Kritiken eines anonymen Filmfans

Das Dschungelbuch

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 12.02.2013
Diese DVD ist eine Katastrophe - ich warne jeden vor einer Entleihe. Das Bild verspricht die hervorragende Edition von Concorde mit restauriertem Bild und der ungekürzten Kinosynchronisation, statt dessen bekommt man eine Billigvariante mit verwaschenem, farblich verschobenen Bild und einer furchtbaren Neusynchronisation, bei der Miklos Rozsas grandiose Musik durch elektronisches Gedudel ersetzt wurde, dass man nur mit Schimpfworten angemessen beschreiben kann. Gerade weil der Film so großartig ist, bekommt die DVD von mir absolute Tiefstwertung

ungeprüfte Kritik

Robin Hood und die Piraten

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 07.02.2013
Vielen italienischen Filmen mit Lex Barker hat dieser "Robin Hood" zumindest eins voraus: Er hat eine klare Handlung und einiges an Aktionen zu bieten. Damit hat sich's allerdings schon. Nein halt, die Musik von Carlo Rustichelli ist auch recht hörenswert dank eines gewissen Hangs zur Ironie.
Der Rest ist bunte Mittelmäßigkeit - und eine Lüge ist auch mit dabei: Trotz des trügerischen Vorspanns handelt es sich nicht um die viel gesuchte DDR-Synchronisation, sondern um die normale westdeutsche Fassung, die auch im Fernsehen alle Nasen lang zu sehen ist. Genau deshalb kann man sich diese DVD eigentlich auch sparen.

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Die Rache des roten Ritters

Der Kavalier mit den hundert Gesichtern.
Abenteuer

Die Rache des roten Ritters

Der Kavalier mit den hundert Gesichtern.
Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 07.02.2013
Oft wird dieser Film als langweilig gescholten. Nun ja, ein Ausbund an Abenteuerlichkeit ist er nicht - kann er aber auch nicht sein. Denn wenn man die ungekürzte Fassung seinerzeit im DDR-Fernsehen zu Gesicht bekommen hat, wird einem klar, dass es sich um ein Melodram handelt und nicht um einen Abenteuerfilm. Genau darauf aber versuchte die westdeutsche Fassung den Streifen zurecht zu schnipseln - das musste natürlich schief gehen. 20 min fehlen seitdem und wären nur über die restaurierte Originalfassung oder die DDR-Synchronisation wieder herzustellen. Beides ist nicht geschehen - natürlich nicht, bei solch einem Billig-Label. Statt dessen bekommt man noch nicht einmal das originale Bildformat wie seinerzeit auf der verwaschenen VHS. Eine fehlbesetzte deutsche Stimme für Lex Barker gibt dem Ganzen den Rest. Ein netter Zwischenhappen für Barker-Fans, aber anderen Zuschauern hat diese DVD nichts zu bieten.

ungeprüfte Kritik

Zwei Jahre Ferien

Die legendären TV-Vierteiler - Nach dem Roman von Jules Verne.
Abenteuer, TV-Film

Zwei Jahre Ferien

Die legendären TV-Vierteiler - Nach dem Roman von Jules Verne.
Abenteuer, TV-Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
So manchem, der in der (späten) DDR aufgewachsen ist, dürfte diesen Mehrteiler recht gut kennen - wenn auch nur um die Hälfte gekürzt, mit anderen Stimmen (und anderer Musik) und unter dem Titel "Piraten des Pazifik", unter dem die rumänische Kinofassung zu den beliebtesten Dauerbrennern in Kino und Fernsehen gehörte. Nun bekommt man endlich die Gelegenheit, die ungekürzte Originalversion zu sehen (wobei wie beim "Seewolf" auch hier kein einziger deutscher Darsteller seine Originalstimme hat) - und damit auch die Gelegenheit, sich davon zu überzeugen, daß die Kürzung zum zweiteiligen Kinofilm dem Klassiker gar nicht schlecht bekommen ist. Allzu weitschweifig ist besonders der erste Teil, zu sehr ähnelt die "Robinsonade" der Jugendlichen dem eigentlichen "Robinson" (ZDF 1964) - und der hinzugefügte Kommentar von Walter Ulbrich (der das Drehbuch ausnahmsweise nur überarbeitete) ist völlig danebengegangen - er zerstört die Spannung, statt sie aufzubauen. Warum trotzdem 4 Punkte? Weil "Zwei Jahre Ferien" die Schauwerte hat, die man von den populären Advents-Filmen erwartet, weil die Darsteller ein ganz großes Plus sind, weil trotz einer gewissen Langsamkeit eine Menge Atmosphäre und Spannung entsteht. Wenn diese (freie) Jules-Verne-Verfilmung auch nicht an Klassiker wie "Der Seewolf" und "Die Schatzinsel" heranreicht, erweist sie sich (im Gegensatz zu vielen Nachfolgern) den Vorbildern durchaus als würdig.

