Kritiken von "videogrande" aus Albersdorf

The Cellar

Verlorene Seelen
Thriller, Horror

The Cellar

Verlorene Seelen
Thriller, Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 30.10.2026
Sehr interessante Idee! "The Cellar" bedient sich zwar der gängigen Regeln des Horrorfilmes, aber wie sollte man auch das Rad neu erfinden? Die Regie erzeugt Stimmung mit Erwartungshaltung und anschwellender Musik. Jedenfalls habe ich noch nie beim simplen Abfilmen von Treppenstufen solche Hochspannung erlebt. Und dieses Level hält der Film gut. Er entwirft ein Szenario, bei dem man zunächst nicht so genau weiß, ob es nun übernatürlich oder rein mathemathisch, bzw. physikalisch zugeht. Das einzige, was etwas störend war, ist mal wieder das dusselige Verhalten der Hausbewohner. Nach dem 3. Zuklappen der Kellertür hat man diese immer noch nicht gesichert und seine Kinder lässt man ständig allein. Alles in Allem ist dies trotzdem ein packender Grusler, dessen ausgefallene Idee ihm Wiedererkennungswert verleiht und nicht im Einheitsbrei untergehen lässt. Fazit: Kein Blut und kein Horror, dafür subtile, gruselige Hochspannung. Der Film weiß, wie man seine Zuschauer ohne Langeweile und Verlust des Interesses bis zum Ende führt.

ungeprüfte Kritik

Minions 3 - Minions & Monster

Kids, Komödie, Animation

Minions 3 - Minions & Monster

Kids, Komödie, Animation
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 24.10.2026
Die Minions sind ja grundsätzlich ein Phänomen. Schnell designte Innenleben von Ü-Eiern mit ein oder 2 Augen, die, ziemlich verständlich, unverständliches Zeug brabbeln. Für Erwachsene eine echte Herausforderung. Allerdings sind die auch diejenigen, die den Film zur Gänze verstehen, denn er ist vollgestopft mit Eastereggs zur Filmgeschichte der Universal Studios und eine grandiose Hommage an die goldenen Zeiten vom Stummfilm bis zum 50er Jahre Science Fiction Boom. Die Minion-Sprache ist zusammengesetzt aus den Sprachen dieser Welt und trotzdem oder deswegen kann man sinngemäß begreifen, was die knuffigen Kerlchen wollen. Die sind nun eher doch zur Belustigung der Kleinen da. Nur finde ich an diesem Teil aber so einiges für Kinder ab 0 recht zweifelhaft. Ein mit Laserstrahlen wild und laut um sich schießendes Hasenmonster, eine Enthauptung und so mancher Schreckeffekt, schließlich heißt der Film "Minions und Monster", könnten die Kleinsten irritieren. Hervorheben möchte ich Christoph Waltz, der auch als Synchronsprecher eine hervorragende Leistung bietet. Der Film hat viel Witz, macht Spaß, bietet viel für Entdecker und Filmfans und dennoch, man vergleicht ja gern, ist er etwas mauer als seine beiden Vorgänger. Fazit: Typischer Spaß mit den Minions, der im Grunde eher für Erwachsene, als für Kinder konzipiert ist, letztlich aber wohl beiden Freude bereitet.

ungeprüfte Kritik

Die Rache der Dinosaurier

Gwangis Rache - Das Tal der Dinosaurier
Science-Fiction, Western

Die Rache der Dinosaurier

Gwangis Rache - Das Tal der Dinosaurier
Science-Fiction, Western
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 18.10.2026
Denkt man an Ray Harryhausen, dann fallen einem sofort die Fantasy Klassiker um Sindbad den Seefahrer oder Sagen der griechischen Mythologie ein. Hier nun hat man tatsächlich Cowboys und Dinosaurier in einen Film gepackt und es mag genau daran liegen, dass er weit weniger bekannt und eventuell auch weniger beliebt ist. Allein, dass er hier als "Rache der Dinosaurier" betitelt ist, macht ihn schon etwas unkenntlich, denn der Name "Gwangi" ist Filmfans schon eher ein Begriff. Die Stopmotiontechnik ist wieder mal vom Feinsten und gewisse Interaktionen mit den echten Darstellern wissen sogar heute noch zu verblüffen. Erneut ist dies ein Film vergangener Kinotage mit viel nostalgischem Charme. Wenn man aber mal genau über ihn nachdenkt, dann wird schnell klar: Hier wurde im Grunde die Geschichte von "King Kong" herangezogen und das macht dieses Abenteuerfilmchen etwas uninteressanter als andere Dinosaurierstreifen jener Epoche. Fazit: Toll animierte Urzeitwesen in einem charmanten Abenteuerfilm der etwas müde einen Kultklassiker kopiert. Aber er ist so liebevoll gemacht, dass man gar nicht anders kann, als ihn zu mögen.

