Kritiken von "Kamikurt"

Red Sonja

Fantasy, Abenteuer

Red Sonja

Fantasy, Abenteuer

KRITIK DER WOCHE

Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 08.03.2026
Red Sonja will nach Schweiß, Stahl und Wildheit schmecken, serviert aber am Ende Fantasy aus dem Deko-Katalog. Der Film plätschert in einem Tempo dahin, das selbst die Actionszenen erstaunlich müde wirken lässt. Die Story ist okay, mehr aber auch nicht: brauchbar genug, um nicht völlig auseinanderzufallen, aber zu unerquicklich, um irgendeinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Am größten ist jedoch das Problem der Besetzung: Diese Sonja wirkt nie wie eine Kriegerin, die man fürchten oder bewundern würde, sondern wie eine Fehlbesetzung in einer Rolle, die deutlich mehr physische Präsenz verlangt. Da war Brigitte Nielsen noch ein ganz anderes Kaliber, wobei der Film damals in den 80ern andere Möglichkeiten und Budgets hatte - kann man also nur bedingt vergleichen. Hier kommt aber hinzu, dass die Figur mit einer fast penetranten moralischen Überlegenheit ausgestattet ist: Sie muss die Bösen bestrafen, den Wald schützen und transportiert dabei noch eine ökologische Botschaft durch die Hintertür. Das mag für sich genommen ehrenwert sein, wirkt in einem rauen Barbaren-Fantasy-Film aber eher deplatziert als organisch. So bleibt am Ende der Eindruck eines Films, der größer, wilder und bedeutender wirken möchte, als er ist — wie Laientheater auf einer sehr schön bemalten Bühne.

ungeprüfte Kritik

The Engineer

Das Team, das den Kopf hinter den tödlichsten Bombenattentaten der Geschichte ausschaltete.
Thriller, Action

The Engineer

Das Team, das den Kopf hinter den tödlichsten Bombenattentaten der Geschichte ausschaltete.
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 07.01.2026
„The Engineer“ - eigentlich ein hochspannender, realhistorischer Stoff: Die Jagd auf Yahya Ayyash, den Hamas-Bombenbauer der 90er Jahre. "The Engineer" versucht aus dem Stoff einen Mix aus Manhunt-Thriller und Actionfilm zu machen, aber beides geht irgendwie schief.

Tempo und Action soll vorherrschen – der Film kommt aber oft erstaunlich behäbig daher. Statt stetig steigender Spannung bekommt man viele Standard-Stationen (Befragungen, Spuren, „wir sind ihm nah“-Momente), die selten wirklich eskalieren. Oft wirkt das schon wie ein Kammerspiel.

Emile Hirsch ist dabei der Dreh- und Angelpunkt – er wirkt in der Rolle des knallharten Ex-Mossad-Agenten kaum überzeugend - eher wie der nette Nachbar. Darunter leidet der Film. Die Ausstattung ist auch eher mittelmäßig - man sieht dem Film sein mittelgroßes Budget an: solide, aber selten atmosphärisch; Action gibt’s, aber nicht in der Wucht/Choreografie, die der Stoff eigentlich verträgt.

Heikler Punkt: Als Politthriller bleibt er zudem auffällig einseitig und streift moralische/strategische Fragen (Gewalt, Vergeltung, Eskalationslogik) eher, als sie wirklich auszuleuchten – ich meine er stammt aus dem Jahr 2023, da könnte man einen etwas weiteren Blickwinkel erwarten.

Stärken: interessantes Thema, klare Genre-Linie, paar knackige Momente, nicht zu lang
Schwächen: zähe Spannungskurve, blasse Figurenzeichnung, wenig Nervenkitzel für einen Manhunt-Actionthriller, zum Ende fällt er stark ab

Geben wir ihm mal 2,5 Sterne, also hier dann drei. Kann man wegen des historischen Backgrounds mal sehen - aber an andere Filme reicht er nicht heran.

ungeprüfte Kritik

Wilhelm Tell

Held. Mythos. Legende.
Abenteuer

Wilhelm Tell

Held. Mythos. Legende.
Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 28.12.2025
Der Film wird als historisch beworben - das ist aber nur Marketing. Wer hier Geschichtsunterricht erwartet, wird enttäuscht: Der Film nutzt zwar einen realen Hintergrund – die Spannungen zwischen frühen Waldstätten und habsburgischer Machtpolitik um 1300 –, erzählt dann aber weitgehend Legende/Action statt historisch belastbarer Rekonstruktion. Als Kino funktioniert das trotzdem richtig gut: Die Bilder sind großartig, Landschaften und Ausstattung wirken hochwertig, viele Szenen sind stark inszeniert und der Film bleibt durchgehend spannend.

