Kritiken von "spiegelblicke" aus Krefeld

Memory

Drama, Lovestory

Memory

Drama, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 03.10.2025
Insgesamt feinfühlig, dramaturgisch ausgereift und nicht auf große Effekthascherei oder verstörende Elemente ausgelegt findet "Memory" den Weg zu dem aufmerksam und den ruhigen Filmen zugetanen Zuschauer, der allerdings damit leben muss, bis zuletzt nie erfahren zu dürfen, ob es die gemeinsame Vergangenheit der Protagonisten gab und ob es gleichermaßen eine Zukunft geben kann.

"Memory" schmerzt auf vielerlei Weise, weiß jedoch gleichermaßen zu unterhalten und schwermütigen Momenten eine Lockerheit mit auf den Weg zu geben - gerade dadurch, dass der demente Saul seine Gedächtnislücken mit Humor zu nehmen weiß, entsteht eine völlig andere Betrachtungsweise auf sein familiäres Umfeld, welches ihn zwar beschützen möchte, hier und dort jedoch gleichermaßen sein eigenes Leben förmlich abspricht.

Auch Sylvia führt innerhalb ihrer eigenen Familie etliche Kämpfe, offenbart eine vermeintich kleine Schlüsselszene Großes, ohne jedoch ins Detail zu gehen.

Ein wenig unglückselig empfand ich persönlich das doch recht offene Ende, würde "Memorys" dennoch nahezu uneingeschränkt jenen empfehlen, die sich in stillen Dramen wiederfinden können.

ungeprüfte Kritik

Wilde Maus

Komödie, Krimi, Deutscher Film

Wilde Maus

Komödie, Krimi, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 30.09.2025
Ein skurriler und zugleich umso glaubwürdiger Filmbeitrag über das Leben eines etablierten Kritikers, der Zeit seines Lebens Karriere macht, von jetzt auf gleich jedoch entlassen wird, weil gewissermaßen er selbst vom jüngeren Chef als veraltet bezeichnet wird. Georg ist durch die Kündigung derart fassungslos wie aus der Bahn geworfen, dass er zunächst völlig verloren versucht, die neue Situation mit sich selbst auszumachen. Die anfängliche Verzweiflung mutiert zur Wut, als er auch noch miterleben muss, dass er durch eine frische Kollegin ersetzt wurde, die Georgs Wissen nicht das Wasser reichen kann. Was mit einem Kratzer auf einem Auto beginnt, spitzt sich langsam zu - die neu gefundene Freundschaft zu einem ehemaligen Schulkameraden mag Georg Halt geben, jedoch gleichermaßen immer weiter von seiner Familienplanung abbringen. So viele ulkige Momente "Wilde Maus" auch innehat, so tragisch stellt sich das Werk bei genauerem Hinsehen hinaus.

Der Ausgang des Ganzen mag Unzufriedenheit auslösen, während der Film selbst kein unbedingtes "Must see" darstellt - einen Fehlgriff übt man hiermit allerdings nicht aus.

ungeprüfte Kritik

Vollblüter

Gute Mädchen können auch böse.
Drama

Vollblüter

Gute Mädchen können auch böse.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 30.09.2025
Rundherum verstörender und zugleich hochinteressanter Filmbeitrag, der nicht zuletzt aufgrund der vollends glaubwürdigen schauspielerischen Leistungen sämtlicher Beteiigter zu packen weiß. Die psychologisch-gewichtete Umsetzung mag an Werke von Michael Haneke erinnern, packt "Vollblüter" die zuschauerliche Aufmerksamkeit - sofern der moderne Filmgucker gewillt ist, des zuzulassen - von der ersten Sekunde an. Die fragliche Freundschaft von Lily und Amanda, die wechselseitig ebenso auf einer Art unerklärlicher Faszination beruht ist Dreh- und Angelpunkt von "Vollblüter", die Macht der Manipulation wie auch Hilflosigkeit wird stets ohne ausgestreckten Zeigefinger präsentiert.

