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Kritiken von "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge

68 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Und dann der Regen
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 27.09.2017
    Wir haben den Film in unserem Filmclub in gemeinsamer Veranstaltung mit dem Eine-Welt-Laden gezeigt. Das Publikum war begeistert. Es ist ein spannender, betroffen machender Film, der etwas zeigt über Zusammenhänge, die Menschen arm macht. Wenn aus wirtschaftlichen Gründen den Armen das Wasser abgedreht wird, was bleibt ihnen übrig, als zu protestieren? Gut zeigt der Film, wie sich Einstellungen ändern können, wenn man die betroffenen Menschen persönlich kennt.
  • Leoparden küsst man nicht
    Komödie, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 01.09.2017
    Zum Film selbst brauche ich nichts mehr zu sagen, der ist Klasse. Einen Punkt Abzug gibt es für die doch recht schlechte Bildqualität. Dass Teile des Filmes nicht auf Deutsch sind und nur mit Untertiteln, ist der deutschen Kinopraxis der 50er Jahre zu verdanken, die meinten, solche Filme dürften nicht länger als 90 Minuten sein. Damals hat man auch unverständlicherweise eine neue Musik unterlegt. Am Besten schaut man sich den Film im englischen Original an.
    Hoch interessant als Beigabe der Film von H.C. Blumenberg mit 19 Kapiteln über Howard Hawks Filmschaffen.
  • Berlin Alexanderplatz
    Drama, Deutscher Film, TV-Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 31.05.2017
    Es ist gut, dass es diese Fernsehserie als DVD gibt. Dabei ist sie durchaus anstrengend. Die düstere Atmosphäre, das körnige Bild, der soziale Abstieg des Franz Biberkopf ist kaum zu ertragen, sein Scheitern eigentlich schon vorprogrammiert. Dabei ist das ganze in eine glaubhafte Umgebung mit stimmigen Kostümen, alten Autos, einer guten Darstellung der altberliner U-Bahn-Stationen verpackt. Die Zeit der Arbeitslosigkeit in den zwanziger Jahren war ja für kleine Leute kaum zu ertragen. Jedenfalls Franz Biberkopf - hervorragend von Günther Lamprecht gespielt - ist nicht unbedingt ein Sympathieträger, dafür ist er einfach zu brutal.
    Ich habe bis jetzt die ersten sechs Folgen (DVD 1 und 2) gesehen, brauchte erst mal eine Pause. Werde aber die anderen Folgen auch ansehen. Ganz sicher zu empfehlen für Fassbinder-Fans.
  • Ein Lied für Nour
    Ein Junge, der zur Stimme eines ganzes Volkes wird.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 26.04.2017
    Diesen Film müssten viel mehr Menschen sehen. Er zeigt in anrührender Weise, wie Menschen in schwieriger Situation wie in Gaza trotzdem den Mut nicht verlieren. Der erste Teil des Films zeigt, wie vier Kinder einfach Musik machen wollen, darunter auch ein Mädchen, für das solches Handeln im muslimischen Umfeld einfach ungehörig ist. Das alles ist schön gefilmt, nicht in düster grau, sondern in bunten Farben mit faszinierend spielenden Kindern. Dramatisch und traurig wird es, als das Mädchen Nour krank wird, an die Dialyse muss, und keine Chance für ein Nierenplantation. Nour stirbt. Und der Bruder wird dann als junger Erwachsener gezeigt, der immer noch gut singen kann. Er muss einfach nach Ägypten zur arabischen Castingshow 'Arab Idol' und setzt diesen Wunsch gegen viele Widerstände durch.
    Auch wenn der Film vor düsterem Hintergrund spielt, er ist schön. Und auch die arabische Musik reißt einfach mit.
  • Der letzte Zug
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 22.03.2017
    Ein klassischer amerikanischer Thriller mit Glenn Ford und der süßen Lee Remick, die eine ganz starke Frau darstellt. Spannend nicht so sehr wegen großer Action, sondern wegen der inneren Spannung, die durch die Bedrohung der Bankangestellten und ihrer Tochter und ihrem mutigen Einschalten des FBI erzeugt wird. Fast dokumentarischer Stil sowie die schöne Schwarzweiß-Fotografie und die Musik von Mancini tragen dazu bei. Der Originaltitel "Experiment in Terror" passt jedenfalls besser als der nichtssagende deutsche Titel.
  • Romanze für Verliebte
    Lovestory, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 02.03.2017
    Der Film ist ein Schmarren. Er strotzt vor erhobenem Zeigefinger: Der Mann geht selbstverständlich zum Militär, tut dort heldenhaft seine Pflicht, ist bei einer Katastrophe verschollen. Seine Geliebte heiratet neu. Damit endet der erste Teil. In vielen Szenen wirkt er wie ein Werbefilm für die Sowjetische Marine.
