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Kritiken von "howardh" aus

542 Kritiken in dieser Liste

Darstellung:
  • Kon-Tiki
    Abenteuer
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 23.04.2016
    Alles kommt sehr gut rüber und ist auch sehr gut aufbereitet (einschließlich zweier informativer 45-Minuten-Dokus im Bonusteil), doch krankt der Film an der schwachen Ausstrahlung des Hauptdarstellers Pal Sverre Hagen. Thor Heyerdahl muss ein wirklich außergewöhnlicher Mensch gewesen sein - mit allen Stärken und Schwächen. Diese faszinierende Ausstrahlung fehlt völlig. Deshalb leider nur eine durchschnittliche Bewertung.
  • Der Sommer mit Mama
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 02.04.2016
    Die Zuordnung zum Genre "Drama" ist daneben, es handelt sich eindeutig um eine Komödie. Allerdings kein Schenkelklopfer, sondern eine, die feinsinnig und auf Umwegen ihr Hauptthema (tiefe Kluft zwischen arm und reich) anreißt. Und Hauptdarstellerin Regina Casé ist einfach nur der Hammer - allein die Szene, als sie durch den nur knietief gefüllten Swimmingpool watet - einfach unvergesslich.
  • Mädelsabend
    Nüchtern zu schüchtern!
    Komödie
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 02.04.2016
    Einfach nur unterirdisch und sterbenslangweilig. Wir sind durch einen Trailer auf die Idee gekommen, den Film auszuleihen. Leider tauchte keiner der Gags aus dem Trailer in den ersten 30 Filmminuten auf (das war der Zeitpunkt, als wir die "Auswurf-Taste" betätigten). Bezeichnenderweise waren in den einzigen Szenen, in denen wir wirklich lachen mussten, zwei Katzen im Mittelpunkt (die waren dann wirklich gut in Szene gesetzt).
  • Liberal Arts
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 21.03.2016
    Eine leichtfüßige und amüsante Komödie über den Zusammenprall der "College-Käseglocke" mit dem wirklichen Leben. Jesse Fisher kehrt zwanzig Jahre nach seinem College-Abschluss wieder an "sein" College zurück und wird ziemlich desillusioniert. Spoilerwarnung: Spätestens als ihn seine Professorin, die früher ein wirklich heißer Feger war, nach einer kurzen Liebesnacht routinemäßig aus ihrem Bett wirft, merkt er, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann und kehrt rasch wieder in das wirkliche Leben zurück.
  • Felony
    Ein Moment kann alles verändern.
    Thriller, Krimi
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 04.03.2016
    Eine spannendes Psycho-Drama aus dem Polizei-Milieu mit einem hervorragenden Joel Edgerton, der die Zerrissenheit seiner Figur glaubwürdig rüberbringt. Großes Manko (deshalb nur eine durchschnittliche Bewertung) ist die Besetzung der zweiten Hauptrolle mit Tom Wilkinson. Den habe ich in vielen Filmen schätzen gelernt, hier ist er (im "wahren Leben" auf die siebzig zusteuernd) schlichtweg zu alt, um die Rolle glaubhaft verkörpern zu können. Auch bei der australischen Kriminal-Polizei dürften Opas keine große Rolle mehr spielen.
  • A Royal Night Out
    2 Prinzessinnen. 1 Nacht.
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 04.03.2016
    Eine interessante Moment-Aufnahme aus einem immens wichtigen Tag: am 08. Mai 1945 schweigen die Waffen. London im Ausnahmezustand: Alle feiern, jubeln und tanzen, in den Häusern, auf den Straßen und Plätzen, in den Kasernen - und auch im Puff. Der Alkohol fließt in Strömen. Und mitten drin die blutjunge Kronprinzessin Elizabeth, die zusammen mit ihrer Schwester (Prinzessin Margaret) für einen Abend "frei bekommt" - selbstverständlich nur in Begleitung von zwei seriösen Offizieren, derer sie sich aber rasch entledigen. Sie ziehen statt dessen auf eigene Faust um die Häuser. Margaret landet rasch im Halbwelt-Milieu, Elizabeth findet Hilfe beim kriegs-traumatisierten Bomber-Schützen Jack.

    Eine amüsante Spekulation - ob es wirklich einen Vorfall dieser Art was gab, weiß - außer Elizabeth II. natürlich - wahrscheinlich kein Mensch. Auf jeden Fall eine herzerfrischende und gleichzeitig anrührende Geschichte. Sarah Gadon als Elizabeth ist nicht zu toppen.
  • Small Island
    Drama, TV-Film
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 25.02.2016
    Hervorragende zweiteilige Roman-Verfilmung mit einem Haupt-Thema: Rassismus im England der Nachkriegszeit. Die Schauspieler agieren glaubwürdig, insgesamt kommen allerdings - rein auf die Handlung bezogen - die Frauen besser weg: Irgendwie haben sie doch mehr Power und lassen sich einfach nicht unterkriegen.
  • Entschuldige, ich liebe dich!
    Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 06.02.2016
    Zunächst eine Korrektur: Entgegen der videobuster-Inhaltsangabe ist der Film keine hinreißende Liebeserklärung an die Stadt Rom. Der Film hat mit Rom überhaupt nichts zu schaffen, er spielt in Barcelona. Einzige Verknüpfung zu Rom ist die männliche Hauptrolle (ein Römer in Barcelona), was aber für die Handlung völlig irrelevant ist. Vielleicht mussten die Filmemacher das deshalb machen, weil Hauptdarsteller Daniele Liotti ein waschechter Römer ist und sein Akzent in einem spanischen Film begründet werden musste, was aber in der deutschen Synchronisation sowieso untergeht. Vielleicht interessiert das aber außer mir auch niemanden so recht. Ist das wichtig, ob der Film jetzt in Barcelona oder in Rom spielt, und ob diese Städte jetzt in Spanien oder Italien liegen?

