Kritiken von "howardh"

Michael

Erlebe den Aufstieg des Kings - Der Aufstieg einer Legende.
Musik

Michael

Erlebe den Aufstieg des Kings - Der Aufstieg einer Legende.
Musik
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 22.08.2026
Für Michael-Jackson-Nerds ein absolutes Muss, für den Rest der Welt absolut vernachlässigbar. Extrem oberflächliches Biopic, das die - zweifelsohne vorhandenen - negativen Facetten von "Mikey" völlig ignoriert. Und dass der Film zu einem Zeitpunkt endet, als es im wirklichen Leben von Michael Jackson gerade mal richtig rund gegangen ist, passt ganz hervorragend zu dieser Form von Ikonisierung.

Genau genommen ein reiner Märchenfilm.

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One Battle After Another

Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 16.08.2026
Einer der meist-prämierten Filme aller Zeiten (lt. wikipedia weltweit 200 Auszeichnungen), allen voran zwei der wichtigsten Oscars (bester Film und beste Regie). Dennoch bin ich mit dem Film nicht warm geworden. Es handelt sich um eine extrem konfuse Mischung aus Action-Film, Arthouse-Kino und skurrilem schwarzen Humor. Diese Ingredienzien laufen parallel, finden aber niemals richtig zusammen. Besonders merkwürdiges Paradoxon: Der Film ist niemals langweilig, dennoch aber deutlich zu lang geraten.

Für mich persönlich bleibt nur ein hilfloses Achselzucken. Ich kann mit dem Film einfach nichts anfangen. Einziger Nährwert: Offensichtlich driften professionelle Film-Kritiker bzw. -Juroren und Kino-Mainstream-Massengeschmack immer mehr auseinander.

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Bon Voyage - Bis hierher und noch weiter

Drama, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 14.08.2026
Keine Komödie, nicht mal eine Tragikomödie (das "Komödiantische" muss man mit der Lupe suchen). Genau genommen schwebt über allem das Stichwort "assistierter Suizid". Warum Oma Marie ihren Sohn Bruno und ihre Enkelin Anna über ihre Ziele, die sie mit einer Reise in die Schweiz verknüpft, nicht einweiht, sondern ihnen was von einer Erbschaft weismacht, bleibt nebulös. Die beiden lassen sich dementsprechend auch nicht abwimmeln, sondern machen sich mit auf die Reise, zusammen mit Maries Pflegehelfer Rudy, der als einziger einen Führerschein hat.

Besonders negativ fällt Sohn Bruno auf als absoluter Loser auf, der finanziell völlig abgebrannt ist und deshalb das Bankkonto seiner Tochter pländern muss. Die hat gerade zum ersten Mal ihre Periode und fühlt sich absolut alleingelassen (ihre Mutter, Brunos Ex-Frau, hat sich anscheinend nach Brasilien abgesetzt, ohne dass man Näheres erfährt).

Was an dieser Personen-Konstellation (eine absolut dis-funktionale Familie) und der skizzierten Handlung witzig sein soll, erschließt sich nicht. Für Gags sorgt allein die von Rudy heftigst verwöhnte Haus-Ratte.

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Wie das Leben manchmal spielt

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 11.08.2026
Unterhaltsame Komödie über das Zusammenprallen von zwei völlig verschiedenen Lebenswelten. Zum einen ein Strafrichter, der seine Prozesse keineswegs juristisch völlig abgehoben führt, sondern zumindest versucht, in die Lebensumstände der Prozess-Beteiligten hineinzufinden. Zum anderen eine junge Frau (die eher als Sängerin bekannte Louane Emera nach über zehn Jahren Filmpause in ihrer zweiten Rolle), zwar hoch-intelligent, aber durch ihr prekäres Umfeld schwer gehandicapt und mit relativ verkorkstem Liebesleben.

Wie die beiden sich zunächst vorsichtig beschnuppern und sich dann doch langsam annähern, ist gutes Unterhaltungs-Kino, nicht mehr und nicht weniger.

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Gelbe Briefe

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 03.08.2026
Gelungene Verknüpfung zwischen den Ehe-/Erziehungs-Problemen eines Künstler-Ehepaars und dessen staalicher Drangsalierung aufgrund dessen systemkritischer Haltung. Ganz große Klasse ist Özgu Namal in der weiblichen Hauptrolle.