Die soziopathischen Züge Amandas werden zwar eher am Rande erwähnt, stellen jedoch den Dreh- und Angelpunkt von "Vollblüter" dar - für mich ein durchweg fesselnder Filmbeitrag, der mit seinem tragisch-untragischen Ausgang noch längere Zeit geistig zu beschäftigen versteht.

ungeprüfte Kritik

Sex Killer

Lust. Mord. Wahnsinn.
Thriller, Krimi, 18+ Spielfilm

Sex Killer

Lust. Mord. Wahnsinn.
Thriller, Krimi, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 30.09.2025
Durch den Titel "Sex Killer - Lust. Mord. Wahnsinn." wird die Erwartungshaltung ins untere Drittel gedrückt, überrascht die filmische Umsetzung hieraus resultierend schlussendlich umso mehr. Wer eingedenkt der FSK18 Freigabe auf blutrünstige Details hofft, dürfte allerdings enttäuscht werden - die Macher setzten weitaus mehr auf Atmosphäre, Dramaturgie und Kopfkino statt schlichtweg schocken zu wollen.

Durch die eher ruhige Erzählweise, dem Fokus auf Figurenzeichnung und überzeugende darstellerische Leistungen überzeugt "Sex Killer" durchaus - gewiss hätte ein wenig mehr Spannung dem Ganzen, was doch eher Drama als knallharter Psychothriller sein mag, gutgetan, empfand ich den Serienmörder-Beitrag jedoch als durchaus gelungen, wenn man von der etwas fehl am Platz wirkenden Ermittlungstätigkeit absieht.

ungeprüfte Kritik

Treasure - Familie ist ein fremdes Land

Nach dem Bestseller 'Zu viele Männer' von Lily Brett.
Drama

Treasure - Familie ist ein fremdes Land

Nach dem Bestseller 'Zu viele Männer' von Lily Brett.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 21.09.2025
"Treasure" ist ein Film, der seine vollständige Wirkung in einer vermeintlich kleinen Szene entfaltet - der Vater-Tochter-Trip durch die Orte der Vergangenheit trägt viele skurrile Szenen inne, in denen sich der Zuschauer über die ungleichen Familienmitglieder durchaus amüsieren, teilweise eben auch echauffieren kann. Der Drang seitens Ruth, unbedingt die Orte zu besichtigen, die die Zeit vor ihrer Geburt ihren Vater und auch ihre Mutter gesprägt haben, kollidiert mit Edeks steten Einfallsreichtum, die Tour in eigene Bahnen zu lenken. Gemeinsam mit einem Taxifahrer macht sich die kleine Familie auf den Weg, der völlig anders zum Ziel verlaufen wird, als es seitens Ruth geplant war. Was durchweg locker-leicht bishin komödiantisch klingt, trägt viele dramaturgische Szenen inne - vollends bedrückende Momente entstehen aus sich selbst heraus, ohne das es einem großem Brimborium seitens der Drehbuchautoren bedurft hätte. Die kleine große Offenbarung, warum Edek die starren Reisepläne seiner Tochter von Anfang an gewissermaßen sabotiert, geht tiefst unter die Haut und legt die grausame Gewichtigkeit des Hintergrunds derartig sezierend frei, dass es schmerzt.

Durch die grandios gewählte Besetzung wie auch die gelungene Kombination mit einer gewissen - niemals fehlplatzierten - Leichtigkeit ensteht mit "Treasure" ein Werk, welches seinem titelgebeneden Filmnamen alle Ehre macht.

ungeprüfte Kritik

September 5

The Day Terror Went Live
Drama

September 5

The Day Terror Went Live
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 21.09.2025
"September 5" ist gewiss nicht vergleichbar mit anderen modernen Umsetzungen einstiger Tragödien, fühlt sich der Zuschauer hier Dank Kulisse, Kostüm und Stimmung tatsächlich in die früheren70er Jahre zurückgesetzt. Die Umsetzung begrenzt sich ausnahmslos auf die Sicht des Nachrichtensenders und konzentriert sich auf die Entscheidungen hinsichtlich der Übertragung eines politisch motivierten Geiseldramas, welches in heutiger Zeit vielen in Vergessenheit geraten oder gar gänzlich unbekannt ist. Die Spannung, die aus "September 5" heraus entsteht, mag für den ein oder anderen eine Geduldsprobe darstellen, wirkt das Gesamtwerk eher interessant und packend als hollywoodmäßig mitreißend und imposant.

