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Kritiken von "howardh" aus

542 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Dora
    oder Die sexuellen Neurosen unserer Eltern.
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 29.07.2016
    Das wichtige Thema "Behinderte und Sex" wird nur unzureichend abgehandelt. Emotional ist wenig geboten. Lars Eidinger spielt einen Kotzbrocken hoch 3, Jenny Schily eine völlig überforderte Mutter, einzig Victoria Schulz als geistig behinderte Dora ist ein kleiner Lichtblick. Wer einen wirklich guten Film zu diesem Thema sehen will, dem kann ich nur den kanadischen Film "Gabrielle" empfehlen.
  • Brooklyn
    Eine Liebe zwischen zwei Welten.
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 29.07.2016
    Hervorragende Roman-Verfilmung: zunächst ein Eintauchen in das miefige kleingeistige Irland der 1950er-Jahre, dann die Überfahrt in die USA in eine verheißungsvolle neue Zukunft. Saoirse Ronan ist überragend als intelligentes und ehrgeiziges Auswanderer-Mädchen, das zunächst staunt, schnell merkt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt und genau den Spaghat schafft: Sie bleibt sich selbst treu und nimmt sich aus ihren beiden Welten jeweils das Beste.
  • Love Me Like You Do
    Aus Schicksal wird Liebe.
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 29.07.2016
    Ein sehr schöner Liebesfilm - keine Romantic Comedy, dafür sind die Begleit-Umstände zu ernst. Sie sind wirklich extrem verschieden gepolt, doch im richtigen Augenblick treffen sie sich im winterlich verschneiten Ogden (Utah), und es passt einfach alles: Katherine Heigl als alleinerziehende Mutter, eine Country-Sängerin-Karriere bereits hinter sich, finanziell abgebrannt und nur noch vom Wunsch getrieben, dass sie den Kampf gegen ihren "künftigen Ex-Mann" um ihre Tochter gewinnt und Ben Barnes als "Streuner", der mit Güterzügen illegal durch die Lande reist, seine ganzen Habseligkeiten (Rucksack und Gitarre) immer mit sich führend und sich als Straßenmusikant durchschlagend. Keine dramatischen Höhepunkte, aber von Anfang an ein Gefühl großer Wärme, untermalt von traumhaft melancholisch-schönen Countrysongs (meist von den beiden Protagonisten selbst gesungen).
  • Ruth & Alex
    Verliebt in New York.
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 16.07.2016
    Ein sterbenslangweiliger Film, bei dem man bereits nach fünf Minuten weiß, wie er enden wird. Wenn nicht Diane Keaton und Morgan Freeman als absolute Sympathieträger mitwirken würden, dann käme man in der Bewertung über einen einzigen winzigen Stern nicht hinaus.
  • Nichts passiert
    Er will Ruhe. Um jeden Preis.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 05.07.2016
    Der Film wirkt auf mich wie eine Langfassung einer der Stories aus dem hervorragenden Episoden-Film "Wild Tales": Aus einer wirklich eher harmlosen Situation heraus (kleine Ehe- und Familienkrise) entwickelt sich eine immer monströsere Handlung bis hin zu einem absolut üblen Ende. Hauptverursacher ist das sog. Familienoberhaupt (Devid Striesow wie üblich hervorragend). Er wirkt eigentlich sehr sympathisch, hat sich halt so seine kleinen Lebenslügen gebastelt. Als die nach und nach aufzufliegen drohen, versucht er die Situation durch immer neue und immer größere Lügen zu retten, bis ihm alles völlig entgleitet.
  • Penny Dreadful - Staffel 1
    Die komplette erste Season
    Horror, Serie, Fantasy
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 12.06.2016
    Optik und Atmosphäre - und auch die Darsteller-Leistungen - sind ganz ansprechend, die Grund-Idee ist allerdings haarsträubend banal. Wenn den Drehbuch-Schreibern zum Thema "gepflegter Horror" (ich meine jetzt keine Splatter-Filme) nichts mehr einfällt, dann nehmen sie alles, was die Geschichte dieses Genres hergibt (Frankenstein, Jack the Ripper, Dorian Gray, Dracula und Co.) und werfen es in einen Handlungs-Eintopf. Es gibt Filmemacher, die kommen mit einem solchen Rezept ganz gut zurande (z.B. Quentin Tarantino), bei Penny Dreadful kommt ein merkwürdiges Mischmasch heraus: Nicht völlig ungenießbar, aber auch kein wirklicher Genuss. Für mich Grund genug, nach der ersten Disc mit den ersten drei Episoden auszusteigen.
  • Ich und Kaminski
    Drama, Deutscher Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 04.06.2016
    Der Film ist viel zu lang geraten. Er beginnt zwar sehr kurzweilig, amüsant und witzig mit einem höllischen Tempo, doch dann geht ihm ziemlich schnell die Luft aus und er schleppt sich mühsam dem Entde entgegen. Endlose Zwie-Gespräche über Gott und die Welt jeweils in Schuss-/Gegenschuss-Nah-Aufnahmen haben im Kino wirklich nichts verloren.