ungeprüfte Kritik

Heat

Besessen vom Verbrechen, getrennt durch das Gesetz.
Action, Krimi

Heat

Besessen vom Verbrechen, getrennt durch das Gesetz.
Action, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 15.10.2026
"Heat" ist ein, bis in die Nebenrollen, hochkarätig besetzter Gangsterthriller, der eine ausgeklügelte und tiefgründige Handlung bietet. Gemeinhin bezeichnet man ihn als Meisterwerk. Das liegt aber eher im Auge des Betrachters, denn, und nun sind mir nach unten gerichtete Daumen gewiss, nach 2 von knapp 3 Stunden hats dann langsam auch mal gereicht. Der Film ist einfach zu lang und hält sich oft mit zwischenmenschlichen Gesprächen, sprich: Beziehungsdramen auf. Da gibts gescheiterte Ehen, selbstmordende Kinder, Liebeleien und dergleichen. Man darf sich darüber streiten, ob das nötig tat. Zum Einen stärkt das natürlich die Charakterzeichnung, zum Anderen zieht das die Geschichte in abnorme Länge, die ich nicht mehr kurzweilig fand. Lieber sehe ich 9 Stunden "Herr der Ringe" als den hier ein zweites Mal. Aber nicht falsch verstehen: "Heat" ist ein guter Film. Erinnerungswürdig ist vor allem der Realismus, die hervorragend inszenierte Massenschießerei und überragende Schauspielleistungen. Wobei einige trotz der Lauflänge kaum zur Geltung kommen, wie Natalie Portman, Tom Sizemore oder Danny Trejo. "Heat" konzentriert sich auf Pacino, DeNiro und Kilmer und gibt allen sehr viel Background und ist somit alles andere, als ein oberflächlicher Gangsterfilm. Fazit: Ein hoch niveauvoller Film mit überdurchschnittlich ausgeprägter Charakterzeichnung, der trotzdem 1 Stunde zu lang ist und leider dann doch ziemlich vorhersehbar endet.

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Conan der Zerstörer

Fantasy, Abenteuer

Conan der Zerstörer

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 08.10.2026
Also mir hat "Conan der Zerstörer" immer gefallen. Allen Kritikern zum Trotz, die natürlich recht haben, wenn sie sagen, dass hier im Vergleich zum düsteren ersten Film eine Komödie entstanden ist und Conans Truppe sich verändert hat. Arnie ist relativ geschwätzig, über Grace Jones Haarschnitt kann man streiten und es liegt ein sehr starker Hauch von Trash in der Luft. Aber letztlich ist der Film enorm gut ausgestattet, hat aufwändige Kulissen und nutzt fantastische Landschaften und Drehorte. Er ist praktisch ein "frühzeitliches Roadmovie", eine Reise von ein paar Kriegern nebst hübscher Prinzessin, auf der ständig etwas passiert. Langeweile kommt keine auf, im Gegenteil habe ich fast den Eindruck, dass man durch die Handlung hetzt. Da hätte man ruhig sogar noch ein paar Minuten dran hängen können. Ja, das Barbarengenre ist ein wenig merkwürdig und mit Vorurteilen behaftet und sicherlich ist hier vieles unfreiwillig belustigend. Aber das macht den Charme aus. Fazit: Guilty Pleasure! Ein amüsanter, nicht ganz ernst zu nehmender Film, den man im Grunde ohne Vorwissen gucken kann. Erstaunlich, dass da kein mehrteiliges Franchise draus geworden ist.

