Der erste Alptraum einer neuen Generation.
18+ Spielfilm, Horror, Science-Fiction
Der erste Alptraum einer neuen Generation.
18+ Spielfilm, Horror, Science-Fiction
Bewertung und Kritik von
Filmfan "Chris123" am 14.03.2010"Was passiert mit mir? Sterbe ich? Fängt es so an? Sterbe ich?"
Es gibt Horrorfilme, die erschrecken einen für einen Abend. Und es gibt Filme wie "Die Fliege" (1986), die sich Jahrzehnte später noch unangenehm unter der Haut festsetzen. David Cronenberg hat hier keinen gewöhnlichen Monsterfilm gedreht, sondern eine ebenso faszinierende wie erschütternde Tragödie über Ehrgeiz, Liebe und den unausweichlichen körperlichen Verfall.
Jeff Goldblum liefert als Seth Brundle die Rolle seines Lebens ab. Anfangs der sympathische, etwas verschrobene Wissenschaftler, später ein Mann, der langsam – und auf grausam glaubwürdige Weise – seine Menschlichkeit verliert. Jeder einzelne Schritt dieser Verwandlung wirkt erschreckend real. Die Masken- und Spezialeffekte gehören selbst heute noch zum Besten, was das Genre hervorgebracht hat. Vieles aus der modernen CGI-Resterampe sieht dagegen geradezu lächerlich aus.
Doch "Die Fliege" lebt nicht nur von Ekel und Schockmomenten. Der Film besitzt überraschend viel Herz. Die Beziehung zwischen Brundle und Veronica gibt der Geschichte eine emotionale Wucht, die vielen Horrorfilmen völlig abgeht. Gerade deshalb trifft das Finale mit der Wucht eines Vorschlaghammers.
Cronenberg beweist, dass Horror dann am stärksten ist, wenn er mehr erzählt als nur die nächste blutige Szene. "Die Fliege" ist zugleich Liebesdrama, Science-Fiction und Albtraum in einem. Intelligent, mutig und bis heute verstörend intensiv.
Fazit: Ein moderner Klassiker, an dem sich das Genre bis heute messen lassen muss. Wer diesen Film noch nicht gesehen hat, hat eine der größten Perlen des Horrorfilms verpasst. 5 Sterne, Mega.
"Ich bin ein Insekt, das davon geträumt hat, ein Mann zu sein und es geliebt hat. Aber jetzt ist der Traum vorbei... und das Insekt ist war"
ungeprüfte Kritik