Science-Fiction, Komödie
KRITIK DER WOCHE
Bewertung und Kritik von
Filmfan "Tosby" am 07.05.2026Zwischen Verschwörungsglauben, Realitätsverlust und Geisteskrankheit liegt manchmal erschreckend wenig Abstand. Genau mit diesem unangenehmen Zwischenraum spielt „Bugonia“ und macht daraus ein wirklich schräges, teils bitterkomisches Filmerlebnis.
Das Thema ist auf den ersten Blick absurd, fast überzeichnet, doch gerade darin liegt seine Stärke. Wer halbwegs gesund und klar auf die Handlung blickt, begleitet den Film mit einer Menge unterschwelligem Humor. Nicht unbedingt, weil alles offen lustig inszeniert wäre, sondern weil die Absurdität der Figuren und ihrer Überzeugungen so grotesk ist, dass man stellenweise kaum anders kann, als darüber zu lachen.
Gleichzeitig bleibt dieses Lachen aber ein wenig im Hals stecken, denn ganz aus der Luft gegriffen wirkt das alles leider nicht. Es gibt tatsächlich Menschen, die so denken, die sich in solche Gedankengebäude verrennen und irgendwann kaum noch zwischen Einbildung, Misstrauen und Wirklichkeit unterscheiden können. Dadurch bekommt der Film trotz seines schrägen Tons eine unangenehme Nähe zur Realität.
„Bugonia“ ist deshalb kein glatter Film, sondern eher ein seltsames, irritierendes Stück Kino, das irgendwo zwischen schwarzer Komödie, Wahnsinn und Gesellschaftssatire liegt. Und dann ist da noch dieses Ende: wild, konsequent überdreht und auf jeden Fall eines, das hängen bleibt. Kein Film, den man einfach nur nebenbei schaut, sondern einer, bei dem man danach vermutlich erst einmal denkt: Was zur Hölle war das denn bitte?
ungeprüfte Kritik