Ein Film somit, der nicht der puren Unterhaltung dient, sondern den man die Möglichkeit geben sollte, auf eigene Art wirken zu können.

ungeprüfte Kritik

Kein Wort

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 30.08.2025
Passend zum Filmtitel "Kein Wort" handelt es sich um ein eher leises, stilles Drama, bei dem sich der tragische Hintergrund wie auch die Offenbarung diverser zerrütteter Beziehungen nur langsam entfaltet. Jedem der darstellenden Filmfiguren nimmt man seine Rolle ab, die bedrückende Atmosphäre der melancholichen Umgebung liefert das letzte I-Tüpfelchen, um den emotional intelligenten Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Szenen, in denen man der Mutter Nina ihr Telefon aus der Hand schlagen möchte, häufen sich; gleichermaßen nährt sich die Wissbegier, warum Teenagersohn Lars aus dem Klassenzimmerfenster sprang. Vermeintliche Kleinigkeiten wie der Aspekt, dass Lars die Schuhe auszog, um - angeblich - das Fenster zu reparieren werden von den Umständen viel zu offensichtlich-absichtsvoll ignoriert. Wenn man das Schlimme nicht ausspricht, ist es nie passiert - ein Schutzmechanismus, der den Beteiligten hier schlussendlich genau den Schmerz bereitet, vor dem sie sich schützen wollten.

ungeprüfte Kritik

Mr. No Pain

Kein Schmerz. Kein Scherz.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm

Mr. No Pain

Kein Schmerz. Kein Scherz.
Action, Thriller, 18+ Spielfilm
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 30.08.2025
"Mr. No Pain" nimmt sich streckenweise selbst nicht ernst und punktet genau mit dieser Mischung aus horreskem Humor, Action, leichte Sozial- wie auch Entführungsdrama wie auch Liebesgeschichte. Ein wenig mögen es die Macher Richtung "möglichst verstörend-abstoßende Bilder" im Vorfinale haben übertreiben wollen - die FSK 18 Freigabe kommt hier nicht von ungefähr; die Frage, ob gewisse Aufnahmen hätten sein müssen, mag jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden können.

Dessen ungeachtet überzeugt allem voran die bis in die kleinste Nebenrolle gewählte Besetzung, das erzählerische Tempo sowie der gewisse Einfallsreichtum in unverhofften Wendungen und Kniffen. Nach etlichen eher vernichteten Kritiken war und bin ich tatsächlich positiv überrascht und würde mir das Gesamtwerk mit einem gewissen Abstand auch nochmals ansehen.

ungeprüfte Kritik

Death of a Unicorn

Payback Is A Beast
Horror, Fantasy

Death of a Unicorn

Payback Is A Beast
Horror, Fantasy
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 21.08.2025
Auf prime bereits zu leihen, habe ich nach Sichtung der Vorschau mehrere Wochen auf den Film gewartet - meine Befürchtungen haben sich nicht erfüllt, meine Erwartungen übertroffen. Trotz der kruden Story wirkt "Death of a unicorn" nicht ähnlich überzogen wie bspw. "Slotherhouse", sondern punktet mit ernsthaften Szenen, einer grandiosen Besetzung und wohlplatziertem schwarzen Humor. Überdies bleibt die gesamte Handlung zugkräftig, spannend, überraschend und gewissermaßen zauberhaft - wenngleich blutig. Ein wenig Gesellschaftskritik darf in "Death of a Unicorn" nicht fehlen, um das Gesamtwerk zu einem wirklich gelungenen Tierhorror-Mix werden zu lassen, den ich mir sehr gerne nach einer Weile wiederholt ansehen würde.

ungeprüfte Kritik

Crossing

Auf der Suche nach Tekla.
Drama

Crossing

Auf der Suche nach Tekla.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 10.08.2025
"Crossing" ist kein Film, der unterhalten will - vielmehr zeigt er deutlich Wahrheiten auf, die uns hierzulande nur bedingt bewusst sind. Die Suche der scheinbar verbitterten ehemaligen Lehrerin Lia nach ihrer Nichte führt sie gemeinsam mit dem im Leben orientierungslos scheinenden Achie durch tiefe Täler der Isolation, Selbstbestimmung, Selbstaufgabe wie auch Hoffnung im Trott der Hoffnungslosigkeit. "Crossing" ist gewiss kein gute-Laune-Film, ist dieser jedoch trotz aller innewohnenden Melancholie voller Zugkraft, Lebensfreude wie auch Darstellung des berühmten Drangs, eine verpasste Möglichkeit nachzuholen. Das dem im Grunde genommen kaum möglich sein wird, führt "Crossing" auf bittersüße Art vor Augen, nimmt der Zuschauer gleichermaßen Teil an der Widersprüchlichkeit diverser Charakterer, die dennoch, wenn es darauf ankommt, zusammenwachsen können.