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The Deep Dark

Horror, Thriller

The Deep Dark

Horror, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 06.10.2026
Ich verstehe nicht, warum man dem Film einen Prolog gegeben hat, der absolut keinen Sinn ergibt und ohne den alles viel logischer wäre. 1856 werden Bergarbeiter von etwas angegriffen, das später, in den 1950er Jahren, erst freigelassen wird. Macht keinen Sinn. Ansonsten aber ist die Story wirklich fesselnd und hat einen interessanten Background. Nahezu der ganze Film spielt unter Tage und trotzdem kann man alles Nötige erkennen. Bravo, geht doch! Viel zu oft habe ich in letzter Zeit viel zu dunkle Filme gesehen. Hier war alles stimmungsvoll eingefangen. Überhaupt gewinnt der Film an Stil durch sein 50er Jahre Setting. Das Wesen sieht etwas merkwürdig und zu sehr nach animatronischer Puppe aus und wird leider auch nicht ausreichend beschrieben. Welche Herkunft mag das Viech haben? Das bleibt offen, was etwas unbefriedigend ist. Somit ist der Film nicht perfekt, hat Logiklöcher und ist auch kein echtes Highlight. Dennoch ist er mir 4 Sterne wert, da er atmosphärisch ist, toll ausgestattet und vor allem gut beleuchtet. Das apruppte Ende ist dabei konsequent und hoffentlich endgültig. Eine Fortsetzung könnte zwar die fehlenden Erklärungen liefern, tut aber nicht nötig. Fazit: Geradliniger, schnörkelloser Horrorfilm, der das Höhlengenre nicht bereichert aber vor allem nicht beschädigt. Simpel aber effektiv.

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Das Millionenspiel

Thriller, Deutscher Film, TV-Film, Krimi

Das Millionenspiel

Thriller, Deutscher Film, TV-Film, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 20.09.2026
"Das Millionenspiel" lässt sich nicht einfach als ein Film bewerten, denn der ist gar nicht mal so gut. Kann er auch nicht, denn er ist als Fernsehspiel konzipiert und da liegt nun die Essenz des Erfolges. Denn durch die Auswahl von echten Moderatoren und Laiendarstellern im Puplikum wirkt diese Satire großteils absolut authentisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dieter Thomas Heck einen Text hatte. Der plappert wie immer drauf los und spielt im Grunde sich selbst. Die Reaktionen im Puplikum könnten echter nicht wirken. Und sie halten uns den Spiegel vor. Da dies ein deutscher Film ist, sieht er wirklich so aus, wie die Aufnahme einer TV Show von 1970. Und das macht den ganzen Charm aus. Wenn man nun meint, "Running Man" mit Schwarzenegger wäre ein Remake, dann hat man nur geringfügig recht. Denn beide Filme beruhen auf einer Kurzgeschichte aus den 50ern. Wobei die deutsche Version eben kein Spektakel geworden ist, aber dafür sehr glaubhaft umgesetzt wurde. Vor allem hat er die Ära des Privatfernsehens beängstigend vorhergesehen. Ok, anhand der USA konnte man es wohl ahnen. Zeit- und TV-geschichtlich verdient dieser kultige Streifen seine 4 Sterne locker. Der Aufbau als Pseudo-Spielshow raubt ihm ein wenig das Filmhafte aber genau das macht ihn ja auch aus. Fazit: Kult! Was da 1970 entstanden ist, war gewagt und vor allem gut beobachtet. Da steckt eine Gesellschaftskritik drin, die bis heute gültig ist. Das ist Fernsehgeschichte!

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Conjuring 4 - Das letzte Kapitel

Der Fall, der alles beendet. Nach den wahren Fallakten von Ed und Lorraine Warren.
Horror