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Michael Strogoff - Der Kurier des Zaren

Nach dem Roman von Jules Verne.
Abenteuer, Serie

Michael Strogoff - Der Kurier des Zaren

Nach dem Roman von Jules Verne.
Abenteuer, Serie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Von dem Tage, als der Autor und Produzent der kultigen Advents-Vierteiler seinen richtigen Namen verschleierte und sich hinter einem Pseudonym versteckte, war die Talfahrt der Klassiker beschlossene Sache. Zwar zeichnete Walter Ulbrich (als Robert Brandau) noch für das Drehbuch verantwortlich, aber mit dieser Jules-Verne-Verfilmung begann der Abwärtstrend. Allzu schwerfällig kommt das Geschehen daher, allzu konventionell sind Regie, Kamera und Musik, zu trocken ist die Synchronisation - da kann auch "Seewolf" Raimund Harmstorf als felsenhafter Held nichts ausrichten. Er übrigens ist - im Gegensatz zum "Seewolf" - mit seiner eigenen Stimme zu hören (nicht unbedingt zum Vorteil). Der damalige Sprecher führte hier Synchronregie und machte sich den Spaß, in mehreren kleinen Rollen sich selbst zu besetzen - immer im Dialog mit Harmstorf. Folglich sieht man auf der einen Seite den "Seewolf", auf der anderen hört man ihn! Wenn der Film selbst nur so feinsinnigen Humor hätte. Leider nimmt er sich selbst zu ernst, und das schadet ihm. Trotzdem sollte jeder Freund der Advents-Vierteiler sich auch diesen zu Gemüte führen, und sei es nur, um Vergleiche ziehen zu können. Langweilen wird er sich zumindest ... nur selten.

ungeprüfte Kritik

Lockruf des Goldes

Nach Jack London und Dokumenten der Zeit.
Abenteuer

Lockruf des Goldes

Nach Jack London und Dokumenten der Zeit.
Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Die letzte Superproduktion aus der Reihe der ZDF-Abenteuer-Adaptionen ist nicht ganz auf der Höhe von "Der Seewolf" (was zugegeben auch eine harte Nuss wäre), aber so manche Parallele in der Qualität der Schauspieler, der Musik oder der Intensität der Bilder entschädigt für arge Lücken im Faden der Geschichte. Ein entscheidender Pluspunkt gegenüber dem Vorgänger ist die Ausstattung der DVD: Sie enthält sämtliche nach der Erstausstrahlung geschnittene Szenen - und die haben es (gerade im 1. und 4. Teil) mitunter in sich: viele atmosphärische und auch harte Szenen fielen voreiliger Kritik zum Opfer. Besonders der Kampf ums Überleben im letzten Teil ist in der ungekürzten Fassung der analogen Szene im "Seewolf" durchaus ebenbürtig. Wer den einen Film schätzt, wird auch den anderen mögen. Und für filmhistorisch interessierte Zuschauer ist die DVD ohnehin ein Muss.

