Fantasy, Abenteuer
„Komm Sonja, wir machen sie fertig!“, rief der Arnie 1985 Brigitte Nielsen zu.
Ich hatte damals schon den Verdacht, dass er mit „sie“ die Kinozuschauer meinte, denn die Nielsen bewies, dass „schauspielen“ ein dehnbarer Begriff ist.
Ein Remake kann in diesem Fall eigentlich nur besser sein als das Original.
Kann, muss aber nicht.
Lange hat man an einer Neuverfilmung gefeilt, man hätte sich besser nochmals 15 Jahre Zeit lassen sollen.
Ok, Matilda Lutz im spacig-silbernen Panzer-Bikini ist ein Hingucker, das war es aber auch schon.
Für ein vernünftiges Drehbuch hat es nicht gereicht, die Dialoge sind blöd und langweilig, CGI ist mäßig, Kampfszenen sind meeeh und bestehen vorwiegend aus sinnlos hin- und herlaufenden Typen, Gebrüll und dramatischer Musik.
Als Sonja im Zweikampf durchbohrt wird und von den mehr oder weniger Toten aufersteht, kommt sie mit alberner Gesichtsbemalung zurück, die sie wie einen durchgeknallten Waschbären aussehen lässt. Ja, so eine Gesichts-Camouflage ist wirklich nützlich, wenn man ansonsten auffällig wie ein Papagei ist.
Nicht mal einen vernünftigen Schurken konnte man sich offenbar leisten, Imperator Dragan wirkt mit seiner Buchhalterfrisur ähnlich bedrohlich wie der Paddington Bär.
Was auch kein Wunder ist, schließlich haben er und Sonja bereits als Kinder zusammen im Sandkasten gebuddelt und er kann eigentlich nichts dafür, dass er der Bösewicht ist. Niemand ist heute noch selbst verantwortlich für das was er tut, es liegt immer an den Umständen, der Gesellschaft oder dem Klimawandel.
In der Schlussszene wird dann noch eine Fortsetzung angedroht, woraufhin Sonja mit dem Dolch wütend einen arglosen Apfel durchbohrt. So hätte ich vermutlich auch reagiert.
ungeprüfte Kritik