Auch schauspielerisch überzeugt das Ensemble meist, mit präsenten Figuren und solider Emotionalität. Zwei Dinge reißen mich jedoch raus: Erstens der kämpfende Priester Furst – als Figur wirkt er zu modern umgebaut und passt nicht sauber in die Welt des Films. Zweitens der Ausflug in den Nahen Osten samt Kreuzritter-Rückblende: Das hilft dem historischen Kern kaum, wirkt eher wie ein Abenteuer-Baustein – und erinnert auffällig an Robin Hood (Prince of Thieves mit Kevin Costner, inklusive Sarazenen-Gefängnis/Flucht-Motiv). Das macht den Film bunter, aber nicht glaubwürdiger.

Dazu kommt: Die muslimische Frau mit Sohn, die in der Schweiz unbehelligt lebt und später politisch „mitzieht“, ist als modernes Signal verständlich, innerhalb der erzählten Zeit aber schwer vorstellbar – für einen „historischen“ Film für mich daher störend.

Fazit: Ein spannender, schön gefilmter Abenteuerfilm mit starken Momenten und überwiegend überzeugendem Cast – aber historisch ist das alles sehr weit weg. Wer damit leben kann (oder es bewusst als Legenden-Action sieht), bekommt einen guten, mitreißenden Film. Wer historische Plausibilität sucht, wird an den bewusst „bunten“ Erfindungen eher hängen bleiben.

ungeprüfte Kritik

Kung Fu in Rome

Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 27.12.2025
Wahrscheinlich kein schlechter Film, habe ihn als Stream sehen wollen. Habe dann nach 20 Minuten abgeschaltet. Bis dahin war ein großer Teil in Chinesisch ohne Untertitel... das war mir dann doch zu anstrengend.

ungeprüfte Kritik

La Cocina

Der Geschmack des Lebens
Drama

La Cocina

Der Geschmack des Lebens
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 22.12.2025
La Cocina ist schwarz-weißes, fiebriges Kücheninferno am Times Square: ein einziger, überhitzter Arbeitstag in einem Touristen-Restaurant, in dem Migrant*innen, Stress, Hierarchien und Sehnsüchte kollidieren.

Was gut funktioniert
Am stärksten ist der Film, wenn er einfach „im Betrieb“ bleibt. Die Kamera macht aus der Küche einen klaustrophobischen Maschinenraum, in dem alles gleichzeitig passiert: Rufe, Bestellungen, Streit, Flirts, Demütigungen. Das hat Wucht und Tempo, und die Inszenierung kann in den besten Momenten wirklich mitreißen.

Wo der Film stolpert
Trotz der starken Oberfläche wirkt La Cocina inhaltlich oft überladen. Der Film will gleichzeitig Arbeitskampf-Metapher, Liebesdrama, Kapitalismus-Abrechnung und moralisches Dilemma sein – und schichtet Konflikt auf Konflikt, bis es eher ermüdet als zuspitzt. Figuren reden teils „zu groß“, Eskalationen fühlen sich konstruiert an, und der Plot um das verschwundene Geld ist mehr Zündschnur als glaubwürdige Dramaturgie. Mit knapp 139 Minuten zieht sich das Ganze außerdem; die permanente Lautstärke und Hochspannung nutzt sich ab, statt sich zu steigern.
Fazit

