Eine Nacht in Berlin. Ein Todesfall. Drei Perspektiven. Was passiert, wenn Trauer zu Wut wird und niemand zuhört? Der Tod eines jungen Mannes nach einer Polizeikontrolle wird zum Ausgangspunkt eines eindringlichen Dramas über Macht und Ohnmacht, Vorurteile und die Frage, wer in unserer Gesellschaft gehört wird: Als Noah nach einer Polizeikontrolle stirbt, entfaltet sich in Berlin eine verhängnisvolle Nacht. Seine Mutter Mariama (Meriam Abbas) macht sich auf den Weg ins Krankenhaus, um ihren Sohn ein letztes Mal zu sehen. Doch neben ihrer Trauer muss sie sich gegen bürokratische Hürden behaupten, die ihr den Abschied erschweren. Zwei Freunde, die in derselben Nachbarschaft wie Noah leben, begegnen der Perspektivlosigkeit zunächst mit Spiel und Humor und provokanten Ideen. Als sie vom Tod von Noah erfahren, schlägt ihre Lebensfreude in Wut um. Währenddessen gerät 'Ibo' Ibrahim (Doga Gürer), Mitglied einer Berliner Polizeieinheit, zwischen die Routine seiner Kollegen, seine eigene Position im Team und die folgenreichen Entscheidungen eines von Vorurteilen geleiteten Einsatzleiters...
Mit seinem Spielfilmdebüt 'Noah' (2025) erzählt Regisseur Ali Tamim unmittelbar, emotional und ohne einfache Antworten. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Drehbuchpreis 2023, dem Fritz-Raff-Drehbuchpreis und dem Max-Ophüls-Preis für den gesellschaftlich relevanten Film. Drei miteinander verwobene Geschichten über Verlust, Loyalität und Zugehörigkeit - und über Menschen, die ihren Platz in einer Gesellschaft suchen, in der Respekt und Anerkennung noch immer nicht für alle selbstverständlich sind.