    Da Sergej aber wunderbarerweise überlebt hat, kommt er nach Hause und kann nichts verstehen. Er flippt aus, wird aber von guten Kameraden auf den rechten Weg gezogen. Seine ehemalige Liebe hält natürlich zu ihrem Ehemann, der sehr verständnisvoll ist. Sergej bricht zusammen. Ab jetzt ist der Film in Schwarz-weiß.
    Sergej verabredet sich mit einer jungen Frau, die in einer Kantine arbeitet, macht ihr beim ersten Treffen einen Heiratsantrag. Sie heiraten. Doch sind sie nicht glücklich. Erst zum Schluss sieht er ein, was seine Frau für ihn tut, sagt Danke und es kommt wieder Farbe in den Film.
    Technisch ist hier wieder die schlechte Qualität fast aller Icestorm-DVDs zu bemängeln. Schlechtes Bild, schlechter Ton.
  • Hai-Alarm am Müggelsee
    Oben ist besser als unten und an Land ist besser als im Wasser!
    Komödie, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 16.02.2017
    Ich habe an dem Film einen Riesenspaß gehabt. Alle, die ihn nur schrottig finden, haben wie es scheint, keinen Sinn für guten Humor.
    Sven Regener ist wohl auch ziemlich speziell und nicht für jeden. Aber gerade deshalb Klasse!
  • The Lady in the Van
    Manche Leute wirst du einfach nicht mehr los. Nach einer fast wahren Geschichte.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 15.02.2017
    Die Geschichte der alten Dame in ihrem Van wurde m.E. überzeugend und anrührend dargestellt. Besonders hat mir gefallen, wie der Zwiespalt des Erzählers dargestellt wurde durch die Doppelgestalt der Figur. Betroffen gemacht hat mich, wie eine strenge katholische Erziehung zum Gehorsam einen Menschen so kaputt machen kann, dass er wie die alte Dame lebt. Und immerhin ist der Plott ja nicht erfunden.
    Der Film hat viele Ebenen (alt-jung, Obdachlosigkeit im Wohnviertel, Rolle der städtischen Sozialarbeit, Hilfsbereitschaft, Gewissen, Rolle der religiösen Einstellung usw.) und ist soweit eben nicht ganz einfach zu verstehen. Trotzdem ist er mit einer gewissen Leichtigkeit und auch Humor gefilmt.
    Mir hat er viel Freude gemacht. Dazu kommt eine wunderschöne Musik.
  • Ein Hologramm für den König
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 26.10.2016
    Nachdem ich das Buch gelesen hatte, an dem ich viel Spaß hatte, fehlte mir in dem Film der satirische Biss. Man konnte die wunderschönen Wüstenbilder genießen, aber der Irrsinn des ganzen kam emotional im Film bei mir nicht an. Die Personen blieben emotional fern, trotz der vielen schönen Bilder. Es ist ein schöner Film geworden, vielleicht ein zu schöner. Ich möchte eigentlich zwischen drei und vier Sternen geben. Der Film ist mehr als gewöhnlich, aber nicht ganz gelungen.
  • Frau Warrens Gewerbe
    18+ Spielfilm, Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 10.10.2016
    Eine alte und wirklich nette Verfilmung des Stückes von G.B. Shaw. Im Jahre 1960 hat es wohl gereicht, nur das Wort "Bordell" in den Mund zu nehmen, um einen Film erst als ab 18 frei zu geben. Vielleicht sollte sich der Verleih mal um eine neue Einstufung bemühen. Aber zugegeben: Wenn er nicht erst ab 18 freigegeben wäre, hätte ich dieses Kleinod wohl nicht entdeckt. Für alle Freunde der alten deutschen Schauspieler Lilli Palmer, O.E.Hasse, Hellmut Lohner und besonders Rudolf Vogel als Prediger seiner eigenen Sekte ein Schnäppchen.
  • Ulzhan
    Das vergessene Licht
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 25.08.2016
    Ein anrührendes Roadmovie, das zeigt, wie man auch in einem kargen und einsamen Land doch nicht allein bleiben muss. Vielleicht hat die Hauptperson gerade wegen der Trostlosigkeit dieses Landes den Rest seines Lebens in Kasachstan gesucht. Ulzhan war süß, aber ihre Hartnäckigkeit und vielleicht Liebe hat doch nicht gereicht. Der Wörterverkäufer und Schamane Shakuni (David Bennent) war faszinierend. Die Überreste der Sowjetunion waren absolut deprimierend.
  • Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "wolf52" aus Neustadt am Rübenberge am 31.07.2016
    Der Film stellt die Frage und beantwortet sie auch positiv, ob nicht auch Verstorbene ohne Angehörige das Recht haben auf eine menschenwürdige Beerdigung. Und die Hauptperson des Films versucht das bis zu seinem letzten Fall zu gewährleisten. Dass das vielen Vertretern der Kommunen zu teuer kommt, ist leider Realität in dieser Welt. Dieser Film ist ein leiser, aber nichtsdestoweniger flammender, Appell an die Menschlichkeit, die auch über den Tod hinaus reicht und eigentlich selbstverständlicher Teil unserer Wertegemeinschaft sein sollte.
    Ein Spitzenfilm!