La Cocina ist ein filmisch stark gewürztes Küchenchaos mit tollen Momenten und klarer sozialer Perspektive – aber auch ein anstrengender, überambitionierter Brocken, der seine Themen nicht immer sortiert bekommt. Unterm Strich: sehenswert für Stil und Intensität, nur leider nicht so rund, wie er gern wäre. 3,5 Sterne

ungeprüfte Kritik

The Gentleman

Ein Killer der alten Schule
Thriller, Action

The Gentleman

Ein Killer der alten Schule
Thriller, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 29.11.2025
„The Gentleman“ mit Ron Perlman will harter Rachethriller sein – ist am Ende aber vor allem eins: erstaunlich langweilig. Die Geschichte folgt dem Standardbaukasten: Mann mit dunkler Vergangenheit, tragisches Ereignis, dann ein Rachefeldzug durch das immer gleiche Klischee-Gangster-Milieu. Der Film spult seine Stationen ab wie eine Checkliste. Überraschungen? Keine. Jeder „Twist“ kündigt sich früh an, jede angebliche Wendung wirkt wie déjà-vu aus besseren Genrefilmen.

Besonders bitter: Ron Perlman wird verschenkt. Statt eine ambivalente, gefährliche Figur zu zeichnen, reduziert ihn der Film auf finstere Blicke und brummige Oneliner. Man ahnt, dass mehr möglich gewesen wäre, doch das Drehbuch interessiert sich nicht für Charaktere, nur für Plot-Funktionen.

Inszenatorisch bleibt alles blass. Die Action ist zwar handwerklich ok, aber ohne Wucht oder eigene Note – Schießereien und Prügeleien ohne einen einzigen erinnerungswürdigen Moment. Optisch herrscht graubraune Austauschbarkeit, wie eine x-beliebige Streamingproduktion. Der Soundtrack versucht Spannung zu simulieren, wo das Drehbuch längst kapituliert hat.

Unterm Strich: Wer auf einen markanten, wuchtigen Thriller mit Ron Perlman hofft, wird enttäuscht. Bekannte Gesichter und ein paar harte Sprüche reichen nicht. „The Gentleman“ ist ein weiterer Rachethriller, der so schnell verpufft, wie der Abspann läuft – nichts Neues unter der Sonne.

ungeprüfte Kritik

Operation: Raqqa

Im Schatten des IS
Thriller

Operation: Raqqa

Im Schatten des IS
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 22.11.2025
Diese Konstellation zweier Figuren auf unterschiedlichen Seiten, die doch ein gemeinsames Ziel haben, sorgt für Spannung und ein paar interessante moralische Grauzonen, auch wenn nicht alle Wendungen wirklich überraschen.
Intensiv ist die bedrückende Atmosphäre und die allumfassende Angst der Menschen im Gottesstaat. Die Stadt wird als klaustrophobischer Ort ständiger Bedrohung gezeigt – mit Hinrichtungen, Bombardierungen und der allgegenwärtigen Gewalt des IS. Die Bilder sind oft hart, aber sie vermitteln eine Ahnung davon, wie sich das Leben in einer solchen Hochburg des Terrors anfühlen könnte.
Die Schauspieler*innen tragen den Film mit glaubwürdigen, zurückgenommenen Leistungen. Sie spielen ihre Figuren nicht als Superhelden, sondern als Menschen, die mit der eigenen Angst und Schuld leben müssen. Kritisch anmerken kann man, dass Operation: Raqqa trotz des brisanten Settings über weite Strecken dem bekannten Muster westlicher Terrorismus-Thriller folgt: Die Perspektive bleibt hauptsächlich bei den Agenten, die IS-Gewalt ist oft reines Hintergrundrauschen und manchmal wirkt die Zuspitzung fast wie aus einem Genre-Baukasten. Auch die Brutalität mancher Szenen kann an die Belastungsgrenze gehen und wird nicht jede Zuschauerin und jeden Zuschauer erreichen.
In der Summe ist der Film aber solide inszeniert, spannend erzählt und atmosphärisch dicht, ohne den Anspruch zu erheben, ein umfassendes politisches oder historisches Bild zu liefern. Wer die Härte des Stoffes aushält und keinen völlig neuen Blick auf den Syrienkrieg erwartet, bekommt einen sehenswerten, handwerklich ordentlichen Thriller, der zumindest punktuell nachdenklich macht und einem einen Bick in diese Gesellschaft ermöglicht.