Conjuring 4 - Das letzte Kapitel

Der Fall, der alles beendet. Nach den wahren Fallakten von Ed und Lorraine Warren.
Horror
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 09.09.2026
Der vierte Teil findet zurück zu den Wurzeln, nachdem der direkte Vorgänger reichlich enttäuscht hat. Mehr als einmal hat er mir Gänsehaut verursacht, wenn ich auch sagen muss, dass er sich teilweise ganz schön Zeit nimmt, bis er in die Puschen kommt. Wenn man so möchte, ist dies ein Remake, denn es gab tatsächlich anfang der 90er bereits eine Verfilmung des Falles, die mir im Grunde sogar besser gefallen hat, weil sie sich mehr auf den Spuk konzentriert hat und die Warrens nicht als Hauptakteure darstellt, was sie in der Conjuring-Reihe ja sind. Vera Farmiga und Patrick Wilson sind aber auch wirklich sympathisch und tragen die Filme. In diesem Fall sogar besonders, denn man gestaltet den Streifen tatsächlich als einen Abschlussfilm, an dessen Ende es noch ein paar Cameos gibt. Leider vernachlässigt man aber komplett die Geister, von denen es drei gegeben haben soll, aber ich nur 2 zu Gesicht bekommen habe und auch deren Hintergründe gar nicht beleuchtet wurden. Man lässt es also ordentlich poltern und spuken, bemüht sich aber nicht um eine schlüssige Geschichte oder ein nachvollziehbares Ende. Irgendwann ist der Mummenschanz ohne große Erklärung vorbei. Das ist etwas schade. Aber immerhin baut er keine Querverweise zu Geisternonnen oder ähnlichem auf, was mich an den beiden ersten Filmen etwas gestört hat. Fazit: Teil 4 ist ein guter Abschluss der Reihe, der am Ende zu Herzen geht. Er erreicht meines Erachtens nicht die Klasse von Teil 1 und 2, macht aber den misslungenen dritten vergessen und sorgt allemal noch für gehörige Gänsehautmomente.

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Stirb langsam 3

Jetzt erst recht.
Action, Thriller

Stirb langsam 3

Jetzt erst recht.
Action, Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 10.08.2026
In manchen Dingen bin ich puristisch. So habe ich zum Beispiel diesen Film bis heute nie gesehen, weil ich Teil 2 seinerzeit (auch da folgt ein Rewatch) doof und aufdringlich fand und noch auschlaggebender: Manfred Lehmann hier nicht Bruce Willis spricht. Nichts gegen Thomas Dannemann, aber der gehört nunmal zu Arnie und Sly. Man kann nicht jedem Actionstar dieselbe Stimme verpassen. Nun war es endlich mal so weit und ich stelle fest: Man hat am Erfolg von Lethal Weapon teilhaben wollen und hat dem Einzelkämpfer JohnMcClane ein schwarzweißes Buddymovie verpasst, das auch mit Mel Gibson und Danny Glover funktioniert hätte. Nichts desto trotz ist der Film ein sehr solider Actioner mit vielen Onelinern und Bezug zum ersten Teil. Manche sehen in ihm den zweitbesten Film der Reihe und das mag auch gerechtfertigt sein. Action und Humor im richtigen Mischungsverhältnis ergeben einen kurzweiligen "Die Hard"-Film. Fazit: Hochkarätig besetztes Sequel, das mit der Weihnachtstradition der Vorfilme und einigem mehr bricht, aber noch mit tollen, handgemachten Effekten überzeugen kann. Ein guter Actionfilm alter Schule. - Nur an die Stimme konnte ich mich bis zuletzt nicht gewöhnen.

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Benny Loves You

Verschmähe nie dein Kuscheltier!
Horror, 18+ Spielfilm

Benny Loves You

Verschmähe nie dein Kuscheltier!
Horror, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 26.07.2026
Das nenne ich mal eine Überraschung! Ursprünglich hatte ich ein billig erstelltes Filmchen im Sharknado-Stil erwartet, aber "Benny loves you" ist verdammt gut getrickst. Und nicht nur das: Die schwarzhumorige Splatterkomödie ist im Ganzen gut gelungen und hoch unterhaltsam. Bereits der Prolog ist atmosphärisch und die musikalische Untermalung darf man wohl als Hommage an Nightmare on Elm Street verstehen. Der Film ist keinesfalls dilletantisch heruntergekurbelt, sondern hat hervorragende Kameraeinstellungen und Spielereien in Zeitlupe parat. Scharfes Bild und ordentliche Spezialeffekte. Alles viel hochwertiger, als man denkt. Man muss sich nur auf eine mordende Muppetfigur einlassen können und ein Herz für trashige, leicht verrückte Filme haben. Fazit: Nennen wir es mal Edeltrash. Eine gut gemachte, blutige Komödie, die großen Unterhaltungswert besitzt und Spaß macht.