Ganz unmerklich und zunächst in ganz kleinen Schritten schränkt der Staat die Freiheit des Paares ein. Dann gibt es auf einmal Anzeigen wegen staatsfeindlicher Hetze. Sofort werden Strafverfahren in Lauf gesetzt, die dann allerdings ganz ganz langsam betrieben werden. Allein auf die erste Anhörung müssen die Betroffenen monatelang warten. Und wenn es dann tatsächlich vor Gericht verhandelt wird, dann werden zur Untermauerung der Anklage schnell aus dem Handgelelenk neue - teils völlig banale (z.B. Rauchen in den Umkleideräumen) - Angriffspunkte fabriziert. Während dessen verlieren die Angeklagte ihre Arbeitsplätze und geraten in eine völlig prekäre Situation. Freunde und Verwandte geben nur teilweise eine Hilfestellung.

Und genau das ist beabsichtigt. Der Staat sperrt seine Kritiker nicht ein, aber er treibt sie brutal in die Enge. Gleichzeitig signalisiert er gegenüber dem Rest der Welt, was Systemkritikern passiert.

Der Film bietet gutes Anschauungs-Material für die Gefahren, die entstehen, wenn extremistische Politiker bzw. Parteien an die Macht kommen und schrittweise Schlüsselpositionen besetzen.

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Hamnet

Halte dein Herz offen.
Drama

Hamnet

Halte dein Herz offen.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 01.08.2026
Verfilmung eines Romans, der mit viel Phantasie einen persönlichen Schicksalsschlag von William Shakespeare (Tod seines 11-jährigen Sohne Hamnet) mit der Entstehung von "Hamlet" verknüpft. Ob es sich mehr um Spekulationen oder eher um einen realistischen Hintergrund handelt, muss zangsläufig offen bleiben, weil lediglich die späten - also nach dem Filmgeschehen liegenden - Lebensjahre Shakespesares relativ gut erforscht sind.

In etwa der letzten Viertelstunde des Films wird ganz großes Kino geboten, aber die rd. 100 Minuten vorher sind zum Teil schon sehr zäh und steinig. Warum seine Ehefrau (historisch relativ gesichert hieß sie Anne Hathaway, war acht Jahre älter als Shakespeare und ziemlich reich) im Film "Agnes" heißt und aus prekären Verhältnissen stammt, darüber kann man nur spekulieren.

Vermutlich wäre der Film ansonsten noch viel handlungsärner gewesen. Eigentlich geht es nämlich nur darum, dass Agnes ihrem Mann vorwirft, nicht genügend Empathie für die Familie aufzubringen und viel zu wenig anlässlich des Todes des Sohnes getrauert zu haben. Erst am Schluss wird ihr klar, dass auch er getrauert hat, halt allerdings auf völlig andere Weise als sie selbst.

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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Nach dem gefeierten Bestseller von Joachim Meyerhoff.
Drama, Deutscher Film

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Nach dem gefeierten Bestseller von Joachim Meyerhoff.
Drama, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 27.07.2026
Amüsante und kurzweilige Verfilmung eines autobiografischen Romans des Schauspielers Joachim Meyerhoff. Es geht um die Irrungen und Wirrungen eines Schauspieler-Adepten in den 1980er-Jahren, einer Zeit des Theater-Umbruchs. Der Original-Text der Stücke wurde immer unwichtiger, statt dessen triumphierten die "kreativen" Text-Umdeutungen der jeweiligen Regisseure. Dabei schreckte man auch vor Klassikern nicht zurück.

Und die Schauspiel-Schüler mussten sich darauf einlassen. Grandios sind Senta Berger als alternde Diva und Michael Wittenborn als ihr Professoren-Ehemann, die die Schauspiel-Strampeleien ihres Enkels teils ungläubig, teils auch mit großartiger Toleranz und Nachsicht und auch mit einem soliden Alkohol-Spiegel begleiten. Auf die Idee, nach dem Zähneputzen mit Whisky zu gurgeln, muss man auch erst einmal kommen.

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Crime 101

Ein Raub verbindet sie alle - Basierend auf der Novelle von Don Winslow.
Thriller, Krimi

Crime 101

Ein Raub verbindet sie alle - Basierend auf der Novelle von Don Winslow.
Thriller, Krimi
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 27.07.2026
Die Verfilungen von Don-Winslow-Romanen geraten leider öfters etwas daneben. Seine Bücher sind sehr komplex und weisen überdurchschnittlich viele Handlungsstränge auf. An deren "Eindampfen" auf eine akzeptable Film-Länge scheitern viele Regisseure bzw. Drehbuch-Autoren.