ungeprüfte Kritik

Hellboy - The Crooked Man

Action, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 31.10.2025
Hellboy: The Crooked Man wirkt wie ein blasser Schatten seiner Marke. Der Neustart setzt auf neues Gesicht und neues Team, doch genau hier verliert der Film seine Identität: Die Inszenierung bleibt erstaunlich farb- und kraftlos, der Ton schwankt zwischen bemühtem Folk-Horror und blutleerem Monster-of-the-Week. Was als Rückkehr zu düsterer Mythologie gedacht ist, endet in zähem Pacing, schematischen Dialogen und Figuren, die kaum über Skizzen hinauskommen. Der titelgebende Antagonist hat Präsenz auf dem Papier, aber auf der Leinwand fehlt ihm Gewicht; Bedrohung wird behauptet, nicht gebaut.

Visuell merkt man dem Film ständig seine Beschränkungen an: triste Bilder, schwankende Effekte, Setpieces ohne Höhepunkt. Statt atmosphärischer Welt entsteht eine Aneinanderreihung von Szenen, die selten Spannung aufbauen und noch seltener halten. Die Musik verstärkt das Problem, weil sie Stimmungen übertüncht, wo das Drehbuch keine liefert. Auch der Humor blitzt kaum auf – und wenn, dann ohne Timing.

Im Vergleich zum einstigen Hellboy-Kosmos schrumpft die Figur hier zusammen. Es fehlt die starke Handschrift, die präzise Balance aus Groteske, Witz und Melancholie; der neue Darsteller bleibt austauschbar, das Zusammenspiel im Ensemble routiniert. Am Ende steht ein Reboot, das „kleiner“ wirkt: stilistisch ärmer, erzählerisch zäher und ohne die magnetische Präsenz, die Hellboy einmal getragen hat. Wer auf einen mutigen Neuanfang gehofft hat, bekommt vor allem Vorsicht – und die schmeckt nach wenig - schade drum, fand Ron Perlman und seine Welt um Meilen besser.

ungeprüfte Kritik

A Wounded Fawn - Im Kopf des Killers

Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 16.09.2025
Stilnebel statt Substanz. A Wounded Fawn verwechselt Rätselhaftigkeit mit Bedeutung. Die rotstichigen Halluzinationen, Masken und Kunst-Insertshots erzeugen Dauerlärm, aber selten Erkenntnis. Was als hypnotische 16-mm-Ästhetik gefeiert wird, wirkt hier wie Nebelmaschine: viel Korn, wenig Gehalt.

Mythologie als Eintrittsprüfung. Die Furien- und Antiken-Referenzen bleiben Bebilderung für Kenner. Ohne Vorwissen wirkt das Geschehen hermetisch; mit Vorwissen repetitiv, weil Symbolik statt Dramaturgie die Arbeit übernimmt.

Detailkamera statt Dynamik. Die Kamera verliert sich in Nahaufnahmen von Requisiten und Oberflächen. Das Tempo erlahmt: Vision – Freeze – Close-up – Repeat. Spannung baut sich kaum auf, Setpieces kreisen, statt zu eskalieren.

These statt Figuren. Das Motiv „weibliche Wut“ bleibt Behauptung. Charaktere entwickeln sich wenig, Konflikte werden illustriert, nicht gespielt. So kippt die zweite Hälfte zur Kunstinstallation—stimmungsvoll, aber narrativ statisch.

Bilanz. Gute Darsteller, starker Tonfall, schwacher Rahmen. Am Ende fühlt es sich an, als hätte ein überzeugender Kurzfilm unnötig Spielfilmlänge tragen müssen: ambitioniert, aber öde.

ungeprüfte Kritik

Witch Hunter - Der Hexenjäger

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 15.09.2025
„Witch Hunter – The epic tale is finally told!“? Eher: endlich vorbei. Was für eine Lebenszeitverschwendung. Die billige Effekte-Parade erinnert an kostenlose Handy-Filter, die Monster wirken wie aus einem längst vergessenen Browser-Game, und die Kampfszenen sind dermaßen uninspiriert/langweilig, da zuckt der Finger zum Vorspulknopf. Keine Wucht oder Choreografie. Und die berühmte augenzwinkernde Komik? Hatte wohl was anderes vor.