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Die Lederstrumpf-Erzählungen

Der Wildtöter - Der letzte Mohikaner - Das Fort am Biberfluss - Die Prärie
Abenteuer, Western

Die Lederstrumpf-Erzählungen

Der Wildtöter - Der letzte Mohikaner - Das Fort am Biberfluss - Die Prärie
Abenteuer, Western
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Eine legendäre Vorlage, traumhafte Karst-Landschaften und ein charismatischer Hauptdarsteller - kann da noch etwas schiefgehen? Es kann! Ihren guten Ruf innerhalb der Advents-Vierteiler genießt diese Verfilmung leider zu Unrecht, sie ist ein Glied in der Kette mißglückter Cooper-Adaptionen. Was soll man auch erwarten von einem Mehrteiler, dessen Regisseur nach zwei Teilen gefeuert und durch einen anderen ersetzt wurde. Schlimmen Schaden richtet vor allem der gänzlich untalentierte und farblose Pierre Massimi an, der den Chingachgook zur Witzfigur verkommen lässt, das Drehbuch ist ebenso zusammengeschustert wie die Musik, die aus früheren Filmen (v.a. "Schatzinsel" und "Tom Sawyer") zusammengesetzt wurde. Daß ich dem "Lederstrumpf" trotzdem noch 3 Punkte gebe, ist Hellmut Lange zu verdanken ebenso wie Jean Dreville, der als Regisseur der Episoden 2 und 3 einiges wieder wett macht, was sein Vorgänger in den Sand setzte; und besondere Erwähnung verdient Alex Raffi als Magua ("Der letzte Mohikaner"). Womit die zweite Episode die einzige ist, die etwas Sehenswertes hat.

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Die Schatzinsel

Abenteuer, Serie

Die Schatzinsel

Abenteuer, Serie
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Mit einem Wort: ein Klassiker. Wenn es eine (auf neudeutsch) Mini-Serie mit dem grandiosen "Seewolf" aufnehmen kann, dann diese. Auch wenn Michael Ande dann doch schon etwas zu alt war für die Rolle - die komplette Besetzung ist ein ganz großes Plus. Vor allem aber kommt die Genialität von Stevensons Geschichte endlich voll zum Tragen. Neben (und noch vor) der Disney-Adaption ist der Vierteiler die populärste und gültigste Film-Version, so sehr, dass es danach lange Zeit kaum Versuche gab, die Geschichte noch einmal filmisch aufzubereiten - zurecht, wie die neuesten Adaptionen bewiesen. Und ein Wort zur DVD: Was die digitale Aufbereitung aus dem arg ramponierten Gevacolor-Material (von dessen schlechtem Zustand man sich wiederholt im ZDF überzeugen konnte) herausgeholt hat, ist geradezu erstaunlich. Rundum zu empfehlen - aber Zeit sollte man sich dafür nehmen, sonst entgehen einem viele Details.

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Robinson Crusoe

Die seltsamen und einzigartigen Abenteuer des Robinson Crusoe aus York, berichtet von ihm selbst.
Abenteuer, TV-Film

Robinson Crusoe

Die seltsamen und einzigartigen Abenteuer des Robinson Crusoe aus York, berichtet von ihm selbst.
Abenteuer, TV-Film
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
"Die seltsamen Abenteuer des Robinson Crusoe aus York, berichtet von ihm selbst" - so der komplette Titel des Vierteilers, der sofort die Richtung angibt: keine Verfilmung ist je so dem Roman verpflichtet gewesen. Entgegen dem üblichen Vorgehen konzentriert sich der Film nicht nur auf die ausgetretene eigentliche Robinsonade, sondern beantwortet auch die Frage nach Woher und Warum. Daß dieser "Robinson" ein Riesenerfolg war (und eine ganze Reihe "Advents-Vierteiler" nach sich zog, die heute Kult sind), ist nur zu verständlich; daß er heute fast unbekannt ist, weil er noch in schwarz-weiss gedreht und Anfang der 90er das letzte Mal vom TV ausgestrahlt wurde, ist eine schreiende Ungerechtigkeit. Zumal die s/w-Bilder mit ihren typisch französischen harten Kontrasten dem Geschehen eine quasi "literarisch-phantastische" Unwirklichkeit geben. Der Darsteller des Titelhelden - Robert Hoffmann - trägt die Last des Mehrteilers zum großen Teil allein auf seinen Schultern, und das macht er gar nicht schlecht. Schade nur, daß er (wie auch "Seewolf" Raimund Harmstorf) nicht mit seiner eigenen Stimme zu hören ist. Oder doch nicht? Sein Sprecher Michael Chevalier war (vielleicht außer als "Schiwago") nie wieder so gut. "Robinson Crusoe" steht auf einer Stufe mit den Klassikern "Die Schatzinsel" und "Der Seewolf". Und das ist ein Gütezeichen oberster Kategorie.

