Als wir Kinder waren.
Drama
Zeitsprung-, Zeitschleifen-, Zeitlöcherfilme bieten ein breitgefächertes Potpouri an Möglichkeiten, etwas richtig richtig gut, richtig verwirrend oder richtig übertrieben darbieten können "Petite Maman" befasst sich einerseits mit einer Zeitreise, wirkt andererseits jedoch nicht mal ansatzweise "science-fiction-lastig", wie man es zwangsläufig wird denken müssen.
Der Film geht schier unter die Haut, berührt in seiner leichten Melancholie, dem innewohnenden Zauber, der Vetrautheit, Sehnsucht und Verspieltheit der Figuren - und lässt hierbei Themen wie Depression und doppeldeutiger Weltenflucht nicht außer acht.
Es fällt mir schwer, "Petite Maman" zu beschreiben; zum Ausdruck zu bringen, was das ganze mitsamt seiner kompakten Spielfilmlänge von knapp über einer Stunde auszulösen vermochte.
"Petite Maman" ist einer der Werke, bei denen man den ganzen Abspann über regungslos verrharrt, selbst abdriftet und erst dann wieder zu sich kommt, wenn die DVD automatisch wieder im Menü startet.
Originell, leicht und keineswegs künstlich in irgendeine Interpretationsrichtung gedrückt stellt "Petite maman" einen Film dar, der weder in ein bestimmtes Genre zu passen scheint, noch leicht in Vergessenheit gerät.
DIe dargebotene Annäherung von Mutter und Tochter, dem irgendwie orientierungslosen wie auch überforderten Vater sowie der Großmutter Nellys ist so behutsam wie auch eindringlich zugleich, dass es den Zuschauer seine eigenen Beziehungsgeflechte zu überdenken, überfühlen bringt.
ungeprüfte Kritik