Den Ausgang von "Crossing" muss man mögen, hallt das Gesamtwerk überdies zweifelsohne nach, während die filmische Musik sowie die authentische Besetzung kaum treffsicherer hätte werden können.

ungeprüfte Kritik

Drop - Tödliches Date

Jeder ist verdächtig.
Thriller

Drop - Tödliches Date

Jeder ist verdächtig.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 10.08.2025
Gewiss ist "Drop" nahezu durchgängig spannend, wenngleich sich der Zuschauer mehrfach fragen muss, warum Henry das Date nicht abbricht - Gründe und Gelegenheit hierfür hat er irritierend viele - um im Finale über ein unübersehbares Zeitproblem zu stolpern. Durch diesen "wie lange soll es dauern können, Treppenstufen hinaufzuschreiten?" Patzer büßt "Drop" noch einen ganzen Deut mehr Glaubwürdigkeit ein, die man durch das Motiv des Ganzen ohnehin leicht in Frage stellen kann.

Schafft man es hingegen, diese Aspekte auszublenden, bleibt ein durchaus zugkräftiges Werk, möchte der Filmgucker schließlich in Erfahrung bringen, was das Ganze soll, wer sich hinter alledem verbirgt und wie ein überzeugendes Ende aussehen könnte.

Durch die überzeugenden darstellerischen Leistungen und die Gelegenheit, mitzurätseln, gestaltet sich "Drop - Tödliches Date" als durchaus ansehnlicher Thriller ohne spürbare Längen. Die absolute Guck-Empfehlung gibt es nicht, macht der Cineast hier aber auch keinen Fehler, wenn er sich auf die doch etwas arg konstruierte Story einlässt.

ungeprüfte Kritik

Eden

Nach einer unglaublichen wahren Geschichte.
Drama, Abenteuer

Eden

Nach einer unglaublichen wahren Geschichte.
Drama, Abenteuer
Bewertung und Kritik von Filmfan "spiegelblicke" aus Krefeld am 08.08.2025
Mit dem beworbenen Wahrheitsgehalt diverser Filme ist es immer so eine Sache - es sind oft schlichtweg nie genug Überlebende da, um ein komplexes Bild zeichnen zu können; während hinsichtlich "Eden" gleich zwei konträre Erzählungen existieren. Es wäre schier genial gewesen, die Ereignisse folglich aus zwei verschiedenen Blickwinkeln zu präsentieren; bleibt es jedoch bei der Variante, die Margret zum Besten gab. Insgesamt betrachtet gestaltet sich "Eden" als zugkräftig, spannend wie auch mitreißend, schwächelt jedoch ein wenig zu sehr darin, die jeweiligen Figuren so zu zeichnen, dass sie dem Zuschauer ans Herz wachsen würden. Tragischerweise mag man niemanden so richtig leiden, wenngleich die Schwangerschaft von Margret zwangsläufig für Empathie sorgt. "Eden" punktet mit sachlicher, nüchterner Betrachtung, wie wenig paradisisch eine einsame Insel sein kann, liefert hier gleichermaßen jedoch auch weitere Schwachpunkte, läuft vieles zu glatt, zu sauber, zu zufällig, um die bedrückende Atmosphäre des Überlebenskamfes, die wenige Male ihren Platz finden darf, aufrecht zu erhalten.

Was bleibt, ist ein durchweg gelungener Film mit leider zu vielen kleinen enttäuschenden Elemeten - ich hatte mir hier mehr versprochen, bin folglich froh, von dem Sofort-Kauf der DVD Abstand gehalten zu haben und mir den Film leihweise anschaute. Ob ich mir diesen bezeiten nochmals ansehen würde, bleibt auch für mich abzuwarten.

ungeprüfte Kritik