Die Dialoge und Schauspieler unterirdisch: Sätze, die klingen, als wären sie im ersten Entwurf stehen geblieben, werden hölzern heruntergesprochen, ohne Timing, ohne Chemie. Die Schauspieler haben viel Luft nach oben. Dramatische Momente verpuffen, weil Inszenierung und Tonspur sich gegenseitig sabotieren – wenn man denn überhaupt von Dramatik sprechen darf.

Ja, man kann mit wenig Geld Kreativität zeigen. Hier wird aber vor allem gezeigt, wie man mit wenig Geld auch wenig Ideen haben kann - und der Drehbuchautor gehört gesperrt für die Filmindustrie. Manchmal reichts ja zum Trash... hier eher nicht. Für eine Film AG einer Schule top, für einen kommerziellen Film, der Geld verdienen möchte, eine Unverschämtheit. Ende.

ungeprüfte Kritik

Escape - Fight or Run

Thriller, 18+ Spielfilm

Escape - Fight or Run

Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 05.09.2025
Der Film bleibt in der „Wüste des Mittelmaßes“ – beeindruckend sonnige Landschaften hin oder her. Visuell gibt es durchaus einiges zu sehen, etwa gut ausgeleuchtete Wüstenaufnahmen auf Teneriffa oder Fuerteventura. Doch was sich vor dieser Kulisse abspielt, wirkt oberflächlich und sehr hölzern. Die Geschichte ist wie schon tausendmal gehört und so platt erzählt, dass man sie kaum ernst nehmen kann. Die Charaktere bleiben eindimensional, die Dialoge klingen, als wären sie von einer KI entworfen – und jede Spur von Spannung erstickt sofort im Keim.

Zwar vergeht kaum ein Moment ohne knallige B-Movie-Gewalt, aber selbst die wirkt eher aufgepappt als durchdacht – fast schon entlarvend für einen Film, der eigentlich Spannung erzeugen will, stattdessen aber eher Fluchtreflexe auslöst (kleine Anspielung auf den Titel …).

Unterm Strich bleibt ein langweiliger Trip durch schöne Wüstenbilder und flache Figuren – kein Highlight, sondern eher Zeitverschwendung.

ungeprüfte Kritik

First Shift - New York Rookie

Erster Tag, erster Einsatz.
Action, Krimi

First Shift - New York Rookie

Erster Tag, erster Einsatz.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "Kamikurt" am 01.09.2025
Der Titel suggeriert: Wir begleiten zwei Detectives bei ihrer ersten gemeinsamen Schicht in New York. Was klingt wie ein solider Ausgangspunkt – à la Training Day – entpuppt sich schnell als dessen blasser Schatten. Statt eines spannenden Drehbuchs und charismatischer Stars bekommen wir C-Liste. Der Hauptstar des Streifens wird zu Beginn minutenlang beim morgendlichen Zähneputzen, Kaffeekochen und Anziehen gefilmt – Szenen, die wie aus einer Parodie wirken. Aber der Film meint es leider ernst - diese Lückenfüller kommen leider immer wieder als Stilmittel für "Atmosphäre".

Seine Partnerin ist die frisch nach New York gezogene Angela als sonniges Wesen – und gerät erwartbar in Reibung mit Zynismus und den altbackenen Sprüchen. Die Chemie zwischen den Figuren bleibt jedoch so flach wie ihre Dialoge.

Drehbuch und unklare Schnittführung springen zwischen den Polizisten im Streifenwagen und einer Gruppe Gangster, die wahllos Leute umbringen. Beide Stränge laufen fast ohne Berührung nebeneinander her. Statt Spannung entsteht Irritation – bis am Ende ein verlorener Hund und ein Mord-Suizid-Fall den Film dann beschließen - und ratet mal, welcher Zusammenhang am Anfang angedeutet und zum Ende realisiert wird.... gähn. Aber kudos, wer solange durchhält!

Diese erzählerische Unfähigkeit ist weder experimentell noch avantgardistisch sondern einfach durchgehend langweilig.

Weder spannend noch richtig schlecht mit „Trash“-Prädikat, sondern vor allem eins: zerfasert und unendlich öde. Wer Freude an Stoff hat, der dieses Thema behandelt : Lieber bei Training Day bleiben.

ungeprüfte Kritik