    Es liegt definitiv nicht an Hauptdarsteller Daniel Brühl (ohne ihn wäre der Film wahrscheinlich unkonsumierbar) und seinen Mitstreitern, sondern an Regie und Drehbuch, evtl. auch an der literarischen Vorlage von Daniel Kehlmann (bereits die Verfilmungen von "Erfolg" und "Die Vermessung der Welt" waren ziemlich daneben). Vielleicht eignen sich die Kehlmann-Romane einfach nicht zum Verfilmen, aber dann muss ich als Regisseur und/oder Drehbuch-Autor halt die Finger davon lassen.

    Zwei Highlights sollen nicht unerwähnt bleiben: Vorspann und Abspann sind vom Allerfeinsten und strotzen vor Witz und visueller Kreativität! Da fallen die minderen Qualtiäten des Hauptfilms dann allerdings um so mehr auf.
  • Bridge of Spies - Der Unterhändler
    In einer Welt am Rande des Abgrundes machte den Unterschied zwischen Krieg und Frieden nur ein Mann.
    Thriller, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 29.05.2016
    Tom Hanks spielt jetzt seit rd. 20 Jahren die Rollen, die in den 1950er- und 1960er-Jahren James Stewart und Gregory Peck spielten, und Tom Hanks macht das wirklich gut. Leider waren James Stewart und Gregory Peck wesentlich glaubwürdiger, und das liegt nicht an Tom Hanks, sondern daran, dass man den US-Amerikanern die "Good-American-Guys" einfach nicht mehr abnimmt. Vielleicht gibt es sie ja wirklich noch: Die Männer (und Frauen), die um ihrer Prinzipien und Selbstachtung willen "ihr Ding durchziehen", und zwar ohne Rücksicht auf daraus resultierende private oder berufliche Probleme. Aber was so in der letzten Zeit aus den USA zu uns dringt, lässt wirklich Schlimmes befürchten.
  • In a World - In einer Welt
    Die Macht der Stimme
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 29.05.2016
    Der Film wirkte auf mich wie einer der besseren Filme von Woody Allen - allerdings mit Lake Bell in der Funktion als Regisseurin, Drehbuch-Autorin und Hauptdarstellerin: Derb-bissige Dialoge und Selbstironie vom Allerfeinsten. Außerdem wird verdientermaßen und zu Recht eine meist völlig unbeachtete Berufsgruppe aus der Medienbranche in den Fokus gerückt: Die sog. "Voice-Over"-Sprecher, die vor allem in Werbeclips und bei Kino-Trailern maßgeblich dazu beitragen, wenn das Ganze ein Erfolg wird.
  • Eine neue Freundin
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 13.05.2016
    Einen dermaßen unverkrampften und kurzweiligen Film über Geschlechter-Identitäten bzw. Nicht-Identitäten und daraus resultierende Problem(chen) bringen wirklich nur die Franzosen hin. Regisseur Francois Ozon wieder einmal in Bestform. Anais Demoustier ist in der Hauptrolle nicht zu toppen und spielt den wesentlich bekannteren Romain Duris schlicht an die Wand. Nicht einmal der (Schmunzel-)Humor kommt zu kurz.
  • A Most Violent Year
    Thriller, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 05.05.2016
    Ein Thriller ist es definitiv nicht - auch wenn es in einigen Szenen nur um nackte Gewalt geht. Man taucht in das New York der 80er-Jahre ein, ohne Handy und ohne PC. Handlung und Figurenzeichnung sind sehr komplex, kein Schwarz-Weiß, alles grau in grau in verschiedenen Abstufungen. Nicht einmal Oscar Isaac als Hauptdarsteller ist ein reiner Sympathieträger. Er lehnt zwar offene Gewalt ab, doch ansonsten sind ihm schon viele Mittel recht. Am Schluss demaskiert er sich selbst, als er einem Staatsanwalt beteuert, wenn es mehrere Alternativen gegeben habe, habe er immer die "ehrlichste" gewählt - in Wirklichkeit meint er natürlich die am wenigsten illegale.
  • The Unforgiven
    Abenteuer, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 23.04.2016
    Wunderschöne Bilder und ein charismatischer Hauptdarsteller, die Story bringt allerdings nichts wirklich Neues (im Vergleich mit dem Eastwood-Film). Kann man anschauen, muss man aber nicht (vor allem, wenn man den Eastwood-Streifen schon kennt).