Die Verfilmung der Winslow-Kurzgeschichte "Crime 101" dagegen ist hervorragend gelungen. Der Film ist zwar etwas länger (2 Stunden 20 Minuten), aber nicht übermäßig lang. Es gibt genügend Action-Szenen - zum großen Teil Auto-/Motorrad-Verfolgungsjagden -, aber nicht überzogen viele. Es werden zwar nicht alle Handlungsstränge aufgelöst, doch zumindest diejenigen, die für den Zuschauer am wichtigsten sind.

Mit einem Wort: Der Film bietet alles, was ein Action-Heist-Movie ausmacht, und zwar genau in der richtigen Dosierung. Und Halle Berry ist einfach nur grandios!

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Is This Thing On?

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 26.07.2026
Der Film hat relativ wenig Handlung, dafür ziemlich langwierige und teils auch eher langweilige Dialoge. Eigentlich geht es vorrangig um eine Aufbereitung des Ist-Zustandes einer Ehe, die nach 20 Jahren vor dem Aus steht - oder vielleicht doch auch nicht?

Großes Manko des Films ist, dass die beiden halbwüchsigen Kinder nur am Rande auftauchen und nicht die wichtige Rolle spielen, die sie im "wirklichen Leben" hätten, und dass man sehr wenig über den beruflichen und finanziellen Background des Paares erfährt. Jedenfalls scheint Geld nicht gerade das ganz große Problem zu sein. Der Mann kann ausziehen und sich eine Appartement-Wohnung leisten, die auch für eine Übernachtung der beiden Kinder groß genug ist. Die Frau war früher eine Volleyball-Spitzenspielerin, der auf Anfrage sofort die Stelle der US-National-Trainierin angeboten wird. Das Ganze wirkt schon sehr den irdischen Nöten enthoben.

Jedenfalls sind beide Ehepartner daran, sich beruflich völlig neu zu orientieren. Ob diese Veränderungen den letzten Rettungs-Strohhalm bilden oder im Gegenteil dazu der Ehe den endgültigen Todesstoß versetzen, (Achtung: Spoiler!) bleibt offen.

Kleine Anmerkung: jetzt weiß ich auch, was "Irish twins" sind: Ein in Irland unbekannter, aber in der englischen Umgangssprache in der restlichen Welt verwendeter herabsetzender Ausdruck, der zwei Geschwister bezeichnet, die innerhalb von 12 Monaten geboren sind (weil die Iren angeblich alle streng katholisch sind und kaum Verhütungsmittel anwenden).

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Ein Leben ohne Liebe ist möglich, aber sinnlos

Komödie, Lovestory
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 16.07.2026
Männer in der Midlife-Crisis? Ein alter Hut, allerdings immer noch für viele Schenkel-Klatscher gut.

Frauen in der Midlife-Crisis: Eher selten, im Kino sogar ganz selten. Und wenn doch, dann sind es in aller Regel keine Schenkelklatscher. Genauso ist es in diesem unaufgeregten und durch humoristische Zwischentöne aufgelockerten Film (Warnung: Der Trailer übertreibt die Comedy-Elemente gewaltig). Einer Frau im Intellektuellen-Milieu (gut situiert, beruflich erfolgreich, zwei Kinder im Teenie-Alter, ein sympathischer Ehemann, nette Freunde) stellt sich kurz vor ihrem 50. Geburtstag die Frage aller Fragen: War das wirlich alles in meinem Leben?

Ihre Antwort: Da könnte vielleicht noch was ganz Anderes kommen, aber nur, wenn sie volles Risiko geht. Nach einem kurzen - im Unverbindlichen auslaufenden - Dienstreisen-Flirt trennt sie sich von Mann und Kindern und baut sich ein völlig neues privates Umfeld auf. Ob sich das Risiko gelohnt hat, erfährt man erst am Ende des Films.

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Die Farben der Zeit

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 09.07.2026
Kein Drama, keine Komödie, keine Action, kein Problem-Film, am besten passt wohl eine Einordnung als "Dramedy". Ein Film der Entschleunigung, und zwar auf beiden Zeit-Ebenen (2015 sowie 1875 bzw. 1895), in denen die Handlung spielt. Regie und Drehbuch verknüpfen diese beiden Zeit-Elemente auf amüsante und kurzweilige Art geschickt miteinander.

