das sein mag, verfehlt bei mir seine Wirkung nicht. Patrick Wilson und Vera Farmiga als Ed und Lorraine Warren sind einfach sympathisch und "glaubwürdig" in ihren Rollen, das Passte schon immer wie A...h auf Eimer. (...sorry.) Die Effekte sind wie immer sehr gelungen, kleine Gruselmomente, auch wenn man sie zu genüge kennt, gut gesetzt. Musik, Bild und Atmosphäre sind auch wie immer stimmig. Die Story, mein Gott was solls, immer relativ hysterisch und alles so kurz vorm Weltuntergang. Endlich, Zeit wirds bevor der Donald noch den Friedensnobelspreis kassiert...

Fazit: Für Gruselfans wurde wieder voll Aufgetischt und alles Geboten was die Haut leicht Prickeln lässt, aber keine Sorge, das Gute wird auch hier wieder sein Bestes geben um das Böse in die Grube/Hölle zurückzujagen. War im Kino wirklich ganz unterhaltsam ist aber auch im Heimkino mit Sicherheit gut anzusehen. Ich sag mal 3,5 Sterne für geneigte, sehenswert und von der ersten bis zur letzten Minute unterhaltsam. Viel Spaß.

...............und nach all den Jahren habe ich das Gefühl er ist noch nicht fertig mit unserer Familie."

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The Long Walk - Todesmarsch

Die Aufgabe ist einfach: Lauf oder stirb. Vom legendären Autor Stephen King.
Horror, Thriller

The Long Walk - Todesmarsch

Die Aufgabe ist einfach: Lauf oder stirb. Vom legendären Autor Stephen King.
Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 13.09.2025
"Ihr marschiert bis nur noch einer von euch übrig ist, wer von euch ist bereit zu gewinnen?"

Der mitreißendste Kinoabend im bisherigen Kinojahr, harter Tobak.
Der Ausdruck "Todesmarsch" im Zusammenhang mit einen unterhaltsamen Thriller/Horror hat mich eher negativ getriggert, warum? Bei diesem Wort habe ich sofort folgende Bilder vor meinen inneren Auge: die Indigenen Stämme Nordamerikas, Bataan, deutsche/russische Soldaten, und ja, Todesmärsche von KZ-Häftlingen.

Ist der Vergleich angemessen? Nicht wirklich, es handelt sich doch “nur” um eine Romanverfilmung, wenn gleich die Realität uns schon lange eingeholt hat. Es gilt seine Aufmerksamkeit einen dystopischen Film zu schenken der in seiner Machart wirklich einzigartig anmutet und mit der realen Geschichte der Menschheit Berührungspunkte aufweist die bedenklich aber faszinierend sind.

Eines wurde sehr schnell klar, die "faktisch100 Toten" ,von denen nur einer Überleben darf, marschierten nach Zirka 25 Minuten Spielzeit in ihr Elend los, und damit kippte die Stimmung für mich ganz erheblich und die Spannung stieg langsam ins nahezu unerträgliche. Intensives, Atmosphärisches Schauspiel und die beklemmende Szenerie werden geschickt mit allen nur möglichen menschlichen Gefühlen und Charakteren ausgefüllt. Zermürbung und Verzweiflung sind greifbar nahe und Werte wie Freundschaft, Gemeinschaft und Solidarität spielen, unglaublich aber wahr, eine zentrale Rolle.

Fazit: Ein überraschend dialoglastiger Film der aber in keiner Minute langweilt oder ein Gefühl von "kenn ich schon" erzeugt. Manchmal fühlte ich mich an Filme wie "Mad Max", "Die Klapperschlange" oder auch "Die Tribute von Panem" erinnert.
Brutal, ehrlich, kompromisslos. 4 Sterne+ und damit sehr sehenswert und wahrlich eine Geschichte vom Horror-Meisters selbst.

ungeprüfte Kritik

Für immer hier

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 12.09.2025
"Jemand kommt einfach in dein Haus, nimmt deinen Mann mit, sperrt ihn ein und behauptet dann er ist weg......"

Ergreifendes Drama nach wahrer Begebenheit.
Vorweg: dies ist kein Film für Leute die Tempo oder Action suchen, der Filmaufbau ist sehr gemächlich und ändert im laufe der Handlung seinen Grundtenor nicht. Alles hier gezeigte schöpft seine Kraft aus den Figuren , sprich den Betroffenen, in unmittelbarer nähe zu ihrer Zeit und deren Vorkommnissen.

Zur Handlung gibt es nicht viel zu sagen, in der Militärdiktatur Brasiliens (ca 1946-1986) wurden Zahlreiche Menschen verschleppt, gefoltert, getötet und anderweitig misshandelt und ihrer Menschenrechte beraubt. Dieser Film Berichtet von einer Familie die davon auf besonders tragischer Weise betroffen war.

"Macht euch keine Sorgen, ich bin bald wieder zurück."