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Masters of the Universe

Erlebe wie er zu He-Man wird. Legenden werden nicht geboren, sie werden geschmiedet.
Fantasy

Masters of the Universe

Erlebe wie er zu He-Man wird. Legenden werden nicht geboren, sie werden geschmiedet.
Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 22.07.2026
Das ist (fast) genau der Film, den wir Kinder der 80er Jahre damals anstelle des Dolph Lungren Vehikels, welches heute ein perfektes Guilty Pleasure ist, vor Jahrzehnten erwartet hätten. Ich glaube, er ist gefloppt, weil er eben zu spät kam. Die Generation Z kennt wohl kaum die Spielzeugserie von Mattel und die Zeichentrickserie. Aber wer die Figuren damals bespielt hat, der erkennt jedes Detail. Von Man-At-Arms Keule, natürlich über das Schwert der Macht bis zu den einzelnen, teilweise skurrilen Figuren wie Ram Man oder Spikor. Sie sind hier, leider bei weitem nicht alle, zu Leben erwacht. Erwartungsgemäß sind die weiblichen Helden weniger sexy ausgefallen, als sie damals schon als Figuren waren. Scheiß Zeitgeist der 2020er! Was ich allerdings wirklich vermisse, das sind die fantasiereichen Fahrzeuge, die ein wesentlicher Bestandteil des Kultes sind. Wer eben in besagter Zeit groß wurde, wird auch Flash Gordon Vibes bekommen, denn Queen, bzw. Bryan May ist deutlich hörbar am Soundtrack beteiligt. Gewöhnungsbedürftig finde ich den doch recht eigenwilligen, teils infantilen Humor, aber wirklich fehl am Platze ist er auch nicht. Ein Cameo rundet das Ganze noch ab und ich möchte behaupten, dass dies in späteren Zeiten, wie sein Pendent aus den 80ern, zu einem Kultfilm werden wird. Fazit: Für Kenner! Kindheitserinnerungen, die nicht ganz perfekt umgesetzt wurden, aber dringendes Fortsetzungspotenzial haben, da noch eine Menge fehlt. Comichaft, detailfreudig und 100% selbstironisch.

ungeprüfte Kritik

Sisu 2 - Road to Revenge

Sie nahmen ihm seine Familie. Er nahm Rache.
18+ Spielfilm, Kriegsfilm, Action

Sisu 2 - Road to Revenge

Sie nahmen ihm seine Familie. Er nahm Rache.
18+ Spielfilm, Kriegsfilm, Action
Bewertung und Kritik von Filmfan "videogrande" aus Albersdorf am 07.07.2026
Ich weiß nicht so recht, was ich vom 2. Teil von "Sisu" halten soll. Er setzt den Funsplatter-Actioner rund um den Nazis mordenden, wortkargen Finnen in gleicher Weise fort, nämlich mit viel Blut und völlig übertriebenen Sequenzen. Das ist nicht zum Kopfschütteln, sondern das spaßige Konzept der Reihe. Jedoch ist die Motivation seiner Peiniger diesmal weniger nachvollziehbar und man schlägt auch ein wenig die emotionale Schiene ein. Die Grundstimmung ist somit eine andere und es kommt mir vor, als hätte ich beim ersten Film viel mehr Unterhaltung und Tempo erlebt. Nichts desto Trotz kommen Fans noch auf ihre Kosten, ebenso Freunde dieses Genres, das sich auch in Filmen wie "Machete" oder "Final Destination" widerspiegelt, nämlich durch "Freude" an völlig abstrusen Todesszenen, die bewusst zum Lachen anregen sollen. Doch diese "Road to Revenge" führt über teils schon zu grausame Gewalt, die dem Protagonisten widerfährt und nicht mehr zur Gänze komisch ist. Fazit: Wieder mal ein skandinavischer Spaß der brutal-komischen Art im Stile von "Dead Snow" und "The Trip", der aber deutlich langatmiger ist und gegenüber des ersten Teils etwas weniger "überzeugt". 4 Sterne ist er trotzdem wert, denn wann bekommt man schon mal so einen trashigen Spaß serviert?

ungeprüfte Kritik