Der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig auf der historischen Zeit-Ebene (in etwa letztes Viertel des 19. Jahrhunderts), wodurch der Zuschauer auch interessante Einblicke in den - nach schwierigsten Anfängen - damals gerade aufkommenden Impressionismus und dessen Protagonisten erhält.

Ein Film zum Anschauen und Genießen.

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The Housemaid - Wenn sie wüsste

Geheimnisse lauern hinter verschlossenen Türen. Basierend auf dem weltweiten Bestseller.
Thriller

The Housemaid - Wenn sie wüsste

Geheimnisse lauern hinter verschlossenen Türen. Basierend auf dem weltweiten Bestseller.
Thriller
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 25.06.2026
Die Zuordnung des Films zum Psychothriller-Genre passt nur bis etwa zur Film-Mitte. Bis dahin macht man sich als Zuschauer noch relativ ernsthafte Gedanken darüber. welche bedrohlichen und unheimlichen Hintergründe eigentlich hinter dem Ganzen stecken. Die in der zweiten Film-Hälfte gelieferten Erklärungen lassen die Aktionen der Haupt-Protagonisten nur mehr grotesk oder lächerlich erscheinen - eigentlich müsste es ja umgekehrt sein. Aber was soll schon groß dabei herauskommen, wenn - Achtung: Spoiler - es sich bei den drei Hauptpersonen jeweils um mehr oder weniger sadistisch veranlagte Psychopathen handelt?

Zumindest ist der Film relativ kurzweilig. Allerdings hätten es eineinhalb Stunden -anstatt der über zwei Stunden beanspruchenden tatsächlichen - Laufzeit auch getan.

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Avatar 3 - Fire and Ash

Science-Fiction
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 22.06.2026
Klarer Abstieg in der Reihenfolge: Avatar 1 war überragend, Avatar 2 durchschnittlich - so lala, Avatar 3 ist wirklich schlecht geworden. Bei allem technischen Aufwand und aller visuellen Brillanz: Wie kann man für drei Stunden Film nur eine derart hanebüchen banale Story zusammenstopseln. Es fehlt jeder Ansatz einer psychologisch stimmigen Figurenzeichnung. Extrem oberflächlich gezeichnete Charaktere liefern sich Kampf-Spektakel ohne Ende.

Anscheinend glaubten die Verantwortlichen allen Ernstes, dass den Zuschauern nach 12 Jahren Pause seit Avatar 2 noch alle Einzelheiten des damals schon ziemlich konfusen Szenarios präsent seien.

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Extrawurst

Wer grillt hier wen?
Komödie, Deutscher Film

Extrawurst

Wer grillt hier wen?
Komödie, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 15.06.2026
Alle Darsteller sind in Hochform und liefern eine bitterböse Satire ab. Wer - so wie ich - schon öfters bei derartigen Vereinsversammlungen mit dabei war, der weiß, dass der Film keineswegs übertreibt, sondern knallhart die Realität abbildet. Wie sich einige im Eifer der Diskussion als überhebliche und rassistische Macho-Schnösel outen, das hat schon was. Alleiniger Lichtblick ist Anja Knauer in der einzigen weiblichen Hauptrolle, die am Schluss den Männern zeigt, wo der Hammer hängt. Eine positive Überraschung ist auch der - eigentlich gegen den Strich - als seriöser Vereins-Vorstand besetzte Hape Kerkeling, der immer wieder - vergeblich - versucht, das Chaos einzudämmen.

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Marty Supreme

Dream Big
Drama

Marty Supreme

Dream Big
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 05.06.2026
Mir ist der Hype um diesen Film eher schleierhaft. Die Hauptperson Marty Mauser ist ein egomanischer, narzisstischer, völlig von sich überzeugter Typ, den der Rest der Welt und vor allem die Menschen um ihn herum wirklich überhaupt nicht interessieren (erinnert irgendwie an einen bekannten US-Politiker). Ich habe mir das über die gesamte Länge (ca. 150 Minuten) angetan, ohne damit warm zu werden. Solche Typen gibt es in der Realität zuhauf, die muss ich mir doch nicht noch im Kino- bzw. Fernseh-Sessel reinziehen. Mit der schauspielerischen Leistung von Timothy Chalamet hat das rein gar nichts zu tun.

