Kritiken von "ObsidianEmpire" aus Wellendingen/Wilflingen

The Hateful 8

Niemand kommt hierher ohne einen verdammt guten Grund.
Western

The Hateful 8

Niemand kommt hierher ohne einen verdammt guten Grund.
Western
Bewertung und Kritik von Filmfan "ObsidianEmpire" aus Wellendingen/Wilflingen am 10.09.2026
Eiskaltes 70mm-Meisterwerk mit brachialem Sound und Schockmomenten

Was Quentin Tarantino hier abliefert, ist schlichtweg ein audiovisuelles Brett von einem Film.

Optisch zieht einen die 70mm-Kamera ab der ersten Sekunde gnadenlos ins Geschehen: Draußen die unendliche, eisige Weite Wyomings, drinnen die beengte Hütte von Minnie. Durch das extrem breite Ultra-Panavision-Format fühlt man sich nicht wie ein bloßer Zuschauer, sondern sitzt buchstäblich mitten im Raum zwischen all diesen verlogenen, gefährlichen Gestalten.

Akustisch ist die Blu-ray ein absoluter Traum für die Heimkino-Anlage: Fast ununterbrochen sind die Surround-Rückboxen im Einsatz. Das ständige, bedrohliche Heulen des Schneesturms erzeugt einen permanenten Druck im Nacken, der das Geschehen ungemein greifbar und intensiv macht.

Besonders faszinierend war für mich das Spiel mit den Emotionen: Im einen Moment schmunzelt man noch über den herrlich schrägen, bissigen Humor, und im nächsten Wimpernschlag explodiert die Szene völlig ohne Vorwarnung in brutale, kompromisslose Gewalt. Genau dieser krasse Kontrast zwischen Lachen und plötzlichem Schock hat mich psychologisch absolut gepackt.

Sicher hätte man hier und da die ein oder andere Dialogpassage um Nuancen straffen können, doch selbst dann wäre der Streifen höchstens 10 bis 15 Minuten kürzer – und langweilig wird es sowieso nie.

Fazit: Glatte 5 von 5 Sternen – ein meisterhaftes Kammerspiel, das Bild und Ton zelebriert!

ungeprüfte Kritik

Die kleine Hexe

Nach dem Weltbestseller von Otfried Preußler.
Fantasy, Kids, Deutscher Film

Die kleine Hexe

Nach dem Weltbestseller von Otfried Preußler.
Fantasy, Kids, Deutscher Film
Bewertung und Kritik von Filmfan "ObsidianEmpire" aus Wellendingen/Wilflingen am 09.09.2026
Zauberhaftes deutsches Märchenkino mit Herz, Seele und echten Glühwürmchen

Otfried Preußlers Klassiker zu verfilmen ist keine leichte Aufgabe – doch dieses Werk von 2018 beweist, dass sich deutsches Familienkino keineswegs hinter Hollywood verstecken muss.

Niemand hätte die kleine Hexe charmanter verkörpern können als Karoline Herfurth. Sie spielt sie zuckersüß, mit Trotz und Herzenswärme. Axel Prahl als Stimme von Abraxas passt perfekt: Er ist heimlicher Motivator und gleichzeitig die nötige Bremse für ihren Übermut. Auch der restliche Hexenrat trifft den Ton genau.

Optisch lädt der Film zum Träumen ein: wunderschöne Naturaufnahmen, märchenhaftes Licht und pure Gemütlichkeit. Die Musik ist stimmig, für kleine Kinderohren stellenweise aber etwas laut geraten. Die Balance passt dennoch: entspannt, witzig und mit genau der richtigen Dosis Grusel (auch für unsere 4-Jährige super dosiert). Eine Szene hat mich fast zu Tränen gerührt, und das Finale hält für Jung und Alt eine schöne Botschaft bereit.

Einziger kleiner Abzug: manche Szenenwechsel wirken etwas hart geschnitten. Dafür begeistern die Details aus den Credits: Abraxas ist eine faszinierende Mischung aus Puppenspiel und Animation – handgemacht und voller Charme! Und in einer Szene wurden tatsächlich echte, lebende Glühwürmchen eingesetzt – pure Naturmagie.

Fazit: 4 von 5 Sternen – ein warmherziger, bildschöner Filmabend für die ganze Familie!

ungeprüfte Kritik