    Auch traumhafte Aufnahmen von Barcelona sowie überaus sympathische Schauspieler können dem Film nicht zu einer Durchschnitts-Bewertung verhelfen. Wenn ein 37-Jähriger eine - über eine Affäre hinausgehende - ernsthafte Liebesbeziehung zu einer Siebzehnjährigen hat (in der Realität war Hauptdarstellerin Paloma Bloyd während des Drehs allerdings bereits 26), dann muss da schon was Besonderes dahinterstecken. Im Film findet sich keine Erklärung dafür. Paloma Bloyd ist in ihrer Rolle weder besonders hübsch, noch besonders charmant noch anderweitig herausragend. Sie ist halt eine "normale" Siebzehnjährige, die sich mit ihren Freundinnen noch über das "erste Mal" austauscht. Die Handlung ist daher völlig unglaubwürdig.
  • Copenhagen
    Wenn das Mädchen Deiner Träume nur halb so alt ist wie Du, ist es Zeit erwachsen zu werden.
    Drama, Lovestory
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 02.02.2016
    Es ist ein Liebesfilm, allerdings weitab der üblichen Mainstream-Schmonzetten. Das liegt überwiegend am männlichen Protagonisten (im Film 28 Jahre alt, aber hinsichtlich seiner Persönlichkeits-Entwicklung irgendwo zwischen 14 und 16 anzusiedeln). Dessen Reifeverzögerung hat allerdings auch Gründe, für die er absolut nichts kann. Das Tolle am Film ist, wie man Schritt für Schritt Näheres erfährt und langsam Verständnis für die Probleme von William gewinnt. Und irgendwie ist er ja auch lernfähig ...
  • Codename U.N.C.L.E.
    Die Welt retten kommt nie außer Mode.
    Krimi, Action
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 26.01.2016
    Über einige Kritiken muss ich mich doch sehr wundern. Es ist doch von der ersten Sekunde an klar, dass das kein ernsthafter Agenten-Thriller ist, sondern eine Parodie. Und wenn jemand James-Bond-Filme ernst nimmt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

    Regisseur Guy Ritchie hat es wirklich voll drauf, das ausgelutschte Genre der Agentenfilm-Parodie wiederzubeleben. Über die Dialoge habe ich mich kringelig gelacht, und eine derartige fast ballett-artig inszenierte Autoverfolgung (zwischen einem Trabi und einem Wartburg!) kriegt man auch nicht alle Tage zu sehen.

    Die extrem stylishen 60er-Jahre (inkl. Kleidung, Mobiliar, Frisuren und Autos) wurden liebevoll wieder-erweckt. Ich habe mich zwei Stunden lang köstlich amüsiert, und mehr habe ich von vorneherein nicht erwartet.
  • Große Erwartungen
    Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 16.01.2016
    Die Roman-Vorlage von Charles Dickens gilt zwar als Meisterwerk der englischen Literatur, doch gelang es nicht, diese Qualität filmisch umzusetzen. Die reine Handlung ist haarsträubend hanebüchen und erinnert stark an Hedwig Courts-Mahler (Heile-Welt-Literatur für Dienstmädchen und andere "niedere Chargen").

    Trotz des großen Aufwandes an Star-Schauspielern und Ausstattung (Interieur, Kostüme, Massen-Szenen) schafft es der Film leider nicht einmal in eine durchschnittliche Bewertung.
  • Wild Tales
    Jeder dreht mal durch!
    Komödie, Drama
    Bewertung und Kritik von Filmfan "howardh" am 16.01.2016
    Obwohl ich an sich kein Freund von Episodenfilmen bin, muss ich diesem Film höchste Anerkennung zollen. Er schildert extreme Ausnahmesituationen, in denen Menschen - offensichtlich, weil man ihnen vorher übel mitgespielt hat - völlig ausrasten. Dieses Ausrasten wird in jeder Episode übertrieben, und zwar jeweils nur um einen kleinen Schritt über die Grenze, bis zu der man es noch für realistisch annehmen könnte. Diese minimale, aber für jeden Zuschauer offensichtliche Überschreitung ins Irreale bewirkt, dass man darüber lachen oder zumindest schmunzeln kann. Weil es aber eben nur eine minimale Überschreitung ist, kommt man dann doch ins Grübeln und Nachdenken.

    Die Grund-Fabel in jeder Episode ist vergleichbar mit der Handlung des Films "Falling Down" mit Michael Douglas aus den 90er-Jahren. Der überschreitet diese Grenze zum Irrealen allerdings nicht und ist todernst gemeint (hat mir zwar auch gefallen, aber "Wild Tales" ist aufgrund seines extrem schwarzen Humors weit besser).

    Spoilerwarnung: Durch den Germanwings-Flugzeug-Absturz (Frühjahr 2015) wirkt die erste Episode natürlich extrem grenzwertig (der Film wurde allerdings bereits 2014 produziert). Hier hat die Realität auch die irrsten Phantasien überholt.