Weltraumerkunder auf der Suche nach Freiheit verlassen die Erde und notlanden auf einem fremden Planeten. Die Überlebenden erschaffen sich eine neue Gesellschaft, die durch schamanistische Rituale zusammengehalten wird. Als ein neuer Erkunder auf den Mond kommt, wird er als neuer Messias begrüsst. Science-Fiction-Parabel über Totalitarismus. Zulawskis Film wurde von 1975-77 nach dem gleichnamigen Buch aus der Lunar-Trilogie seines Großvaters, des Schriftstellers Jerzy Zulawski, an Schauplätzen in der Hohen Tatra, im Kaukasus und der Wüste Gobi gedreht. Nach Intervention des stellvertretenden Kulturministers wurde jedoch das größtenteils fertiggestellte Projekt gestoppt und die Zerstörung des gesamten Filmmaterials angeordnet. Das konnte verhindert werden, aber sollte noch ein Jahrzehnt dauern, bis Zulawski den fragmentarisch gebliebenen Film in Cannes 1988 präsentieren konnte.
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DVD
- Laufzeit ca. 157 Minuten
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FSK ab 16 freigegeben
Es fehlen etwa 20 Prozent des Filmes, die entsprechenden Szenen wurden durch eine Erzählerstimme ersetzt. Der ganze Film ist mit Handkamera gefilmt, im Stil eines Videotagebuches und hat ausschließlich die Orginal Tonspur mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln. Das Bild ist teilweise sehr blaß und die gesamte Farbgebung des Filmes spielt sich im Schwarz-BlauBereich ab, hin und wieder mit einem Anflug von Grün. Dadurch erscheint der Planet ebenso vertraut wie fremd.
Die Darsteller spielen intensiv und beunruhigend. Irgendwo zwischen Philosophie, Wahnsinn und Poesie ensteht durch die Hauptfiguren ein recht klares Bild von Isolation und Selbstdefinition in einer neuen und fremden Welt und dem unweigerlichen Weg zurück zum shamanischen Leben. Die Ausstattung ist ein Augenschmaus - einerseits die heruntergekommenen Kosmonautentechnik die an die Ästhetik von Bilal erinnert und andererseits die dichte und dramatische Welt der 'wilden', mit groben Strukturierten Stoffen, Pflanzengeflecht und Gesichtsbemahlung. Je weiter der Film fortschreitet, desto mehr Farben kommen ins Spiel. Das ganze wird eine ebenso abstrakte wie blutige 'Oper'. Eher Theaterkunst als Film. Ein echtes Kleinod der Filmkunst aus dem Osten. Aber auch schwierige Kost.