Das ganze wurde so professionell gefilmt das man mit den 70iger Jahren verschmilzt und in das Familienleben der Protagonisten eintaucht und alles aus ihrer perspektive erlebt. Selbst die jeweilige Stimmungen von relativ "einfach" wirkenden Momenten werden so zu mitreißenden Erlebnis die einen Freude, Angst, Verzweiflung und Hoffnung spüren lassen. Das alles aus unserer freiheitlichen perspektive Betrachtet nimmt einen schon gewaltig mit. Mich jedenfalls hat der Film ziemlich mitgenommen und berührt.

Fazit: Ein Packendes Familien-Polit-Historiendrama das interessierte mit Sicherheit packt und mitnimmt. Für Zuschauer die Thriller und starke Spannungsmomente suchen der totale Reinfall. Das hier gezeigt erfordert viel Einfühlungsvermögen und den Willen zuzuhören und über das Geschehen nachzudenken. Für geneigte ein selten starker Film den ich gerne 5 Sterne gebe. Hervorragend.

" Hat der Staat nicht wichtigere Aufgaben als die Aufarbeitung der Vergangenheit? "
- Nein.-

ungeprüfte Kritik

Heldin

Drama

Heldin

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 11.09.2025
" Ein längst überfälliges, bewegendes Wertschätzung-Monument für Pflegekräfte. Eine emotionale Adrenalinkick-Achterbahn "
-Dieter Oßwald-

Leonie Benesch, hier wieder absolut überzeugend als Krankenpflegerin Floria Lind, zeigt genauso stark wie im Film "Das Klassenzimmer" mit fesselnde Wucht den Alltag von Menschen in überragend wichtigen Berufen die an den Rand der Leistungsfähigkeit geführt werden.

" Tut mir echt Leid, wir sind nur zu Zweit"

Echt Thriller-mäßig verfolgt man die mit viel Leidenschaft und Professionalität arbeitende junge Frau die mit vielen Problemen und organisatorischen Unzulänglichkeiten zu kämpfen hat (...und außerdem auch noch eine ausgefallene Kollegin ersetzen muss...) und sich durch ihre Nachtschicht Kämpft, nicht nachgibt oder sich selbst schont. In geradezu "Heldenhafter" Weise kämpft sie für alle Kranken der Onkologie-Abteilung um ihnen alles recht zu machen und ihre Leiden zu lindern. Sie selbst bleibt dabei nicht nur auf der Strecke sondern droht auch noch unter die '"Räder" zu kommen...........

Fazit: Dieser Film ist mehr als überfällig, nicht gerade ein Werbefilm um mehr Menschen für das Kranken und Pflegesystem zu gewinnen. Vielleicht aber doch ein kleiner Anstoß um auf die vielen Unzulänglichkeiten unseres Gesundheits, Kranken und Sozialsystem hinzuweisen das uns meist erst dann interessiert wenn wir es selber brauchen. Es sind die Begegnungen mit Menschen die helfen, die das Leben lebenswert machen. 5 Sterne für einen wirklich bewegendes und auch durchaus schockierenden Film-Drama. Super.

"Unser Beruf ist nicht das Problem: Es sind die Umstände."

ungeprüfte Kritik

When Evil Lurks

Beten ist zwecklos.
Horror, 18+ Spielfilm

When Evil Lurks

Beten ist zwecklos.
Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 31.08.2025
"Wir müssen den Grund des Bösen finden bevor es wiedergeboren wird“

Hola Malvado (...Hallo Böses), wo schlägst du als nächstes zu? Tja, "Wenn das Böse lauert" und der "Reiniger(Exorzist)" gekillt und Zweigeteilt im Wald vor sich hingammelt während der "schwangere/Besessene" sich aus dem Staub gemacht hat und irgendwo vor sich brütend/eiternd auf die Geburt eines Dämons wartet wird es langsam brenzlig, ekelhaft was? Was für ein Quatsch?! Aber schön verrückt-gruselig und spannend ist das ganze auf eine erfrischende Art und weise gelungen und erinnert mich auf geradezu nostalgische Art an den Horror-Trash der 80iger. Das besondere, hier ist wirklich nichts richtig schlecht gemacht aber trotzdem totaler Quark und (...vielleicht) absichtlich Chaotisch.

“ Evil loves children. And children love evil. “

Ich habe vom diesen Film schon vor längerer Zeit gehört und seine Vorschusslorbeeren mit Skepsis betrachtet. Natürlich hat man das meiste schon viel besser gesehen, aber die frischen Ideen und das argentinische Gemüt machen hier scheinbar den Unterschied zwischen belanglosen und sehenswerten aus. Bedenkt aber das man schon ein Fan von Filmen wie "Late Night with the Devil", "The Substance" oder "Weapons" sein sollte um hiermit zurecht zu kommen.