Kleine Anmerkung für Tischtennis-Interessierte: Die im Film gezeigten - künstlich auf "alt" getrimmten - fulminanten Sport-Szenen sind anachronistisch. Daran ändert auch ein Cameo-Auftritt von Timo Boll nichts. Allein aufgrund des damaligen Schläger-Materials (bis etwa Mitte der 1960er-Jahre gab es nur Noppen-Außen-Beläge ohne Schwamm-Unterlage) war Tischtennis damals erheblich langsamer als heute. Erst danach entwickelte sich Tischtennis zu einer rasanten Sportart mit faszinierenden Ballwechseln.

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Sentimental Value

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 02.06.2026
Es geht um die nicht einmal so sehr interessanten Befindlichkeiten einer Künstler-Familie. Wie so oft bei Cannes-prämierten Filmen ziemlich vom normalen Leben abgehobenes Arthouse-Kino. Warum man das über zwei Stunden ausbreiten muss, ist nicht ersichtlich. Kein Witz, relativ wenig Drama, statt dessen gepflegte Langeweile.

Man staunt über den Abspann, in dem sich die Filmemacher bei geschätzt rd. 30 Sponsoren bzw. Fördergebern bedanken. Die beteiligten Produktions-Länder (insgesamt 7) erstrecken sich von Norwegen bis in die Türkei. Viele Köche verderben den Brei (Reim Dich oder ich fress Dich!).

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Kein Weg zurück

Wie weit wirst du gehen?
Drama

Kein Weg zurück

Wie weit wirst du gehen?
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 28.05.2026
Der Film bereitet gnadenlos die Irrungen und Wirrungen im syrischen Bürgerkrieg im Jahr 2014 auf. Und er räumt auch mit dem Irrtum auf, dass sich das irgendwo im Nahen Osten abspielte und uns eigentlich nichts anging. Im Zeitalter der Globalisierung gibt es keine ruhigen - vom Rest der Welt unberührten - Winkel mehr.

Eine Antwort darauf, wie und warum abendländisch sozialisierte Jünglinge sich zu fanatischen Islamisten entwickeln, bleibt der Film allerdings schuldig.

Eine Dialog-Zeile hat mich allerdings sehr nachdenklich gemacht: Als Nikolaj Lie Kaas über Syrien als "Hell's Kitchen" räsoniert (später entschuldigt er sich dafür), empört sich sein arabischer Gesprächspartner: "Warum sagst Du so etwas? Hier sind jahrtausend-alte Hochkulturen zu einer Zeit entstanden, als sich Deine Vorfahren noch in Felshöhlen am Lagerfeuer versammelten."

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Song Sung Blue

Inspiriert von einer Legende. Verbunden durch einen Traum.
Musik

Song Sung Blue

Inspiriert von einer Legende. Verbunden durch einen Traum.
Musik
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 21.05.2026
Ein absolutes Muss für alle Freunde von Musik-Filmen. Die darin enthaltenen Konzert- bzw. Auftritts-Szenen (fast alle Neil-Diamond-Songs von Kate Hudson & Hugh Jackman persönlich gesungen) sind einfach nur grandios. Geschickt damit verwoben sind die privaten Hoch-und-Tiefs der beiden Haupt-Protagonisten.

Kleine Anmerkung: Der Film spielt Mitte/Ende der 1990er-Jahre, also in einer Zeit, als Amerika noch nicht seine Seele verloren hatte. Es ist einfach nur zum Heulen!

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Sorry, Baby

Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 21.05.2026
Einer der wenigen "Me-Too"-Filme, bei denen das Opfer zwar physisch relativ unbeschadet davonkommt, psychisch aber schwerst traumatisiert ist. Öffentlich wirkt Agnes - zwischenzeitlich zu einer allgemein beliebten und allseits anerkannten Dozentin avanciert - hingegen eher als Power-Frau, die alles im Griff hat. Doch in ihrem Innersten hat sie auch Jahre nach dem "Ding" große Probleme und hat extrem damit zu kämpfen, ihr Leben halbwegs in normalen Bahnen zu führen.

