Der Journalist Leo hofft, mit einer Reportage über eine Rebellengruppe in Thailand endlich international den Durchbruch zu schaffen. Sein Freund Mawar hilft ihm dabei, Kontakte vor Ort zu knüpfen. Im Gegenzug verspricht Leo ihm, ihn bei einem Neustart in Deutschland zu unterstützen. Doch als die Redaktion ihm ungefragt den Fotografen Julian zur Seite stellt, verstrickt sich Leo immer tiefer in ein Netz aus Lügen und moralisch fragwürdigen Entscheidungen und bringt damit alle Beteiligten in Gefahr: In der Hoffnung auf seinen internationalen Durchbruch als Journalist hat Leo (Ilja Stahl) sein Leben in Deutschland hinter sich gelassen, um im Süden Thailands über eine geheime Rebellengruppe zu berichten. Zwischen seinen Recherchen verbringt Leo Zeit mit seinem Freund Mawar (Sabree Matming), der von einer besseren Zukunft in Deutschland träumt. Leo bietet ihm Hilfe an, doch die Zeit mit Mawar und seiner Familie erinnert Leo schmerzlich an sein eigenes Leben in Berlin. Inmitten der langwierigen Recherchen wächst Leos Sorge, den Kontakt zu seiner Tochter zu verlieren. Um früher abreisen zu können begeht Leo einen folgenschweren Fehler. Er verfasst den Artikel, ohne jemals in echten Kontakt mit den Rebellen gewesen zu sein. Doch als plötzlich der Fotograf Julian (Dennis Scheuermann) auftaucht, um Fotos von den Rebellen zu machen, katapultiert sich Leo in eine moralische Abwärtsspirale...
Der Film 'Good News' (2024) wirft einen eindringlichen Blick auf die Herausforderungen, vor denen Journalisten im Dienst ihrer Karriere stehen, während sie zwischen ethischen Prinzipien und beruflichem Erfolg hin- und hergerissen sind. Im Mittelpunkt steht Leo, ein Journalist, der verzweifelt versucht, eine brisante Reportage zu schaffen und dabei seine persönlichen Werte und Beziehungen immer mehr verliert. Die Geschichte beleuchtet die zarten Grenzen zwischen Ethik und Ehrgeiz, Freundschaft und Verrat und stellt die Frage, wie weit ein Mensch bereit ist zu gehen, um seine persönlichen und beruflichen Ziele zu erreichen. Regiekommentar von Hannes Schilling: "Im September 2019 nahm ich an einem Studentenaustauschprogramm in Südafrika teil. Dort stieß ich in Vorbereitung für einen Dokumentarfilm auf ein unerwartetes Spannungsfeld. Der Kurzfilm sollte das Leben einer schwarzen Familienmutter erzählen, die als Putzfrau täglich zwischen einer weißen Gated Community und ihrem Township hin und her pendelt. Mir wurde schnell klar, dass ich für die Umsetzung des Films auf Unterstützung vor Ort angewiesen bin. Aus Geldmangel arbeitete ich mit Freunden in Johannesburg zusammen. Doch bei den ersten Ausflügen in das Township, wo mit Kriminalität zu rechnen ist, geriet ich in ein ethisches Dilemma: Soll ich meine Freunde für einen Film möglichen Gefahren aussetzen? Darf ich das Vertrauen meiner privaten Beziehungen für dieses Projekt nutzen? Wann missbrauche ich Beziehungen? In meinem Fall war es ein freies künstlerisches Studentenprojekt ohne existenziellen Druck. Was aber, wenn ein ganzes Leben vom Erfolg eines Projekts abhängt? Wie weit würde jemand gehen, besonders bei gefährlicheren Themen wie einer Rebellengruppe? 'Good News' ist meine filmische Auseinandersetzung mit diesen Fragen. Der Film wirft einen Blick auf die ethischen Grenzen von Medienschaffenden, die von dem Erfolg ihrer Projekte abhängig sind. Wann wird Vertrauen missbraucht, und welches Risiko ist akzeptabel?"