Fazit: Insgesamt von der Anmutung des Werkes her bewusst was ganz anderes. Aber inhaltlich und Qualitativ, ja atmosphärisch und auch künstlerisch für Genre-Fans ein Gedicht. Ich gebe 4 Sterne und sage "Ein wirklich sehenswertes Horror-Fantasy-Märchen" das gut unterhält. Ein -Must See- für alle Genrefans! Und wieder einmal der Beweis dafür das minimalistisches auch ganz oben auf dem Treppchen thronen kann. Auch wenn man dafür ein Fabel für Horror-Trash haben sollte.

- Verwende kein elektrisches Licht. Meide die Nähe zu Tieren. Verletze sie nicht. Nenne sie niemals beim Namen.-

ungeprüfte Kritik

Warfare

Everything Is Based On Memory
Kriegsfilm

Warfare

Everything Is Based On Memory
Kriegsfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 30.08.2025
" Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen."
-Platon-

Sehr wichtig vor dem ausleihen des Werkes "Warfare": Dies ist kein üblicher Kriegsfilm, ich habe irgendwo gelesen das der Film vergleichbar mit "Black Hawk Down" oder "American Sniper" wäre, das stimmt meiner Meinung nach, wenn überhaupt, nur in Teilen.

Ein ganz wesentlicher unterschied ist die "Storyline", sofern die hier geschilderten wahren Ereignisse eine brauchen (...oder haben). Auch gibt es keine Hintergrundmusik und die ganz Machart wirkt sehr "Dokumentationsartig". Selbstverständlich handelt es sich aber um einen richtigen Film mit richtigen Schauspielern der aber sehr um Authentizität und Nähe zu den Ereignissen, die größtenteils an einem Tag und in Echtzeit am 19. November 2006 im Irak statt fanden, bemüht.

Das ganze verlangt dem Zuschauer viel Energie und auch Geduld ab, man muss sich schon für dieses ernsthafte Thema interessieren um damit was anzufangen können. Die nähe zu den Soldaten und ihren Erlebnissen und Ängsten stehen ganz klar im Kern der Geschichte um ein grausames und zermürbendes Gefecht das von Anfang an recht unorganisiert wirkt.

Fazit: Kein gewöhnlicher Kriegsfilm wie es sie schon zuhauf gibt. Sehr Detailreich werden alle Aspekte einer aus Aktionismus unüberlegten und übereilten Militäroperation geschildert die irgendwo am Kartentisch "zusammengebastelt" wurde. Der Einzelne Soldat steht hier klar im Zentrum und man betrachtet ungläubig die Sinnlosigkeit und die Leiden der daran Teilnehmenden die eben NICHT wie Roboter funktionieren. Sehenswerte 4 Sterne. Ein düsteres und mitreißendes Kriegsdrama das vielleicht mehr für Durchblick sorgt als man annehmen würde.

" There was never a good war, or a bad peace. "
- Benjamin Franklin -

ungeprüfte Kritik

September 5

The Day Terror Went Live
Drama

September 5

The Day Terror Went Live
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Chris123" am 29.06.2025
" Es gibt eine Geiselnahme, im diesen Moment vor Ort."

Also erst mal als Kanter zu "Frenze", es ist schon fast unverfroren hier von einer langweiligen Verfilmung zu sprechen. Ja, es gibt schon eine Vielzahl guter Filme über das Olympiaattentat von 1972, "München 72(2012)", "die 21 Stunden von München(1976)", Spielbergs-Verfilmung "München(2005)" ist geradezu genial und extrem mitreißend. Aber kann man diese Filme hiermit vergleichen? Antwort: NEIN, absolut nicht. Man vergleicht Äpfel nicht mal mit Birnen sondern gleich mit Orangen.

"Wir bleiben hier und folgen der Story in Echtzeit"

Hier geht es nämlich um den Nachrichtensender ABC-Sports der plötzlich Live und ohne wirkliche Kompetenz anstatt von sportlichen Ereignissen, man muss das für manche hier hinschreiben, von einer Geiselnahme berichten die in einer nicht zu erwartenden Katastrophe mündet die schlimmer kaum sein könnte. Dieser Film zieht seine Kraft und Spannung also aus der "Unkenntnis" der Zukunft und unter Außerachtlassung moralischer Fragen in wie weit man "berechtigt und kompetent" genug ist vor Ort und Live zu berichten.

Das Cast gefällt gut, die 70iger leben wieder auf und die Atmosphäre ist absolut glaubhaft. Die Spannung zieht seinen Bogen gekonnt über die ganze Filmlänge und steigert sich kontinuierlich bis zum traurigen Ende. Das ist um so verblüffender als das man ja, je nachdem wie gut man informiert ist, normalerweise eh schon alles über die Ereignisse weiß. Das ist die wirkliche stärke des Filmes und der Darsteller: glaubhafte Charakter um eine glaubhafte "Katastrophe" die sich gerade eben "jetzt" ereignet, so das Gefühl.

Fazit: Sehr gelungene Verfilmung, 4 Sterne und für interessierte am Thema absolut sehenswert. Für mich ist keine Spur von Langeweile erkennbar.

" Das ist unsere Story, und die werden wir behalten!"

ungeprüfte Kritik