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No Hit Wonder

Musik, Deutscher Film, Drama

No Hit Wonder

Musik, Deutscher Film, Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 10.05.2026
In den Film wurde zu viel hineingepackt. Genaugenommen ist es eine Tragikomödie, die anfangs relativ oberflächlich dahinplätschert, dann ins Tragische abgleitet und am Schluss wieder versucht, die Feelgood-Kurve zu kriegen, was nicht so ganz gelingt.

Traumhaft ist die Darsteller-Riege. Auch die Nebenrollen sind hochkarätig besetzt. Ein besonderes Highlight ist der Cameo-Auftritt von Sebastian Blomberg als grotesk überzeichnete Karikatur eines Late-Night-Show-Moderators. Der von Florian David Fitz geschriebene und auch gesungene Song "Time, Time, Time" hat absolutes Hit-Potential.

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Voilà, Papa!

Der fast perfekte Schwiegersohn
Komödie

Voilà, Papa!

Der fast perfekte Schwiegersohn
Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 06.05.2026
Eine eher ungenießbare Mixtur aus der französischen Komödien-Industrie. Die Handlung ist sehr dünn, gute Gags sind selten. Um die eineinhalb Stunden irgendwie vollzukriegen, wird die Story und das Personal völlig sinnlos aufgepimpt.

Abgesehen davon finde ich Witzeleien über suzidgefährdete Personen eigentlich nur als geschmacklos und widerwärtig.

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Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Eine Story zu gut, um nicht wahr zu sein.
Drama, Deutscher Film, Komödie

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Eine Story zu gut, um nicht wahr zu sein.
Drama, Deutscher Film, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 06.05.2026
Eine Medien-Satire vom Feinsten. Wie einer - eher unbedarft als böswillig - in ein Räderwerk gelangt, das ihn völlig überfordert. Die Figurenzeichnung ist meisterhaft: Man fühlt mit den handelnden Personen, man leidet mit ihnen und man lacht mit ihnen, aber ganz wichtig: man lacht nicht über sie. Selbst ein hartgesottener Ex-Stasi-Offizier (grandios: Peter Kurth) gewinnt da zumindest noch ein gewisses Maß an Respekt. Auch in kleinsten Nebenrollen absolut hochkarätig besetzt. Ein gelungenes Meister- bzw. Alterswerk von Regisseur Wolfgang Becker, der die Fertigstellung dieses Films leider nicht mehr erleben durfte.

ungeprüfte Kritik

Kleine Dinge wie diese

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Claire Keegan.
Drama

Kleine Dinge wie diese

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Claire Keegan.
Drama
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 23.04.2026
Besonders gelungen finde ich an diesem Film, dass er seinen Fokus nicht nur auf die äußeren Abläufe (der entsetzliche Umgang mit unverheiratet schwanger gewordenen Mädchen in sog. "Magdalenenheimen") richtet, sondern auch auf die inneren Befindlichkeiten der handelnden Personen. Grandios ist die Szene, als Cillian Murphy in der Rolle des Bill Furlong bei Mutter Oberin (Emily Watson in der Rolle eines amoralischen und völlig verkorksten Psycho-Monsters) zum Tee geladen ist. Wunderbar ist auch der Schluss. Kein übertrieben ausgewalztes Happy-End, vielmehr wird kurz und knapp nur das Wesentliche gezeigt: Einem geflohenen Mädchen wird die Hand gereicht. Mehr braucht es nicht!

ungeprüfte Kritik

Zweigstelle - Bürokratie kennt kein Jenseits

Wenn du an nichts nach dem Tod glaubst, woran glaubst du dann wenn er plötzlich vor dir steht?
Drama, Deutscher Film, Komödie

Zweigstelle - Bürokratie kennt kein Jenseits

Wenn du an nichts nach dem Tod glaubst, woran glaubst du dann wenn er plötzlich vor dir steht?
Drama, Deutscher Film, Komödie
Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 23.04.2026
Es gibt Filme, mit denen kann ich schlichtweg gar nichts anfangen. Wes-Anderson-Filme sind da schon in einem Grenzbereich. Dieser Film wandelt zunächst auf den Spuren von Wes Anderson, überschreitet die dortige Grenze dann aber deutlich. Ich fand den Film weder kurzweilig noch "lustig" (egal, welche Form des Humors - Slapstick, Schenkelklopfer, Satire, schwarzer Humor - man als Maßstab nimmt), sonder einfach nur grauenhaft und öde.

ungeprüfte Kritik