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Die schwarze Tulpe

Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Es war eine andere Tulpe, die in die Filmgeschichte und unerreicht blieb: Fanfan, der Husar (im Original: die Tulpe). Auch Regisseur Christian-Jaque war sich wohl bewusst, dass er den Erfolg nicht übertreffen konnte. Aber vielleicht wiederholen? ZU diesem Zweck schickte er den "Liebling der Götter" Alain Delon vorsichtshalber gleich doppelt ins Rennen. Und es gelang ihm ein höchst ansehnlicher Film, der zu Recht zu den Klassikern seines Genres gehört. Wie das Original sieht auch "Die schwarze Tulpe" das abenteuerliche Geschehen vorwiegend von der heiteren Seite, selbst den Schurken kann man aufgrund ihrer humoristischen Überzeichnung die Sympathien nicht absprechen. So flotte Fechtszenen, ohne Klimbim und Videoclip-Verzerrungen findet man heute nicht mehr. Und ein Delon, der (als Julian) geradezu erschrocken vor Frauen zurückweicht, dürfte auch ein einmaliges Erlebnis sein. Ein rundum gelungenes Vergnügen.

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Eine Million Jahre vor unserer Zeit

Abenteuer, Fantasy
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Einer der dümmsten Filme der 60er Jahre - das sei vorweg geschickt - aber durchaus mit großem Unterhaltungswert. Schauspielerische Meisterleistungen sollte man nicht erwarten (nicht einmal mittelmäßige) - und das liegt nicht daran, dass die Akteure keine Texte haben (sie reden in einer sehr sehr primitiven Phantasiesprache). Mann streitet sich, Mann geht fort, Frau findet Mann, Monster entführt Frau, Mann holt Frau zurück - mehr hat die Handlung nicht zu bieten. Ein breites (und durchaus wohliges) Grinsen verursacht Raquel Welchs knapper Bikini (sieh an, so alt ist diese Erfindung), John Richardson jedoch hätte die Finger von der Schauspielerei lassen sollen - auch wenn er wenig später zur Diskussion stand als neuer James Bond, eigentlich war er für die Spezialeffekte dieser Kultreihe zuständig und das scheint auch eher sein Gebiet zu sein. Hier hatte diese Funktion der Großmeister Ray Harryhausen übernommen und so sind (natürlich) die monströsen Kreaturen beileibe das Sehenswerteste. Da stimmt das kleinste Detail der Bewegung, die Figuren sind bis ins Kleinste ausgearbeitet (bis hin zu den letzten Atemzügen des sterbenden Allosaurus). Nur sollte man die Szenen ohne Monster kurzerhand im Schnelldurchlauf abwickeln. Eine Auftragsarbeit von Harryhausen, kein eigenes Projekt - man merkt's.

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Der Dieb von Bagdad

Fantasy, Abenteuer

Der Dieb von Bagdad

Fantasy, Abenteuer
Bewertung und Kritik von einem anonymen Filmfan am 20.01.2013
Alexander Korda trat 1940 an, Hollywood Konkurrenz zu machen. Ziel erreicht, überholt, Gegner platt gemacht. Was Hollywood an 1001-Nacht-Bunticals produzierte, ist längst vergessen, aber der britische Konkurrent hat sich zum Klassiker gemausert. Kein Wunder: All die fabelhaften Zauber, von denen man in L.A. nur erzählte, waren hier auf der Leinwand zu sehen, in Technicolor und auch heute noch sehenswerten Spezialeffekten (daß sie in keiner Weise mehr dem heutigen Standard entsprechen - wer will das so genau wissen). Die Farben erstrahlen, die pompöse Musik von Miklos "Ben Hur" Rozsa ebenso und einen dämonischeren Schurken als Conrad Veidt wird man kaum finden. Von nostalgischem Wert ist die deutsche Fassung (eine der ältesten, die überhaupt noch gezeigt werden) - verrauscht und pathetisch, aber gar nicht schlecht. Wer einen phantastischen Abend erleben will, ist hier perfekt bedient.

ungeprüfte Kritik